von Walter Pall am 23.07.2006, 11:12
Thomas,
wegen der Drahterei stimme ich voll zu. Ich habe dem David beigebracht, bie einer Erstgestaltung einer Fichte ALLES zu drahten, auch ganz kleine Ästchen. Das ist bei so einem Monster schon eine Fleissaufgabe. In dem Zusammenhang ist es interessant anzumerken, dass die Gestaltung im naturalistischen Stil ist. Wer jetzt geglaubt hat, dass naturalistisch heisst, naturbelassen, also möglicht ungedrahtet, der stellt erstaunt fest, dass 100 % gedrahtet wird. Also wohl mehr als die allermeisten im traditionellen Stil drahten. Naturalistisch heisst es weil es nicht natürlich ist, sonst würde es natürlicher Stil heisen.
Das Biegegerät ist eine Schraubzwinge, die über einen Meter lang ist. Man kann die Kraft ganz fein einstellen. Benötigt werden zwei Ankerpunkte, die zusammen gezogen werden. Das ist an einem Ende der zu biegende Ast oder Stamm, am anderen Ende irgendwas, das ganz fest ist und hält. Das sollte möglichst ein dicker toter Ast , oder ein lebender dicker Ast ganz nah am Stamm sein. Kann auch eine dicke Wurzel sein. Sollte möglichst nicht die Schale sein, weil man sonst den Baum aus der Schale hebelt. Wenn lebende Rindenteile am Ankerpunkt sind, dann muss man diese meist gut schützen. Das Gerät selbst hat bereits einen kurzen Platikschlauch übergezogen zum Schutz. Dann kann man auch noch einen alten Fahrradschlauch oder -mantel benutzen.
Mit dem Ding kann man fast alles biegen, was sonst unmöglich erscheint. Wir haben bereits Stämme von Kiefern gebogen, die sieben Zentimeter dick sind.
Das Gerät ist bei mir zu besichtigen beim Spätsommertreffen am 26. August. Ich habe sogar noch zwei abzugeben.