Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Bevor ihr Kommentare zu einem Baum abgebt und wenn eine Besprechung nicht ausdrücklich vom Autor erwünscht ist, stellt sicher, dass ihr die Bemerkungen durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
Dieser Wacholder wurde von mir am 20. Juli 1999 gefunden und in einer extrem steilen Felswand ausgebuddelt. Beim Abstieg tat ich einen falschen Schritt und musste den Baum fallen lassen um mein Leben zu retten. Statt mir fiel der Baum dann 60 Meter über die fast senkrechte Wand hinunter. Als ich dann unten die Bescherung sah, war ich entsetzt. Der Wacholder hatte sämtliche Erde verloren und kaum Wurzeln. Er war in zwei Stücke zerbrochen. Normalerweise hätte man ihn da liegen lassen sollen, weil sowas absolut keine Überlebenschance aht. Jedoch war das bei weitem das beste Sabina-Material, das ich je gesehen hatte und ausserdem war mein Geburstag. Es war eine Frage der Ethik, dem Baum eine Chance zu geben, auch wenn sie noch so klein war.
Nun, der Baum liebt mich, er wuchs anfangs zögerlich, aber er überlebte. Jetzt sieht er schon fast vorzeigbar aus.
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Sommer 2001. Die beiden Hälften wurden wieder zusammengefügt und der BAum in diese schöne Schale von Derek Aspinall gesteckt.
Mohan wusste, das ich vorhatte, in diesem Sommer wieder Hand an den Baum zu legen. Sie fand, dass mein Geburtstag ein guter Termin sei. Das fand ich auch.
Sieht ganz gesund aus, das Stück. Hier vier mögliche Vorderseiten.
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Zuletzt geändert von Walter Pall am 24.07.2006, 09:32, insgesamt 1-mal geändert.
Ein Problem war der lange Ast, der den unteren Teil der Kaskade bildet. Er war viel zu gerade und etwas zu lang. ich dachte ernsthaft daran, ihn einfach abzuschneiden. Aber vorher wollte ich noch einen drastischen Versuch wagen. Der Ast wurde ausgehöhlt und dann verdreht und war somit durchaus biegbar. Auf Bast musste verzichtet werden, weil durch das Verdrehen der Durchmesser des Astes deutlich abgenommen hat und der Bast dann funktionslos, labberig dran gehangen wäre.
Dann ging es weiter mit der Verfeinerung. Die dickern Äste waren in Position und dann wurden auch die dünneren Äste gedrahtet. Nun ist eine grobe Skizze entstanden, die mehr oder weniger die endgültige Krone bezeichnet. Sie muss antürlich in den nächsten Jahren noch verfeinert werden. Nach so einer Gestaltung stellen oft kleinere und leider auch grössere Äste die Zusammenarbeit ein. Das warte ich erst einmal ab und werde dann noch die feinen Äste nachdrahten.
Das Totholz wirkt momentan eher übermächtig und leicht chaotisch. Ich denke, es ist besser, erst einmal überhaupt keine Entscheidung zu treffen und die Entwicklung der Krone abzuwarten. Wenn in ienigen Jahren die Krone deutlich zugelegt hat, wird ihr optisches Gewicht wesentlich grösser sein und dem gleichgebliebenen optischen Gewicht des Totholzes gegenüberstehen. Dann könnte das Totholz durchaus passen. Mal sehen.Bonsai ist sehr langfristig.
also, da hatte der Mann am 20.Juli Geburtstag und keiner hier Gratuliert ihm, also Walter, alles Gute zum Geburtstag nachträglich. !!!
Der Baum is echt der Wahnsinn!!! Der könnte mit ein wenig Reife einer meiner absoluten Lieblingsbäume werden, wenn er`s nicht jetzt schon ist. Ganz großes Kino,wie man so schön sagt.