Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

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mohan
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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von mohan » 09.09.2013, 12:28

*daumen_new*


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Robert S.
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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Robert S. » 13.09.2013, 20:59

Hallo zusammen,

da sich an weiteren Vorschlägen, Kritiken hier nichts weiter tut, werde ich noch ein paar Tage zuwarten und dann die hier ausgearbeitete Vorlage umsetzen.

Servus,
Robert

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Martin_S
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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Martin_S » 25.09.2013, 15:31

Eventuell(!) könntet ihr ja noch

"Sammel keine Bäume nur aus rein kommerziellen Aspekten heraus."

und/oder

"Wenn du Bäume, die du mit einer Genehmigung gesammelt hast, veräußern willst dann biete diese auch erst dann an, wenn du dir wirklich sicher bist das der Baum/die Bäume gut angewachsen sind und bereits einige Vegetationsperioden in deiner Sammlung verbracht haben. Du willst ja auch nicht übers Ohr gehauen werden." (oder so ähnlich)

einbauen. Da hättet ihr noch was in Sachen „Verbraucherschutz“ zugefügt.
M
Beste Grüße
Martin

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Robert S.
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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Robert S. » 22.11.2013, 15:00

Hallo zusammen,

basierend auf den Vorschlägen aus diesem Thread hab ich nun den Ehrenkodex gebaut und in die rechte Spalte eingebaut -> » Yamadori Ehrenkodex

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Bonsai-Abbing » 26.11.2013, 19:18

Finde ich gut formuliert so. Kein moralischer Zeigefinger und keine Bittstellerei. Gut gemacht! :)
Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von JRathmann » 23.09.2014, 16:16

Hallo liebe Bonsaifreunde,

noch ein "Denkanstoß": Zwar ist der Yamadori-Ehrenkodex schon fertiggestellt und die Diskussion schon fast ein Jahr her, doch da ich gerade erst die Diskussion vom 28./29.08.2013 und auch diesen exzellenten Thread gelesen habe, ist mir noch etwas eingefallen, was weniger mit rechtlichen sondern mit ethischen Fragen zu tun hat:

Jede(r) von uns ist wohl vor allem als Natur- und Baumliebhaber zu dem schönsten Hobby der Welt gekommen. Die Bilder/ Erlebnisse alter Korsika-SChwarzkiefern, englischer Eichenhaine oder monumentaler SChwarzwaldtannen und Alpenfichten oder des einsamen Pfälzerwaldes usw. sind meine Motivation, solche Stimmungen "nachzuempfinden" in Bonsaiarrangements. Daher hole ich mir nur kleine Weg- oder Straßenrandyamadori, teilweise auch in stillgelegten Bahnanlagen usw., das heißt Bäumchen, die an ihrem Standort wegen jährlicher Mäharbeiten einige Jahre überleben, bis sie den finalen Hieb bekommen, aber nie die Chance haben, ganz Große zu werden (und sei es gute Forstbäume, die mit 80 J. geerntet werden). Ich finde es schade, wenn jeder nur den dicksten, seltensten und teuersten Hammerbaum haben will. Solche Mega-Yamadori gehören in die Berge, nicht in Schalen. Denn sie könnten doch noch einmal aus der Verbißzone herauswachsen und groß werden ("Geissentannli").

Kein Bonsailiebhaber sollte vergessen, daß das Kleinhalten von Waldbäumen ein zwar natürlicher, aber doch gewaltiger Eingriff in das Leben des Setzlings ist, den man eigentlich nur mit "gutem Gewissen" durchführen kann, wenn man weiß, daß der Baum als Bonsai eine bessere Zukunft hat und auch größer werden darf als an seinem ursprünglichen Wegrandstandort, wo sein Ende bei der nächsten Mäh- oder Forstaktion besiegelt würde. Jedenfalls geht es mir so, aber vielleicht bin ich auch kein eingefleischter Freak.

Viele Grüße von JRathmann.

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Bonsai-Abbing » 17.03.2018, 18:44

Weil das Thema jetzt wieder aktuell wird. Diese knapp 3 Minuten für den Film sollte sich jeder nehmen. Danke!

Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Hanno » 17.03.2018, 19:45

Naja, ausser schönen Naturaufnahmen ohne direkten Bezug zu Yamadori
und dem Schlagwort "Wir sind Natur"
hab ich nur eine allgemeine Aufforderung gesehen: "Räumt Alles auf . . ."
Das könnte auch fürs Kinderzimmer gelten oder für die Garage . . . :oops:

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Bonsai-Abbing » 17.03.2018, 19:49

Wenn sich jeder daran hielte, wären wir schon einen Schritt weiter. Der übertriebene moralische Zeigefinger führt meines Erachtens nach zu nichts.
Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Moya » 26.03.2018, 10:25

Moinsen zämme,

wenn man mal beobachtet hat, wie rabiat und zerstörend das 'Forstamt' bei der jährlichen 'Waldputzaktion' vorgeht, oder ein Schutzgebiet ddm schnöden Mammon weichen muss weil ein Supermarkt da nen Parkplatz will oder Kohle gefördert werden soll etc. Fallen die 2-3 Yamadorisammler nicht mal in 100 Jahren auf.

Mich wundert doch immer sehr, wie 'das Volk' immer Natur sein soll und die oberen 10000 'Geldleute' drauf pfeifen. Natur ist da nur so lange es ihren Geldbeutel nicht schmälert.

Sorry wenn das mächtig frustriert klingt .... ich war jahrelang im Tier- und Naturschutz aktiv und habe immer wieder genau das erleben müssen. Da verliert man sehr schnell alle Illusionen bzw. den Glauben an das Gute der Menschheit.
Viele Grüße,
    Moya

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Michael 86 » 26.03.2018, 11:47

Danke für eine Erkenntnis Moya. Stimmt einen nachdenklich... denn Menschen mit Geld gibt es sehr viele...
Grüße Michael :)

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Fabian R » 27.03.2018, 01:16

Moya hat geschrieben:
26.03.2018, 10:25
wenn man mal beobachtet hat, wie rabiat und zerstörend das 'Forstamt' bei der jährlichen 'Waldputzaktion' vorgeht, oder ein Schutzgebiet ddm schnöden Mammon weichen muss weil ein Supermarkt da nen Parkplatz will oder Kohle gefördert werden soll etc. Fallen die 2-3 Yamadorisammler nicht mal in 100 Jahren auf.
Dem kann ich nur zustimmen! Der Forst (ich sage bewusst nicht Wald oder Natur) wird jährlich durch die Holzernte regelrecht umgepflügt. Ich kenne das vor allem aus der Diskussion über Mountainbiker im Wald. Da wird ein Geschiss gemacht ob die Reifen den Boden Erodieren, oder Tiere erschreckt werden oder sontiges. Und im Frühjahr denkt man dann eine Panzerdivision ist den Hang runter gerauscht. Traurig.
Foto 4.jpg
Foto 4.jpg (172.42 KiB) 1998 mal betrachtet
Das soll natürlich NICHT heißen, dass Yamadori sammeln OHNE Rücksicht und Erlaubnis betrieben werden soll!
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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Kanna » 27.03.2018, 08:08

Das mag zwar alles nicht so schön ausschauen. Allerdings haben die Arbeiten Ihren Zweck. Mal abgesehen von der kommerziellen Nutzung des Holzes, haben durch das Auslichten die jungen Pflanzen wieder eine Chance zu wachsen.
Eh man sich versieht ist das alles wieder grün.

Ich bin öfters mal an ein und der selben Stelle um nach Yamadoris zu schauen. Vor wenigen Jahren war es noch möglich sich durch die kleinen Bäume und Sträucher zu kämpfen. Mittlerweile ist das alles zu gewuchert. Da kann man dann auch schön sehen was passiert wenn der Forst nicht "aufräumt". Die Pflanzen wachsen überall. Und so kommt es zu verdichteten Pflanzgruppen, bei der die Bäume dicht an dicht stehen. Dadurch ist das Überleben einiger Pflanzen wieder nicht gegeben. Ist allerdings ein natürlicherer Anblick als die, mit dem Lineal und Geodreieck gesetzten Bäume in den Forstwäldern.

Um zum Thema zurück zukommen. Wer vernünftig erzogen wurde, weiß wie man sich verhält. Arbeiten mit Gewissen, nenne ich das mal.

Grüße

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von Bonsai-Abbing » 27.03.2018, 09:14

Das sehe ich so wie Kanna. 10 Jahre nach einem Kahlschlag hat die Natur sich die Flächen zurück erobert. Dass heute schwere Maschinen genommen ist auch verständlich, die Zeit der Rückepferde ist längst vorbei.
Liebe Grüße
Frank *up*

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Re: Ausarbeitung eines Yamadori-Ehrenkodex

Beitrag von HeikeV » 27.03.2018, 09:53

Bonsai-Abbing hat geschrieben:
27.03.2018, 09:14
Dass heute schwere Maschinen genommen ist auch verständlich, die Zeit der Rückepferde ist längst vorbei.
Nicht überall und ich freue mich immer wenn ich sie im Wald antreffe. Ich cross-walke sehr gerne und Rückepferde stören weder die Ruhe im Wald noch wühlen sie den Boden so fürchterlich auf wie die gern benutzten Harvester. Harvester hingegen hinterlassen Reifenspuren in denen ich schon Mal bis zum Knie oder halben Oberschenkel versinke. Es sieht wirklich aus, als ob eine Panzer-Division auf Manöver durch gerauscht ist. Und dann steht man da mitten im Naturschutzgebiet und macht sich so seine Gedanken...........

Vor solchen Forst-Arbeiten haben wir im letzten Jahr eine Eiche gerettet. Sie stand an einem Wildwechsel und die Waldarbeiter rückten näher, also haben wir sie in einer Nacht- und Nebelaktion ausgegraben und das Loch wieder zugeschüttet.

De Facto habe ich gestohlen, denn ich hatte keine Genehmigung diesen Baum auszugraben, aber ein schlechtes Gewissen will sich bei mir dafür einfach nicht einstellen.

Liebe Grüße
Heike
Taten geht das Wort voraus,
Worten die Gedanken.

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