Pflege von Steinen

Akzentpflanzen, Kusamono, Beisteller und andere mit Bonsai verwandte Künste z.B Suiseki
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Kyrilla
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Pflege von Steinen

Beitrag von Kyrilla »

Ich habe gelesen,das man solche Steine pflegen muß.
Nur finde ich nirgendwo was dazu.
Wie kann man solche Steine pflegen?
Bonsai ist die Kunst,die Perle einer Muschel sichtbar zu machen ohne die Muschel zu zerstören.
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Tofufee
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Tofufee »

Vielleicht gibt es keinen Extra-Thread zur Pflege von Steinen, aber in vielen der aktiven Suiseki-Threads steht auch einiges dazu. Z. B. hat Holger Odorodori schon häufiger sein umfangreches Wissen zu allen Aspenkten von Suiseki geteilt, da sollte die Suchfunktin doch auch Ergebnisse bringen.
Grüße
Monika
Hippo
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Hippo »

Kyrilla hat geschrieben: 23.02.2021, 08:50 Ich habe gelesen,das man solche Steine pflegen muß.
Salü Kyrilla,

Meinst Du mit "solche Steine" den Affenstein von Holger?

Dazu muss man erst den Aufbau des Steines kennen.
Ist es z.B. ein magmatisches Gestein mit kristallinem Mineralgefüge wie z.B. Basalt, fängt die Pflege mit dem Wässern und Sonnen des Steins an. Dazu stellt man den Stein an einem sonnigen Standort auf und wässert ihn täglich mit Regenwasser. Das verfeinert die Oberfläche und vertieft die Farbe.

Bei einem chemisch umgewandelten Plutonitgestein wie z.B. Brauneisenstein fördert regelmässiges Wässern die Oxidation der Eisenminerale.
Bei metamorphen Sedimentgesteinen ist saures Wasser zersetzend, also muss die Pflege anderswie erfolgen.

Bei dem beige-braunen Stein von Holger, ich vermute mal; eine Limonit Konkretion, führt jahrelanges Wässern zu abenteuerlichen Furchenbildungen und sehr interessanten Erosionen. (Zur wirklichen Gesteinsart wären Infos von Holger nützlich.)

Irgendwann holt man sich den Stein aus dem Garten in die gute Stube und reinigt ihn gründlich mit geeigneten Mitteln und Bürsten.
Danach wird er in der Nähe des Lieblingssessels aufgestellt und immer wenn der Hausherr sich dort ausruht, wird der Stein in die Hand genommen, betatscht, gestreichelt und gerieben.
Durch die Fettsäuren der Haut bekommt der Stein, mit den Jahren, eine geschmeidige Oberfläche und einen zarten Schimmer. Zwischendurch wird der Stein auch wieder mal gewaschen und wenn sich der seidige Glanz auf dem Stein hält, gilt er als "gepflegt". Dann bekommt er einen Dai und einen Platz in der Sammelvitrine.

Klar, man kann alles chemisch und physikalisch abkürzen, aber das machen nur Steinproduzenten aber nicht die Sammler und Liebhaber.

Gruss George
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Kyrilla
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Kyrilla »

Danke....
Hilft mir ein wenig weiter.....
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Kyrilla
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Kyrilla »

Also muß ich nur noch herausfinden ,was das für ein Stein ist.
Hat jemand eine Idee?
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bock
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von bock »

Moin Kyrilla,

ich kenne mich nicht wirklich aus in der Materie, würde aber aufgrund der Porosität einen Sandstein vermuten, aufgrund der Farbe eventuell mit einem gewissen Kupfer- und Mangangehalt. Da er stark abgerundet ist, vermute ich eine Herkunft "flußaufwärts".
Das Schichtmuster und die Zipfelmützenform finde ich drollig. Wäre die Streifung nicht, könnte man einen Tropfen darin sehen...

;)
liebe Grüße Andreas
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Hippo »

Salü Kyrilla,

Bei deinem Steinchen mit seinen lustigen Streifen vermute ich ein achatartiges Mineral welches ziemlich stark erodiert ist.
Um da sicherzugehen müsste man ihn irgendwo anschleifen und reingucken.
Genauso interessant wäre die Herkunft.

Gruss George
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Kyrilla
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Kyrilla »

Herkunft: ersteigert bei E..y ,Versand aus Amerika.
Habe es bis heute nicht bereut,weil ich ihn öfter in der Hand habe.
Allerdings hat er seine Farbe schon etwas geändert.
Die Streifen waren weißer,ubd mich erinnert er an ein Bild das ein Künstler von der Muttergöttin gemalt hat.
Schon daher.....
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Aber ich weiß eigentlich sollen Steine ja an die lebendige Natur erinnern....
Einen Sockel hätte ich zwar gerne dazu,aber keine Konnektion dazu, wer mir einen machen könnte.
Habt Ihr da Ideen?
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Hippo »

Salü Kyrilla,

Gut, bei der Frage nach der Herkunft ist weniger der "Laden" gemeint der ihn verkauft hat, sondern die geologische und/oder örtliche Zuordnung an ein bestimmtes Gebiet, an ein Tal, eine Küste, einen Berg oder Fluss.
Damit lässt sich Manches über die mineralische Zusammensetzung eines Steines mutmassen.
Dies zu kennen ist z.B. für die Reinigung und Behandlung mit bestimmten Wirkstoffen von Vorteil. Aber auch bloss für den eigenen Horizont kann es erweiternd sein den Stein beim Vornamen rufen zu können. :lol:

Jaaaa, auch wenn nun ein Raunen durch die Reihen geht, Suiseki werden oft mit z.B. Oxalsäure gereinigt, oder mit Salzsäure die Quarzadern vertieft und mit Schwefelsäure die Oberfläche manipuliert. Natürlich kommen auch alkalische Lösungen zum Einsatz wie Natriumhydroxid oder Ammoniak, oft auch zum neutralisieren von Säuren.
Ich habe da schon allerlei Versuche gemacht und müsste ich vom Suisekiverkauf leben und wäre gezwungen dazu bestimmte Mengen zu produzieren, würde ich selbstverständlich auf alle Möglichkeiten zurückgreifen um schnelle Ergebnisse zu erzielen. Es wäre ziemlich blauäugig zu behaupten, die fernöstlichen Suisekiverhökerer wären diesbezüglich jungfräulich aber das stört mich überhaupt nicht weil ich bisher noch nie einen Stein gekauft habe. Für mich ist die Suche, das Finden, das Reinigen und Pflegen genauso wichtig oder gar wichtiger als das Auf/Ausstellen in der Vitrine. Aber jeder hat da seine eigenen Präferenzen.

Bei deinem Stein könnte eine Glättung der Oberfläche bestimmt die Flämmung des Musters herausholen aber so wie ich dich verstehe, ist der Stein ein Handschmeichler und soll es auch bleiben.
Das ist gut so weil bei Biseki machen Exemplare unterhalb von Faustgrösse keinen allzu grossen Eindruck z.B. an einer Ausstellung.

Gruss George
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Kyrilla
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Re: Pflege von Steinen

Beitrag von Kyrilla »

*kiss* *kiss* Danke für Deine Ausführungen und für Deine Inspiration!
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