Meine eigenen Töpferversuche

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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HeikeV
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von HeikeV » 11.02.2018, 11:23

Hallo Robert,

ich bewundere deine Geduld und Ausdauer. So viele Versuche und Proben! Obwohl das so überhaupt nichts für mich wäre ( 40 Tupperschalen bekomme ich schon nicht mehr untergebracht ), kann ich sehr gut nachvollziehen, dass es dich fasziniert.

Es ist leider tatsächlich so, dass man immer wieder tolle Glasuren in den Katalogen sieht, die nicht frostfest sind. Das bedauere ich auch sehr.

Liebe Grüße
Heike
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Erwin
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Erwin » 11.02.2018, 15:45

nemsi hat geschrieben:
10.02.2018, 18:10
Alles immer geheim. Wenn Köche auch so wären... :roll:

LG
Robert
würde uns das zumindest einige der Unzahl dieser unsäglichen Kochshows ersparen :lol: , Robert,

Dir ist bewusst, dass eine Craqueleeglasur in der Regel nicht frostfest ist? Deshalb mache ich keine Experimente damit. Natürlich bis auf die eine oder andere Ausnahme :oops:
Versuch es mal mit der transparenten Grundglasur und füge 15 - 20 % einer Fritte mit hohem WAK (Wärmeausdehnungskoeffizient) hinzu. Zum Beispiel diese her, die M1233: https://www.keramik-kraft.com/DE/Rohsto ... html?sel=1

Der Grund dafür, dass eine Glasur reißt, ist nämlich, dass die Glasur einen wesentlich höheren WAK hat als der Scherben. Dann zieht sich die geschmolzene Glasur beim Abkühlen stärker zusammen als der Ton und reißt. Stell Dir das wie eine zu enge Jacke vor: man zwängt sich rein, aber, wenn man die Muskeln anspannt, reißen die Nähte.

Vielleicht bist Du dann schon da, wo Du hinwillst.

Erwin

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nemsi
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 11.02.2018, 16:35

Hallo Erwin,

vielen Dank für den Hinweis :-D Werde ich ausprobieren und dann berichten.

LG
Robert
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Erwin » 11.02.2018, 21:04

Hallo Robert,

irgendwo habe ich gelesen, Du machst "Probeplättchen"? Brennst Du die liegend? Das solltest Du vermeiden, denn dann kannst Du nicht beurteilen, ob die Glasur abläuft. Anbei ein Bild von einer Craqueleeglasur, die ich ja nicht mache. :oops: Mit ein wenig Pech kriegst Du sowas, was bei einer liegenden Probe nicht weiter auffallen muss. Dann baust Du ein schönes Schälchen und bekommst abgelaufenes Glas. Das klebt an der Brennplatte und Du musst den Müll mit dem Meißel abklopfen....

Erwin
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ablaufende Glasur.jpg

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 11.02.2018, 23:16

Hallo Erwin,

solche Craquele Glasuren habe ich auch, in super Grün und Azurblau und Brauntöne. Läuft ab wie Sau, nur in matt und deckend habe ich es noch nicht geschafft.

Nein, ich mache mir Probeplättchen, die wie ein T aussehen, nur auf den Kopf gestellt mit waagerechten Markierungen, damit ich weiß, ob und wie weit die Glasur abläuft. Die Plätchen sind gerade so groß, dass 2 g Glasur darauf Platz finden und ich glasiere nur die senkrechten Flächen und die Kanten, da Glasuren meiner Erfahrung nach oft an Kanten ganz anders aussehen/haften wie auf Flächen.
Die ersten Plättchen waren wie eine 7 auf den Kopf gestellt, die musste ich dann von den Brennplatten flexen :roll: Mann lernt dazu 8)
Danke für die Hinweise. *daumen_new*

Liebe Grüße
Robert
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 20.02.2018, 19:36

Hallo, einige Experimente wollte ich Euch noch zeigen. Das sind kleine Schalen, 5 bis 6 Zentimeter groß. Nach dem Schrühen habe ich blaue Unterglasur aufgebracht. Zwar dünn (Breite), aber doch zu viel Farbe (Höhe). Darüber ist matte Transparentglasur aufgebracht. Mein Problem, das sieht man an den Schalen ganz deutlich, ist, dass die blaue Unterglasur total in die Breite läuft. Vielleicht hat jemand eine Idee oder das Wissen, wie man die Farbe dünn und wenig auftragen kann (Werkzeug?).
Oder soll ich eine andere Glasur/Engobe nehmen? Welche?
Vielen Dank.

LG
Robert
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2017-151.JPG
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von espanna » 20.02.2018, 20:03

Hallo Robert,

ich male auf Plättchen und Schalen (bin noch am üben und in 30 Jahren wird es vll. vorzeigbar) und kann dir 1-2 Tipps geben;
-Ich habe mit "normalen Hochbrand-Glasuren" schwarz, braun, rot gemalt und alle funktionierten. Die Glasuren habe ich so weit verdünnt dass man damit gut arbeiten kann (Danke für den Tipp PK ).
-Du btauchst die feinsten Pinsel 5-er und 10-er -> Modell (Eisenbahn o.Ä.)- bedarf, im Netz.
-Eine Lupenbrille mit eingebautem LED ist toll, sitzt aber mit 3 Batterien sehr schwer auf der Nase, eine Lupe mit Licht um das Prisma ist da besser.
-Du kannst die Formen grob mit einem Bleistift vorzeichnen das sieht man nicht hinterher.
-Wenn du fehler machst beim Malen kannst du Kleinigkeiten einfach "abkratzen", ansonsten ist es schwer die Fehler zu beheben. Man hat quasi nur 1 Versuch.
-Mach doch verschiedenen Formen, Striche, Punkte.... auf Plättchen um einen Gefühl dafür zu kriegen.
-Es ist seeehr zeitaufwändig macht aber Spaß!
Gruß!

László

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