Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna » 02.03.2019, 20:06

Liebe Monika,

ein Lob von dir, bekennende Sammlerin :-D , freut mich besonders!
Vielen Dank dafür!
In der nächsten Zeit werde ich nicht viel zeigen können, da (zum Glück) die Umtopfzeit und die Auswinterung beginnt -> aber ich habe bei 1-2 Schalen die ich füher eingestellt habe neue, bessere Bilder eingestellt.
Gruß!

László

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Nic89
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Nic89 » 03.03.2019, 09:31

Hallo László,

Super schöne Schalen hast du da gezaubert. Ich versuche mich selbst gerade. Darf ich fragen von wo du deine Glasuren beziehst, mischt du die selbst, nutzt du irgendwelche fertigglasuren und mischt dann verschiedenen?
Liebe Grüße Nic

*daumen_new* :-D

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna » 03.03.2019, 09:55

Hallo Nic,

vielen Dank für dein Lob!
Die meisten sind Fertigglasuren von verschiedenen Heerstellern die ich mit Pigmenten (Farbkörper) und verschiedenen Stoffen "tune" -> mit mehr oder weniger Erfolg. Die Glasuren kommen auf verschiedenen Tonen, in verschiedenen Dicken, Temperaturen, Auftragmethoden...ganz anders raus. Du kannst ja auch Proben / Plättchen machen um die Glasuren auszuprobieren. Es ist schön komplex.
Wenn du im Netz stöberst wirst du schnell fündig und kannst dir ein Katalog bestellen, oder online runterladen. Wenn du schon paar mal glasiert hast und Fragen hast, kannst du bei den Heerstellern auch anrufen und deine Fragen werden höchst kompetent beantwortet.
Ich hoffe ich konnte dir weiterhelfen und wünsche dir einen schönen Sonntag!
Gruß!

László

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Ferry
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Ferry » 03.03.2019, 10:28

Die Schalen haben schöne Formen und interessante Glasuren; auch die rote und orangerote Schalen weiter oben sind gut gelungen und schön.
LG,
F.

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna » 03.03.2019, 12:32

Danke Ferry,
schön zu hören, dass man auf dem guten Weg ist.
Gruß!

László

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nemsi
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von nemsi » 04.03.2019, 17:34

Hallo László,

ich sehe schon, Du kämpfst mit den selben Problemen wie ich. Bist doch auf einem guten Weg. Von mir ein paar Gedanken dazu.
- Dass Dir der Schalenboden so oft reisst, ist mir ein Rätsel. Vielleicht zu dünn ausgerollt? Boden und Wände haben unterschiedliche Feuchte beim Verarbeiten?
- Die Füße der Schalen sind mir zu klobig, die könnte man etwas dünner machen
- Bei manchen Schalen trägst Du die Glasur unten zu dick auf, sodaß sie dann bis zum Ofenboden ablaufen (da macht man sich oft mal den Ofenbesitzer zum Feind :? )
- Ich lege beim Brennen nur bei den ganz großen Schalen unter dem Boden etwas unter. Wenn der Boden nicht zu dünn ist, verzeiht er sich eigentlich nicht. Von Schalen mit nur drei Füßen kenne ich dieses Problem hin und wieder auch.
- Wenn Glasuren rauh wie Sandpapier sind, hat die Brenntemperatur und/oder Haltetemperatur für den Glattbrand nicht ausgereicht.
- Die Abzugslöcher wären mir teilweise zu klein

Soll Dir nur eine Hilfe sein, aus meinen bisher gesammelten Erfahrungen. Freue mich schon auf Deine nächsten Werke.

Beste Grüße
Robert
Bonsaifreunde Franken e. V.

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna » 04.03.2019, 19:43

Hey Robert,
schön dass du schreibst, Danke :-D *daumen_new*
nemsi hat geschrieben:
04.03.2019, 17:34
Hallo László,

ich sehe schon, Du kämpfst mit den selben Problemen wie ich. Bist doch auf einem guten Weg. Von mir ein paar Gedanken dazu.
- Dass Dir der Schalenboden so oft reisst, ist mir ein Rätsel. Vielleicht zu dünn ausgerollt? Boden und Wände haben unterschiedliche Feuchte beim Verarbeiten?Ich habe in den letzten 2-3 Öfen keine Bodenrisse mehr gehabt 8)
- Die Füße der Schalen sind mir zu klobig, die könnte man etwas dünner machen bei der großen ovalen Schale auf jeden Fall, aber findest du das bei den kleinen und unglasierten auch?
- Bei manchen Schalen trägst Du die Glasur unten zu dick auf, sodaß sie dann bis zum Ofenboden ablaufen (da macht man sich oft mal den Ofenbesitzer zum Feind :? ) Ich mache Quarzsand drunter, da klebt nichts. Mit dem Glasurlauf weiß ich noch nicht genau umzugehen. -> was ich als nächstes probieren möchte ist unten ( 1/3) etwas was nicht läuft und drüber (2/3) was läuft, denn die mag ich sehr gern
- Ich lege beim Brennen nur bei den ganz großen Schalen unter dem Boden etwas unter. Wenn der Boden nicht zu dünn ist, verzeiht er sich eigentlich nicht. Von Schalen mit nur drei Füßen kenne ich dieses Problem hin und wieder auch.da ist die Frage was groß ist. Ich denke wenn ich etwas unterlege (ab ca. 20 ) wird das auf keinen Fall schaden. Jetzt war das Problem dass ich nur an eine Stelle, seitlich :oops: einen Haufen gamacht habe und der rest konnte sich nach unten bewegen.
- Wenn Glasuren rauh wie Sandpapier sind, hat die Brenntemperatur und/oder Haltetemperatur für den Glattbrand nicht ausgereicht.gut zu wissen, ich dachte der Ofen war zu heiß, weil die anderen glasuren zwar schön, aber dunkler als gewollt wurden -> blaue ovale, Frosch, Feldahorn ...waren mit drin
- Die Abzugslöcher wären mir teilweise zu kleinDas täuscht glaube ich, was aber auf jeden Fall Murks ist sind die parallelogramm-Förmige, da verkeilt sich der Draht. Das ist blöd beim spannen. Und diese Zwischengrößen die ich mache, machen auch nur viel arbeit -> sind zu groß um die so zu lassen, Substrat rieselt durch und doch zu viele um die einzeln abzudecken -> also hast du zT Recht *daumen_new*

Soll Dir nur eine Hilfe sein, aus meinen bisher gesammelten Erfahrungen. Freue mich schon auf Deine nächsten Werke.
auf solche, konstruktive Antworten hofft man doch immer! Ich danke dir sehr, dass du dich mit meinen Schalen befasst hast
Beste Grüße
Robert
Ich studiere zur Zeit sehr viele (meistens klassische) Schalen um die Proportionen und Formen zu verstehen bzw. die Heerstellung nachvollziehen zu können.
Es macht wahnsinnig Spaß!
Gruß!

László

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