Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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Gary
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Gary »

Erwin hat geschrieben:
17.06.2020, 20:47
Im Übrigen stelle ich fest, dass Du enorme Fortschritte gemacht hast. Alle Achtung, weiter so!
Hallo László,

in dieser Einschätzung schließe ich mich Erwin gern voll umfänglich an. *daumen_new*

Im Übrigen erkenne ich so manche Parallelen zur Entwicklung einer Person welche ich schon die letzten 10 Jahre begleiten durfte.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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peter krebs
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von peter krebs »

Hallo lieber László,
herzlichen Glückwunsch zu Deinen neuen Werken. :-D :-D :-D
Das sind ja Fortschritte mit dem Fuß auf dem Gas.
Ideen hast Du zuhauf, einen Ofen, Ton, Glasuren, was will ein Töpfer mehr in dieser einengenden Corona-Zeit.
Ich wünsche Dir weiterhin so viel Erfolg. *daumen_new*
Herzliche Grüße
Peter

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Hallo Erwin, Harald und Peter,

Das hier ist ein Forum im Internet. Jeder kann schreiben was er / sie möchte. Die Welt wird sich dadurch nicht schneller, oder langsamer drehen, dennoch sitze ich hier und meine Wangen werden rot☺️

Vielen Dank euch allen!
Ich bin mir sicher, dass ohne das Forum, also ohne euch (sind wirklich alle gemeint) wären viele Entwicklungen so nicht möglich gewesen. Sei es beim Töpfern, oder bei den Bäumen. Aus Bekannten werden Freunde und die können sich (vielleicht schon nächstes Jahr😃) in Heisterberg treffen.
Ich hoffe, dass es noch lange so weitergeht und freue mich auf dem gemeinsamen Weg!
Gruß
László

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zopf
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von zopf »

Hallo László
Anbei mal 2 Bilder
mit höheren Füßen
Lazlo-1.jpg
Lazlo-1.jpg (81.93 KiB) 368 mal betrachtet
und mit den höheren aber unglasierten Füßen.
Lazlo-2.jpg
Lazlo-2.jpg (82.51 KiB) 368 mal betrachtet
Auch wenn die Unterschiede teilweise nur wenig sichtbar sind,
dient sowas zur Schulung der Augen
und damit zur Entwicklung deiner eigenen Ästhetik,
die das Maß Deiner Dinge sein sollte.
mfG Dieter

ps Was ist der unterschied zwischen einem guten und einem weniger guten Koch,
vielleicht die 4 Grad höher Gartemperatur,
die 0,2 Gramm mehr eines Gewürzes,
die Regelmäßigkeit des Schnittes ….
Solche Fragen kann ich nicht beurteilen
cogito ergo pups

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Gary
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Gary »

Dieter, Danke für die investierte Arbeit und das Teilen Deiner Ansichten.

Wenn man sich nun, mit etwas Erfahrung, die Wirkung in Natura vorstellt, dabei die den virtuellen Möglichkeiten geschuldete, allzu plakative Wirkung der unglasierten Füßchen eliminiert, hat man eine schöne Hilfestellung.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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Erwin
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Erwin »

Aus der Sicht des Töpfers sind glasierte Füßchen eher eine Belastung, denn das hat üblicherweise zur Folge, dass die Füße an der Brennplatte festbacken, wenn man die Schale nicht aufbockt. Deshalb male ich in den meisten Fällen die Füße mit einer eisenhaltigen Mixtur an (bei Peter abgekuckt), damit ich die Schale eben nicht hochstellen muss. Da klebt dann in der Regel nichts an . Trotzdem streue ich dann vorher noch feinen Sand darunter; soll heißen, ich zeichne mir an, wo die Füße im Ofen stehen, streue dünn Sand dorthin, glätte den Sand und stelle die Schale mit den Füßen passend darauf.

Erwin

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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Hallo Dieter,

Dankeschön für die Anregungen und deine Gedanken! Wie Harald sagt, das schult das Auge ungemein!

Erwin,
den Sandtrick habe ich auch von dir übernommen :-D Auch dir vielen Dank! In einigen Videos kann man bei den Tokoname—Töpfer sehen, dass die auf zugeschnittene Schamottplatten die Schalen brennen. Das lohnt sich wohl, wenn man immer wieder die gleichen Schalen macht.
Gruß
László

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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Andreas Ludwig »

Erwin hat geschrieben:
19.06.2020, 20:31
Deshalb male ich in den meisten Fällen die Füße mit einer eisenhaltigen Mixtur an (bei Peter abgekuckt), damit ich die Schale eben nicht hochstellen muss.
Ich nehme Manganoxid, «Braunstein». Kann man auch für Patina und das Schwärzen von Kratzbildern verwenden, sehr praktisch. Blubbert nicht beim Brennen, idiotensicher.
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espanna
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von espanna »

Andreas Ludwig hat geschrieben:
27.06.2020, 12:56
idiotensicher.
:lol: Das ist was für mich! Spaß, das habe ich auch schon probiert, wo ich dachte dass die Glasur laufen wird :-D
Gruß
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Re: Die Kunst des Scheiterns mit Lichtblicken

Beitrag von Andreas Ludwig »

Nachtrag: Weil ich es gerne kompliziert mag, habe ich manchmal die Glasuren kaputter Töpfe, aber auch von Haushaltsgeschirr verglichen vor der Entsorgung. Es mag ja manchmal Absicht sein, eine dicke, verlaufende Glasur zu kriegen, aber generell scheint mir manches davon eher eine Panne zu sein. Jedenfalls ist auffällig, dass «Laientöpfe» oft eine unsinnig dicke Schicht haben, während Manufakturware dünn und gleichmässig glasiert daherkommt. Das geht bis zu Tellern, die nur einen ganz dünnen unglasierten Steh-Rand unten haben.

Schaut man in solchen Manufakturen zu, wie die das machen, fällt vor allem eines auf: Diese absolute Sicherheit. Das kenne ich gut aus anderen Tätigkeiten. Die kriegt man nur, wenn man tagaus, tagein nichts anderes macht. Das anzuschauen sollte man sich allerdings gut überlegen – ein Besuch bei Bernardaud in Frankreich und diversen Töpfern im bergischen Gürbental hatte mal zur Folge, dass ich ein, zwei Jahre gar nicht mehr wagte, etwas zu töpfern. Ich kam mir vor wie ein Elefant in diesen Porzellanläden...

Langer Rede kurzer Sinn: Die Frage ist weniger, wie man den Ofen vor Glasurtropfen bewahrt, sondern wie man diese vermeidet. Hält man sich an die klassischen Abläufe, schrüht die Ware brav vor dem Brand, benetzt sie allenfalls noch vor dem Glasurauftrag, benutzt vielleicht auch eine Ränderscheibe, um einen schönen Auftrag hinzukriegen – dann kriegt man dünne Schichten hin, die nicht laufen können beim Brand. Noch etwas Quarzsand zur Sicherheit auf die Schamott-Platte und gut ist. Pappt der Sand mal an den Füsschen fest, schabt man ihn mit einem Diamant-Polierschwamm weg. Aber: Ich habe damit auch beschrieben, wieso ich nur noch selten töpfere. Man kann nicht alles machen und lässt am besten das weg, was einen nur versklaven würde...
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