Wie konnte ich mir das bloß antun????

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
Andreas Ludwig
Freundeskreis
Beiträge: 4924
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz
Switzerland

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Andreas Ludwig » 03.07.2016, 18:00

Ein französischer Apotheker namens Antoine Parmentier sah die Möglichkeiten der Kartoffel sofort ein. Er liess sie anpflanzen und tagsüber durch Grenadiere bewachen. Nachts zog er sie ab – worauf die Bauern der Umgebung diese sagenhafte Pflanze stahlen. Was er wollte. Er lud namhafte Persönlichkeiten zu einem Diner, das hauptsächlich aus Kartoffeln gekocht wurde, vom Entrée bis zum Dessert. An ihn erinnert bis heute die «soupe parmentier». Ich wäre gerne da gewesen, hätte gerne mit ihm gesprochen. Diese Konsequenz, diese Kreativität! Er musste alle überzeugen, vom Gärtner bis zum Koch – und zog das durch. Merci, Antoine!
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)

Andreas Ludwig
Freundeskreis
Beiträge: 4924
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz
Switzerland

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Andreas Ludwig » 03.07.2016, 18:23

Ah, im Sinne von Antoine: Lass sie etwas grösser werden, schneid sie halb durch, brate sie in Alu-Folie mit etwas Frischkäse – oder aber raffle sie, gib Speck dazu und brate sie flächig durch, bis das alles goldbraun ist. Dann wende, und brate erneut, bis es goldbraun ist. Wir Schweizer nennen das «Rösti», es ist das Wort «rösten», bloss adaptiert als Nomen für Kartoffeln.

Und die Schale wird edel altern. Ob Kartoffel oder Wacholder...
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)

Benutzeravatar
Heike_vG
Beiträge: 20955
Registriert: 04.09.2005, 20:30
Wohnort: Norddeutschland
Kontaktdaten:
Germany

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Heike_vG » 03.07.2016, 20:50

Kartoffelanbau mit Stil! :-D Es ist einfach schön, wenn solche Gefäße eine gute Verwendung finden. *daumen_new*

LG, Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland

Benutzeravatar
Erwin
Freundeskreis
Beiträge: 2660
Registriert: 03.03.2005, 19:01
Kontaktdaten:
Germany

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Erwin » 03.07.2016, 20:52

Andreas, da sind tatsächlich Juwelen der alten schottischen Sorte "Arrann Victory" drin. Schottisch...die bleiben eh etwas kleiner :P Da hat der Michael schon recht, was Besonderes. Ganz spannend ist aber der "blaue Schwede" der in anderen Töpfen gedeiht. Sogar die Blüte ist hellblau, die Kartoffel kräftig blau, auch gekocht. Blauer Kartoffelsalat. AHHH wie g.. ist das denn??? Und dann schmeckt das Zeug nach...Kartoffel. Irgendwie enttäuschend :roll:
Aber der Kartoffelbauer bin ich nicht, dafür ist Martina zuständig. Ich darf das bloß essen.

Erwin

Andreas Ludwig
Freundeskreis
Beiträge: 4924
Registriert: 29.03.2005, 16:50
Wohnort: Schweiz
Switzerland

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Andreas Ludwig » 03.07.2016, 22:37

Erwin – be proud to be Scottish!
Das zählt etwas heutzutage.
Meal do naidheachd!
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)

Stf
Beiträge: 1
Registriert: 26.11.2017, 22:59
Germany

Re: Wie konnte ich mir das bloß antun????

Beitrag von Stf » 26.11.2017, 23:37

Hallo, der Thread ist zwar uralt, aber es war spannend und beeindruckend zu lesen, ich wäre schon viel früher gescheitert oder hätte mir das sowieso zugetraut.

Ich bin kein Töpfer und habe bisher nur maximal handgroße Figuren getöpfert, aber für mich sah das eine Foto mit dem angerissenen Fuß so aus, als hätte sich die Schale zusammenziehen wollen, aber nicht gekonnt, vielleicht wegen der hohen Haftreibung auf dem Boden durch das Eigengewicht => beim nächsten Brennen die Schale auf Sand stellen; oder jeden Fuß auf eine eigene Platte, die jeweils selbst auf Sand steht; oder, um ein Verziehen des Bodens zu verhindern: jeden Fuß auf eine eigene Platte, die frei beweglich auf vielen exakt gleichen Kugeln ruht.

Außerdem heißt es, dass große Objekte sehr langsam trocknen müssen (anscheinend über Wochen), besonders gefährdet seien außerdem Gefäße mit senkrechten Wänden. Bereits da sollte der Untergrund wie beschrieben beweglich sein - vielleicht war der Haarriss schon beim Trocknen entstanden.

Töpfer sollten hierzu beraten können. Aber insgesamt ein wirklich beeindruckendes Projekt. Kartoffeln sind gut und schön, aber wir streben nach Höherem...

Gruß, Stf

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast