Meine eigenen Töpferversuche

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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Odoridori
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Odoridori » 09.01.2018, 13:45

Hallo Robert,

es geht nur um manche Kugelfüße, aber was soll es denn Robert,
deine Kusamono-Schalen und Bonsaischalen sehen bepflanzt sicher
gut aus und es fällt dann gar nicht mehr ins Auge.

Mir gefällt was Du uns zeigst, wirklich bitte mehr davon und ich würde auch gerne kaufen.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel


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Herb
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Herb » 09.01.2018, 14:02

Hallo Robert

ich finde die Steigerung deiner Glasurqualität und Schalenformen schon bemerkenswert. Das wir hier hoffentlich noch einiges Neues zu sehen bekommen wünsche ich mir sehr.
Bis jetzt habe ich in meinem stillen Kämmerlein nur ein paar Schalen zusammengebastelt, aber nie selbst gebrannt. Deine Arbeit lässt mich aber immer mehr an einen eigenen Ofen denken.

Danke das du uns teilhaben lässt.
Gruß Dieter

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nemsi
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 09.01.2018, 18:56

Hallo Holger,

vielen Dank. Ja, das ist ein Hinweis, der sicherlich Verbesserungspotenzial aufzeigt. Werde zukünftig darauf achten.

Hallo Dieter,
so ein eigener Ofen hat schon seine Vorteile. Man kann sämtliche Einstellungen auf die eigenen Anforderungen abstimmen, das ist beim Fremdbrennen nicht möglich. Auch die ganzen Glasurproben sind bei eigenem Ofen leichter zu bewältigen. Wobei die Entwicklung von eigenen Glasuren schon ein Aufwand ist, an dem man oft zweifelt. Vor allem Lehm- und Ascheglasuren finde ich spannend. Eigentlich aus Dreck und Staub eine vorzeigbare Glasur zu entwickeln ist einfach immer wieder spannend.
Mein Ofen läuft gerade wieder, viele Experimente, bin schon gespannt. Werde wieder berichten.

Schöne Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 09.02.2018, 18:40

Hallo zusammen,

ich habe ja schon angekündigt, dass ich wieder Experimente zeigen werde. Sind kleine Schalen, mit ganz dünnen Wänden. Nicht aufgebaut, sondern aus einem Stück Ton geschnitzt. Bei der ersten Schale sieht man, was passiert, wenn die Wände nur 1 mm dünn sind.Leider etwas verzogen beim Brennen. Die anderen Drei sind meiner Meinung ganz gut geworden.
Wenn mir einer von Euch einen Tipp geben kann, wie man mit einer Engobe ganz feine Linien aufzeichnen kann, die dann nicht zuviel in die Breite laufen beim Brennen, würde ich mich sehr freuen.
Bitte gerne Kritik.

Schöne Grüße
Robert
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Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 09.02.2018, 19:26

Noch ein paar. :-D
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Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Tofufee » 09.02.2018, 20:44

Da sind wieder schöne Schälchen dabei, Robert,
danke für's Zeigen!

Die kleine ovale Schale 2017-166 ist sehr gut proportioniert, fein und akkurat, und auch die Glasur gefällt mit. So fein gearbeitet Schälchen in der Größe gibt es nicht so oft zu sehen. *daumen_new*
Grüße
Monika

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Herb
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Herb » 10.02.2018, 13:05

Hallo Robert

sehr sehr schöne Minis. Deine Phantasie kennt wohl keine Grenzen. Das ist gut so, denn so können wir noch einige Überraschungen von dir erwarten.

SWE

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 10.02.2018, 14:17

Vielen Dank für Eure Antworten.

Heute möchte ich mal ein paar Schalen nachschieben. Die mit den Edelweiß sollte eigentlich blau sein, habe aber beim Einwiegen der Glasurrohstoffe CuO statt CoO genommen (man sollte nicht ohne Brille arbeiten). :? Als Anfänger darf man aber solche Fehler noch machen, Hauptsache man lernt was draus.

Schöne Grüße
Robert
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2017-102-14,7x12x4,5.JPG Gelbe Glasur mit grauen Ausscheidungen
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Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von Sanne » 10.02.2018, 16:29

Hallo Robert,

mir gefallen die kleine runde Schale mit dem blauen Drachenmotiv sowie die Schale mit dem Edelweiß-Dekor sehr gut. *daumen_new*

Gruß, Sanne

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von HeikeV » 10.02.2018, 17:58

Hallo Robert,

Edelweiss auf grünem Hintergrund gefällt mir prima! *daumen_new*

Du töpferst wirklich klasse. Aber hast du mal überlegt, wie deine Schalen aussehen würden, wenn du die Füße etwas weiter nach außen setzt?

Benutzt du keine Fertigglasuren, sondern mischt aus Rohstoffen selbst?

Liebe Grüße
Heike
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 10.02.2018, 18:10

Hallo Heike,

bei den neueren Schalen, die gerade am trocknen sind, habe ich die Füße ca. 4 mm nach innen versetzt. Das hast Du schon richtig gesehen, dass es davor meisst so um die 6 mm sind. Würdest Du die Füße noch weiter nach außen setzen?

Ich habe auch fertige Glasuren, aber ganz wenige (z.B. die Rote). Die meissten mache ich selbst. Was ich gerne hätte, wäre eine matte Craquele-Glasur, die man einfärben kann mit Oxiden und dabei matt bleibt und das Craquele nicht verschwindet. Ich habe eigentlich von Glasuren keine Ahnung, bin aber fleißig am probieren. Von versierten Töpfern erhält man diesbezüglich keine Infos. Alles immer geheim. Wenn Köche auch so wären... :roll:

LG
Robert
Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von HeikeV » 10.02.2018, 19:29

Hallo Robert,

ich habe heute schon 4 Stunden gematscht während ich auf die Lieferung meines Brennofens warte. Bei 12 - 16 Wochen Lieferzeit eine Geduldsprobe. :?

Mit den Füßen der Bonsaischalen stehe ich noch ein wenig auf Kriegsfuß. Aufgefallen ist mir beim Nachmessen meiner gekauften Schalen allerdings, dass man auch hier im goldenen Schnitt unterwegs ist. Bei einer 18 cm langen Schale ist zum Beispiel der Freiraum zwischen den beiden Füßen auf die man schaut ziemlich genau 6 cm. Links und rechts des Freiraumes befindet sich dann jeweils ein 6cm langer Fuß. Man hat also insgesamt 12 cm mit Fuß verbaute Sicht und 6 cm Leerraum, die üblichen 2/3. Füße kann man auch bündig mit dem unteren Schalenrand anbringen, allerdings muss man dann gut abziehen, damit man den Ansatz nicht sieht. Das habe ich noch nicht so gut im Griff. Aber ich matsche auch lieber kleine Schalen, so um die 7 cm Durchmesser, denn davon gibt es wirklich zu wenige im Angebot. Jedenfalls für alle Freunde der kleinen Shitakusa.

Glasiert hat Erwin bisher für mich und für meine ersten eigenen Gehversuche habe ich mir Flüssigglasuren ausgesucht, damit das erste Mal nicht völlig daneben geht. Da gibt es recht hübsche Glasuren ab 1.220°C. Ein wirklich sehr erfahrener Töpfer hat mir mal erzählt, dass zwar viele Töpfer behaupten ihre eigenen Glasuren zu mischen, die meisten aber auch nur Fertigglasuren verwenden.Vielleicht ist es ja deshalb alles so furchtbar geheim. :wink:

Ich finde die Ergebnisse deiner Töpferversuche wirklich beachtlich. Das sieht handwerklich schon richtig gut aus und deine Glasuren gefallen mir auch.

Liebe Grüße
Heike
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 10.02.2018, 21:10

Hallo Heike,

ich experimentiere viel mit einer matten weissen Grundglasur und einer transparenten seidenmatten Grundglasur. Aber Eigenkreationen. Spannend finde ich die Experimente mit verschiedenen Aschen, unglaublich, was dabei rauskommt. Man muss nur bedenken, von vornherein dementsprechende Mengen an Asche zu produzieren. Ähnlich ist es mit Lehmglasuren. Da habe ich schöne Sorten in Österreich und in Italien gefunden. Die muss man anreichern, damit sie nicht ablaufen etc. Viel experimentieren. :roll: Macht aber Spaß. Mir fehlt nur das Fachwissen, um im Vorfeld abschätzen zu können, was passiert, wen man einen bestimmten Rohstoff in die Glasur mischt.
Learning by doing *dance*

Liebe Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von HeikeV » 11.02.2018, 08:35

Hallo Robert,
nemsi hat geschrieben:
10.02.2018, 21:10
Mir fehlt nur das Fachwissen, um im Vorfeld abschätzen zu können, was passiert, wen man einen bestimmten Rohstoff in die Glasur mischt.
ist es nicht gerade dieser Überraschungsmoment, der Töpfern so spannend macht? Man weiß ja nicht was man bekommt, bis man den Ofen nach dem Abkühlen öffnet.

Toll, dass du so gerne experimentierst. Musst da da nicht eine Unmenge an Rohstoffen vorrätig halten? Weißt du, ob deine Glasuren frostfest sind oder ist auch das learning by doing?

Liebe Grüße
Heike
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Re: Meine eigenen Töpferversuche

Beitrag von nemsi » 11.02.2018, 10:35

Hallo Heike,

ich habe eine richtige Laborwaage angeschafft, die geht auf 4 Kommastellen genau. Da kann ich Glasurproben machen mit insgesamt 2 g Einwaage. Man muss nur sehr genau einwiegen, dass man später, bei Bedarf auf eine größere Menge exakt hochrechnen kann.

Meine Schalen, Beisteller und Glasuren sind alle frostfest. Man hätte zwar im nicht frostfesten Spektrum größere Möglichkeiten bei den Glasurfarben und Tonsorten, aber nicht jeder kann seine Bäume frostfrei überwintern.

Der Überraschungseffekt hat auch seine deprimierenden Seiten. Ich habe in knapp zweieinhalb Jahren seit Beginn, ca. 700 Glasurproben gemacht. Viel dabei gelernt, aber auch extrem viele Fehlversuche, die man sich mit mehr Fachwissen hätte sparen können. Als Autodidakt ist der Aufwand dementsprechend :roll: Man lernt aber recht schnell, dass es nichts bringt, wenn man mehrere Änderungen gleichzeitig macht, weil man dann nicht mehr sagen kann, was letztendlich den Ausschlag geben hat. So nähert man sich dem Sollzustand immer näher an und lernt die Prozesse die in einer Glasur ablaufen, kennen. Spannend!!! Nur mit der Entwicklung von eingefärbten und matten Craqueleglasuren habe ich bisher keinen wirklichen Erfolg. Die nächsten 300 Probeplättchen sind schon geschrüht (100 weißer Ton, 100 roter Ton, 100 schwarzer Ton) *augenverdreh* .
Die Glasurrohstoffe kaufe ich kiloweise, da habe ich so um die 40 Tupperschüsseln in meiner Werkstatt. Wirklich teuer sind nur wenige Rohstoffe und Oxide. also geht schon.

Liebe Grüße
Robert
Zuletzt geändert von nemsi am 19.06.2019, 08:36, insgesamt 2-mal geändert.
Liebe Grüße
Robert

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