Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Alles andere was zu Bonsai passt.
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schwarzerkobold
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von schwarzerkobold » 12.07.2019, 08:31

Seid froh, dass wir überhaupt noch Vögel in unseren Gärten haben. Sie werden immer rarer, was auch an dem mangelnden Futterangebot in der Natur liegt. Es gibt weniger Insekten, weil zuviel und zu schnell gespritzt wird. Ich habe je ein Tsukubai und Tetsubachi im Garten stehen, die jeden Tag frisch mit Wasser gefüllt werden. An heißen Tagen kommen die Vögel zum trinken und baden. Seine Bonsai kann man schützen, indem man einfach Fliegengitter über die schalen spannt. Wenn man weiß, dass sie kommen, kann man ja Vorkehrungen treffen. Einen Teich kann man mit großen Schattiernetzen bedecken. Ausser ein Stück Brot, dass eine Krähe irgendwo gefunden hat, war in meinem Wasser noch nichts eingeweicht, weil dafür die Wasserfläche zu klein ist.

Bild

Übrigens picken kleine Meisen auch Schädlinge *daumen_new* und die Zahnstocher finde ich genauso asozial wie der Stacheldraht, der in den Städten über den Geschäften angebracht ist. Sinnvoller wäre, die Tauben aus den Städten raus zu halten, indem man ihnen Alternativen bietet. Keiner hat es verdient, verletzt und unerwünscht oft sogar jämmerlich auf der Straße zu sterben.

LG Anja
In jedem Baum wohnt ein Geist und sein Wohlergehen zu beeinträchtigen, belastet die Stätte mit Unglück...aus Asien.

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hwolf
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von hwolf » 12.07.2019, 11:57

Asozial ist eher, hier ständig darüber zu berichten wie man selbst alles todspritzt und vergiftet, ja sogar die Ameisen irgendwo im Garten, und dann unbedarfte Leute anzumachen, die sich natürliche und schonende Tricks überlegen.
:roll:

Sehr gerne schicke ich Dir ein Kilo NABU-Insektenparadies-Saatmischung für Deinen Japangarten.

Trotzdem lieben Gruß
Heinrich
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schwarzerkobold
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von schwarzerkobold » 12.07.2019, 12:16

Heinrich,

Ameisen schleppen bekanntlich Schädlinge ran, wenn sie nicht in der Nähe meiner Bäume sind, lasse ich sie gewähren. Ich spritze auch nur, wenn's gar nicht anders geht. Lieber hole ich Marienkäfer vom Hundespaziergang, wenn man denn noch welche findet.

Und ein Vogel hat ja ein anderes Schmerzempfinden als eine Ameise. Wenn der sich an den Zahnstochern verletzt finde ich das schon deutlich schlimmer als Ameisengift anzuwenden.

Aber ich will hier keinen Stunk machen und nehme das Wort asozial zurück, gut finde ich es dennoch nicht.

LG Anja
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Sanne » 12.07.2019, 17:22

Bei solch schlimmen Schäden ist es sehr sinnvoll, Maßnahmen dagegen zu ergreifen!
Ich hatte in diesem und auch im letzten Jahr mehrmals böse Überraschungen erlebt, als ich meine Balkontür morgens öffnete. Auch ist es wichtig, die Bäume mit Früchten oder Beeren im Herbst vor den Amselattacken zu schützen.

Im Übrigen tun mir die aggressiven Amseln überhaupt nicht leid, auch wenn sie noch so schön singen. Andere Vögel kommen ja nicht auf so dumme Gedanken.

Grüße, Sanne

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schwarzerkobold
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von schwarzerkobold » 12.07.2019, 19:00

Ich habe gute Kontakte zu einer hiesigen Vogelpäpplerin. Was da an geschundenen Tauben bei ihr abgegeben werden, und welch liebevolle Beziehung sie zu ihnen aufbauen kann. Da tun mir alle Vögel leid, die verletzt werden, weil sie dem Menschen im Weg sind. Letztendlich handeln sie instinktiv, das sollte man nicht vergessen und wollen keinen mutwilligen Schaden anrichten.

Ich bin froh für jeden Vogel, der meinen Japangarten besucht, es ist ein Stück Natur, von der wir immer weniger haben. Wieviel Schaden ein Vogel an Bonsai anrichtet, kann er nicht wissen. Für ihn ist es wertvolles Nistmaterial und er trägt eben auch nur zu Arterhaltung bei.

LG Anja
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Erwin » 12.07.2019, 21:02

Sanne hat geschrieben:
12.07.2019, 17:22

Im Übrigen tun mir die aggressiven Amseln überhaupt nicht leid, auch wenn sie noch so schön singen. Andere Vögel kommen ja nicht auf so dumme Gedanken.

Grüße, Sanne
Sanne, da muss ich Dir widersprechen: die Amseln sind nicht aggressiv, die haben nur Hunger! Unter dem Moos könnten sich Insekten verbergen, die die Amseln gerne essen würden. Bei uns sind sie geradezu "nützlich", denn sie machen die Dachrinne an der Garage sauber. Da muss ich nicht die Leiter holen und selber ran, sondern nur den Dreck zusammenfegen, den sie runter geworfen haben. Und die wollen auch nicht schön singen, sondern das ist Markierung des Reviers, das sie beanspruchen. Hast Du mal drauf geachtet, wenn eine Amsel singt? Ab und zu macht sie eine Pause und dann hört man woanders her eine Amsel antworten. Die markieren so ihre Raumansprüche.

Und Vögel haben keine "dummen Gedanken", die haben Instinkte. Um zu überleben!
Die sind immerhin clever genug, die "dummen Gedanken" uns Menschen zu überlassen. Und, wenn das so weiter geht, sind die Menschen dumm genug, sich selbst zu "entsorgen".

Erwin

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Sanne » 12.07.2019, 21:26

Da hast Du es mir aber gegeben, Erwin.

Trotzdem bleibe ich bei der Meinung, dass Amseln ein besonders aggressives Verhalten haben, im Substrat der Bonsaischalen zu wühlen und alles auseinander zu nehmen.

Andere Vögel wie Meisen, Rotkehlchen, Elstern, Tauben, Eichelhäher usw., die hier in meinem Hof zu sehen sind, machen mir keinen Ärger.

Schön, dass die Amseln Dir die Arbeit abnehmen, die Dachrinne sauber zu machen. Und wahrscheinlich hast Du auch nicht so einen Ärger mit den Amseln, weil Du einen Kater zur Abschreckung hast.

Sanne

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Odoridori » 12.07.2019, 23:05

Es ist nicht schön wenn man nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommt
und die beschriebenen Schäden verursacht durch die Amseln an seinen Akzentpflanzen oder
Bonsai vorfindet. Natürlich sind es Instinkte und Überlebenswille der Amseln, aber es ist auch
legitim seine Akzentpflanzen und Bonsai vor diesen Attacken zu schützen und Gegenmaßnahmen
zu ergreifen. Die sind hier auch beschrieben und die Zahnstocher Spieße sind übrigens völlig wirkungslos
und sie verletzen auch keinen Vogel.

Wer natürlich glaubt das die Natur zärtlich und liebevoll mit seinen Kreaturen umgeht, der hat zu viel
Walt Disney gesehen und Amseln gehören sicher auch nicht zu den "Guten" Singvögeln, denn sie räumen
ohne Skrupel die Nester der anderen Singvögel mit Jungen aus.

Ich biete in meinem Garten, allen Vögeln eine große Hecke als Schutz, einen Gartenteich,
Wasserbecken und Futter über den Winter, aber ich behalte es mir auch vor gegen eine durchdrehende
Amsel vorzugehen, ohne das ich da ein schlechtes Gewissen habe.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
Paul Claudel

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Erwin » 13.07.2019, 09:17

Sanne hat geschrieben:
12.07.2019, 21:26
Und wahrscheinlich hast Du auch nicht so einen Ärger mit den Amseln, weil Du einen Kater zur Abschreckung hast.

Sanne
Naja, der Kater ist alt geworden...und hat endlich kapiert, dass er Amseln nicht fressen kann, weil er die nicht in einem Stück verschlingen kann.
Nee, der Grund, warum die Amseln meine Schalen nicht verwüsten, ist ganz einfach: Ich habe kein Moos drauf....

Erwin

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Bonsai-Abbing » 13.07.2019, 09:41

Erwin hat geschrieben:
13.07.2019, 09:17
Nee, der Grund, warum die Amseln meine Schalen nicht verwüsten, ist ganz einfach: Ich habe kein Moos drauf....
Ich auch nicht, trotzdem wühlen sie. So einfach ist es also nicht. :lol:
Für mich habe ich diese Lösung gefunden:

Liebe Grüße
Frank *up*

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schwarzerkobold
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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von schwarzerkobold » 14.07.2019, 09:06

Naja Frank, da kann sich ein Vogelfuß auch drin verheddern.

Bei mir waren sie auch heut in den frühen Morgenstunden. Sie sind nur an einen Topf gegangen, eine wurzelechte Mädchenkiefer, die schwächelt und noch erdigen Ballen hat, ich will Ende August umtopfen. Ich habe den Baum so im Frühjahr gekauft und zu spät gesehen, dass das vermeintliche umtopfen des Verkäufers nur auffüllen der Oberfläche mit frischem Substrat bedeutet hat. So kann man natürlich auch verkaufen :cry: Vorgestern hat es hier geregnet, gestern keine Sonne und heut Nacht ohne dass es angekündigt war, kam nochmal Regen, das Substrat ist komplett nass.

Für mich ist das ein Anzeichen, dass offensichtlich Futter dort zu finden war, denn diese Kiefer steht direkt an der Terrasse am nächsten zur Hauswand. Es ist bisher noch nie vorgekommen, dass die Vögel in meinen Töpfen wühlen, da ich auch wie Erwin kein Moos auf den Schalen habe.

Das wühlen der Amsel kann also auch ein Indiz sein und mir ein Zeichen geben. Bei genauer Prüfung entdeckte ich Trauermücken. Nachher erstmal oberste Substratschicht entfernen und frisches Substrat auflegen.

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Kircherl » 14.07.2019, 10:44

schwarzerkobold hat geschrieben:
14.07.2019, 09:06
Naja Frank, da kann sich ein Vogelfuß auch drin verheddern.
Es kann auch passieren, dass ein Vogel gegen eine deiner Betonfiguren kracht weil ihm schwindelig wurde durch die Verdunstung von div. chemischen Spritzmittel... 8)

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Re: Vogel-Schäden - und Gegenmaßnahmen

Beitrag von Bonsai-Abbing » 14.07.2019, 14:54

:lol:
Liebe Grüße
Frank *up*

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