Ethik des Sammelns Teil II
ich will nicht noch mehr öl ins feuer giessen... aber eine kleine geschichte meinerseits:
in unserem heimischen wald, einem mischwald, vorwiegend aus Rotbuchen und Fichten bestehend, habe ich eine kleine fagus sylvatica entdeckt, die ich nur zu gerne bei mir als bonsaianwärter gesehen hätte. egoistischerweise.
irgendwie, auch weil sie direkt an einem spazierweg steht, habe ich sie stehen gelassen... frühling kam, sommer kam, herbst... dann fuhren die forstarbeiter auf und wälzten in ihrem schaffen und mit den schweren maschinen so einiges platt, spitzahorn, weissdorn, etc.. darunter auch "meine" fagus!
seither frage ich mich, wie schlimm es denn wirklich gewesen wäre, hätte ich die buche ausgegraben...
in unserem heimischen wald, einem mischwald, vorwiegend aus Rotbuchen und Fichten bestehend, habe ich eine kleine fagus sylvatica entdeckt, die ich nur zu gerne bei mir als bonsaianwärter gesehen hätte. egoistischerweise.
irgendwie, auch weil sie direkt an einem spazierweg steht, habe ich sie stehen gelassen... frühling kam, sommer kam, herbst... dann fuhren die forstarbeiter auf und wälzten in ihrem schaffen und mit den schweren maschinen so einiges platt, spitzahorn, weissdorn, etc.. darunter auch "meine" fagus!
seither frage ich mich, wie schlimm es denn wirklich gewesen wäre, hätte ich die buche ausgegraben...
Bäumige Grüsse,
Phil
Phil
Thomas P. hat geschrieben:Das Ergebnis bleibt das Gleiche.flu hat geschrieben: Siehst du nicht, dass das zwei vollkommen verschiedene Qualitäten hat?
Du verstehst warscheinlich gar nicht worum es mir geht oder willst es nicht.
Lies am besten noch mal mein Bibel-Zitat und denke evtl. mal 5 min drüber nach!
Nieder mit dem Gemüseanbau und der Bananenproduktion!!!!!
Adieu

Es wäre gar nicht schlimm gewesen, auch wenn keiner drüber gefahren wäre. Die ganze Diskussion geht langsam ins lächerliche.basco hat geschrieben:ich will nicht noch mehr öl ins feuer giessen... aber eine kleine geschichte meinerseits:
in unserem heimischen wald, einem mischwald, vorwiegend aus Rotbuchen und Fichten bestehend, habe ich eine kleine fagus sylvatica entdeckt, die ich nur zu gerne bei mir als bonsaianwärter gesehen hätte. egoistischerweise.
irgendwie, auch weil sie direkt an einem spazierweg steht, habe ich sie stehen gelassen... frühling kam, sommer kam, herbst... dann fuhren die forstarbeiter auf und wälzten in ihrem schaffen und mit den schweren maschinen so einiges platt, spitzahorn, weissdorn, etc.. darunter auch "meine" fagus!
seither frage ich mich, wie schlimm es denn wirklich gewesen wäre, hätte ich die buche ausgegraben...
Als ob ein paar ausgegrabenen Bäume irgendetwas kaputt machen würden.
Säureanschlag? Mal ganz ehrlich, wo bleibt hier die Vernunft... ?
Die ganze Diskussion erinnert mich an das Gerde von Hobby Ökos die glauben nur weil sie den Müll sortieren, öffentliche Verkehrsmittel nutzen und 5 Euro für den Liter Benzin fordern, etwas für die Umwelt zu tun.
Es gibt genug Leute die 12 Zylinder Motoren fahren und mehr für die Umwelt und das Klima tun, als die schmalspurdenkende Hobby Moralisten.
Ich habe in dieser Diskussion schon einmal darauf hingewiesen die Relation zu betrachten. Argumente kommen in dieser Diskussion doch gar nicht an. Hier sind viel zu viele Emotionen im Spiel.
Ich denke, dass viele hier aus Neid heraus schreiben... .
Emotionen sind menschlich und bei solchen Diskussionen immer dabei (viel zu Sachlichkeit hat dein Posting auch nicht gerade beigetragen, Wirbel). Doch egal, wie eine Diskussion, die an den Grundfesten des Bonsaianer-Selbstverständnisses rüttelt, auch geführt wird, sie hat doch ein Gutes:
Bonsaideutschland wird sensibilisiert für dieses Thema. Man denkt darüber nach, wägt ab und bezieht Stellung.
Mehr kann und soll so eine Diskussion gar nicht leisten.
In diesem Sinne: Die Salzsäure bleibt beim Apotheker!
Bonsaideutschland wird sensibilisiert für dieses Thema. Man denkt darüber nach, wägt ab und bezieht Stellung.
Mehr kann und soll so eine Diskussion gar nicht leisten.
In diesem Sinne: Die Salzsäure bleibt beim Apotheker!



Wir reden hier von Bäumen die es in großen Mengen gibt. Was für ein Schaden soll den hier entstehen?
(Auf die positiven Wirkungen die von Hammerteilen von Bonsai ausgehen habe ich schon in einem anderen Beitrag in dieser Diskussion hingewiesen)
Wenn es hier beispielsweise um seltene Orchideen handeln würde, die nur in einem bestimmten Gebiet wachsen, unter Naturschutz stehen und vom Aussterben bedroht sind, dann wäre es wirklich eine negative Handlung diese auszugraben.
In der Pfalz gibt es ein Hügel wo eine Orchideenart anzutreffen ist die nur dort wächst. Wenn jeder Orchideenliebhaber im Umkreis von 50km kommen würde um sich dort ein Exemplar auszugraben gebe es diese Orchidee dort schon längst nicht mehr.
Deswegen macht es auch keiner. Wir reden aber hier von Bäumen... !!!
Und nicht allzu großen Bäumen.
Aber wer weis. Vielleicht steht ja mal ein Titel in der Bildzeitung der heißt:
Bonsaisammler bedrohen den Deutschen Wald oder
Bonsaisammler schlimmer als der Borkenkäfer
(Auf die positiven Wirkungen die von Hammerteilen von Bonsai ausgehen habe ich schon in einem anderen Beitrag in dieser Diskussion hingewiesen)
Wenn es hier beispielsweise um seltene Orchideen handeln würde, die nur in einem bestimmten Gebiet wachsen, unter Naturschutz stehen und vom Aussterben bedroht sind, dann wäre es wirklich eine negative Handlung diese auszugraben.
In der Pfalz gibt es ein Hügel wo eine Orchideenart anzutreffen ist die nur dort wächst. Wenn jeder Orchideenliebhaber im Umkreis von 50km kommen würde um sich dort ein Exemplar auszugraben gebe es diese Orchidee dort schon längst nicht mehr.
Deswegen macht es auch keiner. Wir reden aber hier von Bäumen... !!!
Und nicht allzu großen Bäumen.
Aber wer weis. Vielleicht steht ja mal ein Titel in der Bildzeitung der heißt:
Bonsaisammler bedrohen den Deutschen Wald oder
Bonsaisammler schlimmer als der Borkenkäfer
Wirbel, es geht mir hier um die vermeintliche Königsdisziplin vieler Bonsaianer. Den Gebirgs-Yamadori.
Das Hochgebirge umfasst äußerst sensible Biotope und stellt für Baume in vielerlei Hinsicht einen Extremstandort dar. Zu nennende Faktoren wären hier z.B. Bodenchemie und -physiognomie, Strahlungsstärke, Wetterextreme bzw. das Klima allgemein, Temperaturen, kurze Vegetationsperioden, Wind, Schneelast, Steinschlag, Wildverbiss u.v.m.
All diese Faktoren bestimmen die Höhe der Baumgrenze. Hochgebirgsbäume, selbst die spezialisiertesten Arten unter ihnen, wachsen an solchen Standorten nur extrem langsam. Kniehohe Gehölze können hier durchaus einige hundert Jahre alt sein.
Leider sind es nun aber genau diese Gehölze, auf die der gemeine Yamadorisammler scharf ist. Solche Bäume auszugraben, besonders in dem zu befürchtenden, wachsenden Umfang (dank so manch eines werbewirksamen Gebirgs-Yamadori-Flaggschiffes vieler Sammler), bedeutet sehr wohl eine nachhaltige Schädigung der Hochgebirgsflora und das über Jahrzehnte!
Um diese sensiblen Bereiche geht es mir hier in erster Linie.
Das Hochgebirge umfasst äußerst sensible Biotope und stellt für Baume in vielerlei Hinsicht einen Extremstandort dar. Zu nennende Faktoren wären hier z.B. Bodenchemie und -physiognomie, Strahlungsstärke, Wetterextreme bzw. das Klima allgemein, Temperaturen, kurze Vegetationsperioden, Wind, Schneelast, Steinschlag, Wildverbiss u.v.m.
All diese Faktoren bestimmen die Höhe der Baumgrenze. Hochgebirgsbäume, selbst die spezialisiertesten Arten unter ihnen, wachsen an solchen Standorten nur extrem langsam. Kniehohe Gehölze können hier durchaus einige hundert Jahre alt sein.
Leider sind es nun aber genau diese Gehölze, auf die der gemeine Yamadorisammler scharf ist. Solche Bäume auszugraben, besonders in dem zu befürchtenden, wachsenden Umfang (dank so manch eines werbewirksamen Gebirgs-Yamadori-Flaggschiffes vieler Sammler), bedeutet sehr wohl eine nachhaltige Schädigung der Hochgebirgsflora und das über Jahrzehnte!
Um diese sensiblen Bereiche geht es mir hier in erster Linie.



Der tropische Regenwald ist da wesentlich unsensibler, wir wissen es Ulf.flu hat geschrieben: Das Hochgebirge umfasst äußerst sensible Biotope und stellt für Baume in vielerlei Hinsicht einen Extremstandort dar. Zu nennende Faktoren wären hier z.B. Bodenchemie und -physiognomie, Strahlungsstärke, ...
Da wächst alles wieder nach.
Das hast Du uns jetzt in diesem Beitrag schon x-mal erzählt.
Deine Argumente werden durch ständige Wiederhilung nicht besser.
Flu, Du beziehst deine Kritik bezüglich des Sammeln auf die Gebiete im Hochgebirge.
Im Wald zu Sammeln ist meiner Meinung nach völlig in Ordnung, da hierbei kein Schaden entsteht.
Was das Sammeln im Hochgebirge betrifft kann ich nichts dazu sagen.
Ich kenne das Gebirge hauptsächlich vom Skifahren und das letzte Mal wo ich im Sommer im Gebirge war ist schon etliche Jahre her.
Ich kann mir aber im besten Willen nicht vorstellen, das Sammeln im Gebirge die Hochgebirgsfauna ernsthaft gefährdet. Ich bin aber diesbezüglich auch kein Fachmann. Aber ich denke, dass die Klimaerwärmung und das Skifahren viel schlimmer für die Gebirgsfauna ist als das Sammeln von Bonsai.
Natürlich ist es ein Unterschied wenn ich in den Wald gehe eine 20 Jahre klein gebliebene Eiche ausgrabe oder im Gebirge eine 150 Jahre alte Kiefer.
Das ist nun wirklich eine ethische Frage. Diese anzusprechen und sie zu diskutieren ist in Ordnung. Die Diskussion darf nur nicht ausarten und ich finde es nicht in Ordnung wenn eine Person beschimpft wird wenn sie im Forum einen Findling zeigt. Egal wo dieser herkommt.
Die ethische Frage ist eine subjektive Frage. Jeder hat dazu eine andere Meinung und das ist auch in Ordnung. Nur diese hat nichts bei der Präsentation eines Baumes zu tun. Wir reden ja hier auch nicht von Politik.
Bitte lasst doch jeden seine Bäume im Forum präsentieren und zwar ohne die jeweilige Person persönlich anzugreifen.
Im Wald zu Sammeln ist meiner Meinung nach völlig in Ordnung, da hierbei kein Schaden entsteht.
Was das Sammeln im Hochgebirge betrifft kann ich nichts dazu sagen.
Ich kenne das Gebirge hauptsächlich vom Skifahren und das letzte Mal wo ich im Sommer im Gebirge war ist schon etliche Jahre her.
Ich kann mir aber im besten Willen nicht vorstellen, das Sammeln im Gebirge die Hochgebirgsfauna ernsthaft gefährdet. Ich bin aber diesbezüglich auch kein Fachmann. Aber ich denke, dass die Klimaerwärmung und das Skifahren viel schlimmer für die Gebirgsfauna ist als das Sammeln von Bonsai.
Natürlich ist es ein Unterschied wenn ich in den Wald gehe eine 20 Jahre klein gebliebene Eiche ausgrabe oder im Gebirge eine 150 Jahre alte Kiefer.
Das ist nun wirklich eine ethische Frage. Diese anzusprechen und sie zu diskutieren ist in Ordnung. Die Diskussion darf nur nicht ausarten und ich finde es nicht in Ordnung wenn eine Person beschimpft wird wenn sie im Forum einen Findling zeigt. Egal wo dieser herkommt.
Die ethische Frage ist eine subjektive Frage. Jeder hat dazu eine andere Meinung und das ist auch in Ordnung. Nur diese hat nichts bei der Präsentation eines Baumes zu tun. Wir reden ja hier auch nicht von Politik.
Bitte lasst doch jeden seine Bäume im Forum präsentieren und zwar ohne die jeweilige Person persönlich anzugreifen.
- der1
- Moderator a. D.
- Beiträge: 2648
- Registriert: 04.08.2005, 20:17
- Wohnort: Braunschweig
- Kontaktdaten:
Was zunächst lustig wirkt, kann durchaus ganz schnell zu Wirklichkeit werden, wenn um Bonsai mal ein ähnlicher Hype entsteht, wie ihn damals der Film Jurassic Park um alles ausgelöst hat, was irgendwie den Hauch von Prähistorischem hat.Wirbel hat geschrieben:...Aber wer weis. Vielleicht steht ja mal ein Titel in der Bildzeitung der heißt:
...
Bonsaisammler schlimmer als der Borkenkäfer...
Es ist sicherlich nicht jedem hier bewusst, aber meiner bescheidenen Erinnerung nach war der Auslöser des ersten Teils der Yamadori-Ethik-Diskussion ein Bild eines geschützten Hochgebirgsgebietes mit der sinngemäß wiedergegebenen Unterschrift "Hier könnt ihr euch den Kofferraum mit Yamadori vollstopfen".
Es ist beileibe nicht so, dass jeder Hinz und Kunz ins Hochgebirge fährt und da mal eben nen Baum aus seiner Umgebung rupft. Zum Glück! Es ist allerdings auch nicht so, dass Ulf mal eben nach Ecuador fliegt, um da irgendwelche Orchideen als Wohnzimmerschmuck zu rauben.
Sowohl ernstzunehmden Yamadori-Sammlern als auch Ulf ist klar, dass sie in empfindliche Biotope eingreifen und dementsprechend an Auflagen gebunden sind, die sie auch einhalten.
Unproblematisch ist zwar beides nicht, aber zu vergleichen damit, dass sich Leute über den CO2-Ausstoß während eines Formel1-Rennens aufregen. Genauso wie es wenigen "Erlauchten" erlaubt ist (und auch sein sollte), mit höchst leistungsfähigen Autos ein paar Mal im Kreis zu fahren (wobei neue Techniken ausprobiert und ausgereift werden), sollte es auch erlaubt sein, Orchideen aus dem Regenwald Ecuadors zu Forschungszwecken zu exportieren oder auch Kiefern aus dem Hochgebirge zu sammeln, um eine Kultur zu erhalten.
In letzter Konsequenz müsste man allerdings alles verbieten, was aber niemals möglich sein wird!
Nur meine Meinung.
Liebe Grüße
¹
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
- Martin_S
- Beiträge: 11766
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Wenn wir jetzt beide an den gleichen Beitrag denken, widerspreche ich dir. Hast du noch den Link dahin?der1 hat geschrieben:....war der Auslöser des ersten Teils der Yamadori-Ethik-Diskussion ein Bild eines geschützten Hochgebirgsgebietes mit der sinngemäß wiedergegebenen Unterschrift "Hier könnt ihr euch den Kofferraum mit Yamadori vollstopfen".
....
M
Zuletzt geändert von Martin_S am 23.04.2007, 13:39, insgesamt 1-mal geändert.
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin_S hat geschrieben:der1 hat geschrieben:Wenn wir jetzt beide an den gleichen Beitrag denken, widerspreche ich dir. Hast du noch den Link dahin?Wirbel hat geschrieben:....war der Auslöser des ersten Teils der Yamadori-Ethik-Diskussion ein Bild eines geschützten Hochgebirgsgebietes mit der sinngemäß wiedergegebenen Unterschrift "Hier könnt ihr euch den Kofferraum mit Yamadori vollstopfen".
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