Mein Beileid, Frank,
das waren tolle Bäume!
Der Ahorn, das war ein "Seigen", stimmt's?
Die mag ich besonders, mit meinem bin ich schon seit 1991 zu Gange und musste wiederholt feststellen, dass es nicht gerade die unempfindlichste Fächerahorn-Sorte ist.
Bislang hat meiner allerdings alle Krisen überstanden, toi toi toi.
Am Drahten hat es bei Deinem Baum bestimmt nicht gelegen, aber vergessen zu gießen nimmt gerade ein Seigen sehr krumm.
Meiner hat seinen letzten Schaden bekommen, als ich im August 2006 im Krankenhaus war und der Baum nicht genug Wasser bekam. Mit den Folgen haben wir heute noch zu kämpfen.
Hallo Chris,
bestimmt ist es "normal", dass sich nicht jeder gerne damit befasst und outet, welche tollen Bäume er schon gehimmelt hat.
(Auch ich finde es sehr gut von Frank, dass er da so offen ist!)
Mir sind auch schon eine ganze Menge (allerdings meist nicht so wertvolles Material) abgenippelt, vor allem als ich noch mehr auf die Pflege wenig interessierter Familienmitglieder und Nachbarn angewiesen war.
Das war während meines Studiums der Fall (wo ich eine winzige Studentenbude ohne Balkon hatte und nur am Wochenende zu Hause war), während berufsbedingter Abwesenheiten und in Urlaubszeiten.
Mit wachsender eigener Erfahrung und jetzt mit einer ausgezeichneten bezahlten Urlaubspflegerin ist mir aber tatsächlich schon lange kein bedeutenderer Baum mehr eingegangen (nur mal einzelne Jungpflanzen).
1998 habe ich allerdings eine selbst ausgegrabene Waldkiefer mit sträflicher Blödheit gehimmelt, das ist noch heute ein ganz wunder Punkt bei mir. Mögen jetzt andere aus der Sache lernen!
Die Kiefer war im Mai 1997 in Schweden ausgegraben worden, ein Jahr in einem größeren Terracotta-Kasten gut angewachsen, dann ist dieser blöde Kasten vom Frost kaputt gegangen und auseinander geklappt.
Ich dachte, wegen des sowieso flach ausgebildeten Wurzelsystems könnte ich den Baum doch gleich in eine Bonsaischale pflanzen, hatte aber keine so riesige.
In Hamburg und Umgebung fand ich damals zwei, die von der Größe her ungefähr passen sollten, aber die größere war so viel zu teuer für mich (690,-DM, wenn ich mich richtig erinnere), dass ich in einem anderen Laden die etwas kleinere nahm.
Beim Eintopfen passte dann eine lange Wurzel nicht rein, an deren Ende sich feine Würzelchen befanden. Schnippschnapp, Wurzel ab, Baum passte in die Schale.
Mit der Erstgestaltung konnte ich auch nicht mehr warten... (die hätte ich heutzutage nicht nur Jahre später, sondern auch etwas besser gemacht)
Meine Ungeduld wurde natürlich bestraft, ich durfte dann dabei zusehen, wie immer mehr Nadeln braun wurden und der Baum das Zeitliche segnete.
Den Stamm der Kiefer habe ich später noch für einen Tanuki verwendet. So ist wenigstens etwas von der Kiefer übrig geblieben und erinnert mich immer daran, keine solchen Dummheiten mehr zu machen.
Viele Grüße,
Heike