Entstehung von Totholz und Saftbahnen bei Wacholdern
Entstehung von Totholz und Saftbahnen bei Wacholdern
hallo,
meine frage geht zwar etwas off-topic, aber vielleicht kennt jemand die antwort: wie entstehen diese "abgeflachten" stämme bei wacholdern? rottet zb die oberseite von totem holz schneller, sodass die untere seite am ende als "fläche" eher überbleibt, als die oberseite, oder handelt es sich dabei um saftbahn auf sahtbahn auf saftbahn..? oder hat das einen völlig anderen grund?
gruß,
werner
meine frage geht zwar etwas off-topic, aber vielleicht kennt jemand die antwort: wie entstehen diese "abgeflachten" stämme bei wacholdern? rottet zb die oberseite von totem holz schneller, sodass die untere seite am ende als "fläche" eher überbleibt, als die oberseite, oder handelt es sich dabei um saftbahn auf sahtbahn auf saftbahn..? oder hat das einen völlig anderen grund?
gruß,
werner
Re: Vorbild-Bäume ?
kennt niemand eine antwort..?
gruß,
werner
gruß,
werner
Re: Vorbild-Bäume ?
Hallo Werner,
was abgestorben ist, verliert die Rinde, wird von Wind und Wetter gebleicht und vielleicht ein bisschen abgeschmirgelt, aber bei diesen extrem langsam und hart gewachsenen Gebirgsbäumen verrottet das Holz kaum.
An den Stellen, wo eine lebendige Saftbahn vorhanden ist, verdickt und verbreitert sie sich jedes Jahr ein wenig. Bricht ein Ast ab, so trocknet meist die Saftbahn, die ihn versorgt hat, auch ein und wird zu Totholz.
Was für Formen das Totholz letztlich hat, hängt vom Zufall bzw. Launen der Natur ab, wie die Teile zu Lebzeiten von Schnee und Steinschlag niedergedrückt, verbogen und verdreht wurden, wieder zum Licht wuchsen und die nächsten Schläge einsteckten.
Dadurch können eher flache, runde, gerade oder kurvige, spiralförmige Totholzgebilde entstehen. So etwas, was die Natur gestaltet hat, ist vom Menschen praktisch nicht nachahmbar. Allerdings wird inzwischen in Japan und Taiwan z.B. bei der Wacholder-Rohpflanzenaufzucht etwas in der Art künstlich praktiziert und zwar mit durchaus erstaunlichen Ergebnissen.
Ich hoffe, ich konnte Deine Frage einigermaßen beantworten.
Viele Grüße,
Heike
was abgestorben ist, verliert die Rinde, wird von Wind und Wetter gebleicht und vielleicht ein bisschen abgeschmirgelt, aber bei diesen extrem langsam und hart gewachsenen Gebirgsbäumen verrottet das Holz kaum.
An den Stellen, wo eine lebendige Saftbahn vorhanden ist, verdickt und verbreitert sie sich jedes Jahr ein wenig. Bricht ein Ast ab, so trocknet meist die Saftbahn, die ihn versorgt hat, auch ein und wird zu Totholz.
Was für Formen das Totholz letztlich hat, hängt vom Zufall bzw. Launen der Natur ab, wie die Teile zu Lebzeiten von Schnee und Steinschlag niedergedrückt, verbogen und verdreht wurden, wieder zum Licht wuchsen und die nächsten Schläge einsteckten.
Dadurch können eher flache, runde, gerade oder kurvige, spiralförmige Totholzgebilde entstehen. So etwas, was die Natur gestaltet hat, ist vom Menschen praktisch nicht nachahmbar. Allerdings wird inzwischen in Japan und Taiwan z.B. bei der Wacholder-Rohpflanzenaufzucht etwas in der Art künstlich praktiziert und zwar mit durchaus erstaunlichen Ergebnissen.
Ich hoffe, ich konnte Deine Frage einigermaßen beantworten.
Viele Grüße,
Heike
Re: Vorbild-Bäume ?
hallo heike,
danke für die antwort. mir ist auf bildern von wildlebenden wacholdern nur aufgefallen, dass die stämme oft sehr abgeflacht sind, und es schien mir etwas skuril, dass sich saftbahn auf saftbahn so "anlagert", aber anscheinend ist es dann wohl so..
was macht man in japan/taiwan denn? weißt du das zufällig?
gruß,
werner
danke für die antwort. mir ist auf bildern von wildlebenden wacholdern nur aufgefallen, dass die stämme oft sehr abgeflacht sind, und es schien mir etwas skuril, dass sich saftbahn auf saftbahn so "anlagert", aber anscheinend ist es dann wohl so..
was macht man in japan/taiwan denn? weißt du das zufällig?
gruß,
werner
Re: Vorbild-Bäume ?
Hallo Werner,
junge Wacholderstecklinge werden gezogen, früh in Kurven gedrahtet, weiterhin im Feld gemästet und jährlich neue Totholzbereiche angelegt, wieder gedrahtet und weiter wachsen gelassen. Shohin-Material ensteht so in wenigen Jahren, Top-Material in großer Größe in 20 - 40 Jahren. So kann es sich am Ende fast mit natürlichen Yamadori messen. Aber eben nur fast, zumal jeder Bonsaigärtner seine typischen Muster und Biegungen hat, die sich alle ziemlich ähneln und manchmal auch recht konstruiert wirken. Viele dieser Baum sind aber natürlich trotzdem sehr, sehr gut, begehrenswert und teuer.
Wenn Du magst, schau mal auf bonsaifarm.tv in den WorldOfBonsaiVideoSeries1 die Episode 10 an, da sieht man etwas von der Wacholderproduktion. Toshifumi erzählt auf japanisch mit englischen Untertiteln. Übrigens lohnen sich alle diese Videos auf Bonsaifarm.tv, man bekommt großartige Einblicke! Vor allem, wenn man etwas Englisch versteht.
Viele Grüße,
Heike
junge Wacholderstecklinge werden gezogen, früh in Kurven gedrahtet, weiterhin im Feld gemästet und jährlich neue Totholzbereiche angelegt, wieder gedrahtet und weiter wachsen gelassen. Shohin-Material ensteht so in wenigen Jahren, Top-Material in großer Größe in 20 - 40 Jahren. So kann es sich am Ende fast mit natürlichen Yamadori messen. Aber eben nur fast, zumal jeder Bonsaigärtner seine typischen Muster und Biegungen hat, die sich alle ziemlich ähneln und manchmal auch recht konstruiert wirken. Viele dieser Baum sind aber natürlich trotzdem sehr, sehr gut, begehrenswert und teuer.
Wenn Du magst, schau mal auf bonsaifarm.tv in den WorldOfBonsaiVideoSeries1 die Episode 10 an, da sieht man etwas von der Wacholderproduktion. Toshifumi erzählt auf japanisch mit englischen Untertiteln. Übrigens lohnen sich alle diese Videos auf Bonsaifarm.tv, man bekommt großartige Einblicke! Vor allem, wenn man etwas Englisch versteht.
Viele Grüße,
Heike
Re: Vorbild-Bäume ?
hallo heike,
danke für den link. das bäumchen, das dort gezeigt wurde ist ja wirklich wahnsinn.
jedoch verstehe ich an einer stelle nicht, was gemeint ist was gemeint ist, nämlich, als der gärtner sagt "and the water will be sucked in around the jin". meint er damit, dass sich die beiden stellen seitlich vom jin einfach verdicken, oder wird da tatsächlich auf einen saug-effekt irgendwie hingearbeitet?
gruß,
werner
danke für den link. das bäumchen, das dort gezeigt wurde ist ja wirklich wahnsinn.
jedoch verstehe ich an einer stelle nicht, was gemeint ist was gemeint ist, nämlich, als der gärtner sagt "and the water will be sucked in around the jin". meint er damit, dass sich die beiden stellen seitlich vom jin einfach verdicken, oder wird da tatsächlich auf einen saug-effekt irgendwie hingearbeitet?
gruß,
werner
Re: Vorbild-Bäume ?
So langsam glaube ich, dass unser Thema hier gar nicht mehr unbedingt in den Thread der "Vorbild-Bäume" hineinpasst, sondern eher ein eigener Thread unter "Dies und das" z.B. werden könnte. Vielleicht mag jemand vom Team das hier abtrennen?
Hallo Werner,
die Totholzbereiche, die bei den jungen Wacholdern angelegt werden, werden meist spiralförmig um den Stamm herum gestaltet. Die Saftbahnen arrangieren sich dann neu und transportieren das Wasser entsprechend auch in spiralförmigen lebenden Bereichen um das Totholz herum nach oben zum Laub.
Ich habe mir das Video jetzt nicht noch einmal angeschaut, aber ich denke, dass das gemeint war.
Viele Grüße,
Heike
Hallo Werner,
die Totholzbereiche, die bei den jungen Wacholdern angelegt werden, werden meist spiralförmig um den Stamm herum gestaltet. Die Saftbahnen arrangieren sich dann neu und transportieren das Wasser entsprechend auch in spiralförmigen lebenden Bereichen um das Totholz herum nach oben zum Laub.
Ich habe mir das Video jetzt nicht noch einmal angeschaut, aber ich denke, dass das gemeint war.
Viele Grüße,
Heike
Re: Vorbild-Bäume ?
Was für ne Überschrift hätte die Dame denn gerneHeike_vG hat geschrieben:So langsam glaube ich, dass unser Thema hier gar nicht mehr unbedingt in den Thread der "Vorbild-Bäume" hineinpasst, sondern eher ein eigener Thread unter "Dies und das" z.B. werden könnte. Vielleicht mag jemand vom Team das hier abtrennen?![]()
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Vorbild-Bäume ?
hallo heike,
da war nur irgendwie die rede von dünnen saftbahnen mit viel rinde und dicken saftbahnen, und das alles war etwas konfus, darum würde mich interessieren, wie du das aufgefasst hast. oder war das mit der dünnen saftbahn als dünn in der breite gemeint, während dick auf das dickenwachstum bezogen? irgendwie war das diffus...
gruß,
werner
da war nur irgendwie die rede von dünnen saftbahnen mit viel rinde und dicken saftbahnen, und das alles war etwas konfus, darum würde mich interessieren, wie du das aufgefasst hast. oder war das mit der dünnen saftbahn als dünn in der breite gemeint, während dick auf das dickenwachstum bezogen? irgendwie war das diffus...
gruß,
werner
Re: Vorbild-Bäume ?
Hallo Jürgen, ich darf mir sogar etwas wünschen? DAAANKE!camaju hat geschrieben: Was für ne Überschrift hätte die Dame denn gerne
Aber nur, weil du es bist
Wie wäre es mit "Entstehung von Totholz und Saftbahnen bei Wacholdern"?
Liebe Grüße und Dankeschön,
Heike


