Mutationsförderung
Mutationsförderung
Heyjabbidihou,
ich bin seit einiger Zeit im Züchten von Pflanzen interessiert. Dazu hätte ich einige Fragen, ich denke ich bin da ja nicht der einzige. Ich möchte ein paar Experimente machen, aber wenn diese schonmal gemacht wurden, dann bruahc ich ja nurnoch zu Fragen.
Falls jemand ishc auch dafür interessiert, kann er ja Kontakt mit mir aufnehmen, vielleicht könnte man ein gemeinsames PÜrojekt starten oder sich einfach mal drüber unterhalten.
1. Durch Umwelteinflüsse verändert sich ja Erbgut. Flu hat ja sogar mal berichtet, dass es Bäume gibt, deren Äste sich durch UV-Einstrahlung zu mehreren Unterarten entwickelt haben. Gibt es Züchter, die ihre Pflanzen z.B. mit UV-Lampen bestrahlen, um Mutaionen zu fördern?
2. Bringt die Urform mehr Mutationen hervor oder eine Mutation selbst?
3. Wie muss ich mir so Züchter vorstellen? Haben die riesige Flächen, auf denen sie ganz viel Pflanzen anbauen und auf Mutationen warten? Alos jetzt bei vegetativer Vermehrung mein ich, oder macht man das nur über Blüten?
4.Geht man zum Patentamt um ne neue Variation anzumelden?
5. Gibts gute Internetadressen?
6. Pflanzen mit weißen Blättern sind ja nich lebensfähig, weil sie kein Chlorophyl haben. Aber es müsste doch auch solche geben, bei denen das Weiß das Grün überlagert, oder?
7. Gibt es auch solche, die nen grünen Stengel haben aber weiße Blätter und über den Stängel Photosynthese betreiben?
8. Wenn 1. der Fall ist, gibt es dann "Regeln", wie man welche Mutation erzeugt?
ich bin seit einiger Zeit im Züchten von Pflanzen interessiert. Dazu hätte ich einige Fragen, ich denke ich bin da ja nicht der einzige. Ich möchte ein paar Experimente machen, aber wenn diese schonmal gemacht wurden, dann bruahc ich ja nurnoch zu Fragen.
Falls jemand ishc auch dafür interessiert, kann er ja Kontakt mit mir aufnehmen, vielleicht könnte man ein gemeinsames PÜrojekt starten oder sich einfach mal drüber unterhalten.
1. Durch Umwelteinflüsse verändert sich ja Erbgut. Flu hat ja sogar mal berichtet, dass es Bäume gibt, deren Äste sich durch UV-Einstrahlung zu mehreren Unterarten entwickelt haben. Gibt es Züchter, die ihre Pflanzen z.B. mit UV-Lampen bestrahlen, um Mutaionen zu fördern?
2. Bringt die Urform mehr Mutationen hervor oder eine Mutation selbst?
3. Wie muss ich mir so Züchter vorstellen? Haben die riesige Flächen, auf denen sie ganz viel Pflanzen anbauen und auf Mutationen warten? Alos jetzt bei vegetativer Vermehrung mein ich, oder macht man das nur über Blüten?
4.Geht man zum Patentamt um ne neue Variation anzumelden?
5. Gibts gute Internetadressen?
6. Pflanzen mit weißen Blättern sind ja nich lebensfähig, weil sie kein Chlorophyl haben. Aber es müsste doch auch solche geben, bei denen das Weiß das Grün überlagert, oder?
7. Gibt es auch solche, die nen grünen Stengel haben aber weiße Blätter und über den Stängel Photosynthese betreiben?
8. Wenn 1. der Fall ist, gibt es dann "Regeln", wie man welche Mutation erzeugt?
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
Hallo Paul
Die Pflanzenzüchtung ist ein recht komplexes Gebiet,
da die Stabilisierung von Erbgutänderungen selbst bei einjährigen Pflanzen
eine Aufgabe für Jahrzehnte ist.
Im Bereich der genetischen Variabilität dürfte der rote Fächerahorn
wohl das einfachste Versuchsobjekt sein, da Du schon mit 100 Pflanzen
nach einigen Jahren Unterschiede sehen kannst.
(Die verschiedenen Ausformungen stabilisieren sich erst nach 5-7 Jahren)
Wenn es denn der Weg der künstlichen Mutation sein soll
dürfte der einfachste (aber auch sehr gefährliche, für Deine Person, Weg)
die Behandlung mit Colchizin (Herbstzeitlose) sein.
Bei der Behandlung einer genügend grossen Anzahl von Samen
könnten unter den Überlebenden vielleicht der ein oder andere
polyploide "Seltsambaum" entstehen.
Bedenke aber bitte dabei das bei nicht labormässiger Arbeit
nicht nur das Erbgut der Samen, sondern auch Dein eigenes verändert werden kann.
mfG Dieter
Die Pflanzenzüchtung ist ein recht komplexes Gebiet,
da die Stabilisierung von Erbgutänderungen selbst bei einjährigen Pflanzen
eine Aufgabe für Jahrzehnte ist.
Im Bereich der genetischen Variabilität dürfte der rote Fächerahorn
wohl das einfachste Versuchsobjekt sein, da Du schon mit 100 Pflanzen
nach einigen Jahren Unterschiede sehen kannst.
(Die verschiedenen Ausformungen stabilisieren sich erst nach 5-7 Jahren)
Wenn es denn der Weg der künstlichen Mutation sein soll
dürfte der einfachste (aber auch sehr gefährliche, für Deine Person, Weg)
die Behandlung mit Colchizin (Herbstzeitlose) sein.
Bei der Behandlung einer genügend grossen Anzahl von Samen
könnten unter den Überlebenden vielleicht der ein oder andere
polyploide "Seltsambaum" entstehen.
Bedenke aber bitte dabei das bei nicht labormässiger Arbeit
nicht nur das Erbgut der Samen, sondern auch Dein eigenes verändert werden kann.
mfG Dieter
cogito ergo pups
Re: Mutationsförderung
Hallo Paul,
2 Möglichkeiten der Baumschuler hier kenn ich:
1. Es werden Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften bekreuzt (das mit den Bienchen) und dann wird aus einer Vielzahl von Sämlingen passendes Material ausgewählt. Das wird dann durch Stecklinge oder durch Veredelungen vermehrt.
2. Man entdeckt eine Mutation, die dann auch durch Veredelung vermehrt wird.
Diese Neuzüchtungen werden dann in der Tat als Patent angemeldet.
2 Möglichkeiten der Baumschuler hier kenn ich:
1. Es werden Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften bekreuzt (das mit den Bienchen) und dann wird aus einer Vielzahl von Sämlingen passendes Material ausgewählt. Das wird dann durch Stecklinge oder durch Veredelungen vermehrt.
2. Man entdeckt eine Mutation, die dann auch durch Veredelung vermehrt wird.
Diese Neuzüchtungen werden dann in der Tat als Patent angemeldet.
73 Anja
Re: Mutationsförderung
danke Dieter,
heißt dass, ich seh zufällig irgendwo nen seltsamen Trieb und stecke den, danch muss ich aber immer wieder rausselektieren, bis sich die Mutation gesichert hat?
Ich hätte dann vor was weniger gefährliches als die Herbstzeitlose zu nehmen :D Von der hab ich nämlich auch schon zur Genüge gehört!
Aber das mit UV müsste doch auch klappen?
danke Anja,
1. ich dacht eher an die vegetative Vermehrung, also das wie du in 2. gemeint hast. Gibts da dann nicht so "Mutations-Plantagen" ?
heißt dass, ich seh zufällig irgendwo nen seltsamen Trieb und stecke den, danch muss ich aber immer wieder rausselektieren, bis sich die Mutation gesichert hat?
Ich hätte dann vor was weniger gefährliches als die Herbstzeitlose zu nehmen :D Von der hab ich nämlich auch schon zur Genüge gehört!
Aber das mit UV müsste doch auch klappen?
danke Anja,
1. ich dacht eher an die vegetative Vermehrung, also das wie du in 2. gemeint hast. Gibts da dann nicht so "Mutations-Plantagen" ?
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
Paulchen hat geschrieben: 1. ich dacht eher an die vegetative Vermehrung, also das wie du in 2. gemeint hast. Gibts da dann nicht so "Mutations-Plantagen" ?
Was es in der Hinsicht mittlerweile gibt sind Genlabore, ob einfache Zierpflanzen aber in deren Focus stehen, bezweifle ich.
http://lwksh.de/cms/index.php?id=3135
73 Anja
Re: Mutationsförderung
Hallo Paul
Vom theoretischen her solltest Du Dich mit den Begriffen
Genotypus und phänotypische Ausprägung beschäftigen.
Viel seltsames ist nicht genetisch sondern durch die "Umwelt" bedingt.
Da Du jung und lernbegierig bist ist vielleicht Epigenetik ganz interessant.
Zu Deiner Frage des Stecklings,
dieser wird, wenn die "Seltsamkeit" genetisch bedingt ist,
seine Eigenschaften behalten.
Allerdings sind oft Virosen die Ursache von "Abnormitäten"
Bei der Neuentnahme von Stecklingen dieser Pflanze
besteht nur die Gefahr der gentischen Drift, die einer Verwässerung des Erbguts gleichkommt.
mfG Dieter
ps Jetzt hast Du viele Worte denen Du nachgehen kannst,
aber mein Tip wären die roten Fächerahorne, macht Spass
und man sieht schon nach ein paar Jahren was.
Vom theoretischen her solltest Du Dich mit den Begriffen
Genotypus und phänotypische Ausprägung beschäftigen.
Viel seltsames ist nicht genetisch sondern durch die "Umwelt" bedingt.
Da Du jung und lernbegierig bist ist vielleicht Epigenetik ganz interessant.
Zu Deiner Frage des Stecklings,
dieser wird, wenn die "Seltsamkeit" genetisch bedingt ist,
seine Eigenschaften behalten.
Allerdings sind oft Virosen die Ursache von "Abnormitäten"
Bei der Neuentnahme von Stecklingen dieser Pflanze
besteht nur die Gefahr der gentischen Drift, die einer Verwässerung des Erbguts gleichkommt.
mfG Dieter
ps Jetzt hast Du viele Worte denen Du nachgehen kannst,
aber mein Tip wären die roten Fächerahorne, macht Spass
und man sieht schon nach ein paar Jahren was.
cogito ergo pups
Re: Mutationsförderung
Ich schreib gleich nochmal was längeres, aber vorweg: Ich beschäftige mich lieber mit Mauerpferrer, wächst schnell, krieg ich kostenlos und scheinen relativ mutationsfreudig.
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
Hallo Paul,
in meinem ersten AK, wo ich in den 80er und frühen 90er Jahren Mitglied war, gab es einen Biologen, der in einer Gartenbauversuchsanstalt arbeitete. Er hat uns mal mit in die dortigen Gewächshäuser genommen und die Arbeit dort erklärt.
So wurden z.B. Weihnachtssterne, die in normaler Version ihre Blüten in 2m Höhe außer Sichtweite ansetzten, mit einem Virus infiziert, der die Verzweigung förderte, so dass buschige, kompakte Pflanzen entstanden.
Noch irrer ging es dabei zu, neue Mutationen hervorzurufen. Da wurden große Mengen sehr kleiner Jungpflanzen z.B. von Rhododendron und irgendeiner blau blühenden Blume (könnte eine Brunfelsia gewesen sein, erinnere mich nicht genau) einer enormen Dosis von Röntgenstrahlen ausgesetzt. Die Dosis war so stark, dass etwa die Hälfte der bestrahlten Pflanzen starb. Von den überlebenden Pflanzen hat ein nicht unerheblicher Anteil Mutationen aufgewiesen, die zu veränderten Wuchs-, Blatt- und Blütenmerkmalen führte. Von diesen waren allerdings dann nur relativ wenige lohnend zur Vermarktung.
Zur Entwicklung, Produktion und Registration neuer Fächerahornsorten solltest Du unbedingt das Buch "Japanische Ahorne" von Vertrees lesen, darin steht das alles sehr ausführlich und verständlich beschrieben.
Liebe Grüße,
Heike
in meinem ersten AK, wo ich in den 80er und frühen 90er Jahren Mitglied war, gab es einen Biologen, der in einer Gartenbauversuchsanstalt arbeitete. Er hat uns mal mit in die dortigen Gewächshäuser genommen und die Arbeit dort erklärt.
So wurden z.B. Weihnachtssterne, die in normaler Version ihre Blüten in 2m Höhe außer Sichtweite ansetzten, mit einem Virus infiziert, der die Verzweigung förderte, so dass buschige, kompakte Pflanzen entstanden.
Noch irrer ging es dabei zu, neue Mutationen hervorzurufen. Da wurden große Mengen sehr kleiner Jungpflanzen z.B. von Rhododendron und irgendeiner blau blühenden Blume (könnte eine Brunfelsia gewesen sein, erinnere mich nicht genau) einer enormen Dosis von Röntgenstrahlen ausgesetzt. Die Dosis war so stark, dass etwa die Hälfte der bestrahlten Pflanzen starb. Von den überlebenden Pflanzen hat ein nicht unerheblicher Anteil Mutationen aufgewiesen, die zu veränderten Wuchs-, Blatt- und Blütenmerkmalen führte. Von diesen waren allerdings dann nur relativ wenige lohnend zur Vermarktung.
Zur Entwicklung, Produktion und Registration neuer Fächerahornsorten solltest Du unbedingt das Buch "Japanische Ahorne" von Vertrees lesen, darin steht das alles sehr ausführlich und verständlich beschrieben.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Mutationsförderung
Jetzt geht mir ein Song aus den 80ern nicht mehr aus demm Kopf, in dem weiß strahlende Pflanzen erwähnt wurden... "Wie in Sodom und Gomorrha" hieß der oder so. Apokalypse.Paulchen hat geschrieben:6. Pflanzen mit weißen Blättern ...
Gruß,
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
MarionS
Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
Re: Mutationsförderung
Heike,
den Virus könnte man auch mal einem Bonsai einpflanzen :D
Also müsste es theorethisch gehen, dass man mit UV-Licht Erbgut verändert?
Und... könnte der Mensch nicht einen Evolutionsfaktor spielen? Z.B. setzt man ganz viele Rhododendren-Jungpflanzen in sehr kalkhaltiges Substrat und seeeeeeehhhr wenige (wenn überhaupt) Pflanzen überleben und zack hat man Kalkresistenz!
Das Buch hört sich interessant an! Danke für den Tipp.
Dieter,
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist der Phänotypus die Physe der Pflanze, die durch Umwelteinwirkungen entstanden sind, z.B. eine Krüppelkiefer von Gerölllawinen.
Genotyp ist die genetische Veranagung einer Pflanze, dei die Pflanze dann so wachsen lässt, auch ohne Umwelteinwirkung.
Und in seltenen Fällen könnte dann doch auch der Phänotyp auf den Genotyp einwirken, oder?
Ähm... das mit dem Genedrift hab ich jetzt nicht verstanden was das is
den Virus könnte man auch mal einem Bonsai einpflanzen :D
Also müsste es theorethisch gehen, dass man mit UV-Licht Erbgut verändert?
Und... könnte der Mensch nicht einen Evolutionsfaktor spielen? Z.B. setzt man ganz viele Rhododendren-Jungpflanzen in sehr kalkhaltiges Substrat und seeeeeeehhhr wenige (wenn überhaupt) Pflanzen überleben und zack hat man Kalkresistenz!
Das Buch hört sich interessant an! Danke für den Tipp.
Dieter,
also wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist der Phänotypus die Physe der Pflanze, die durch Umwelteinwirkungen entstanden sind, z.B. eine Krüppelkiefer von Gerölllawinen.
Genotyp ist die genetische Veranagung einer Pflanze, dei die Pflanze dann so wachsen lässt, auch ohne Umwelteinwirkung.
Und in seltenen Fällen könnte dann doch auch der Phänotyp auf den Genotyp einwirken, oder?
Ähm... das mit dem Genedrift hab ich jetzt nicht verstanden was das is
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
Hallo Paul
Der Genotypus beinhaltet wie eine Pflanze im Normalfall wächst.
Der Phänotypus ist das Wuchsverhalten einer Pflanze
unter den gegebenen Umweltbedingungen.
(Wind, Salzlast und pH-Wert des Boden, Niedrschlagsmenge usw)
Der Genotypus bleibt in kurzen Zeiträumen und mit geringen Variationen konstant.
Epigenetik beschäftigt sich mit dem "Ein- und Ausschalten" bestimmter Gensequenzen,
die auch Veränderungen des Erbguts mit sich bringen können.
Wenn wir an den alten Mendel denken, könnte man salopp schreiben
"Bei einem Merkmal wird der Schalter von dominant auf rezessiv umgelegt"
Letzteres ist nicht die Realität, nur der Versuch zu umschreiben.
Bei Pflanzen die vegetativ vermehrt werden,
können in der x-ten Stecklingsgeneration einzelne Merkmale verschwinden.
Als Beispiel
Du vermehrst Pflanzen mit panaschierten Blättern
und nimmst Stecklinge, von diesen wieder Stecklinge usw.
Dann kann es passieren das Stecklinge auf einmal keine panaschierten Blätter mehr hat.
mfG Dieter
ps Mir ist klar das das ziemlich heftig ist,
aber nach dem was ich bis jetzt von Dir gelesen habe,
wirst Du Dich durchbeissen.
Der Genotypus beinhaltet wie eine Pflanze im Normalfall wächst.
Der Phänotypus ist das Wuchsverhalten einer Pflanze
unter den gegebenen Umweltbedingungen.
(Wind, Salzlast und pH-Wert des Boden, Niedrschlagsmenge usw)
Der Genotypus bleibt in kurzen Zeiträumen und mit geringen Variationen konstant.
Epigenetik beschäftigt sich mit dem "Ein- und Ausschalten" bestimmter Gensequenzen,
die auch Veränderungen des Erbguts mit sich bringen können.
Wenn wir an den alten Mendel denken, könnte man salopp schreiben
"Bei einem Merkmal wird der Schalter von dominant auf rezessiv umgelegt"
Letzteres ist nicht die Realität, nur der Versuch zu umschreiben.
Bei Pflanzen die vegetativ vermehrt werden,
können in der x-ten Stecklingsgeneration einzelne Merkmale verschwinden.
Als Beispiel
Du vermehrst Pflanzen mit panaschierten Blättern
und nimmst Stecklinge, von diesen wieder Stecklinge usw.
Dann kann es passieren das Stecklinge auf einmal keine panaschierten Blätter mehr hat.
mfG Dieter
ps Mir ist klar das das ziemlich heftig ist,
aber nach dem was ich bis jetzt von Dir gelesen habe,
wirst Du Dich durchbeissen.
cogito ergo pups
Re: Mutationsförderung
Dieter,
ok, dann hab ich Geno-und Phänotyp anscheinend richtig verstanden.
Also kann der Phäno-auf den Genotyp einwirken?
Genedrift ist dann auch geklärt.
Ähnliches ist mir auch an nem panaschierten Eschenahorn aufgefallen:
Neben den ganzen panschierten Trieben sah ich ein kleines Treiblein, welches keine Panaschierung aufzeigte. Ich hab den Rest abgeschnitten und -siehe da- die Pflanze wächst nicht-panaschiert weiter. Selbiges ist mir heute schon wieder an nem Eschenahorn aufgefallen (der aber ungefähr 2 Meter hoch war): Neben lauter panaschierten Ästen wachsen 2,3 normale Äste, die offensichtlich deutlich mehr wachsen (Licht und Chlorophyl halt) und an denen ich Früchte entdecken konnte, der panaschierte Rest hatte keine Früchte, ist also anscheinend nicht fortpflanzungsfähig.
Hat ein nicht-panaschierter Ast aus einer panaschierten Pflanze das gleiche Erbgut wie ein ur-panaschierter?
Welche Mutationsformen sind relativ genetisch stabil und welche nicht?
Lässt sich aus den Antworten ne Antwort auf Frage 2 schließen?
Danke für die Hilfe!
ok, dann hab ich Geno-und Phänotyp anscheinend richtig verstanden.
Also kann der Phäno-auf den Genotyp einwirken?
Genedrift ist dann auch geklärt.
Ähnliches ist mir auch an nem panaschierten Eschenahorn aufgefallen:
Neben den ganzen panschierten Trieben sah ich ein kleines Treiblein, welches keine Panaschierung aufzeigte. Ich hab den Rest abgeschnitten und -siehe da- die Pflanze wächst nicht-panaschiert weiter. Selbiges ist mir heute schon wieder an nem Eschenahorn aufgefallen (der aber ungefähr 2 Meter hoch war): Neben lauter panaschierten Ästen wachsen 2,3 normale Äste, die offensichtlich deutlich mehr wachsen (Licht und Chlorophyl halt) und an denen ich Früchte entdecken konnte, der panaschierte Rest hatte keine Früchte, ist also anscheinend nicht fortpflanzungsfähig.
Hat ein nicht-panaschierter Ast aus einer panaschierten Pflanze das gleiche Erbgut wie ein ur-panaschierter?
Welche Mutationsformen sind relativ genetisch stabil und welche nicht?
Lässt sich aus den Antworten ne Antwort auf Frage 2 schließen?
Danke für die Hilfe!
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
Die weißen Euyonymus sind anscheinend nicht überlebensfähig 
Habe vor ein paar Wochen Stecklinge von nem weißen Trieb genommen, und die sind jetzt ziemlich schlaff und etwas braun an manchen Stellen...
Habe vor ein paar Wochen Stecklinge von nem weißen Trieb genommen, und die sind jetzt ziemlich schlaff und etwas braun an manchen Stellen...
Soy Pinolero!
Re: Mutationsförderung
um die Sache mal etwas zu verkomplizieren:
son bißchen habe ich das Gefühl, das hier überwiegend nicht über Mutation, sondern über Modifikation gesprochen wird...mag das einer noch auseinanderklamüsern? Ich nicht.
Mutationen kriegt man am besten, indem man Drosophila-Fliegen züchtet. Viele Aquarianer kennen das Problem. Da kauft man einen Zuchtstamm ohne Flügel und nach 3 Generationen kriegen die Biester, zumindest einige davon, wieder Flügel.... Ist schon spassig, da willst Du die Viecher an die Fische verfüttern und die winken Dir zu (nicht die Fische!) und landen in der Küche auf dem Obst.
Erwin
son bißchen habe ich das Gefühl, das hier überwiegend nicht über Mutation, sondern über Modifikation gesprochen wird...mag das einer noch auseinanderklamüsern? Ich nicht.
Mutationen kriegt man am besten, indem man Drosophila-Fliegen züchtet. Viele Aquarianer kennen das Problem. Da kauft man einen Zuchtstamm ohne Flügel und nach 3 Generationen kriegen die Biester, zumindest einige davon, wieder Flügel.... Ist schon spassig, da willst Du die Viecher an die Fische verfüttern und die winken Dir zu (nicht die Fische!) und landen in der Küche auf dem Obst.
Erwin
Re: Mutationsförderung
Modifikation?
Ja, mit den Drosis wollt ich auch mal was machen, aber die büxen wieder aus und machen sich übers Obst her
Ja, mit den Drosis wollt ich auch mal was machen, aber die büxen wieder aus und machen sich übers Obst her
Soy Pinolero!


