Suche nach Penjing-Grundaufbau

Alles andere was zu Bonsai passt.
Antworten
evi
Beiträge: 58
Registriert: 13.09.2017, 07:34

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von evi » 06.02.2018, 08:54

Kommt zwar aus einer etwas anderen, aber irgendwie doch verwandten Ecke - google mal nach "Iwagumi". Das kommt aus dem Aquascaping und hier gehts darum, Landschaften mit Steinen/Felsen zu gestalten. Vielleicht kannst du dir da auch einige Inspirationen holen und man findet auch einiges über Aufbau, Werdegang und die "technische" Seite, wie Unterbau, Aufbau und Erhalt von Gefällen, etc.

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 07.02.2018, 20:33

Hallo Zusammen

Danke für den Tipp

Ich habe die Steinzusammenstellung möglichst dichtanliegend in Alu-Folie eingepackt.
aaaa.jpg
Danach mit Elektrikergips, der extrem schnell aushärtet, gut eingegipst
bbbb.jpg
und nach ein paar Stunden aushärten lassen und umgedreht
cccc.jpg
Fortsetzung folgt....
Grüße Michael :)

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 12.02.2018, 10:38

Jetzt fehlt noch eine Verschalung. Ich habe mich der Einfachheit wegen für Styropor entschieden. Lässt sich leicht an die Konturen anpassen und ist schnell und einfach bearbeitet. Die einzelnen Stücke sind einfach mit Drahtstücken zusammen gesteckt.
Danach mit Frischhaltefolie ausgelegt und mit Klebestreifen verbunden, sowie mit U-Drähten außen am Styropor festgesteckt. Das sieht man leider erst auf dem nächsten Foto. Das habe ich so gemacht, damit die Steine immer noch trennbar bleiben, wenn es mir nicht gefällt. Außerdem soll nichts an den undichten Übergängen der Steine heraus laufen. Immerhin möchte man die später irgendwie kaschieren. Ein bisschen pusten und die Folie schmiegt sich gut an die Hohlräume an.
a3.jpg
Styroporverschalung
Auf dem Bild sieht man es mit Auskleidung. Natürlich ist Styropor als Schalung nicht sehr stabil, also einfach das Ganze in einen Betonkübel und mit Verlegesplitt hinterfüllt, den ich noch in ausreichenden Mengen hier hab. Jetzt hält die Schalung gut an den Steinen und die endgültige Formmasse drückt sie nicht auseinander.
b3.jpg
Im Splittbett
Dann kann es endlich los gehen. Ich habe mich für Natursteinverlegemörtel mit Trass entschieden. Kommt der Anwendung letzendlich sehr nahe.
Also an den Übergängen und tiefen Stellen angefangen, damit sich alles gut ausbreiten kann und immer gut stochern, damit sich alles setzt und sauber verteilt ohne Hohlräume.
Vorne sieht man vielleicht gut, dass ich den Gips extra bis an die Bodenplatte angepasst hatte. Dadurch konnte ich jetzt mit den Mörtel gut und möglichst eben an diese Bodenplatte anpassen. Ich hoffe es liegt später sauber auf. Hinten noch zwei Gewindestangen hinein, damit ich die Form später abstützen kann. Es wäre sonst unnötig viel Gewicht, es auch hinten bis auf den Boden fort zu führen.
c3.jpg
Ausgegossen
Jetztheißt es warten und hoffen, dass das Ergebnis gefällt und ausreichend stabil ist.
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 9588
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von achim73 » 12.02.2018, 11:28

sehr interessant...sieht zwar momentan ein wenig wie ein autounfall aus, aber du scheinst ja recht viel ahnung von den verwendeten materialien zu haben...also bin ich mal aufs ergebnis gespannt. braucht man beim styropor als schalung kein trennmittel ? wäre ja mist, wenn man hinterher die styroporkugeln da dran kleben hat...
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 12.02.2018, 13:32

Hallo Achim

Naja, ich versuche irgendwie die Form zu erhalten, ohne dass ich so viel Substrat brauche und es eben stabil ist. Es wäre halt zu viel ungenutztes Substratvolumen. Viel Ahnung braucht man dafür nicht. Nur ein wenig Ideen. Ja, es wirkt sehr zusammengeschustert, aber es funktioniert. Ich habe die Form ja mit Folie ausgelegt, bis über das Styropor hoch. Ob sich die nachher entfernen lässt, weiß ich noch nicht. Aber eigentlich verschwindet das ja alles unter der Oberfläche. Wäre also egal.
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 4158
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Gary » 12.02.2018, 14:33

Frischhaltefolie (Küchenfolie) lässt sich vom erhärteten Beton gut abziehen. Lediglich einbetonierte Faltenwürfe haften. Aber egal ab Folien- oder Styroporreste, abflämmen mit offener Flamme beseitigt beides.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe

AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 17.02.2018, 10:08

Hallo Zusammen

Also Achims Umschreibung vom "Autounfall" trifft leider auch auf das Ergebnis zu. Leider ist die Form gestern in 3 Teile zerbrochen. Es war wohl auch noch nicht ausreichend ausgehärtet. Jedenfalls waren viele Stellen sehr dünn, sodass es wahrscheinlich auf Dauer eh nicht wirklich gehalten hätte. Frost und Hitze setzen ja schon massivem Gestein zu.
Allerdings habe ich für die Gipfel eine andere Lösung gefunden. Dazu habe ich einfach 50er Abflussrohre verwendet. Die wurden mit der Flex grob bearbeitet und dann stück für Stück mit einem Teppichmesser in Höhe und Form der Steine angepasst.
Achtung, sollte das jemand nachmachen - Kunststoff mit der Flex schneiden verursacht heiße kleine Kunststoffteile, die weg fliegen. So harten Kunststoff mit einer dünnen Klinge zu bearbeiten ist noch viel gefährlicher. Immer kleine Stücke. Und trotzdem rutscht man unerwartet immer wieder ab und auch die Klingen brechen plötzlich ab. Ich war vorsichtig aber leichtsinnig, muss ich zugeben und eingestehen. Handschuhe und Schutzbrille wären nicht verkehrt gewesen.

Mit eine kleinen Wasserwaage konnte ich die vorhandenen Bodenflächen in der Gipsform erweitern. So ist es mir denke ich gelungen, eine passende Säule für einen Teil des Wasserfalls zu fertigen und diese ebenfalls anzukleben. Benutzt habe ich Pattex Montagekleber.

Die anderen Steine werden folgen, wo es möglich ist, werden die Steine direkt verklebt. Wenn alles Ausgehärtet ist, wird es ausgerichtet und dann die Position auf der Grundplatte angezeichnet. Dort wird dann ein Blindstopfen für die Abflussrohre verschraubt und die Rohre dann von oben auf die Platte gesteckt. Vielleicht muss ich dazu die Dichtungen etwas schwächen, denn die sind sehr fest. Dieser Weg ist zwar kniffliger aber es spart Gewicht, sollte Haltbarer sein und zum Auf- und Abbau deutlich unproblematischer. Der Auf- bzw. Abbau ist für mich sehr wichtig. Am Ende ist das alles richtig schwer. Aber ich bezweifle, dass die Landschaft für immer an einem Platz stehen bleibt. Es muss also ein möglichst einfacher Weg gefunden werden, sie zu zerlegen ohne viel Zerstörung und Aufwand. Ich denke das ist mir gelungen.
x.jpg
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 2552
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von mydear » 17.02.2018, 15:58

Michael 86 hat geschrieben:
12.02.2018, 13:32
Ich habe die Form ja mit Folie ausgelegt, bis über das Styropor hoch. Ob sich die nachher entfernen lässt, weiß ich noch nicht.
Hallo Michael,

Styropor löst sich extrem schnell in Aceton, kann dann als Lösung am Recyclinghof oder Umweltmobil entsorgt werden. 1 Liter Aceton habe ich für 9 Euro in der Apotheke bekommen. Alternativ kannst du auch Bremsenreiniger-Spray aus dem Auto- bzw. Fahrrad-Zubehör probieren, das enthält meist als Hauptkomponente Aceton und ist recht günstig. Aceton ist gesundheitlich recht unproblematisch. Das Tragen dünner Kunststoff-Handschuhe empfiehlt sich trotzdem.

Grüße
Rainer

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 17.02.2018, 16:19

Hallo Rainer

Danke für die Idee.
Da war die Folie doch etwas einfacher und spontaner. Die Form hatte sich jedenfalls problemlos von der Folie getrennt.
Aber hat sich jetzt eh erledigt durch das "Rohrstecksystem"
Grüße Michael :)

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 19.02.2018, 10:41

Neues aus der Bastelecke...

So komm ich mir aktuell vor, ja. So richtig Spaß macht es auch nicht mehr so richtig.
Aber wer wird denn gleich die Flinte ins Korn werfen...

Es war mit einer Form so einfach gedacht, aber nun ist es viel Zeitintensiver als gewünscht.
Aber aus Fehlern lernt man und was klappt denn schon auf Anhieb...
y.jpg
So sieht jetzt die untere Steinreihe aus der Rückansicht aus. Jetzt bekommt einfach jeder Stein seinen eigenen Sockel.

Rechts der Sockel wurde noch in der Gipsform aufgesetzt. Dann habe ich mal versucht, den nebenan liegenden Stein mittels Kleber daran zu verbinden. Da mir die Klebefläche zu klein erschienen ist, hab ich ein kleines Rohrstück zur Verstärkung dazu getan und ebenfalls verklebt. Leider hat die Verbindung gerade mal die Entformung aus dem Gips überstanden. Ich konnte gerade so, dem angeklebten Stein seinen eigenen Sockel bauen und ankleben.
Die Hebelwirkung ist viel zu stark, als dass so etwas langfristig halten könnte.
Ich muss ich mir was anderes ausdenken, damit die Position der Steine später fest und als Einheit auf der Grundplatte steht. Aber da habe ich auch schon eine Idee.
Ein kleines Erfolgserlebnis kann ich allerdings verzeichnen. Im Gefüge passt der große mittlere Stein vom Wasserfall recht gut ohne viel Luft. Hab also trotz allem noch ausreichend genau gearbeitet.

Eigentlich hatte ich viel schneller, einfacher und vor allem unkomplizierter mit einem vorzeigbaren Ergebnis gerechnet.
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
Thorsten1504
Beiträge: 1946
Registriert: 12.02.2014, 21:20
Wohnort: Münster /NRW

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Thorsten1504 » 19.02.2018, 20:57

Michael 86 hat geschrieben:
17.02.2018, 10:08
Kunststoff mit der Flex schneiden verursacht heiße kleine Kunststoffteile, die weg fliegen.
Hallo Michael,

sei froh, wenn die Kunstoffteile weg fliegen. :-D
Denn die ganz feinen, die beim flexen entstehen und die Du Dir in die Lunge saugst sind viel schlimmer.

Deshalb nicht ohne Staubmaske!!!

Muss als Elektriker oft Kabelkanäle usw. schneiden. Mache das aber nur noch mit der Hand oder Stichsäge.

Gruß

Thorsten *wink*

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 20.02.2018, 10:26

Hallo Zusammen

Der Kleber ist hart. Deshalb hab ich jetzt mal alles aufgestellt um es nochmal wirken zulassen.
xyz.jpg
Ob ich nicht was anderes suchen soll um den oberen Stein vom Wasserfall zu ersetzen? Er erscheint mir so wuchtig.

Aber mit Substrat mal alles abgedecht und die Kanten geglättet
xyz2.jpg
So erscheint es mir am Ende des Wasserfalls zu viel. Den Bergsee vorne am Rand enden lassen? Oder versuchen am Rand einzugrenzen und eher nach rechts ziehen, dazu den unteren rechten Stein entfernen. So richtig überzeugt bin ich noch nicht wirklich.

Wie gefällt es euch? Würdet ihr was ändern?
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 9588
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von achim73 » 20.02.2018, 20:13

was soll denn in die anderen großen löcher ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit

Michael 86
Beiträge: 1705
Registriert: 08.10.2016, 09:00
Wohnort: Saarland

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von Michael 86 » 20.02.2018, 22:44

Das kommt noch. Bisschen Felsen vielleicht noch

PS: Ich geh darauf noch etwas genauer ein, gestern fehlte mir die Zeit.

Ich möchte gerne wie auf ein paar Seiten davor (die erste ernsthafte Landschaft) mal auf die Schnelle Bäumchen hingesetzt, einen flächigen Wald hin setzen. Jetzt fängt halt die Herstellung der Pflanzfläche an. Gerne können sich noch ein paar Felswände oder Steine dazu gesellen. Ob ich aber, wie in dem ersten anschaulichen Versuch, alles mit Stein "tapeziere", weiß ich noch nicht. Es erscheint mir schon übertrieben viel. Ich lass es mal etwas wirken. Ich denke das Ergebnis wächst sich langsam ein. Schrittweise Entwicklung. Aber erst mal muss ich jetzt überlegen, wie ich aus einem großen Hohlraum ernsthafte Substratrundlage schaffe
Grüße Michael :)

Benutzeravatar
achim73
Moderator
Beiträge: 9588
Registriert: 30.07.2006, 00:53
Wohnort: bochum
Kontaktdaten:

Re: Suche nach Penjing-Grundaufbau

Beitrag von achim73 » 21.02.2018, 08:50

so, wie du das ganze jetzt aufgebaut hast, fehlt ja noch so ca 3/4 vom gesamtvolumen. wenn du das alles bepflanzt bzw. mit substrat anschüttest, wird das ganze ziemlich "plump" wirken und die steine werden optisch etwas untergehen. ausserdem kriegst du dann ja wieder ein riesen gewicht da drauf...
hier nochmal zum vergleich der masse der felsen im verhältnis zum gesamtvolumen und zur horizontalen ausdehnung der gestaltung:
27973172_425600087875156_503204374707171206_n.jpg
27973172_425600087875156_503204374707171206_n.jpg (28.55 KiB) 646 mal betrachtet
selbst wenn du nur die rechte, kleine insel als maßstab nimmst, siehst du den unterschied, oder ?
ich glaube, du hast das ganze einfach zu groß angelegt.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit

Antworten