Frühling im Japangarten

Alles andere was zu Bonsai passt.
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mydear
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von mydear » 03.05.2018, 22:31

Hallo Anja,

Eine schöne Fülle an japanischen Ahornen steht da in deinem Garten. Und die Bonsaipräsentation ist gut gelungen. Was mir etwas fehlt ist die natürliche Verspieltheit japanischer Gärten: ein Teich mit Brücke, ein Glockenspiel im Wind, eingearbeitete Rabatten mit ganzjähriger Blühfolge. Hast du da noch Pläne?

Grüße
Rainer

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schwarzerkobold
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 03.05.2018, 22:44

Hallo Rainer,

wer mich kennt weiß, dass ich immer irgendwelche Baustellen habe. Bei mir ist nie etwas wirklich fertig und alles unterliegt einem ständigen Wandel. Teich hätte ich gern gehabt. Aber es kommt kein Bagger in meinen Garten, da die Nachbarn zu allen Seiten auch alles zugezäunt haben. Vllt kommt mal ein Tori, wenn ich etwas passendes finde. Blühendes geht bei mir gar nicht, bin pollenallergisch und die Feldhecke gegenüber vom Haus bringt mich schon jedes Jahr um. Vor dem Haus habe ich aber zwei recht große schon verholzte Lavendel Büsche. Vor zwei Jahren habe ich die komplett runter geschnitten und Erde aufgefüllt. Und siehe da im Frühjahr letztes Jahr kamen sie nochmal. Denke aber, sie machen nicht mehr so lang, paar Jahre noch, dann muss ich sie raus holen. Eigentlich möchte ich den Vorgarten im nächsten Frühjahr auch rein japanisch gestalten. Da käme dann nur Kies, 3 schöne akzent Steine und ein schöne Zwergkiefer. Am liebsten wäre mir ein schöner Acer palmatum deshojo mehrstämmig :) aber im Herbst und Winter ist es dort so,unangenehm, da kann kein Ahorn sich wohl fühlen. Das freie Feld gegenüber lässt den Wind und die Kälte aufs Haus peitschen. Schlimm, das kann ich keinem Ahorn zumuten.

Zum Glockenspiel im Wind musste ich jetzt spontan lachen :lol: ich hatte mal zwei schöne Bambus Windspiele, sie hingen 1 Woche, da fragte der Nachbar, ob man die vielleicht wegmachen kann :lol: waren ihm wohl zu laut. Ich fand sie ja schön und der Klang hatte sowas beruhigendes. Wenn man würde können wie man wollte, dann muss man am Wald wohnen ohne Leute um sich herum. Leider ist das zu teuer :(

Die beiden großen Nadelbonsai im Kiesgarten am Zaun werden im Herbst noch gestaltet. Ist noch Rohmaterial.

LG Anja
Zuletzt geändert von schwarzerkobold am 04.05.2018, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Arian
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von Arian » 04.05.2018, 21:21

Hallo Anja,

das stimmt der Katsura Ahorn ist als Bonsai sehr beliebt, und mittlerweile wird er häufig bei Händlern oder Online angeboten. Er ist etwas anders in der Schnittverträglichkeit und Wüchsigkeit als der Grüne Palmatum. Ich habe seinen kleinen Bruder, den Orange Dream en miniature. Das Laub ist bei ihm noch etwas gelblicher mit kurzen Internodien, und er ist im Frühjahr nicht so frostempfindlich wie der Katsura.

Mir gefällt tatsächlich deine Kombi aus schlichten Rasenflächen und der Bepflanzung mit einzelnen Ahornen und Kiefern. Das steinerne Wasserbecken setzt da einen hübschen Akzent. Zu verspielt würde ich den Garten gar nicht gestalten. Die schlichte, fast karge, Eleganz passt super zu den von dir ausgewählten Gehölzen! :P

Lieben Gruß,
Arian

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schwarzerkobold
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 04.05.2018, 22:37

:-D Vielen Dank Arian. Leider ist die Rasenfläche nur frisch gemäht schlicht, es ist ein ständiger Kampf gegen Unkraut und Moos und daher wahnsinnig zeitintensiv. Ich habe heute Norberts Rat befolgt und die Stämme von Rasen freigeschnitten und frische Erde aufgefüllt. Hatte das beim pflanzen der Bäume auch so gehalten, leider ist Rasen sehr dominant, man muss immer dran bleiben.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende :sommer:

LG Anja
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 24.05.2018, 09:05

Guten Morgen Leute,

brauche mal eine Entscheidungshilfe. Seitlich am Gartenzaun links steht eine große Tanne. Es war einmal ein Weihnachtsbaum gewesen, der dann ausgepflanzt sehr gut anwuchs und nun so etwa 8-9 Jahre dort in den Himmel wächst. Ich schätze die Höhe etwa auf 6 Meter. Eigentlich wird sie mir zu ausladend und im Hinblick darauf, dass sie ja weiter wächst wird das Problem nach hinten auch größer :?

Bisher hat sie dem Garten im Herbst und Winter etwas Schutz geboten, da der Wind sich den Kanal neben der Garage vom Grundstück des Nachbarn nach hinten sucht und gnadenlos fegt in der kalten Jahreszeit. Daher habe ich sie bisher einfach gelassen. Nun sind die neuen Triebe entwickelt und sie wird breiter, höher...

Bild

Ich überlege jetzt sie fällen zu lassen, bei der Größe schaffe ich das nicht allein, es sei denn es ist hier jemand aus dem Saarland, der Hilfe anbietet. Wär natürlich klasse. Generell ist die Entscheidung erstmal, fällen oder nicht. Alternativ würde ich dort eine Kiefer setzen. Am liebsten hätte ich ja ein Teehaus, aber das übersteigt meine finanziellen Mittel. Ich würde in dem Fall den Staketenzaun etwas reduzieren und durch 3 Trennwandelemente wie ich sie auch auf der rechten Seite habe ersetzen. Dadurch wäre dann der Windschutz wieder gegeben.

Was denkt ihr? Eigentlich schade um die Tanne, jeder Besucher hat sie immer bewundert. Aber sie wird einfach zu groß :-x Ich wollte dann neben die neu gesetzte Kiefer noch zwei Säulen in den Rasen betonieren für die großen Bonsai Kiefern, die an der Terrasse in ihrer Größe nicht wirklich gut zur Geltung kommen.


LG Anja
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von Arian » 24.05.2018, 09:16

Hallo Anja,

stimme dir voll zu! Eigentlich schade um die Tanne - da sie zumal ein ehemaliger Weihnachtsbaum war, die selten anwachsen! Aber mein erster Gedanke war auch, eine Kiefer an die Stelle zu setzen.....passt stilistisch wesentlich besser zu deinem wirklich tollen Japan-Park!

Lieben Gruß,
Arian

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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 24.05.2018, 09:20

Hallo Arian,

ja das dachte ich auch. Vielleicht eine japanische Rotkiefer, die um 4 Meter hoch wird. Und zu der Kiefer würden dann die Bonsai Kiefern auf den Säulen super passen. Ich sehe alles vor mir, wenn es mir nur nicht so leid um die Tanne tun würde :?

Japan-Park ist ja nun etwas leicht übertrieben :P

LG Anja
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von kressevadder » 24.05.2018, 09:27

Mäh das Ding weg und Ende.

Ganz einfach :-D

Gruß
Manfred
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 24.05.2018, 09:30

:lol: Manfred,

ihr Männer seid immer so herrlich pragmatisch un-emotional mit solchen Entscheidungen. Aber im Grunde gebe ich dir recht.

War halt mal mein Baby, es gab Zeiten da habe ich mich über jeden cm gefreut, den das Ding gewachsen ist. Damals hatte ich aber auch noch keinen Japan-Park :lol:

Die Wurzel wird Probleme machen. Habe bei den Obstbäumen die ich entfernt habe die Wurzel frei gegraben und unterirdisch abgesägt. Die neuen Pflanzungen habe ich dann gut 1 Meter vom alten Platz entfernt gepflanzt. Hier wird die Wurzel größer sein. Ohne Bagger kriege ich die nicht weg und so ein Ding kommt nicht in den Garten da die Nachbarn alles zugezäunt haben. Reicht es wenn ich hier ähnlich vorgehe auch wenn die wird vermutlich längere Wege gesucht hat? Nicht dass die Wurzeln der neuen Kiefer rotten nach einer Zeit

LG Anja
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von kressevadder » 24.05.2018, 10:09

IMG_4419.jpg
Man braucht n Snickers und ne Kettensäge - Bagger werden überbewertet.

Das, was nach der Wurzelbehandlung noch im Boden ist, wird verrotten. Wenn du da z.B. ne Kiefer hinpflanzen willst, ist das kein Problem. Die neue Pflanze findet erst mal genug Platz Zwischen den Wurzeln die noch im Boden sind. Und die alten Wurzeln werden von Jahr zu Jahr weniger.

Die Tanne ist normalerweise ein Flachwurzler. Wenn du ringsum den Stamm die Wurzeln so bis 50cm in der Erde kappst, dürftest du gewonnen haben. Beim fällen lässt du den Stamm so 1,50 - 2,0m stehen. Den nimmst du dann als Hebel und reisst das Ding um. Die meisten sägen den Stamm bis über den Boden ab - dann hast du halt keinen Hebel mehr und musst die Wurzel elendig ausgraben.
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von chris-git@rre » 24.05.2018, 10:35

Oder kürz sie stark ein und gestalte sie als vom Blitz getroffenen Baum.
Wenn Du Dir das vorstellen kannst.
lg chris-git@rre

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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von kressevadder » 24.05.2018, 10:35

Ach ja,

wenn dir das Massaker mit der Wurzel zu viel ist, denke doch mal darüber nach, hier ne kleine Anhöhe zu schaffen.

Dann sägst du eben knapp über dem Boden weg (oder lässt sägen) und baust einen Hügel- oder Steingarten. Gärten werden durch Höhen und Senken interessanter, gerade asiatische Gärten sind da nicht sparsam. Und Kiefern werden gerne auf Anhöhen gepflanzt. Also Laubbäume ins Tal, Koniferen auf den Berg.
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von schwarzerkobold » 24.05.2018, 10:45

Danke Manfred,

ich versuche das mal mit dem aushebeln. Wenn das zu mühsam wird kann man die Hügelvariante überlegen *daumen_new*

Werde weiter berichten :)

LG *hello*
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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von Tofufee » 24.05.2018, 10:56

Jetzt darf man ja nicht fällen (Brut-und Setzzeit), deshalb würde ich es in die Vorweihnachtszeit verschieben, denn dann kann dir die Spitze des Baums noch ein zweites mal als Weihnachtsbaum dienen.
Grüße
Monika

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Re: Frühling im Japangarten

Beitrag von Michael 86 » 24.05.2018, 11:06

Ich würde auch einen Hebel stehen lassen und dann graben. Oder auf 1m kappen und noch ein paar jahre ein Vogelhaus drauf setzen
Grüße Michael :)

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