black pine bonsai - oder doch nur unkraut?

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
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heckenshore
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black pine bonsai - oder doch nur unkraut?

Beitrag von heckenshore » 03.07.2019, 15:20

heyhey,
ich hab mich an meine ersten bonsai versuche gemacht.
der black pine sollte da angeblich ein leichter sein und bereits nach 1-2 wochen keimen.
nach verspäteten 4 wochen sehe ich tatsächlich einen stängel herausragen.
nur wenige tage später folgen ihm zwei kollegen. die drei stängel wachsen stetig, doch verlieren sie dabei auch immer mehr ihren halt. muss sich da nicht bald etwas tun bezüglich stamm? oder hab ich gar unkraut gezüchtet? kenne mich damit null aus, deshalb hier ein paar fotos, damit die profis hier mir sagen können, ob das so richtig ist. und wann kommt ca das erste holz/ästchen für den baumstamm? stürzt ihr eure keimlinge, damit sie nicht abbrechen, weil sie ja immer schwerer werden?
danke
erster lichtblick
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zwischenbilanz
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stand heute
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stand heute
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leider nicht sone super kamera am start


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bock
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Re: black pine bonsai - oder doch nur unkraut?

Beitrag von bock » 03.07.2019, 15:56

Moin Heckenshore,

sieht schon nach Kiefer aus.
Aber eigentlich ist es schon ein bisschen spät (zu warm) für Samenanzucht.
Gegen Geilwuchs (lang, dünn und schwach) hilft Licht, Licht und nochmals Licht.
Wind und Wetter, volle Sonne. Wenn deine Sämlinge aber schon ein paar Tage Halbdunkel (im Zimmer) hinter sich haben, stellst du sie draussen erstmal ein paar Tage in den Schatten.
Vorsicht vor der "Umfallkrankheit": eine Pilzinfektion, die oft Kiefernsämlinge dahinrafft.
Vorbeugend sterilisiert man die Aussaaterde im Backofen (bevor man sät) und desinfiziert die Samen z.B. in einem Bad aus abgekühltem Kamillentee.
Wenn du nicht steril ausgesät hast, hilft vielleicht auch noch einmal Gießen mit abgekühltem Kamillentee.

Viel Erfolg und herzlich willkommen im Forum!
:-D
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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Re: black pine bonsai - oder doch nur unkraut?

Beitrag von heckenshore » 05.07.2019, 03:14

bock hat geschrieben:
03.07.2019, 15:56
Moin Heckenshore,

sieht schon nach Kiefer aus.
Aber eigentlich ist es schon ein bisschen spät (zu warm) für Samenanzucht.
Gegen Geilwuchs (lang, dünn und schwach) hilft Licht, Licht und nochmals Licht.
Wind und Wetter, volle Sonne. Wenn deine Sämlinge aber schon ein paar Tage Halbdunkel (im Zimmer) hinter sich haben, stellst du sie draussen erstmal ein paar Tage in den Schatten.
Vorsicht vor der "Umfallkrankheit": eine Pilzinfektion, die oft Kiefernsämlinge dahinrafft.
Vorbeugend sterilisiert man die Aussaaterde im Backofen (bevor man sät) und desinfiziert die Samen z.B. in einem Bad aus abgekühltem Kamillentee.
Wenn du nicht steril ausgesät hast, hilft vielleicht auch noch einmal Gießen mit abgekühltem Kamillentee.

Viel Erfolg und herzlich willkommen im Forum!
:-D

supiiii, vielen dank für die ausführliche antwort und die ganzen tipps!
die erde hab ich tatsächlich aus einem starter kit haha..von grow buddha. also weiss ich nicht, ob die das vorher sterilisieren..
in der anleitung stand "indirektes sonnenlicht" also hab ich sie ans fenster gestellt, hinter diese weißen vorhänge, die einigermaßen licht durchlässig sind.
ich werd sie dann mal lieber an draußen gewöhnen. das mit dem kamilletee werd ich auf jedenfall machen!
wie oft gießt ihr bei dem wetter eigentlich?
danke danke danke!

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bock
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Re: black pine bonsai - oder doch nur unkraut?

Beitrag von bock » 05.07.2019, 06:35

heckenshore hat geschrieben:
05.07.2019, 03:14
...
wie oft gießt ihr bei dem wetter eigentlich?
danke danke danke!
Garnicht!

:-D

Hier sind grad 13°C, Regen und Sturm...
Nee, Spaß beiseite, das hängt von vielen Faktoren ab. Bei Sämlingen in Anzuchterde würde ich gießen, wenn die Erdoberfläche trocken aussieht, spätestens, wenn die Nadeln beginnen etwas (!) heller auszusehen.
Staunässe ist gefährlicher als leichte Trockenheit, weil die Wurzeln nicht nur Wasser, sondern auch Sauerstoff brauchen. Am Besten kontrollierst du regelmäßig das Gewicht der Töpfchen, dann bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wann wieder Wasser nötig ist.
Die Holzstäbchenmethode ist da auch hilfreich.
Bei heißem Wetter hilft hohe Luftfeuchtigkeit und ein halbschattiger Standort.
liebe Grüße Andreas
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