Bäumchen auf der Arbeit ausgraben und nach Hause holen?

Erfahrungsaustauscht und Dokumentation von Sämerein und Stecklingsanzucht von Gehölzen auf dem Weg zur Bonsai tauglichen Rohpflanze.
irishrOy
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Re: Bäumchen auf der Arbeit ausgraben und nach Hause holen?

Beitrag von irishrOy »

abardo hat geschrieben:
22.08.2019, 12:41
Jürgen* hat geschrieben:
22.08.2019, 12:23
Was mich wundert, wenn man deine etwas anderen Gestaltungen und Präsentationen sieht, das du der Zuckerhutfichte keine Chance als Bonsai einräumst.
Sicherlich ein Exot, aber warum nicht?
...
Das mit dem innen verkahlen kann ich bestätigen - wir haben eine alte Zuckerhutfichte im Garten stehen!
Das war die Antwort. Zuckerhutfichten werden in der Regel einfach nur aussen grün bleiben (und somit auch immer grösser) und innen verkahlen. Wenn du aussen zurück oder auf Verzweigung schneidest, bekommst die keine Rückknospung, wie von anderen Nadelbäumen gewohnt, wenig bis gar nicht. Du kannst eine Zuckerhutfichte also nur sehr schwierig gestalten oder kompakter bekommen.

Es gibt natürlich Bonsaianer, die das trotzdem hinbekommen, aber leicht ist das nicht und somit m.M.n. nicht für Anfänger geeignet.

(gleiches trifft z.B. auf meine Weisszeder zu, verhält sich extrem unwillig).
Ok, das klingt in der tat knifflig.
Da hab ich mir wohl was aufgehalst.
Naja, zum Glück habe ich nicht den Anspruch einen Bonsainaum zu "machen", den die meisten als "schön" empfinden.
Ich will mich einfach mal an einem Bäumchen versuchen, das meine Handschrift trägt :lol:
Und bevor es allzusehr in die Hose geht und gefährlich wird, wird der baum freigelassen :D

abardo hat geschrieben:
21.08.2019, 17:19
irishrOy hat geschrieben:
21.08.2019, 11:55
abardo hat geschrieben:
20.08.2019, 20:17
das Einzige, was man nicht zeitnah bauen kann, ist der Stamm. Genau dort liegt das Potential eines Rohlings. Wenn du dir das Laub und die Zweige mal wegdenkst, was meinst du ... hat der Baum Potenzial ?
Wenn ich mir das Bäumchen so ansehe, bin ich schon neugierig, was man machen könnte. Wahrscheinlich werde ich es mal ausgraben und einfach sehen, wohin die Reise führt. :D
Sagen wir mal so. Wenn man schon viel nach Rohlingen gesucht hat, um seinem Hobby zu fröhnen, findet eine Entwicklung statt. Zuerst sieht man in jeder Pflanze einen Bonsaikandidaten. Nachdem man die aber eine Weile gepflegt hat, etwas eintaucht, andere Bonsai sieht, ändert sich das ganz schnell und die Basis eines jeden Rohlings muss etwas Besonderes sein. Ein Ansatz oder ein Stamm, der so eher selten ist, ein besonderes Merkmal hat, den man selbst dramatisch oder besonders elegant findet usw.

Aus meiner noch relativ kurzen Erfahrung (und ich kann in den Fotos von Stamm und Ansatz nur wenig erahnen), weiss ich jedoch sofort, dass an der Fichte nichts zu finden ist, was einen besonderen Bonsai ausmachen könnte, mit dem ich jahrzentelang glücklich werden würde.

Da ich dann noch weiss, dass Zuckerhutfichten für die Entwicklung eines Bonsai denkbar ungeeignet sind (z.B. wegen der kaum aufzuhaltenden Verkahlung im inneren Bereich), würde ich dem beim Wachsen zugucken, mich daran freuen, dass er steht, wo er steht und mir etwas anderes suchen (jede normale "gemeine Fichte" macht dich viel, viel glücklicher, weil die im Vergleich extrem einfach zu pflegen und zu gestalten sind).
Danke für die detaillierte Antwort.
Aber joa.
Das hab ich leider zu spät gelesen, und jetzt hab ich sie schon mitgehen lassen. :oops:

Jürgen* hat geschrieben:
22.08.2019, 09:27
Morgen,
Mag einiges stimmen, aber ich finde es überraschend das gerade du das schreibst! :shock:
Gerade du der am liebsten andere Wege geht...

Sind nicht Betrachtung und Empfinden bei jeweiligen anders?
Muss ein Stamm dick sein, oder irgendwie geformt?
Gibt es noch die klassische Gestaltung?
Möchte daraus keine Diskussion starten, di eh zu nix führt!

@Vinc why not? Dir muss die Fichte gefallen, zudem vielleicht siehst du darin etwas, was sonst keiner sieht?!
Zudem selten - könnte mich nicht erinnern je eine Gestaltete gesehen zu haben.
Also mir gefällt sie schon sehr!
Noch dazu kommt es wie es kommen musste und ich werde den Arbeitsplatz sowieso wahrscheinlich bald aufgeben. Und da das bäumchen auf der arbeit an dem platz sowieso nicht gepflegt wird und einen schwierigen stand hat, hab mich kurzerhand dazu entschlossen sie mit nach hause zu verfrachten.
Da hab ich sie erstmal für eine weile eingetopft und überlege mal. Vielleicht mach ich was dran. Vielleicht kommt sie aber auch nur so einfach in den Garten.
Michael 86 hat geschrieben:
22.08.2019, 09:35
…. oder es trägt einfach zu der von Frank beschrieben Entwicklung bei. So etwas muss man mMn einfach durch machen, um seinen Geschmack zu finden. Das kann man sich nicht von anderen diktieren lassen. Auf jeden Fall von Vorteil, dass hier kein Geld investiert werden muss. Hauptsache der Baum überlebt. Wenn er irgendwann mal wegen Nichtgefallen weitergegeben wird, ist doch auch nicht schlimm. Aber bevor er ausgegraben wird, sollte man sich es schon überlegen. Wäre schade den Baum sinnlos zu riskieren... Dann kann man ihn auch einfach wachsen lassen.
Gut gesprochen!
Wie gesagt habe ich die ZHF jetzt mal "mitgenommen". Und zur Not wird sie einfach im Garten "frei laufen gelassen" und dort ein wenig gepflegt.


Jürgen* hat geschrieben:
23.08.2019, 16:07
Aber keiner kann mit dem Bild, den Baum, seinen jetzigen Standort - ob geeignet oder nicht - außer der Ersteller des Beitrages genau einordnen.
Was ich gelesen habe, ist er zudem beim Mähen im Weg!?
Vielleicht ginge es ihm an einem anderen Standort besser - muss ja auch keine Schale sein!

Am schlimmsten geht es meiner Meinung teilweise Bäumen in einer Grossstadt.
Abgesehen von Abgasen, Schmutz usw. denke ich da eher an An- oder Überfahren mit Kraftfahrzeugen oder Baumaschinen beim Abriss oder Umbau.
Zwar wird meist eine Ersatzpflanzung getätigt, was aber den alten gefällten Baum wenig helfen wird.
Genau! das hab ich versäumt zu erwähnen.
Das Bäumchen stand zwar außerhalb der Stadt, also keine allzu großen abgase-probleme.
Aber war beim Mähen dem Arbeitgeber im weg... da braucht man keine fantasie um zu wissen, dass der baum höchstwahrscheinlich raus musste, über kurz oder lang, bevor er zu groß wird und man sich anderweitig drum kümmern muss. Drum durfte ich auch so einfach mit Handschuhen, Schaufel, Spaten und Eimer anrücken und das bäumchen mitnehmen.

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