In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Freie Baumgestaltungen. Wir nähern uns von einer anderen Seite. Junge Wilde inklusive.
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Martin_S
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In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Martin_S » 08.04.2017, 17:34

... und "machen Bonsai moderner" *daumen_new*

Mir gefällt das schon irgendwie.....

http://bonsaibark.com/2017/04/07/bonsai ... eneration/

Das Video erklärt das so'n bisschen.
Beste Grüße
Martin

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abardo
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von abardo » 08.04.2017, 17:50

In dem Video sieht man, wie er es entwickelt https://www.youtube.com/watch?v=j139ukQ6bmc
Grüße, Frank
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Huberson » 08.04.2017, 18:14

Bei den Inszenierungen von Masashi Hirao habe ich immer den Eindruck, dass immer nur er im Mittelpunkt steht, nie der Bonsai selbst.

Viele Grüße,
Benjamin

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hwolf
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von hwolf » 08.04.2017, 18:31

So soll das bei zeitgenössischer Kunst auch sein...

LG
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von brow » 08.04.2017, 19:20

Kenne nur das bereits erwähnte Video....
sehe ich ähnlich wie Teile der modernen Kunst, in der wild Farben auf ein Bild gestrichen und getropft werden.
Hier bloss mit Pflanzen und tonnenweise Keto auf einer Statue

Manch ein Betrachter sagt "wow".
Gehöre ich nicht zu
Glück Auf!

brow

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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Detlev » 08.04.2017, 19:32

Hat etwas von Ikebana und Bonsai.
irgendwo dazwischen.
Nicht mein Ding.

Der Mann ,wer immer er sein mag ,setzt sich für mein Geschmack auch zu heftig in Scene.


Tja da bin ich wohl zuviel Banause. *ironie*

Andreas Ludwig
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Andreas Ludwig » 10.04.2017, 01:21

Etwa ähnlich wurde der «Galeriekubismus» von Braque und Picasso damals kommentiert.
Hundert Jahre danach sieht es allerdings anders aus...
8)
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Hanno
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Hanno » 10.04.2017, 09:15

Andreas Ludwig hat geschrieben:Hundert Jahre danach sieht es allerdings anders aus...
Hundert Jahre danach sind wohl auch noch die meisten Picasso oder Braque erhalten.
Ob das nach nur wenigen Jahren auch für dieses Kunstwerk gilt, wage ich mal zu bezweifeln.
Was ich auf dem Video sehe, scheint mir eher eine "Bonsai-für-den Augenblick"-Gestaltung zu sein.
Das mag den Zuschauer heute sicherlich beeindrucken - seine Enkel vermutlich aber nicht mehr . . .
Kritik an meinen Bäumen wird gern angenommen - negative UND positive.

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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Georg » 10.04.2017, 10:06

Hanno hat geschrieben: - seine Enkel vermutlich aber nicht mehr . . .
Das kann man von vielen, zumindest ehemaligen Demos in unsren Landen aber auch sagen!
Lass uns einfach mal abwarten, was sich daraus entwickelt.
Wenn ich mich an Masahiko Kimura in seinen Anfangszeiten erinnere, war er da auch sehr umstritten.
Und heute gilt er schon fast als Altmeister.
Bonsai und Geduld; da war doch was :wink:
Gruß
Rüdiger
P.S.: Selbstdarsteller kenne ich in Deutschland aber überhaupt nicht; sind mir völlig fremd......
Zuletzt geändert von Georg am 10.04.2017, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von abardo » 10.04.2017, 10:41

Hi,

ich verstehe immer nicht so ganz, warum es bei Bonsai relativ viel Ablehnung gegen Neues und Anderes gibt.

Entweder es mag kaum jemand, dann wird es verschwinden oder es gibt noch andere, die etwas über den Tellerrand gucken, es verbreitet sich, wird ein Trend, irgendwann normal und dann ist er ein Vorreiter gewesen.

Anregend ist es auf jeden Fall.

(guckt euch doch mal alte Bücher und Bilder von Baumgestaltungen und Schalen an und vergleicht die mit Heutigem, hätte nie mal jemand was anderes gemacht, hätten wir immer noch extreme S-Formen mit Grünpuscheln am Ende der Äste und 8-eckige, flache, dreifarbige Schalen mit rausstehenden Rändern an den Kanten und mit Motiven übersät)
Grüße, Frank
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Re: In Japan ham'se Nachwuchssorgen....

Beitrag von Andreas Ludwig » 10.04.2017, 16:40

Hanno hat geschrieben:Hundert Jahre danach sind wohl auch noch die meisten Picasso oder Braque erhalten.
Ob das nach nur wenigen Jahren auch für dieses Kunstwerk gilt, wage ich mal zu bezweifeln.
Was ich auf dem Video sehe, scheint mir eher eine "Bonsai-für-den Augenblick"-Gestaltung zu sein.
Das mag den Zuschauer heute sicherlich beeindrucken - seine Enkel vermutlich aber nicht mehr . . .
Es geht weder um die musealen Bestände an Werken von Picasso oder Braque noch um die Lebenserwartung der im Video zu sehenden Gestaltung und ganz sicher nicht um künftige Generationen (die haben ein Recht auf eine eigene Meinung...).

Den Galerie-Kubismus habe ich bewusst ausgewählt (und ebenso bewusst nicht den Salon-Kubismus!), weil damit ein sehr begrenztes malerisches Werk zweier Künstler bezeichnet wird, das in wenigen Jahren entstanden ist (so etwa sieben). Ein «Blubb», könnte man denken, etwa dafür wurde es damals auch gehalten. Ausser Apollinaire hat es künstlerisch wie intellektuell kaum jemand verstanden (gerade zum Beispiel die Salonkubisten nicht), Hohn und Spott herrschten vor. Rückblickend war es aber einer der massgeblichen Impulse auf dem Weg zur Moderne und wer alles davon wie weit beeinflusst worden ist, ist schwer abzuschätzen. Letztlich geht das bis zur Bettwäsche und zur Innenarchitektur.

Nun ist es tatsächlich so, dass ich selbst einen echten kubistischen Picasso oder Braque ungerührt verkaufen würde, um stattdessen eine gute Reproduktion eines der späten Portraits von Giacometti aufzuhängen – aber mir ist durchaus klar, was der Schritt, den Picasso und Braque gingen, auch für meinen Giacometti bedeutet hat. Er war zwingend, auch wenn er eigenartig, schräg, von kurzer Dauer, aus ästhetischer Sicht etwas gezwungen, gekünstelt und sehr umstritten war. Das ist alles, was ich damit sagen wollte. Werten können wir die ganze Sache dann übermorgen. Oder es den Enkeln überlassen.
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