Ruinengestaltung

Freie Baumgestaltungen. Wir nähern uns von einer anderen Seite. Junge Wilde inklusive.
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LazyDaisy
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von LazyDaisy » 20.03.2018, 10:04

@Hanno: Das ist sehr stimmungsvoll und durchaus mal eine Nachahmung mit heimischen Sorten wert. Danke für's posten!

@Stefan72: Danke für die Anregung! Mit tropischen Bäumen in Umgebung mit hoher Luftfeuchtigkeit sieht man sowas ja häufiger auf Bildern. Bei Kiefern allerdings ist das zumindest für mich neu und sehr interessant zu sehen!

@Michael86: Mache ich gerne.
Liebe Grüße, Tiana

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LazyDaisy
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von LazyDaisy » 21.03.2018, 12:26

Sie sind da!
1.jpg
1.jpg (140.6 KiB) 1597 mal betrachtet
Die Plastikpflanzen werde ich noch heraustrennen.

achja die Maße sind: 24 x 16.7 x 24.5 cm und 17 x 13.3 x 15 cm
Liebe Grüße, Tiana

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Michael 86 » 21.03.2018, 14:57

Hallo

Die linke gefällt mir sehr gut. Rechts ist aber von der Farbe natürlicher.
Da sie so unterschiedlich sind, würde ich sie auch getrennt bepflanzen.
Ich bin gespannt...
Grüße Michael :)

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von MaFis » 21.04.2018, 13:51

In der schwäbischen Kurstadt Bad Herrenalb gibt es eine Kiefer auf einer Klosterruine, höchstwahrscheinlich angepflanzt, da mittig auf einem Torbogen.
Fotos habe ich leider nicht, aber die Bildersuche der großen Suchmaschine mit den Begriffen "Bad Herrenalb Paradies" zeigt ausreichend Ergebnisse.

Vielleicht ist bei Bildersuche auch der Begriff "Folly Ruine" hilfreich.

Gruß
M.
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Andreas Ludwig
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Andreas Ludwig » 21.04.2018, 18:31

Guckst du hier:http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Ue ... attraktion
Schloss Auerbach gibt diesbezüglich auch was her. Findet man auf wiki.
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von AndreasK » 24.05.2018, 20:57

Hallo Tiana hast du die Ruine bepflanzt, würde mich sehr Interessieren. Ich mag solche Sachen allgemein, des wegen über eine Update würde mich freuen.

MfG AndreasK

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von LazyDaisy » 27.05.2018, 11:36

@Andreas: Hallo Andreas, viel hat sich noch nicht getan. Ich hatte um Ostern beim Sponsor einige Ficus Retusa Jungpflanzen bestellt. Die waren etwas größer als erwartet und erst vor kurzem umgetopft worden, so dass sich keine langen Wurzeln in den Töpfen befanden, wie ich sie für meine "Ruinen/Fels"-Pflanzung gebraucht hätte. Deshalb habe ich sie erstmal am Südfenster wachsen lassen und als unten aus den Töpfen die Wurzelenden raussprießten habe ich mal nachgeschaut und getestet, ob ich meine Ruinenpflanzung damit bewerkstelligen kann. Unter der Erde war allerdings jeweils noch ein gutes Stück Stamm versteckt, so dass die Bäume inkl Äste etwas höher waren als urpsrünglich gedacht. Eigentlich tolle Bonsaijünglinge für das Geld, nur für meine Zwecke etwas groß.

Deshalb konnte ich leider die Pflanzung noch nicht so umsetzen, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Ich konnte allerdings einen Baum bereits über die größere der beiden Ruinen setzen und habe diesen eingepflanzt. Hiervon kann ich ein paar Fotos zeigen.
Ich bin jetzt fleißig in die Stecklingprodution eingestiegen um die restlichen Pflanzen dann nachträglich irgendwann dazu einzupflanzen.
DSC_0318 (2).jpg
DSC_0318 (2).jpg (228.62 KiB) 1049 mal betrachtet
DSC_0319 (2).jpg
DSC_0319 (2).jpg (229.25 KiB) 1049 mal betrachtet
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DSC_0322 (2).jpg (219.5 KiB) 1049 mal betrachtet
Liebe Grüße, Tiana

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von AndreasK » 28.05.2018, 00:00

*daumen_new* ich bin schon gespannt wie das in ein paar Jahren aussieht.
Aber ich glaube das wird was schönes draus werden. Nur weiter so und bitte weiter berichten.
MfG AndreasK

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Andreas Ludwig » 05.06.2018, 15:25

LazyDaisy hat geschrieben:
27.05.2018, 11:36
Ich hatte um Ostern beim Sponsor einige Ficus Retusa Jungpflanzen bestellt. Die waren etwas größer als erwartet und erst vor kurzem umgetopft worden, so dass sich keine langen Wurzeln in den Töpfen befanden, wie ich sie für meine "Ruinen/Fels"-Pflanzung gebraucht hätte. Deshalb habe ich sie erstmal am Südfenster wachsen lassen und als unten aus den Töpfen die Wurzelenden raussprießten habe ich mal nachgeschaut und getestet, ob ich meine Ruinenpflanzung damit bewerkstelligen kann. Unter der Erde war allerdings jeweils noch ein gutes Stück Stamm versteckt, so dass die Bäume inkl Äste etwas höher waren als urpsrünglich gedacht. Eigentlich tolle Bonsaijünglinge für das Geld, nur für meine Zwecke etwas groß.
Es gibt da einen Trick: Viele Bäumchen, auch Fici, bilden lange Wurzeln, wenn man sie dazu zwingt. Das tut man, indem man ihnen ganz mieses Substrat anbietet. Du nimmst eine PET-Flasche oder klebst zwei Blumentöpfe aufeinander und füllst diese «Säule» mit feinem, betont sandigem Substrat. Das mögen Bäume nicht, also wachsen sie tapfer durch bis unten, auf der Suche nach besseren Bedingungen. Nach ein, zwei Jahren kannst du alles rausnehmen und die Wurzeln so auf der Unterlage drapieren, wie du sie möchtest. Drumwickeln, mit Hanfschnur festbinden, warten. Hanfschnur arretiert ausreichend lange, zerfällt aber, bevor sie einwächst. Pilz-Panik ist nicht angebracht, im Wesentlichen verhält sin Hanf wie Torf. Die Wurzeln sollten eine Weile (mindestens eine Saison) mit Substrat oder auch Moos bedeckt bleiben. Der Vorsprung, den man so gewinnt, ist deutlich.

Vielleicht musst du dir aber überlegen, ob Fici die richtige Wahl sind. Genau die wachsen in unseren Breiten nämlich viel weniger als in den Subtropen. Die «Bilder im Kopf», die wir haben, aus Südostchina, Japan, Bali täuschen darum alle. Auch die Überwinterung drinnen ist kein Vorteil. Ich würde eher Hainbuche, Alpen-Johannisbeere, Feldahorn oder solche Arten empfehlen, wenn es um einheimische geht. Bei den «Kalthäuslern» sind asiatische Ulmen, Zelkowen oder auch Granatapfel sehr tauglich. Bloss nicht Potentilla oder Efeu – beide haben keine grosse Lust, lange Wurzeln zu machen.
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Stefan72 » 05.06.2018, 15:58

Die Blattgröße könnte auch interessant sein zu bedenken. Was Andreas vorschlägt kann ich mir auch gut mit Cotoneaster vorstellen. Die kann man leicht auf Zwergenmaß halten und es sieht schnell nach Baum aus; irgendwie sollten die Baumproportionen halt zu den Quadern der Ruine passen. Die Dinger (Cotos..) kosten im Gartencenter nicht viel und es wäre vielleicht eine Versuchsreihe wert?
Freundliche Grüße, Stefan

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Andreas Ludwig » 05.06.2018, 16:11

Cotoneaster sind Bodendecker und verhalten sich auch so. Du hast völlig recht, sie sind geeignet, kleine Gebüsche oder durchaus auch grössere Bäume darzustellen. Ich mag sie nicht mehr so, weil sie diese lackartige Rinde haben (die ja eigentlich kaum eine ist). Sie werden irgendwie nie so recht «alt», im Stamm zwar schon, in den Substämmen und Zweigen dann aber deutlich weniger als etwa Granatapfel oder Alpen-Johannisbeere. Sie wachsen sparrig.

Die Idee ist ja, dass man bei so einer Gestaltung die Illusion erhalten kann, auch im Nahbereich. Da spielt die Art eine extreme Rolle. Es kommt nicht von ungefähr, dass die meisten Waldgestaltungen (hier subsumiere ich Ruinengestaltungen) viel grösser sind, als man denkt im Internet. Baumhöhen von 50 Zentimeter sind da der das Minimum. Man beachte dazu etwa die «Wälder» von Kimura – durchs Band Brummer. Das ist der Detailtreue geschuldet – nicht viele Arten «borken» schön.
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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von Stefan72 » 05.06.2018, 17:12

Man beachte dazu etwa die «Wälder» von Kimura – durchs Band Brummer. Das ist der Detailtreue geschuldet [...]
...eben. Wenn die Ruine die Höhe einer Bionade-Flasche hat, dann ist man bei der Auswahl der Bepflanzung wohl eher auf Arten festgelegt, die man glaubhaft im Maßstab verkleinern kann. Ich muss aber gestehen, dass ich nicht weiß, wie klein man Alpenjohannisbeere oder Granatapfel bekommt, wenn man es drauf anlegt. Den notwendigen Platz vorausgesetzt, tut man sich mit einer gewissen Größe und Tiefe der Gestaltung aber sicher einen Gefallen.
Freundliche Grüße, Stefan

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von LazyDaisy » 07.06.2018, 20:44

@andreas und stefan:
Vielen Dank für eure detaillierten Tipps und Gedanken zu meiner Ruinenbepflanzung, das ist für mich sehr interessant und bestimmt auch für den ein oder anderen Mitleser der ähnliches mal ausprobieren möchte.
Besonders die Erfahrungen über Wurzelwachstum unterschiedlicher Baumsorten sind Gold wert! *daumen_new*
Liebe Grüße, Tiana

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Re: Ruinengestaltung

Beitrag von LazyDaisy » 29.06.2018, 23:21

Ich habe heute den 2. Ruinenteil bepflanzt. Zunächst einmal dürfen die Pflanzen in einer seperaten Schale anwachsen. Ich werde später abwägen, ob ich die beiden Ruinen vereine.
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3.jpg (157.2 KiB) 560 mal betrachtet
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4.jpg (212.77 KiB) 560 mal betrachtet
Hier ein Paar Einblicke, wie es unter der Erde befestigt und positioniert wurde:
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