Kunstgeschwafel

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Lindwurm
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Beitrag von Lindwurm » 10.01.2005, 20:27

ich find den text am anfang des topics hier zu wenig praxisbezogen.
mich stört diese pauschal kritik an "klassischen" bäumen und ich glaube kaum das es gelingen wird,leute die dieser gestaltungsform anhängen als "spiesser" darzustellen.(ums mal übertrieben zu formulieren)

ein wirklich guter bonsai muss das gefühl von einzigartigkeit vermitteln,das alleine entkräftet das ewige "sieht-ja-alles-immer-gleich-aus" argument ,das gegen die klassischen gestaltungen vorgebracht wird.

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holgerb
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Beitrag von holgerb » 11.01.2005, 22:00

Hallo zusammen!

@Thomas:
Ich wollte den nat. Stil nicht auf die Malerei beziehen und aheb das meines Wissens auch nicht getan! Sondern es ging um revolutionäre Neuerungen.
Kunst muß aus meiner Sicht immer Abstraktion in welcher Form auch immer beinhalten.
Damit würdest Du einen Rembrandt beispielsweise als Nicht-Kunst verurteilen? Da wäre ich doch etwas vorsichtiger in der Formulierung.


Gruß

Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel » 12.01.2005, 07:16

Dennis Zitzewitz hat geschrieben: Ich denke Walter hat es immer geschafft seine Meinungen , argumentativ durchzusetzen ...
Nicht wirklich. Walter stellt ein Argument in den Raum und belässt es dabei. Selten nimmt er an den folgenden Diskussionen erläuternd teil. Wie auch hier.
Um es auf den Punkt zu bringen : Jackenzieher nerven. Und das ganz gewaltig.
Helft mir! Des neuen Deutsch ungewaltig, ist mir der Ausdruck 'Jackenzieher' fremd. :cry:
Reiner G.

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Beitrag von Reiner Goebel » 12.01.2005, 07:38

lindwurm hat geschrieben:... ein wirklich guter bonsai muss das gefühl von einzigartigkeit vermitteln,das alleine entkräftet das ewige "sieht-ja-alles-immer-gleich-aus" argument ,das gegen die klassischen gestaltungen vorgebracht wird.
Früher oder später sehen auch 'natürlich' gestaltete [sprich: verhunzte :wink: ] Bonsai alle gleich aus. Ungefähr so, wie alle Chinesen einander ähneln. :roll: :wink:

Wenn man nicht genau hinsieht.
Reiner G.

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mohan
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Beitrag von mohan » 12.01.2005, 09:44

Reiner Goebel hat geschrieben: Nicht wirklich. Walter stellt ein Argument in den Raum und belässt es dabei. Selten nimmt er an den folgenden Diskussionen erläuternd teil. Wie auch hier.
Hallo Reiner,
du wirst es nicht glauben, aber hier kann ich dir ausnahmsweise mal Recht geben (aber das mit den Chinesen geht ja gaaar nicht :evil: :? :twisted: , Reiner!!), ich sehe das inzwischen ähnlich.
In der letzten Zeit, ist mir aufgefallen, dass Walter hier (vielleicht auch dann schon vorher?) scheinbar trollhafte Züge annimmt.

Ein Troll wirft etwas in den Raum, erfreut sich ungemein an den (möglichst) heftigen Reaktionen anderer ohne sich jemals auch nur wirklich ernsthaft einer Diskussion stellen zu wollen.

So gesehen wäre meine persönliche Empfehlung natürlich :

„ Don´t feed the troll!“ :P

Grüße
monika

P.S.
Helft mir! Des neuen Deutsch ungewaltig, ist mir der Ausdruck 'Jackenzieher' fremd. :cry
:
“Jackenzieher” kannte ich bisher auch nicht, ich habe es für mich als etwas eleganter ausgedrückte Form von Ar…..kriecherei gedeutet.

Grüße
monika

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Niko
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Beitrag von Niko » 12.01.2005, 17:00

Etwas als Treibholzstil oder Naturalistischenstil zu bezeichnen reicht nicht, um was neues zu erschaffen!!!!
Dies irritiert den Interessierten und bringt eine gewisse Unruhe, die vom „Erfinder“ auch so gewollt ist.
Das Ergebnis ist oft eine Spaltung der „Lager“, welche bei den traditionellen Gestaltern - und damit ist immer der gestrige gemeint, der morgen, der heutige sein kann – bekanntlich die Mehrheit darstellt.

Sich abzuheben, seine Grenzen zu finden und sie zu durchbrechen ist mit einem gewissen Darstellungsdrang verbunden, der von jedem Neo-Künstler durchbrochen werden muss, bevor er etwas „neues“ erschafft, um es der Welt zu zeigen.

Erst jetzt wird er als Unbekannter erkannt. Erklärungsnot besteht grundsätzlich nicht, da das Neue ohne Regeln bestand hat und dadurch als Kunstobjekt evt. anerkannt wird.
Wenn seine Werke, wie von vielen sehr bekannten Künstlern mit der Zeit akzeptiert werden, wird jede auch so bekannte Regel ignoriert, um das Kunstwerk an sich zu sehen.

Genau hier entsteht das positive oder das negative. Sein sog. fundamentales Konzept lässt feine Kunst oder Kommerz entstehen.
Gegen beides spricht an sich nichts, da bei der f. Kunst der Gegenstand im Vordergrund steht und beim Kommerz niemand gezwungen wird seine Werke zu kaufen.

Seine. neue „Ausdrucksform“, seine neue „Sprache“, sein tiefes seelisches „Befinden“, seine intuitive Herangehensweise bringen Kunstobjekte hervor, die auch der trad. Kunst standhalten, da er jetzt als Künstler
von einer Mehrheit akzeptiert wird.

Trad. o. extravagante Kunst stellt nicht die richtige oder die falsche Kunstform dar, sondern lebt von der anderen Kunstform, so wie SCHWARZ nur neben WEIß bestand hat oder das LEBEN Lebenswert wird, weil der TOD das Gegenpaar darstellt.

Übrigens stellt die Akzeptanz aller Kunstformen einen sofortigen Stillstand jeglicher Kunstform.
Deswegen und nur deswegen sind solche „Auseinandersetzungen „ für den Menschen von Vorteil.

P.S.:Wir müssen die japanische Bonsaikunst genausowenig verstehen, wie die Japaner mittlerweile die europäische Bonsaikunst.
Man kann es aber versuchen.
Das Ergebnis sollte verblüffend sein!!!!!

gruß

Niko

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Tom E.
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Beitrag von Tom E. » 12.01.2005, 17:17

Amen..... *engel*

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Dennis Zitzewitz
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Beitrag von Dennis Zitzewitz » 13.01.2005, 13:19

Reiner Goebel hat geschrieben:
Dennis Zitzewitz hat geschrieben:
Helft mir! Des neuen Deutsch ungewaltig, ist mir der Ausdruck 'Jackenzieher' fremd. :cry:
Ist aber doch ein herrliches Bild, wie ich finde *kiss*
Dennis Zitzewitz
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Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel » 14.01.2005, 08:40

mohan hat geschrieben:
Reiner Goebel hat geschrieben: Nicht wirklich. Walter stellt ein Argument in den Raum und belässt es dabei. Selten nimmt er an den folgenden Diskussionen erläuternd teil. Wie auch hier.
Hallo Reiner,
du wirst es nicht glauben, aber hier kann ich dir ausnahmsweise mal Recht geben.

Ich glaube es schon. Was das 'ausnahmsweise' betrifft: ich bin mir gewiss, dass Du noch dazu lernen wirst. :wink: :wink:
(aber das mit den Chinesen geht ja gaaar nicht :evil: :? :twisted: , Reiner!!)
Natürlich nicht. Man muss nur manchmall dicker auftragen, um selbst bei den Groberen anzukommen.

Auweia! Jetzt gehe ich wieder besser für zwei Wochen in Urlaub. :wink:
Ich sehe das inzwischen ähnlich.
In der letzten Zeit, ist mir aufgefallen, dass Walter hier (vielleicht auch dann schon vorher?) scheinbar trollhafte Züge annimmt.

Ein Troll wirft etwas in den Raum, erfreut sich ungemein an den (möglichst) heftigen Reaktionen anderer ohne sich jemals auch nur wirklich ernsthaft einer Diskussion stellen zu wollen.

So gesehen wäre meine persönliche Empfehlung natürlich :

„ Don´t feed the troll!“ :P
Hm.

Ich weiß nicht, ob ich soweit gehen würde. Walters Anregungen verdienen es schon, diskutiert zu werden. Nur wäre es hilfreich, wenn er seine manchmal extrem erscheinenden Postulate in der folgenden Diskussion mit überzeugender Wortgewalt verteidigen würde.

Helft mir! Des neuen Deutsch ungewaltig, ist mir der Ausdruck 'Jackenzieher' fremd. :cry
“Jackenzieher” kannte ich bisher auch nicht, ich habe es für mich als etwas eleganter ausgedrückte Form von Ar…..kriecherei gedeutet.
OK. Wenn Ar…..kriecherei eleganter ausgedückt werden kann. :wink:
Reiner G.

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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. » 15.01.2005, 09:16

holgerb hat geschrieben: Damit würdest Du einen Rembrandt beispielsweise als Nicht-Kunst verurteilen? Da wäre ich doch etwas vorsichtiger in der Formulierung.
Auch das ist ein falsches Beispiel, denn auch er hat in seinen Bildern
das Gesellschafts- und Menschenbild seiner Zeit kompensiert mit seinen in diesem Fall realistischem Stil.
Natürlich brauchten damals die Künstler auch Geld und lieferten eine Menge
"naturalistischer" Porträts namhafter Leute. Nur auch da wurden viele Zeichen der Zeit hineingepackt. Und das machte den Unterschied zu den tausenden Potrait und Landschaftsmalern dieser Zeit, die , da es ja damals noch keine Fotographie gab, nur das Gesehene abmalten.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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Beitrag von holgerb » 16.01.2005, 19:33

[/quote]Natürlich brauchten damals die Künstler auch Geld und lieferten eine Menge
"naturalistischer" Porträts namhafter Leute. Nur auch da wurden viele Zeichen der Zeit hineingepackt. Und das machte den Unterschied zu den tausenden Potrait und Landschaftsmalern dieser Zeit, die , da es ja damals noch keine Fotographie gab, nur das Gesehene abmalten.



.
Kunst muß aus meiner Sicht immer Abstraktion in welcher Form auch immer beinhalten.
Ich kann nichts revolutionäres daran entdecken , wenn jemand sagt ,
geht ins Hochgebirge, so sehen die Bäume dort aus.
Dann kann ich sie mir gleich im Gebirge ansehen und brauche mir nicht die Kopie dessen betrachten und sei sie noch so gut gemacht.

Thomas!
..und selbst ein Photograph nennt das was er macht "Bildkomposition", auch wenn er die Landschaft "nur" abphotographiert!!!...

Mensch Meier, hier wird aber auch jedes Wort im Mund umgedreht! :evil:
Da können wir uns gleich fragen, warum wir den Schei...(zensiert) machen und zu welchem Zweck!
Ich mache das, weil ich Spaß an Bäumen habe und keinen Garten und deshalb nur kleine Bäume gestalten kann, außerdem kann ich auf diese Weise mehr Bäume gestalten und dazu auch noch ganz verschiedene. Was die Japaner machen, interessiert mich nicht, auch wenn sie's erfunden haben. Im Prinzip interessiert mich auch nicht, ob meine Bäume irgend ein Schnösel als Kunst bezeichnet oder nicht. Mich interessiert, daß mir die Bäume gefallen (und meiner Frau vielleicht auch noch) und vor allem: daß sie überleben. Und Du weißt was das heißt, wenn man mal in anderen (Anfänger-) Foren stöbert und immer wieder auf die gleichen bekloppten Fragen stößt! "Warum hat meine Serissa so komische Blätter?" - Der Ficus nebenan hat einen Witz erzählt!

Tschuldigung, ich hab' die Grippe, da gehen schon mal die Emotionen durch!

Wir waren ja bei Kunst:
Auch heutige Landschaftsmaler, Bonsaigestalter und Landschaftsphotographen geben ihrer Komposition eine persönliche Note indem sie eine ganz bestimmte Stimmung in ihr Kunstwerk bringen.
Glaub es oder lass' es, das ist jedenfalls meine Überzeugung und ich halte es nicht für unpassend den naturalistischen Stil in einem Atemzug mit dem Kubismus zu bringen! (das wäre doch mal eine Idee für einen Bonsai! Alle Etagen müssen vieleckig aussehen! :lol: )

Holger

(und dabei habe ich nur Halstabletten gelutscht!)

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Beitrag von holgerb » 16.01.2005, 19:35

Ups!
Da is wohl was mit den Zitaten durcheinandergerutscht!

Das Zitat, ist mein ei´gen Fleisch und Blut, alles andere von Thomas P. zitiert!

Sorry!


Ich gehe wohl doch besser wieder ins Bett

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Beitrag von Thomas P. » 16.01.2005, 23:22

holgerb hat geschrieben:Ups!
Ich gehe wohl doch besser wieder ins Bett
Besser so!

Das Du und ich Bonsai aus Spaß an der Sache betreiben und es sch.-egal ist, ob das jemand als Kunst oder was immer bezeichnet, ist nicht das Thema...,
aber mit dem "Wort im Mund umdrehen" hast Du schon recht!
Die Diskussion wird langsam fruchtlos.
Gute Besserung!
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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Beitrag von holgerb » 17.01.2005, 12:33

Danke!

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Beitrag von Anja M. » 04.04.2005, 11:55

Den laß ich jetzt wieder frei, da das Thema eigentlich in anderen Beiträgen fortgeführt wurde.
73 Anja

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