Konkavzange...?

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ixus
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Beitrag von ixus » 10.06.2005, 00:38

hi
ich finde das ganze werkzeug für die bäume erlicherweisse überhaubt nicht teuer !
@donaurieder
Also bleibt Platz eins :
Egal bei welchen Messer- oder Werkzeugstählen sind die Japaner kaum zu schlagen !
Und auch hier gilt : Einmal gutes Werkzeug kaufen, schont Nerven und Geldbeutel !

genau so sieht es aus
ich bin friseur ,und habe schon sehr viele scheren besessen,aber noch keine war so lange scharf wie meine jetzige japan schere,seit 8 jahren in benutzung !!
preiss 760€

sorry ,aber bonsai werkzeug ist gegenüber haarschneide material ein superschnapp.

gruss gerhard
wer nen rechtschreibfehler findet ,darf ihn behalten :)


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flu
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Beitrag von flu » 10.06.2005, 01:30

Hi ixus,
verbessere mich wenn ich da was missverstanden habe. Du bist Friseur und schneidest die Haare deiner Kunsdschaft mit Bonsaischeren?
Das ist ja total schrill - ich glaube wenn das hier publik wird, dann wirst du wohl bald mit einem festen Kundenstamm rechnen können - wenn sich so nach und nach Deutschlands Bonsaianer-Szene in deinem Laden trifft, um sich bei dir z.B. eine frei aufrechte Dauerwelle drahten zu lassen.

Das ist ja wohl das coolste überhaupt!

"Der Formschnitt für Herrchen UND Baum "
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Detlef
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Beitrag von Detlef » 10.06.2005, 10:16

A.Mittig hat geschrieben:...Allein was es in den gängigen Internet-Bonsaishops so an Chinazangen gibt und wie die sich unterscheiden; sind das alle dieselben oder gibt es da noch Unterschiede? keine Ahnung...Gruß, arne
Hallo Arne,

die in Deutschland erhältlichen China-Werkzeuge sind zu 95% alle aus einer kleinen Werkstatt. Die restlichen 5% statten aus diversen Quellen, z.T. erstaunlich gut, z.T. nicht brauchbar.

Bei dem Werkzeug aus dieser Werkstatt (siehe Bilder) gibt es Werkzeug, mit dem ich sehr viel arbeite und was für den Normalverbraucher sehr gut seinen Zweck erfüllt. Dazu gehört z.B. die Mittelgroße Knospenzange (= Runde Konkavzange). Selbst bei Bäumen mit sehr weichem Holz (d.h. wo ein sauberer Schnitt schwer zu führen ist, z.B. Zelkova serrata) nehme ich sie ständig und es ist kein Unterschied zu vergleichbaren Zangen aus Japan festzustellen. Weder bei der Pflege des Werkzeugs noch bei der Benutzbarkeit.

Es gibt einen wichtigen Unterschied - der Preis ist üblicherweise deutlich niedriger.

Damit will ich nicht gesagt haben, das es in Japan nicht besseres Werkzeug gibt !

Allerdings muß man eines deutlich sagen: Ob das China-Werkzeug gut ist oder nicht, hängt von deinem Händler ab. Bei jeder Lieferung ist 10-20% Schrott dabei. Den sollte man wegschmeissen und nicht verkaufen.

Außerdem gibt es aus dieser Serie Werkzeuge, die nicht empfehlenswert sind: Dazu gehören z.B. die Kleine Konkavzange und die kleine Knospenzange. Die sind zu verspielt und wenn man mehr als 5 Bonsai hat, sollte man die nicht kaufen.
Dateianhänge
China Werkzeug Kleine Konkavzangen nieten.jpg
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China Werkzeug Kleine Konkavzangen vor dem Nieten.jpg
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China Werkzeug Scheren nieten.jpg
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China Werkzeug Scheren vor dem Nieten.jpg
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China Werkzeug Oberflächenbehandlung.jpg
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China Werkzeug Scheren anschleifen.jpg
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China Werkzeug Rostentfernung.jpg
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China Werkzeug Rohlinge.jpg
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Viele Grüße

Detlef

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jost
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Beitrag von jost » 10.06.2005, 11:03

Hallo zusammen,

ich habe mir letztes Jahr im Bonsai-Vesandhandel erstmalig Zangen und Scheren aus China gekauft (unteres Preissegment), quasi zum Ausprobieren.

Ergebnis:

Schere 1 - verbogen
Schere 2 - abgebrochen
Konkavzange - verzogen (Schneiden treffen nicht mehr aufeinander)
Knospenzange - verzogen (Schneiden treffen nicht mehr aufeinander)

Fazit:

Ich werde mir neues Material in besserer Qualität kaufen und komme mal wieder zu der Erkenntnis: Kompromisse in der Qualität sind letztendlich am teuersten!!

Wenn ich bedenke, dass so eine billige Schere auch ca. 12,- € gekostet hat werde ich wütend auf mich selbst.
Kein Vergleich zu meiner Felco für umgerechnet 40,-€ (damals 40,-DM), die mir seit 20 Jahren die Treue hält und tausende von z.T. heftigen Schnitten ausgeführt hat. Ist jedoch leider meistens nur was für's
Grobe.

Gemessen an der Qualität und dem Schneidekomfort halte ich die Bonsaischeren für deutlich überteuert (habt Ihr Euch schon mal beim Zusammenschlagen der Bügel bei einem starken Schnitt die Finger geklemmt? Passiert bei einer Felco nie!!). Einzig Konkav- und Rundzangen sind aufgrund ihres einzigartigen Schnittbildes ansatzweise ihr Geld wert.
Gruß, Joachim

ixus
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Beitrag von ixus » 11.06.2005, 01:17

hi flu

jepp kommt alle zu mir ,bei mir gibts auch kaskaden ponni und fetten nebari nacken!!

:-)


schnittige grüsse
gerhard
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flix
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Beitrag von flix » 17.06.2005, 18:00

Jetzt bin ich hier immernoch bisl am rumschaun :)

Ich wollte nochmals fragen was die unterschiedlichen Einsatzbereiche für die runde und gewölbte Konkavzange ist.

(Meine Einschätzung : Die runde sieht aus wie eine Knospenzange wobei die gewölbte dazu vielleicht auch fähig ist...die runde ist vermutlich eher für kleinere Äste wie die gewölbe...!? bitte verbessert mich! :)
)

Felix

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A.Mittig
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Beitrag von A.Mittig » 18.06.2005, 09:03

...danke für die fotos, Detlef! Sehr interessant!
Ich habe übrigens eine kleine Knospenzange aus Deinem Shop :wink: bei meinen drei Minibäumen ist die aber ganz gut zu gebrauchen...

Hätte noch ein paar Fragen zu den Zangen in Deinem Shop, aber das Forum hier ist vielleicht nicht der ricjhtige Ort... :)

Gruß, arne

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Kurt Gagel
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Beitrag von Kurt Gagel » 18.06.2005, 12:30

Also es kommt immer darauf an was man machen will, gutes Werkzeug heißt nicht teures Werkzeug. Ich habe mir vor 8 Jahren bei Horst Krekeler ein Set für 50 - 60 DM gekauft, mittlerweile ergänzt durch eine größere Konkavzange, aber das Set ist immer noch in gebrauch und dank Pflege auch noch scharf. Edelstahlwerkzeug ist meines erachtens nicht notwendig da kann man sich lieber ein Bäumchen kaufen. Habe bei vielen Bonsaianern eher Normales statt "Veredeltes Werkzeug" gesehen.
Ich finde eine Konkav und eine Knospenzange sollten sein, alles andere kann durch andere Werkzeuge ersetzt werden.
Gruß Kurt!

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