Indoor Britta

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Britta
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Beitrag von Britta » 08.08.2008, 19:27

Ja, das hatte ich auch vor. Mir scheint, dass das auch den Austrieb der Achselknospen sehr fördert, also auch der weiteren Verzweigung dient. Wo ein Blatt entfernt wird, regt sich die darunterliegende Knospe. Jedenfalls jetzt zur Wachstumszeit. In Ruhezeiten muss man da etwas aufpassen, da kann es passieren, dass das große Blatt weg ist und nichts neues kommt, dann ist der Zweig kahl.


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Beitrag von Britta » 03.10.2008, 17:35

Ich habe heute mal eine Drahtorgie gestartet und den Baum fast ganz durchgedrahtet und dabei auch gleich eine ganze Menge weggeschnitten. Das mache ich sonst nie, immer nur mal hier ein Ast und da ein Zweig. Aber ich habe das Gefühl, als wenn ich inzwischen "reif genug" bin für sowas. :lol:

Jetzt bin ich nur total unsicher, ob ich das auch richtig gemacht habe. Nicht von wegen der Technik, die ist bestimmt grauslig, das habe ich noch nicht gelernt, das kommt hoffentlich noch im AK. Nein, ich mache mir Gedanken, ob ich dem Baum die Form gegeben habe, die in ihm steckt, oder ob ich ihm nun was aufgezwungen habe. Ob ich den Charakter, den er vorher hatte, nicht unterstrichen und herausgearbeitet, sondern im Gegenteil zerstört habe. Ich bin vor lauter Drahten und Biegen ganz blind und kann das nicht mehr sehen.

Leider sind mir zwei Äste angeknackst, ich hab sie auf dem 3. Bild markiert. Ich hoffe, dass die wieder zusammenwachsen, ansonsten habe ich ein Problem.

Außerdem überlege ich, ob ich den Baum beim nächsten Umtopfen nicht doch wieder zurückdrehe, so wie auf Bild 4. Was meint ihr?
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Beitrag von Wothan » 06.10.2008, 11:25

hallo britta,

du hast dem baum nichts aufgezwungen. was mir auffällt ist, dass die oberen äste noch ziemlich lang sind. möchtest du den baum als kugel gestalten ist das ok, soll er aber keine kugel werden, dann würde ich ein paar äste im oberen bereich zurückschneiden so dass eine verjüngung entsteht. was die gebrochenen äste angeht hoffe ich, dass du gleich, nach dem ausbluten der wunde, ein wundverschlussmittel aufgetragen hast... wäre schon hilfreich. würden die äste absterben hätten wir ein problem, aber kein unlösbares. irgend wie würde man auch dann eine lösung finden.

gruß

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Beitrag von helge4u » 07.10.2008, 17:50

Britta hat geschrieben:Ich habe heute mal eine Drahtorgie gestartet und den Baum fast ganz durchgedrahtet
Hi Britta,
Draht wächst beim Ficus schneller ein als man glauben will. Also kontrolliere öfter mal sorgfältig, ob er irgendwo schon in die Rinde einschneidet. Ich habe vor 2 Monaten einen Ficus verschenkt, bei dem zwei dickere Äste gedrahtet waren. Als ich die Leute letzte Woche besucht habe, konnte ich den Draht nur noch mit Mühe entfernen - man sieht jetzt aber hässliche Rillen.
Grüße aus Hattersheim,
Helge

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Beitrag von Britta » 07.10.2008, 18:28

Wothan hat geschrieben:du hast dem baum nichts aufgezwungen.
Da bin ich aber froh!
was mir auffällt ist, dass die oberen äste noch ziemlich lang sind. möchtest du den baum als kugel gestalten ist das ok, soll er aber keine kugel werden, dann würde ich ein paar äste im oberen bereich zurückschneiden so dass eine verjüngung entsteht.
Ja, das hast du gut erkannt, das ist tatsächlich ein Problem. Zwar soll der Baum tatsächlich einigermaßen kugelig werden, aber trotzdem finde ich auch die oberen Äste zu lang. Aber viel mehr zurückschneiden, als ich es schon getan habe, geht nicht mehr, da sind nur jeweils drei oder vier sich auffächernde Zweige mit jeweils nicht mehr als zwei Blättern. (Falls wir dieselben Äste meinen. Aber eigentlich sind im Moment alle Äste so aufgebaut.) Was soll ich davon noch wegnehmen? Ficus treibt ja kaum noch aus, wenn er gar keine Blätter mehr an einem Zweig hat. (Es sei denn, man schneidet wirklich ALLES ab, aber das habe ich in diesem Fall ja nicht.) Ich hoffe jetzt auf Neuaustrieb und dass ich die Äste dann immer weiter verkürzen kann.
was die gebrochenen äste angeht hoffe ich, dass du gleich, nach dem ausbluten der wunde, ein wundverschlussmittel aufgetragen hast... wäre schon hilfreich.
Ja, habe ich so gemacht. Und die Bruchstellen einigermaßen abgestützt, dass sie nicht durch das Eigengewicht noch heruntergezogen werden. Ich fürchte mich allerdings vor dem Entdrahten in einigen Wochen - dann sind die Stellen bestimmt noch nicht richtig verheilt.
würden die äste absterben hätten wir ein problem, aber kein unlösbares. irgend wie würde man auch dann eine lösung finden.
Ja, hast recht, so sehe ich das eigentlich auch. Wäre aber trotzdem schade drum.


helge4u hat geschrieben:Draht wächst beim Ficus schneller ein als man glauben will. Also kontrolliere öfter mal sorgfältig, ob er irgendwo schon in die Rinde einschneidet.
Ja, ich weiß, ich bin auch immer wieder erstaunt, wie schnell das geht. Deshalb macht man das bei Ficus ja auch eigentlich nicht so gern. Mal schauen, was davon wirklich hält und was einfach wieder zurückwandert, wenn der Draht ab ist. Wir gehen hier ja noch zur Schule, da muss man auch mal ein bisschen herumexperimentieren. :)

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Wothan
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Beitrag von Wothan » 08.10.2008, 15:47

hallo britta,

lass den baum jetzt erst mal wachsen und beobachte wie er sich entwickelt. zurückgeschnitten ist gleich. was den draht angeht würde ich ihn in dem bereich der bruchstelle auf keinen fall abwickeln sondern, wie man es normalerweise macht, in kleinen stücken abschneiden. so kannst du sicher sein, dass du durch das abwickeln keinen unnötigen druck auf die "bruchstelle" bringst.

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Beitrag von Stefan_E » 08.12.2008, 11:37

Wothan hat geschrieben:hallo britta,

alle blätter die dir zu groß erscheinen schnedest du ab. im moment teste ich das an einem meiner bäume. wenn ich die großen blätter weg nehme, konzentriert sich die kraft mehr in die dahinterliegenden. meistens befinden sich die großen blätter an der spitze, so dass nach einem abschneiden dieser die kraft weiter nach hinten gelenkt wird. bei mir funktioniert das einwandfrei. ich schneide regelmäßig die großen blätter raus. das ergebnis, jede menge kleine blätter.
Klingt logisch, nur funktioniert diese Methode auch wenn man die Pflanzen während dieser Zeit düngt?! Ich verwende einen 0 8 15 Pflanzendünger mit einer Zusammensetzung von 6-3-6. Ich dachte, dass der Stickstoff im Dünger die Pflanzen zu stärkerem Wachstum + größeren Blättern anregt oder liege ich falsch?!
Kommt es bei der Blattgröße lediglich auf die Lichtverhältnisse drauf an?!

@ Britta: Was haltest du von diesem Virtual ?! Würd mir persönliche besser gefallen bei deinem Bäumchen.

lg, Stefan
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Beitrag von Wothan » 08.12.2008, 12:10

1000

.....eintausend mal im bff geschrieben.....

hallo stefan,

die methode sollte auch funktionieren wenn du durchdüngst. wenn du wenig licht hast, werden die blätter auch größer. wenn du die großen blätter entfernst, vermehrt sich aber auch die blattmasse, weil du im hinteren bereicht austriebe bekommst. wenn du eine größere blattmasse hast (mit vielen kleinen blättern) benötigt der baum keine großen blätter....

ja, so die theorie.... funktioniert bei mir ganz gut. versuch es ganz einfach.

gruß
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Beitrag von Britta » 09.12.2008, 11:34

Hallo Stefan,

danke für das tolle Virtual! Also du meinst, eher rund als so in die Breite, ja? Das gefällt mir sehr gut. (Bis auf die glatte "Fraßkante" unten. :-) Da würde ich ihn gern mehr "aushängen" lassen, weil es doch ein "weeping fig" ist. Aber das ist auch eine Frage der Größe, glaube ich. Dazu müsste er wohl noch eine ganze Ecke größer sein, damit das wirklich glaubwürdig wird.)

Zwei Probleme sehe ich aber bei deiner Variante, eine mehr prinzipielle und eine wegen meines mangelnden Könnens. Das prinzipielle Problem ist, dass der Baum im Inneren sehr schnell verkahlt, wenn er so dicht belaubt ist. Er sah ja schon manches Mal wenigstens annähernd so dicht aus wie auf dem Virtual, meine anderen Benjaminas auch, aber sie sind alle ziemlich kahl im Inneren.

Und das andere Problem ist die Spitze. Das habe ich auch bei meinen anderen Bäumen. Ich kriege einfach keine vernünftigen Spitzen hin. Oben muss man ja immer ziemlich stark zurückschneiden, weil Ficus benjamina da so stark wuchert. Aber ich schaffe es einfach nicht, die Spitze im Zaum zu halten, ohne dass es oben ganz platt wird. (Ich habe mal spaßeshalber eine kleine Dokumentation zusammengestellt, um für mich selbst die Entwicklung besser auf einen Blick zu haben, da kann man das ganz deutlich sehen, wie er oben immer platter wurde.)

Was das innere Verkahlen angeht, so habe ich es dieses Jahr ja zum ersten Mal mit einem Blattschnitt versucht, leider nur mit mäßigem Erfolg, wie ich finde. Ich glaube, ich werde ihn zum Frühjahr hin einmal ordentlich zurückschneiden, und dann werde ich die Form anstreben, die du mit deinem Virtual vorgeschlagen hast, also mehr rund. Zum Glück hat das in die Breite Drahten nichts gebracht, die Äste sind schnell wieder zurückgewandert! :-)

Was das Düngen und die Blattgröße angeht: meine Bäume werden so gut wie nie gedüngt, jedenfalls nicht mit Flüssigdünger, weil ich mich jedes Mal über die riesigen Blätter ärgere, die zwei Wochen später kommen. Ich weiß nicht, ob ich den falschen Dünger oder die falsche Konzentration nehme? Bei organischem Dünger passiert das nicht. Aber weil der so stinkt, gibt es den nur ein oder zwei Mal im Jahr.

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Beitrag von Stefan_E » 09.12.2008, 11:57

Organischer Dünger hat meines Wissens nach einen sehr hohen Stickstoffanteil und müsste von daher mindestens gleich große Blätter liefern.
Ich denke die Methode, große Blätter gleich herauszuschneiden, bringt in der Hinsicht viel mehr.
Und Blattgröße hängt stark von den Lichtverhältnissen ab!
Naja ich werds ab nächsten Frühjahr selbst mal probieren und dann natürlich immer wieder mal einen kleinen Bericht posten.

lg, Stefan

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Beitrag von Britta » 09.12.2008, 12:07

Stefan_E hat geschrieben:Organischer Dünger hat meines Wissens nach einen sehr hohen Stickstoffanteil und müsste von daher mindestens gleich große Blätter liefern.
Aber organischer Dünger wird nicht so schnell aufgenommen wie flüssiger, soweit ich weiß, das verteilt sich über einen längeren Zeitraum, die Konzentration ist also alles in allem niedriger. Jedenfalls werden dabei die Blätter an meinen Bäumen nicht so sprunghaft größer wie bei Flüssigdünger. Der Dünger, den ich verwende, hat eine Zusammensetzung von 6-6-6. Den gab's aber zuletzt im Juli oder August (wenn ich lange lüften kann!).

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Beitrag von Stefan_E » 09.12.2008, 12:13

Mein Flüssigdünger hat eine Zusammensetzung von 6-3-6.
Konnte mich bis jetzt über zu große Blätter nicht beklagen. Im Sommer hat meine Urlaubsvertretung die Pflanzen jedoch 2 Wochen im Juli abgeschattet ( :( ). Naja das Resultat waren dann viel zu große Blätter, aber diese werden im kommenden Frühjahr sowie alle entfernt.

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Re: Indoor Britta

Beitrag von Stefan_E » 08.03.2009, 17:57

Hallo Britta!!
Wie geht es deinem Bäumchen?! Gibt es bald ein Frühjahrsupdate?!

lg, Stefan

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Re: Indoor Britta

Beitrag von Britta » 10.03.2009, 12:28

Hallo Stefan,

danke der Nachfrage! Leider ist der Ficus, den ich in dieser Klasse vorgestellt habe, mit am schlechtesten von meinen Bäumen durch den Winter gekommen. Die anderen hatten schon 2 Wachstumsschübe, aber dieser hier muckelt so ein bisschen vor sich hin. Ich glaube, er muss umgetopft werden, das letzte Umtopfen ist ziemlich genau 2 Jahre her. Und dabei werde ich ihn kräftig zurückschneiden, damit er innen nicht noch mehr verkahlt. Das ist überhaupt ein Problem, das ich bei allen meinen Bäumen habe.

Ich werde nachher mal Bilder machen, das sagt mehr als Worte. :-)

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Re: Indoor Britta

Beitrag von Britta » 10.03.2009, 15:33

So, hier ein Bild von heute.
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