Ficus Stefan

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Holger
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Beitrag von Holger » 06.10.2008, 12:24

Habe, kaum dass ich ihn von draußen reingeholt habe, beim meinem Ficus-Wäldchen sofort wieder Ärgen mit diesen Biestern gehabt, deswegen immer ein Auge drauf!

Neem-Emulsion hilft aber immer, und regelmäßiges Übersprühen mit Wasser auch.

Gruß
Holger

P.S. Dieses Jahr hatte ich - weswegen auch immer - sowieso etwas Stress mit Spinnmilben, auch an Zimmerpflanzen, die eigentlich immer unempfindlich waren....

P.P.S. Der Ficus macht sich gut...

Britta
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Beitrag von Britta » 07.10.2008, 18:39

Meine Bäume stehen ja das ganze Jahr drinnen, und ich habe immer irgendwo ein paar Viecher. Ich betrachte mich als ihr natürlicher Feind - immer, wenn ich eins sehe, wird es plattgemacht. :) So erwische ich zwar nie alle, aber die Sache bleibt doch immer im Gleichgewicht. Und wenn es doch mal zu viel wird, gibt's was mit der Dusche. Auf diese Weise habe ich noch nie irgendwelche anderen Mittel verwenden müssen. Geht aber natürlich nur, wenn man nur so ein paar Bäume hat wie ich.

Stefan, sehe ich das richtig, dass du einige Äste ohne Schutzpolster abgespannt hast?

Stefan_E
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Beitrag von Stefan_E » 08.10.2008, 11:03

Die Schutzpolster habe ich bei diesem Ficus mal weggelassen. Normalerweise gebe ich immer welche auf die Äste damit der Draht nicht einwächst, aber bei diesem Ficus wird der Draht nicht lange dran bleiben, deshalb verzichtete ich auf die Polster.

Britta
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Beitrag von Britta » 09.10.2008, 17:16

Dann bin ich mal gespannt, ob die Äste die neue Position dann halten. Sie sind ja noch relativ dünn, da könnte das was werden.

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Beitrag von Stefan_E » 07.12.2008, 17:38

Da nach meinem letzten Update doch ein wenig Zeit vergangen ist wollte ich mal wieder 1 oder 2 Bilder vom derzeitigen Zustand hochladen :wink: .

Der Gesundheitszustand des Ficus ist sehr gut! Ein paar Spinnmilben musste ich aufgrund der trockenen Luft bereits entfernen, war aber nicht weiter schlimm.
Da die Lichtverhältnisse sehr spärlich sind (Westfenster) hat sich an der Größe bzw. an der Laubmasse noch nichts geändert :( , im Gegensatz dazu haben die beiden Bäumchen bei meiner Freundin schon wieder ein 1/3 ihrer Blattmasse dazugewonnen :shock: .
Leider weis ich jetzt nicht genau wie ich diesen Winter vorgehen soll?! Zuwachs, dafür große Internodien und im nächsten Frühjahr einfach wieder zurückschneiden oder die Heizung nicht besonders aufdrehen :roll: .
Zweitere Variante würde meine Freundin bestimmt nicht allzu glücklich stimmen ... 8)
Da meine Bäumchen alle ziemlich zentral über einem Heizkörper stehen habe ich 4 Plastikbehälter um die Luftfeuchtigkeit etwas zu erhöhnen. (bin nur 3 Tage pro Woche bei mir zuhause und kann deshalb nicht jeden Tag sprühen!!!).
Heute habe ich mal ein wenig Grünpflanzendünger (6-3-6 NPK) hinzugegeben da bei meinem Ficus Ginseng 2 Blätter gelb wurden und abfielen (vermutlich aber aufgrund der schlechten Lichtausbeute)...vielleicht wird der Jänner ja etwas sonniger :D .

Ach ja. Den ersten Ast rechts habe ich letzte Woche mal ein wenig gedrahtet um ihn etwas kompakter zu halten. Wird im Frühjahr natürlich alles wieder etwas anders werden da ich bestimmt stark zurückschneiden muss.

Bei der Gestaltung bin ich mir auch nicht mehr ganz sicher ob ich meine erste Variante wählen werde. Muss das Virtual wohl noch mal etwas überarbeiten, da ich auf grund der bereits vorhandenen Rückseitenäste wohl eine geschlossenere Variante bevorzugen werde.
Die große Schnittstelle ist leider nocht nicht zufriedenstellend verheilt.
Das Virutal habe ich noch einmal überarbeitet! Der baum soll doch etwas breiter werden.

lg aus Wien, Stefan
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Wothan
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Beitrag von Wothan » 08.12.2008, 09:41

hallo stefan,

über die wintermonate würde ich nichts an dem baum machen. nur wachsen lassen. dein virtual sieht mal richtig gut aus. wenn du den baum in diese richtung bekommst, dann kann ich nur sagen: hut ab.

um den kleinen biestern vorzubeugen musst du wirklich schauen, dass ausreichend luftfeuchtigkeit vorhanden ist.....das können die kleinen teufel nicht leiden.

übrigens, der baum sieht richtig gesund aus.

gruß
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Beitrag von Britta » 08.12.2008, 10:54

Stefan_E hat geschrieben: Leider weis ich jetzt nicht genau wie ich diesen Winter vorgehen soll?! Zuwachs, dafür große Internodien und im nächsten Frühjahr einfach wieder zurückschneiden oder die Heizung nicht besonders aufdrehen :roll: .
Ja, vor diesem Problem stehe ich auch jedes Jahr wieder. Da Heizung runterdrehen bei uns auch nicht in Frage kommt, wachsen die Bäume also. Aber wie?! Große Blätter, lange Internodien ... Und ich weiß bis heute nicht so genau, was besser ist: zwischendurch immer mal zurückschneiden, damit nicht alles so zuwuchert und innen verkahlt? Oder tatsächlich Augen zu und durch bis zum Frühjahr?

Was aber auf jeden Fall klar ist: die Spitze muss jetzt erst mal frei wachsen dürfen! Dann wird auch die Schnittstelle bald besser aussehen.

Dein Virtual sieht wirklich klasse aus. Aber ich könnte mir vorstellen, dass man den linken Seitenstamm noch beser hervorheben könnte. Ich finde, der ist das Highlight deines Baumes.

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Beitrag von Stefan_E » 08.12.2008, 11:05

Danke für die lobenden Worte :D .
Hätt da noch eine Frage: Ich bin ab FR 3 Wochen und im Februar 4 Wochen in Tirol (gießen übernimmt derweil meine Freundin bzw. ein Freund).
Um das Wachstum etwas anzuregen hätte ich mir überlegt 1 Pflanzenlampe für meinen Ficus Benjamina + Ginseng zu kaufen. (könnte sie direkt über beide Pflanzen aufhängen)
Ich habe zwar im Forum schon ein paar Beiträge zu diesem Thema gefunden und auch gelesen, wollte jedoch noch einmal speziell auf Ficus Sorten eingehen.
Empfiehlt es sich solch eine Lampe zuzulegen und welche müsste es dann sein?! Müsste diese dann wirklich 16h am Tag an sein oder genügen 8h auch?! Find ich etwas übertrieben wenn sie nur zur Unterstützung dienen soll. Eine Leuchtstoffröhre kann ich leider nicht montieren, daher fällt diese Variante schon einmal weg.

Ohne Zusatzbeleuchtung würde ich die Heizung in dieser Zeit komplett ausschalten und hätte so hoffentlich eine Ruhephase für die Pflanzen erreicht um mir zumindest die sinnlos langen Internodien zu ersparen.

lg, Stefan

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Beitrag von Stefan_E » 09.12.2008, 11:21

Hab mich mal etwas umgesehen was solche Lampen anbelangt und bin auf diese Seite gestoßen:

http://www.sparlampen.at/Megaman_Pflanzenlampen.html

Werde mir wahrscheinlich dieses Pendelset zulegen:
http://www.sparlampen.at/img/Megaman_Flowerpower.pdf

Mehr als 6h würd ich die Lampe aber nicht laufen lassen, vielleicht von ca 11h weg.

Da ich jetzt über Weihnachten nach Tirol fahre werde ich den Versuch erst ab mitte Jänner starten können. Bin schon gespannt ob sich ein positiver Zuwachs erzielen lässt.


lg, Stefan

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Beitrag von Stefan_E » 15.12.2008, 23:22

Da mir der derzeitige Topf viel zu schwer und groß vorkommt (ist immer noch der Tontopf indem ich den Ficus geborgen habe), möchte ich den Ficus im Frühjahr gerne in einen etwas kleineren Plastiktopf umpflanzen und eventuell den Wurzelballen etwas zurückschneiden.
Die große Schnittwunde ist auch nicht so verheilt wie erhofft und außerdem viel zu flach angesetzt.
Die Wunde würde ich folgendermaßen überarbeiten. Der blau eingezeichnete Strich zeigt den kleinen vorhandene Kallus der sich bis jetzt gebildet hat.
Auf der rechten Seite hat sich leider überhaupt kein Kallus gebildet da ich den Schnitt wohl äußerst stümperhaft angesetzt habe! :(
Ich hätte nun geplant die Wunde nochmals mit einem kleinen Fräser zu überarbeiten damit ich eine bessere Verjüngung erziele (rote Linie). Da das Holz sehr hart ist weis ich nicht wie ich diesen Schritt sonst durchführen kann :?:
Anschließend die Ränder nocheinmal einschneiden und hoffen, dass sich kommendes Jahr ein bessere Wundverschluss bildet.
Da ich den Seitenstamm auch auf den obersten Ast einkürzen muss und die Wunde leider direkt auf die Vorderseite zeigt, dachte ich mir dass ein Fräswerkzeug das beste Mittel wär um einen schönen Wundverschluss zu erzielen. Mit meiner Blumenschere möchte ich an diesem Baum keinen der beiden Schnitte durchführen *z*.
Sind Umtopfen + Schnittstellen bearbeiten zu viel in so kurzer Zeit? Der Baum wurde ja erst dieses Jahr umgetopft. Zwar in den selben Topf indem er war, aber mit ein paar Wurzeln weniger und leider nur mit Blumenerde :oops: .
Falls beides zu viel ist für den kleinen Großen, würde ich wohl aufs Umtopfen verzichten da ich den Seitenstamm unbedingt bearbeiten muss um Klarheit für eine spätere Gestaltung zu erhalten. Bei einem erfolgreichen Schnitt kann ich nämlich den gelbmarkierten Ast endlich abschneiden.

lg aus Tirol, Stefan
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Beitrag von Holger » 16.12.2008, 07:47

Hallo Stefan,

wie bereits an anderer Stelle schon einmal festgestellt wurde, hat der fehlende Wundverschluss beim Ficus nicht so sehr etwas mit stümperhaftem Arbeiten zu tun, sondern ist eher Glückssache, d.h. manches Mal hat man Glück und meistens nicht.

Frank hatte deshalb schon einmal darauf hingewiesen, dass man deshalb besser von Anfang an eine bleibende Schnittstelle einkalkuliert. In meinem Beitrag mit der Ficus-Gruppe zeigen die beiden oben liegenden Schnittstellen auch keine Ambitionen zu überwallen, trotzdem an einer direkt ein größer Austrieb angesetzt hat...

Gruß
Holger

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Beitrag von Wothan » 16.12.2008, 09:08

ja ja, die schnittstellen. ich konnte bei einem meiner bäume feststellen, dass, bei gleicher vorgehensweise, eine schnittstelle sich geschlossen hat und die andere nicht. also, wie holger noch einmal gesagt hat, ist es glückssache.

in sachen weiterentwicklung deines bäumchens würde ich folgendermaßen vorgehen. über die wintermonate, in denen absolut schlechte lichtverhältnisse vorherrschen, würde ich auf keinen fall umtopfen oder an dem bäumchen herumschneiden. geh gleich im frühjahr an das umtopfen. was das beschneiden der wurzeln angeht, brauchst du dir keinen großen kopf machen. dem wurzelwerk eines ficus kannst du (so sind meine erfahrungen) ganz schön viel zumuten. reduziere also deine wurzeln so wie du sie brauchst...... lass aber immer einige feine wurzeln stehen. wenn sich der baum vom umtopfen erholt hat und du einen neuen- kräftigen austrieb erkennen kannst, dann bearbeite deine schnittwunde. vielleicht hast du ja das glück, dass sie sich verschließt. macht sie das nicht, dann freunde dich mit dem anblick an und versuch die schnittstelle mit dem laub zu verdecken.

gruß
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Beitrag von Stefan_E » 17.12.2008, 22:00

Danke für eure schnellen Antworten. Die Fragen sind mir aber noch nicht ausgegangen:lol: .
Zum Thema Umtopfen würde mich noch folgendes interessieren:

Der Wurzelballen hatte beim Eintopfen einen Durchmesser von ca. 12cm und eine Tiefe von mindestens 10 cm.
Da ich den Baum irgendwann in eine sehr flache Schale (Höhe = Stammdicke) sollte ich doch bereits beim nächsten Umtopfen im Frühjahr anfangen den Wurzelballen in seiner Tiefe zu reduzieren?!
(Vorbild siehe Link :roll: http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... s&start=15 )

Wie radikal kann ich den Ballen einkürzen ohne die wichtigen Hauptwurzeln zu verlieren?! Fast alle Wurzeln machen nach ca 5cm einen 90° Knick und gehen senkrecht in den Boden hinein?
Wenn man beispielsweise bis knapp unter einen dieser Knickpunkte einkürzt und die betroffene Speicherwurzel dadurch fast alle Feinwurzeln verliert wird diese doch höchstwahrscheinlich vom Baum abgestoßen oder täusche ich mich da?!

Erreicht man durch ein kontinuierliches Einkürzen des Wurzelballens eine Art "Rückknospung" der Feinwurzeln?! :lol: (Bitte nicht auslachen für diese Beschreibung :P )
Oder sollte ich die betroffenen Wurzeln zusätzlich mit einem Bewurzlungshormon behandeln damit ich ein besseres /schnelleres Ergebnis erzielen kann?!
Da der Wurzelballen an manchen Stellen etwas lückenhaft ist müsste dieser sowieso neu bewurzelt werden.
...Fragen über Fragen...

lg aus Tirol, Stefan

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Beitrag von Holger » 18.12.2008, 07:53

Hallo Stefan,

mit dem radikalen Zurückschneiden wäre ich etwas vorsichtig, auch wenn man dem Ficus - nicht zu Unrecht - nachsagt, dass er in dieser Hinsicht unverwüstlich ist. Ich habe allerdings schon mal negative Erfahrungen damit gemacht - und es wäre in deinem Fall schade.

Mit Wurzelhormonen habe ich noch nicht gearbeitet, deswegen würde ich mich für das stufenweise zurücknehmen entscheiden. Das Problem werden dabei die Feinwurzeln sein, bei dem Stück, das übrig bleibt, sollten diesen vorhanden sein. Wie gesagt, ob du das mit Wurzelhormonen umgehen kannst, dafür gibt es hier mit Sicherheit kompente Ansprechpartner.

Gruß
Holger

Britta
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Beitrag von Britta » 18.12.2008, 10:09

Meine Bäume haben die ersten Jahre ihres Lebens alle in ganz normalen Blumentöpfen verbracht, deshalb sahen die Wurzelballen vermutlich so ähnlich aus wie bei dir: oben war der Topfrand schnell erreicht, deshalb sind die Wurzeln abgeknickt und nach unten gewachsen. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals dann einen Mittelweg gewählt. Ich habe die dicksten Wurzeln einfach so weit oben, wie es nur ging, gekappt, und habe versucht, den Rest, der noch einigermaßen biegsam war, auszubreiten, so dass das ganze flacher wird. Der Erfolg war mittelmäßig, würde ich sagen. Das Kappen der dicken Wurzeln hat keine Probleme bereitet, da ist nie was abgestorben. Wundpaste habe ich dafür nicht benutzt. Aber ich bin die Knicks leider nie losgeworden, deshalb kann ich jetzt die Wurzelhälse nicht so freilegen, wie ich es gern machen würde. Ich weiß nicht, wie man das besser machen könnte.

Wie radikal man die dicken Wurzeln beim Ficus wegnehmen kann, kannst du übrigens hier sehen.

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