Achim´s Baum

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Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 15.10.2009, 07:44

Bitte schön
cogito ergo pups

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achim73
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 15.10.2009, 14:38

also.
da dieter freundlicherweise zugestimmt hat, mit einem meiner anwärter diese schöne und wichtige rubrik weiterzuführen, will ich mal mit der geschichte des baumes anfangen.
der erwerb fällt so ziemlich mit dem beginn meiner beschäftigung mit bonsai zusammen. "angefixt" wurde ich übrigens damals durch einen zufälligen blick in das buch "bonsai aus heimischen gehölzen" vom werner busch. das war das aha-erlebnis und ich dachte mir : will ich auch.
also, erstmal im fachhandel eine 2-jährige feldulme bestellt, noch ein paar sachen, die man so braucht und eine schale (jaha, natürlich, ist ja bonsai) war auch noch irgendwo übrig. also ans werk.
das ergebnis sah dann im märz 05 so aus :
ulme-3-05b.jpg
ulme-3-05b.jpg (68.11 KiB) 3915 mal betrachtet
also so ziemlich lehrbuchmässig die schönsten anfängerfehler vereint.

das ging dann so bis winter 06, als ich das bff entdeckt habe. und nach relativ kurzer zeit merkte ich dann, dass das so nicht geht. (bei busch stand es übrigens auch schon, aber man will es ja als anfänger nicht wahrhaben).
ulme5-06a.jpg
ulme5-06a.jpg (68.39 KiB) 3915 mal betrachtet
also erstmal in einen grossen pflanzkübel, substrat war damals eine mischung aus blumenerde, kies, blähton (leider ungebrochen) und vermiculit.
ulme-5-07a.jpg
ulme-5-07a.jpg (67.99 KiB) 3915 mal betrachtet
da steht er jetzt seitdem und würde nur 1x im jahr leicht zurückgeschnitten. im herbst 07 :
11-07a.jpg
11-07a.jpg (66.74 KiB) 3915 mal betrachtet
nächstes jahr steht also wohl erstmal umtopfen an, um den wurzelansatz begutachten zu können.
10-09-b.jpg
10-09-b.jpg (67.12 KiB) 3915 mal betrachtet
10-09-c.jpg
10-09-c.jpg (68.23 KiB) 3915 mal betrachtet
die grobe vorstellung, die ich habe, sieht in etwa so aus :
10-09-comment.jpg
10-09-comment.jpg (67.47 KiB) 3915 mal betrachtet

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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 19.10.2009, 12:38

Hallo Achim
Wieviel Zeit gibst Du Dir und dem Baum ?
Welche Richtung, welche Form, welcher Stil ?
Ich bräuchte nur ganz allgemeine Angaben
um mir einen ungefähren Fahrplan zu überlegen.
mfG Dieter
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 19.10.2009, 14:08

die zeit, die es braucht, würde ich sagen. ich habe es nicht eilig.
längere phasen, in denen man nicht allzuviel machen kann, könnte man mit allgemeinen und theoretischen überlegungen zu den themen pflege, formgebung etc. füllen.

von mir aus wird das ein ganz einfacher, aufrechter baum, eher naturalistisch als formal, der möglichst nicht nur direkt von vorn gut aussieht.
Gruss, Achim
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 19.10.2009, 14:33

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... 0%26um%3D1

Einfach mal über Tante Google gesucht um mir einen Eindruck
zu verschaffen wie so eine Feldulme im Freistand aussieht.

Wenn Du Zweige und Verzweigung wegdenkst,
wie sieht die Grundstruktur aus ? (Stamm und Hauptäste)

Treibt die Feldulme das ganze Jahr, oder mit Johannistrieb nur zweimal ?
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 19.10.2009, 16:46

in bonsaibegriffen würde ich das als freie besenform bezeichnen. der stamm teilt sich in 2, die hauptäste sind relativ gleichmässig über die gesamte höhe verteilt. die bewegung ist eher dezent.
die ulme treibt das ganze jahr.
Gruss, Achim
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 19.10.2009, 17:35

Sind unterhalb des "Besens" stärkere Äste am Stamm ?
Wie ist das Verhältnis von Stamm und Besen, sitzt der Besen hoch oder tief ?

http://www.boga.ruhr-uni-bochum.de/spez ... b_8_S.html
Versuche Deinen Baum im obigen Sytem einzuordnen ?
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 20.10.2009, 12:21

Sind unterhalb des "Besens" stärkere Äste am Stamm ?
in diesem fall ja.

die einordnung nach dem von dir gezeigten schema fällt mir etwas schwer, da durch den rückschnitt diese ordnung etwas durcheinander geraten ist, d.h. äste 2. uznd 3. ordnung auch wieder in stammnähe entstanden sind. die äste 1. ordnung sind die, die schon im 1. bild zu sehen sind.

was meiner einschätzung nach problematisch ist : der baum hat im unteren teil wenig bewegung, die fängt erst weiter oben an.
Gruss, Achim
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 21.10.2009, 14:43

Machen wir mit der Theorie später weiter
und beschäftigen uns mit der Bestandausfnahme
im Hinblick auf die weitere Entwicklung.
Was wir gebrauchen können ist der untere Teil des Stammes
bis zum 2ten Opferast.
Sei nicht schockiert bei Dreispitzen sind 1-2m Äste
für 3-5cm verbleibenden Ast recht normal.
Die wichtigsten Probleme die es in den Griff zu bekommen gibt,
sind die beiden Opferäste die wegen Ihrer Dicke bei der Entfernung
zu Problemen führen wird.
Im Frühjahr würde ich den Baum aus dem Topf nehmen
und wenn genügend Drainagelöcher vorhanden sind den Topf erstmal weiter verwenden.
Sollte die Unterseite des Ballens durchgewurzelt sein,
diese etwas auflockern, eine neue Drainageschicht einfüllen
und den Baum zurücksetzen.
Sollte sich kein kompakter Ballen gebildet haben
(leichte Bewegungen am Stamm geben einen ersten Eindruck)
den Baum einfach im Topf belassen.
Die oberste Erdschicht entfernen und neues Substrat auffüllen.
Wenn das Substrat gut durchlässig ist,
kannst Du als Auffüllsubstrat ruhig etwas gemischte Blumenerde nehmen.
Wenn der Baum im Frühjahr kräftig treibt
könntest Du beim ersten Opferast anfangen einen Keil
unterhalb des Astes herrauszuschneiden
um die zukünftige Entfernung vorzubereiten.
mfG Dieter
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 21.10.2009, 19:27

Die wichtigsten Probleme die es in den Griff zu bekommen gibt,
sind die beiden Opferäste die wegen Ihrer Dicke bei der Entfernung
zu Problemen führen wird.
ist das nur optisch gemeint oder auch pflegerisch ?

den rest der anweisung hab ich gut nachvollziehen können.
Gruss, Achim
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 22.10.2009, 11:08

Hallo Achim
Das Problem ist optischer und pflegerischer Natur.
Wenn Du beide Äste auf einmal entfernen würdest,
würde vom Umfang her 1/2 bis 1/3 (schwer zu schätzen)
des Wassertransportes gestört.
Das kann schon mal den Exitus bedeuten (muss es aber nicht).
Ziel wäre es die ruhenden Knospen an den Ästen zu aktivieren,
damit wäre einerseits eine schnellere Vernarbung zu erreichen,
andererseits wird der untere Teil des Stammes "knubbeliger".
mfG Dieter
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 22.10.2009, 12:58

klingt interessant. wie ich dann genau vorgehen muss, wirst du mir dann ja sagen. wäre es sinnvoll, nach dem blattfall noch mal bessere fotos zu machen oder verwerfen wir den oberen teil auf jeden fall ?
Gruss, Achim
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von zopf » 22.10.2009, 14:12

Wenn wir es uns einfach machen
teilen wir den Baum (die geplante Endhöhe) durch 3.
1/3 Stamm, 1/3 Äste, 1/3 Zweige
Wo die Äste ansetzen (Anfang des Besens) brauchen wir
3-5 Äste die am besten etwas in der Höhe versetzt
sich im leichten Bogen vom Stamm her ausbreiten.
Da der Baum Dir das, nach Foto, nicht anbietet
dient der ganze obere Teil nur als Opferstamm.
Bilder ohne Blätter wären trotzdem hilfreich,
es könnte sich ja etwas als Stammverlängerung anbieten.

Laubbäume aus jüngeren Pflanzen zu ziehen
hat eher etwas mit Erziehung/Formung zu tun.
Bis sich Ergebnisse zeigen dauert es länger,
dafür machen Laubbäume sehr viel Spass.
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Re: Achim´s Baum

Beitrag von achim73 » 22.10.2009, 19:58

das finde ich auch :) ausserdem sind ulmen ja recht wüchsig, ich muss halt auch versuchen, die pflege soweit zu optimieren (düngung etc.).
Gruss, Achim
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