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BatzeMicha
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Beitrag von BatzeMicha »

Danke für die Antworten. So hier maln paar Bilder von meinen Granatäpfeln:

Bild


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Sind sie zu nahe aneinander gepflanzt? Ist die Schale genug tief?

Gruß Micha
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ChenZ
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Beitrag von ChenZ »

andreas

ich habe meine damals in torfpflanztöpfe gesetzt
könnete ich die granatäpfel samt töpfe in einen plastiktopf setzen, damit auch nix kaputt geht?
ansonnsten müsste man die töpfe "abpellen"
Gruß Henning
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

1. Ja, kann man (edit: reinpflanzen, nicht abpellen!).

2. Pfui. Nimm nie mehr Torf. Für gar nichts. Spazier mal durch ein Torfmoor, dann verstehst du mich. Ja, ja - es gibt Moore und Moore. Aber zuviele davon gibt es nicht. Darum aus Prinzip kein Torf. Ersatz gibts - ich kenne keine Torfanwendung, die man nicht umgehen kann.

---

Micha - geht schon. Seitlich ist ja genug Platz für jede Pflanze. Sie sind nahe beieinander, macht aber auch nichts. Die Wurzeln verfilzen nicht so sehr und sind recht belastbar. Das kriegst du mit etwas Geduld schon wieder auseinander im Frühjahr.
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helge4u
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Beitrag von helge4u »

ChenZ hat geschrieben:andreas

ich habe meine damals in torfpflanztöpfe gesetzt
könnete ich die granatäpfel samt töpfe in einen plastiktopf setzen, damit auch nix kaputt geht?
ansonnsten müsste man die töpfe "abpellen"
Ich habe auch kleine Form-Press-Töpfe benutzt (ich bezweifle, daß die aus Torf sind, eher aus poröser Pappe). Da ich befürchtet habe, daß man diese Töpfe später mal beim Umtopfen nur schlecht wieder entfernen kann, habe ich den Boden und dann die Wände mit einer scharfen Schere einfach abgeschnippelt. Das ging ganz gut und es waren auch fast keine Wurzeln dadurch zu Schaden gekommen. Den Kleinen geht´s auch weiterhin prima.

...aber die sichere (und bequemere) Variante ist natürlich, die Töpfchen einfach einzubuddeln. Dafür sind sie ja eigentlich auch da. Und vermutlich verrotten die einfach nach einiger Zeit.
Grüße aus Hattersheim,
Helge
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Die verrotten schon. Bloss manchmal nicht so schnell, wie man möchte. Das kommt aufs Produkt an.

But now to something completely different:

Der aussergewöhnliche Frühling wurde bereits angesprochen. Bei uns hier (Nordwestschweiz) hiess das vier Wochen Sonnenschein, sommerliche Temperaturen, auch nachts. Ich habe die letzten Wochen zu einem schönen Teil damit verbracht, staunend durch Feld und Wald zu streifen und Phänomene zu beobachten, die mir ganz neu waren. Dies ist eines davon:

Der Zweig einer Weide. Ich denke, es ist eine Salix alba, es kann auch die caprea oder eine weitere Art sein. Nicht so wichtig. Man sieht sehr gut, wie gering das Wachstum in einer ersten Phase im Vergleich zu den neuen Blättern ausgefallen ist, die sich in eine deutlich kühlere, feuchtere Zeit hinein entwickelt haben. Punica granatum ist natürlich nicht ausgenommen von solchen Erscheinungen.
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Jarla
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Beitrag von Jarla »

Hallo Andreas,
du hast mal geschrieben (leider finde ich den thread bzw. die entsprechende Stelle nicht wieder), dass wir noch in diesem Jahr (also, wenn sie in den Baumärkten angeboten werden...) ein etwas größeres Granatapfelbäumchen kaufen werden, um daran einige Sachen zu üben. Nun habe ich in einem Baumarkt mehrere gesehen und fragte mich, ob ich wohl schon zuschlagen kann. Würdest du, wenn wir schon zuschlagen können, bitte noch kurz dazu schreiben, worauf wir beim Kauf achten sollen? Z.B: Größe, Stammdicke, ...
Vielen Dank
Jarla
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Kommet her zu mir, die Ihr unsicher und angstvoll seid - ich will Euch befreien...

Scherz beiseite, Jarla. Ich kann dir natürlich schon sagen, was ich gerne hätte (auch wenn es wohl doch nicht so einfach zu formulieren wäre). Aber dann ist es nicht dein Baum. Noten verteile ich auch keine. Aus gärtnerischer Sicht gibt es zudem kaum Einschränkungen. Granatapfelbäume leben und leben und leben.

Nur aus gestalterischer Sicht stellt sich die Frage und nur an Dich: Wonach steht dir der Sinn? Lieber ein kräftiger kleiner Apfel- oder Birnbaum? Oder eine knorrige Halbkaskade, die ins Licht hinaus wächst? Oder bist du ganz frei? In jedem Fall schau dir die Bäumchen an und versuche, das meist ziemlich senkrecht hochragende Geäst gar nicht zu sehen. Das kommt sowieso zu 80 % weg.

Ich schaue mir immer erst den Stamm an: Ist das überhaupt einer? Oder ist das ein langweiliges gerades Stück Holz? Dann schaue ich knapp über dem Stamm, wo die ersten Äste sind: Kann ich die verwenden? Mit wieviel grossen Schnittstellen muss ich rechnen? - Ideal sind so wenige wie möglich. Der Wurzelansatz (von manchen Nebari genannt) ist meist im Nebel, respektive in dieser billigen Universalerde und nicht auszumachen. In vielen Fällen ist er auch gar nicht vorhanden und muss später entwickelt werden. Belasten wir uns also damit nicht auch noch.

Nicht zu vergessen ist die Möglichkeit des Abmoosens. Dazu bietet sich Punica granatum an. Man kann manche hässliche Pflanze in drei hübsche Bäumchen zerlegen, vorausgesetzt, man <sieht> diese. Dazu verfährt man mit den grossen Ästen genau wie oben beschrieben und betrachtet sie als Stamm etc. - Auch nicht zu vergessen: Man muss Fehler machen können, wenn man was lernen will. Das geht nur, wenn man nicht von jedem Baum erwartet, dass er einen Preis kriegt.

Nimm dir einfach einen Moment Zeit und schau dir die Bäume an. Fragt eine Verkäuferin, ob sie dir helfen kann, lächle einfach und sag ihr, dass dir nicht zu helfen sei. Entscheide nach deinem Wunsch. Ego te absolvo.
:wink:

Natürlich helfen alle hier dir gerne bei der Gestaltung. Ehrensache.
Jarla
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Beitrag von Jarla »

Ok,
ich fürchte, ich habe mein Anliegen nicht so formuliert, wie es gemeint war. Mir war in Deiner damaligen Ankündigung nicht ganz klar, welchen Zweck genau das Bäumchen erfüllen soll. Die Frage nach den "Kriterien" ging also eher dahin, ob das Bäumche für die Zwecke dieses Klassenzimmers (z.B. ob aus ihm auch ein Minibonsai werden soll, oder ob das jedem/jeder selbst überlassen ist, ...) bestimmten Anforderungen genügen sollte. Wenn das nicht so ist, dann kaufe ich natürlich nach meinen üblichen Kriterien, die sich mit Deinen grundsätzlich decken (und so richtig unsicher und angstvoll bin ich nicht, ich wollte nur nicht Geld ausgeben und hinterher zeigt sich, dass das unnötig war...).
Gruß
Jarla
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Jarla - ich wollte nicht von oben herab schreiben. Lass dich nicht abschrecken durch meine Art. Ich weiss nie, in welchen Hintergrund ich mich hier mitteile. Kann ich gar nicht, darum versuche ich, auf einem gemeinsamen Nenner zu bleiben. Etwas nüchterner und als Baumportrait in Stichworten wäre das:

- Minibonsai. Allenfalls kleiner Bonsai (Shohin, ein bis zwei Handbreit hoch). Es ist in meinen Augen unsinnig, einen guten Shohin stehen zu lassen, bloss weil man gerade an einen Mini denkt. Grössere Kategorien haben die meist nicht und wenn, dann wäre das - wenigstens gärtnerisch - auch eine Bereicherung (darum dieses <ego te absolvo).

- stammlinienorientiert, einen guten Stamm präsentierend oder die Möglichkeit, einen solchen herauszuarbeiten durch die üblichen Gestaltungsmassnahmen Drahten, Abmoosen, evtl. Ausfräsen etc.

- gesund, kein Mitleidskauf!

- zukunftsorientiertes Material, Rohware, kein vorgestalteter Bonsai. Nichts, was schon ziemlich gut aussieht und wenig Arbeit macht. Wir wollen machen, nicht haben.

Der Zweck dieses Baumes ist, uns neurotische Hominiden (vergleichsweise, aus pflanzlicher Sicht) geistig zu beschäftigen, während wir auf den enttäuschend langsamen Fortschritt unserer Keimlinge warten. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass wir einen weiteren Baum haben und üben können, was uns beim Keimling irgendwann bevorsteht. Machen wir was, wenn wir schon da sind.
Jarla
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Beitrag von Jarla »

Danke, damit sind alle meine Fragen beantwortet.
Gruß
Jarla
Jarla
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Beitrag von Jarla »

Heute habe ich mal keine Frag, sondern einen Bericht:
Als ich gestern nach meinen Mini-Granatäpfeln schaute, entdeckte ich einen weißlichen Belag an der Oberseite einiger Blätter. Tiere konnte ich zwar keine entdecken (die Lupe war nicht zu finden), ich habe aber dennoch gleich die Chemie aus dem Schrank geholt. Nun bin ich gespannt, ob das wirkt. Googlen hat "Schmierläuse" als Antwort gebracht, drückt mir die Daumen, dass die Tierchen sich verkrümeln. Zum Glück ist an den anderes Bäumchen nichts zu entdecken.
Gruß
Jarla
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Jarla

ein weisslicher Belag kann vieles sein: Kalk- oder Düngerflecken, eine ganze Reihe Pilze, wovon Mehltau der bekannteste ist, oder auch Läuse. Pilzbefall würde zur Witterung passen.

Hast du ein Bild? Zu was für Chemie hast du denn gegriffen?
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BatzeMicha
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Beitrag von BatzeMicha »

Sollten wir unsre Granatäpfel/(da ich gerade dabei bin) anderen Bonsai
wieder reinstellen da ja gerade die Eisheiligen sind und es relativ kalt ist. Achja, seitdem es so kalt geworden ist wachsen meine Granatäpfel so gut wie garnicht. Zum Vergleich: Ich habe meiner Kusine 2 von meinen Granatäpfeln abgegeben und sie hat sie in der warmen Wohnung stehen, bei ihr wachsen sie munter vor sich hin (als ich sie ihr gegeben habe hatten sie gerade mal 1 Blattpaar und meine Granatäpfel 2, jetzt haben meine 5 Blattpaare und ihre gute 6). Ist das bei euch auch so mit dem weniger wachsen?
Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Hi Micha

ich habe hier noch weit über 0 Grad. Erst beim Nullpunkt wird es richtig gefährlich. Die Eisheiligen heissen so, weil es da manchmal einen Kälteeinbruch geben kann, dieses Jahr ist der aber sehr relativ. Es ist eher ein <Kühleeinbruch>.

Du findest es kalt, weil es vorher wie im Hochsommer war. Der Pflanze macht das nichts. Dass sie nicht stark wächst, ist normal. Sobald es wieder wärmer wird, holt sie das nach. Meine wachsen zur Zeit auch weniger. Aber ich lasse sie draussen.

Natürlich wachsen die in der Wohnung etwas mehr. Aber sie haben den Nachteil später, wenn sie raus an die Sonne kommen - du erinnerst dich an die Geschichte mit den verbrannten Blättern. Aber lasst das ruhig so, du und deine Kusine. Vergleiche sind immer gut.
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helge4u
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Beitrag von helge4u »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Man sieht sehr gut, wie gering das Wachstum in einer ersten Phase im Vergleich zu den neuen Blättern ausgefallen ist, die sich in eine deutlich kühlere, feuchtere Zeit hinein entwickelt haben.
Klar, Andreas.
Das sieht man bestimmt sehr gut. Also, ich sehe das gerade so gut, wie ich auch glasklar auf Anhieb auf meinem Röntgenbild erkenne, daß meine Schulter ein Problem hat. Nämlich gar nicht.

Wärst Du so lieb für Blinde wie mich einen Pfeil mit Erklärung anzubringen ?
(Mein Doktor zeigt mit dem Finger drauf und sagt mir, was ich sehe, und dann erkenne ich es auch.... nicht immer, aber immer öfter)
Grüße aus Hattersheim,
Helge
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