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Dagmar M.
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Beitrag von Dagmar M. » 26.07.2007, 13:39

Mal ein Blick in die Kinderstube. Nur so. Ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich sich die Pflänzchen entwickeln.
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ubik
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Beitrag von ubik » 26.07.2007, 22:30

sieht ja gut aus dagmar ! da bring ich auch ein kleines update. ich habe töpfchen an drei verschiedenen orten stehen um zu schauen wie sich das auswirkt. die hier stehen alle zusammen. diesen geht es scheinbar gut, andere haben etwas gelitten unter dem vielen wind und regen hier im juni (oder war's im mai ?).

wie macht ihr's im urlaub ? ich bin demnächst 2 mal eine woche weg und hätte vor die töpfchen alle schattig zu stellen und dann meine schwester ranzulassen, die eh alle 2 tage (hoffe ich) vorbeikommt für die katzen...

alles gute,
ralph
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da links ist kürbis, mal sehen ob die kürbisse nicht zu schwer werden für ne kletterpflanze
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 06.08.2007, 12:53

Mist.

Anders gelaufen als geplant. Als Folge des bizarren Wetters dieses Jahr sind die Kleinen viel stärker gewachsen als gedacht. Überall kleine Würzelchen, die raushängen. Auch das gibts. Also Umtopfen.

«WAAAAS???? Umtopfen Anfang August? Bei 30, 35 Grad Celsius und strahlender Sonne?»

Ja klar. Die schon. Es ist a) nicht dasselbe, ob man präsentationsreife Bäume umtopft oder Sämlinge im ersten Jahr und b) eine Frage, wie man's macht.

Zu b): So simpel wie möglich. Grössere Töpfe, Substrat rein, vorfeuchten, Granatapfelsämlinge inklusive alles aus der Anzuchtschale nehmen, draufstellen, auffüllen, giessen, fertig. Das Ganze nicht mal in den Halbschatten gestellt, bloss am Abend gemacht. Das reicht bereits.

Nennt sich bei einigen Autoren «Umsetzen». Finde ich darum irreführend, weil es nicht einfach zwei Möglichkeiten gibt: Umsetzen oder Umtopfen. Es gibt Wurzeln, Erde, Topf, Licht, Wasser, Zeit - viele Faktoren halt. Aus denen muss man sich den Weg zusammenstellen, der gangbar ist. Theorie ist immer Modell und man soll nie das Modell mit der Realität verwechseln.

Wie immer - es ist eine Woche her und der Erfolg ist sichtbar: Es treibt wieder ein bisschen. Sogar ziemlich.

Ui - auch das ist ja pfui, im August noch Triebe. Nö - es ist egal. Erstens verholzen die Dinger sukzessive, zweitens ist noch keine Rede von Gestaltung und drittens wird das alles ja frostfrei überwintert. Also sollen sich da ruhig noch ein paar Knospenanlagen bilden. Je mehr, umso besser. Was nicht wird, wird halt nicht - spielt noch keine Rolle.

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Dagmar M.
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Beitrag von Dagmar M. » 06.08.2007, 15:03

da wir im Parallel-Universum grade einen Sämlings-Projekt laufen haben und dort vor 14 Tagen alle Wurzeln ausgerichtet und frisiert haben, hab auch ich mir gedacht: "Guck mal nach den Wurzeln deine Punicas."

Zurückhaltend wie ich dann doch bin, hab ich das mit einem Sämling, "dem Stärksten" getestet. (Für Anfänger jetzt vielleicht nicht zur Nachahmung zu empfehlen, nur auf eigenes Risiko :wink: ) Nur zur Bestärkung, sich zu trauen, was Andreas geschrieben hat.

- Pflanze aus dem Topf genommen
- vorsichtig nach dem Wurzelansatz gesucht.
- Pfahlwurzel leicht gestutzt.
- zu hoch ansetzende einzelne Wurzel abgeschnitten.
- Erde in denselben Übertopf gegeben
- Punica daraufgesetzt
- Wurzeln ordentlich in alle Richtungen ausgerichtet
- Spitze leicht eingekürzt, wegen der entfernten Wurzeln
- restliche Erde draufgepackt, festgedrückt, angegossen
- in halbschatten gestellt

ist jetzt 14 Tagen her. Sieht genauso munter aus wie alle anderen und scheint sich zu verzweigen.

Bin jetzt am überlegen, noch 5-6 andere ebenfalls so zu behandeln. Allerdings nicht diese Woche, es soll ja heiss werden.
Grüßle
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Beitrag von Andreas Ludwig » 06.08.2007, 15:18

Da sieht man's - das hätte ich mich nicht getraut.

Dass mir jetzt keiner sage: Das geht.
Auch nicht: Das geht nicht.

Es geht, wenn
- die Pflanze stark ist (sind Punica)
- die Pflanze gesund ist (oder massgeblich gewinnt durch die Massnahme)
- das Substrat OK ist
- der «Baumelter» (Mensch) einen Sinn fürs Giessen hat
- nix dazwischen kommt

Nicht lachen wegen des letzten Abschnitts - gerade habe ich eine kleine Weide verloren. Alles, alles hat gestimmt, nur etwas hatte ich übersehen: Eine Katze wird eine rechteckige Holzkiste mit lockerem Substrat sofort in ihr an sich charmantes Hygieneverhalten einbeziehen. Eine Ammoniakvergiftung des Baums war die Folge. Arme Weide.

Es hat ergo und subito einzufliessen in die Theorie der Bonsaikultur:
§ Die Bonsai von Katzenbesitzern entwickeln sich besser, wenn das Substrat «katzenvergällt» wird. Darunter sind Massnahmen der Unerfreulichmachung der Oberfläche wie Glaskugeln, feine Drahtgitter oder Abdeckungen zu verstehen. Man beachte die Gesetze zum Schutz der Tiere.

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der1
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Beitrag von der1 » 06.08.2007, 15:40

Dagmar M. hat geschrieben:...Allerdings nicht diese Woche, es soll ja heiss werden...
Sollte man für eine Umsetzaktion nicht lieber doch Dreckswetter abwarten? Kommt bestimmt noch mal in den nächsten 4 Wochen... Ich könnt auch heut abend loslegen und abwarten, bis es dunkel ist. Die Terrasse ist beleuchtet. Aber wozu die Eile?

Dumm auch: Ich hab kein Lavasplitt mehr, weiß nicht, woher ich was bekomme und mit Blähtonbruch/Rindenhumus werden die Töpfe verdammt leicht!

Liebe Grüße

¹
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)

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Beitrag von Dagmar M. » 06.08.2007, 16:05

eben, wozu Eile... nächste Woche ist auch noch ein Tag. :wink:
Grüßle
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Beitrag von Andreas Ludwig » 06.08.2007, 16:24

der1 hat geschrieben:Sollte man für eine Umsetzaktion nicht lieber doch Dreckswetter abwarten? Kommt bestimmt noch mal in den nächsten 4 Wochen... Ich könnt auch heut abend loslegen und abwarten, bis es dunkel ist. Die Terrasse ist beleuchtet. Aber wozu die Eile?

Dumm auch: Ich hab kein Lavasplitt mehr, weiß nicht, woher ich was bekomme und mit Blähtonbruch/Rindenhumus werden die Töpfe verdammt leicht!
Also zum Ersten: Was ist Dreckswetter? Kühl, feucht, schattig. Dreckswetter kann man «machen», zum Beispiel hinter einer entsprechend hohen Wand Richtung Süden. Aber das Giessen...

Zum Zweiten: Manche werden seufzen, aber ich nehme halt doch gerne Seramis. Weil ich aus einer Konkursmasse nach wie vor sackweise davon habe... Leichte Töpfe mit Überhang stelle ich einfach dicht in Balkonkisten. Dann gehen die nirgends mehr hin.

Aber vielleicht würde ich es auch so machen wie du - das ist der Punkt: Vergesst die allgemeingültige Regle für den Universalbonsai. Stimmen muss es, hier wie da, so wie anders. der1 sagt's richtig: Wozu die Eile. Es ist noch kein Baum wegen eins «Burnouts» durchgeknallt und Infarkte haben sie auch nicht.

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Beitrag von Dagmar M. » 07.08.2007, 07:35

hier noch ein Foto des Probanten.

im Bild rechts, der mit dem höhenreduzierten Töpfchchen - und drum herum alle anderen.
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Beitrag von helge4u » 07.08.2007, 23:16

Dagmar M. hat geschrieben:hier noch ein Foto des Probanten.

im Bild rechts, der mit dem höhenreduzierten Töpfchchen - und drum herum alle anderen.
Dagmar, wie gross sind die denn ? Die Blätter scheinen mir recht lang im Vergleich zu meinen Punica (etwa 1cm lange Blätter).
Grüße aus Hattersheim,
Helge

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Beitrag von Dagmar M. » 08.08.2007, 07:17

hmm- das ist aber ne Frage :wink:. Ich kann jetzt nur schätzen. Hab sie nicht gemessen :lol: Aber der Probant ist schon so 15 cm hoch und die oberen Blätter 3,5 - 4 cm lang.

Du siehst ja, unten die ersten Blätter waren noch klein, und oben gehen die jetzt alle ab wie Schmidt's Katze.
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Beitrag von Andreas Ludwig » 08.08.2007, 11:45

Die Blattgrössen sollten uns noch nicht so kümmern. Die variieren und geben sehr genau wieder, wie es der Pflanze in einem Zeitabschnitt so ging. Bei meinen (auch älteren) ist der Unterschied gross, er geht von durchschnittlich einem Zentimeter Blattlänge bis zu fünf.

Viel Platz für die Wurzeln, fetter Boden (damit meine ich das Nähstoffangebot), warmes, lichtes Wetter, aber nicht zu heiss - grosse Blätter. Wenig Platz, magere Erde, kühles, bedecktes Wetter (oder auch heisse Zeiten) - kleinere Blätter.

Die Blattgrösse ist nicht fix vorgegeben. Sie passt sich den Umständen an. Darum gibt es auch eine ideale Situation - warm und hell, während sowohl bei zu heissem wie auch bei zu kühlem Wetter das Wachstum stockt. Wir haben aber noch kein Interesse, möglichst kleine Blätter zu haben. Die, die jetzt da sind, sind noch lange nicht Gestaltungsmerkmal. Da wir noch dabei sind, das Holz aufzubauen, ist es sogar ganz gut, wenn die Blätter gross sind.

Wo wirs aber gerade von Blätter haben: Bei sehr kleinen Pflanzgefässen sollte man um die Zeit immer wieder einen Blick auf die Blätter werfen. Stockt das Wachstum der äussersten Triebe und sind sie blass, ist mit Garantie der Schalenboden komplett durchgewurzelt.

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Beitrag von Aliena » 02.09.2007, 15:39

Hier mal meine Überlebenden.
Leider ist die Einteilung auf dem Zollstock nicht besonders gut zu erkennen.
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Beitrag von BatzeMicha » 02.09.2007, 20:25

Sehen ja ziemlich gut aus.....besonders der erste. :D

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