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der1
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Beitrag von der1 » 12.04.2007, 00:12

der1 hat geschrieben:...Heute morgen schaute mich etwas hellgrünes aus der Erdmischung Aussaaterde/Lavasplitt 1:1 an...
Das war am 14.3., also knapp nen Monat her.
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
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BatzeMicha
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Beitrag von BatzeMicha » 12.04.2007, 00:40

der1 hat geschrieben:
der1 hat geschrieben:...Heute morgen schaute mich etwas hellgrünes aus der Erdmischung Aussaaterde/Lavasplitt 1:1 an...
Das war am 14.3., also knapp nen Monat her.
Dafür ist er aber ganz schön groß!Meine sind 1 Woche jünger und bei ihnen kommt erst gerade das 2. Blattpaar!

Frage:Wieso ist bei euch der Stiel zwischen den Blättern so lange und bei mir nicht?

Sorry wegen doppelposting!Falscher Klick!

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Aliena
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Beitrag von Aliena » 12.04.2007, 08:08

Bei meiner Gruppe 1 aus dem januar zeigen sich schon weitere Blattpaare (teilweise bin ich bei 5).

Gruppe 2 hat nicht überlebt.

Gruppe 3A: Torfquelltöpfe, Samen oben auf
Alle Samen sind angegangen, sieht aus wie kleine Würmer (krumm, liegen auf der Erde), die Wurzel sucht sich gerade einen Weg in die Erde.

Gruppe 3B: Torfquelltöpfe, Samen drinnen
Von 10 sind bisher 3 oder 4 angegangen, sind kerzengerade.

Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 12.04.2007, 10:24

Micha - das Stück Stiel zwischen den Blättern ist das oft erwähnte «Internodium» (inter = zwischen, Nodium = Knoten). Sei froh, kurze Internodien sind, was alle immer gerne hätten. Die gibts, wenn genug Licht da ist. Das merkt die Pflanze und bildet schnell Blätter. Fehlt Licht, versucht sie, ihm entgegenzuwachsen.

Bei mir hat eigentlich alles überlebt. Bloss gabs eine Panne, wie erwähnt. Bei einer Schale verrutschte der Deckel, worauf ein paar vertrocknet sind. Zusätzlich - darum ist der Deckel verrutscht - ist es meiner Osterkatze gelungen, drei oder vier zu fressen. Na ja. Dann lässt sie dafür die Ulmen, Rosen und den Pfefferminz in Ruhe.

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ubik
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Beitrag von ubik » 17.04.2007, 23:21

wollt noch mal kurz, weil's so Spass macht mit der Kamera. Ich versuch im Moment die kleinen an Wind und Sonne zu gewöhnen. Luftig im Schatten war nicht so gut, da sind alle zusammengeklappt, später unter der Haube haben sie sich aber wieder aufgerichtet. Im Moment drinnen meist ohne Haube, gestern draussen in praller Sonne den Nachmittag scheint ihnen auch gut getan zu haben. Das wird schon. von 28 sind 27 scheinbar gut unterwegs, eins hat komischerweise nur die Keimblätter rausbekommen und die auch nur knapp aus dem Substrat und dann war Schluss

alles gute und viel Spass
Ralph

also
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und das ganze Balett
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das Esstäbchen zum Grössenvergleich und Stützen...



nee ist nur Spass, das sind natürlich die Tomaten
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 18.04.2007, 08:49

ubik - Interessant ist, dass deine bereits verzweigen. Hast du bereits irgendwie pinziert oder ergab sich das ganz von selbst?

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ubik
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Beitrag von ubik » 18.04.2007, 09:35

andreas,

nein ich hab nichts unternommen, aber aufgefallen ist es mir auch. ich fand's interessant da ich vorhatte was in die Richtung Mehrfachstamm zu unternehmen. wobei, wenn ich auch nur die Hälfte der jetztigen in trockene Tücher bekomme, eröffnen sich ja jede Menge Möglichekiten zum Experimentieren.

in diesem sinn auch eine frage : in Kawolleks praktischem Bonsaibuch habe ich gesehen dass er Pflanzen zusamenbindet um Mehrfachstämme herzustellen, zum Teil tut er das sogar mit frisch gekeimten Sämlingen. Da ich nicht so der Feinchirurg bin scheint mir das ein bisschen riskant. Du hast aber im Threat "Gestaltung" hier ein P.Gr. foto gepostet das auch ein Mehrfachstamm ist. Bis zu welchem Alter kann man die zusammenbinden und hoffen dass sie ohne weitere Massnahmen (Rinde abschälen zb) zusammenwachsen ?

merci !
Ralph

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_Anne_
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Beitrag von _Anne_ » 18.04.2007, 10:56

hallo,

auch ein kurzer lagebericht von mir:
seit drei tagen habe ich die kleinen jetzt auf dem balkon im 3/4-schatten stehen, tags wie nachts, und es bekommt ihnen bisher sehr gut. (hoffentlich gibts keinen frost mehr...)

ein paar verzweigte habe ich auch, ohne jegliches zutun. hoffentlich wird von denen einer was, sieht interessant aus...

liebe grüße, anne

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Aruscha
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Beitrag von Aruscha » 18.04.2007, 11:10

Also, meine stehen jetzt auch seit letztem Wochenende draußen und sie wachsen und gedeihen. Allerdings haben meine keinerlei Verzweigungen :? Sie wachsen schnurgerade nach oben und haben, trotz viel Licht relativ lange Internodien :roll:
Ad astra

BildPetra

Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 18.04.2007, 14:09

ubik - da habe ich drei Einjährige zusammengesetzt und die Stämmchen mit Hanfschnur umwickelt. Sonst nichts. Das bleibt da dran, bis es abfällt. Klappt aber nicht immer. Wenn nicht, helfe ich mit kleinen Schnitten nach und packe nochmals ein.

Allerdings habe ich meine Zweifel, dass man mit dieser <Planwirtschaft> immer etwas Brauchbares hinkriegt. Da passiert viel unterwegs und manches entwickelt sich anders als gewünscht. Darum ziehen es viele Gestalter auch vor, einen Bonsai aus einem übergrossen Findling herauszuschneiden. Da weiss man, was man hat, man disponiert Bestehendes und das relativ schnell.

Gerade Mehrfachstämme sind nicht ohne. Die sollten ja ein anständiges Nebari haben, gut zueinander stehen etc. Ich würde darum parallel ein paar Pflanzen massiv wachsen lassen - grosse Töpfchen, keine Gestaltung, nur Wachstum - und die in ein paar Jahren sukzessive bis zum Wurzelansatz einkürzen und wieder treiben zu lassen. Es ist einfacher, aus den Austrieben eines bestehenden Stocks einen Mehrfachstamm aufzubauen als ihn aus Trieben zusammenzubauen, denke ich. Trotzdem versuch ich's.
:wink:

Aruscha - der Abstand zum ersten Blattpaar wird für den Stamm schon recht sein. Bloss nicht zu früh einen Bonsai sehen wollen...

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Beitrag von Jarla » 19.04.2007, 14:22

So, nun auch ein Lagebericht von mir:
Bei meinem zweiten Keimversuch sind alle 40 Keimlinge gekeimt. Inzwischen bildet sich bei fast allen das zweite Blattpaar. Am Wochenende werde ich sie umtopfen (teils in Töpfe, teils in Teichpflanzenkörbe um zu sehen, ob es einen Unterschied macht. Dann werden sie langsam an draußen und die Sonne gewöhnt.
Ich hatte beim zweiten Keimversuch auch noch mal Samen des ersten Granatapfels gesäet und es sind tatsächlich drei gekeimt. Interessanterweise haben diese seit Anfang an kleiner Problemchen: Sie sind sehr viel später gekeimt, wachsen langsamer und sehen irgendwie kleiner aus. Irgendwas scheint da nicht in Ordnung zu sein, obwohl sie den gleichen Bedingungen ausgesetzt sind wie die anderen.
Auf jeden Fall ist es eine große Freude jeden Tag nach den kleinen zu schauen und zu beobachten was es neues gibt...
Gruß
Jarla

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BatzeMicha
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Beitrag von BatzeMicha » 20.04.2007, 14:29

Also nochmal nen Lagebericht von mir:Also ich habe jetzt 24 Granatäpfel und mehrere haben jetzt 3 Blattpaare(ohne Keimblätter)!Ich habe so zwischen 30 und 40 Samen eingepflanzt davon haben ung. 10 nicht gekeimt und der Rest ist eingegangen!

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spiritkanu
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Beitrag von spiritkanu » 23.05.2007, 09:31

Während meine "Großen" im Blumenkistl auf dem Balkon prächtig wachsen, tut sich auch einiges bei meinen nanas, die ich erst Mitte April gesät habe. Ich habe nun auch von der Zwergform einige Exemplare, wobei eines besonders auffällt. Es hat von Anfang an eine derart prächtige Verzweigung, dass ich nicht weiß, ob das normal ist. Hier die Bilder.
Dateianhänge
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Das Zweigwunder
IMG_0394_1_1_1.JPG (44.67 KiB) 925 mal betrachtet
IMG_0395_1_2_1.JPG
Die nana-Babies
IMG_0395_1_2_1.JPG (68.44 KiB) 925 mal betrachtet
Servus,
Reinhold

Bonsaiclub Wien

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Beitrag von Andreas Ludwig » 23.05.2007, 09:41

Normal...

Das ist so eine Sache. Normal kann man nur sein, wenn eine Norm da ist. Dann muss man schauen, worauf sich diese Norm bezieht. Nicht jede Norm ist erstrebenswert. Gerade bei Bonsai wird viel gemacht, um Bäume aus ihrem <normalen Wuchs> heraus zu führen in eine <extreme Form>.

Ursachen brauchst du nicht suchen. Wenn ein Kind gesund zur Welt kommt, ist das ein Wunder, sagt man. Bei Bäumen stimmt das auch. Schaut man genau, gibts immer wieder Eigenarten. Ich hab da grad ein paar Eichenkeimlinge, derselbe Baum, dieselbe Ernte. Vier sind ganz <normal>, einer hatte einen Wachstumsstopp nach einem Zentimeter, setzte dort einen dichten Astkranz an und seine Blätter sind ungelappt wie die einer Buche.

Tja. Philosophieren ist was Schönes, aber was machst du mit der nana?

Ich würde vorschlagen: Freu dich. Kann ein Mehrfachstamm werden. Oder du lässt mal alle Verzweigungen, weil sie Zuwachs bringen und haust nacher eine schöne Stammlinie raus.

Winznut
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Beitrag von Winznut » 23.05.2007, 18:13

Ich hab da auch einige Spezies.

-Keimling ohne Keimblätter, der jetzt winzige(!) Blätter hat, die fast direkt am Stammansatz wachsen und (wie alle meine Mutanten) nicht wirklich weiterwachsen wollen.
-Keimling mit 3 Keimblätter, der dann auch immer 3 Blätter entwickelt, anstatt 2, dieses aber zusammengerollt bleiben und der nach 2 Blatt-Trios da wachsen eingestellt hat.
-Bei einem Keimling sind die ersten 2 richtigen Blätter zusammengewachsen.
-etc.
Grüße,

Oliver

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