Itoigawa-Shohin

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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zopf
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von zopf » 25.08.2017, 07:17

Hallo Sanne
Dein Wacholder muss in dieser kleinen Schale viel Laub mit Wasser versorgen,
dazu kommt die Wurzelarbeiten bei Nadelbaum Shohins meist nur im Aussenbereich stattfinden.
Das würde für ein gründliches Ausputzen sprechen.
Der Wind ist Unser Freund bei der Pflanzengesundheit,
er trocknet den inneren Bereich unseres Bäumchens
und lässt Pilzen und Insekten weniger Chancen sich an Deinem Bäumchen zu vergreifen.
Das würde für ein gründliches Ausputzen sprechen.
Damit ein Shohin möglichst lange klein gehalten werden kann,
müssen im Inneren immer wieder neue Trieb gebildet werden,
die auf Platz und Sonne angewiesen sind.
Das würde für ein gründliches Ausputzen sprechen.
Ein Wacholder lebt vom Farbspiel Braun - Weiß - Grün.
Das Mit- und Gegeneinander von der Farben
kommt am Besten mit dem frischen Grün der kräftigen Triebe zur Geltung.
Das würde für ein gründliches Ausputzen sprechen.
mfG Dieter
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Sanne
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 25.08.2017, 16:09

Hallo Dieter,

danke für Deine guten Hinweise. :-D

Mit diesem Refrain
zopf hat geschrieben:Das würde für ein gründliches Ausputzen sprechen.
hast Du sehr poetisch geantwortet. 8)

Gruß, Sanne

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 03.10.2017, 18:28

Hallo,

heute habe ich den kleinen Wacholder entdrahtet. Es war z.T. schon eingewachsen. Das stört mich nicht besonders.
Ein abgeplatztes Rindenstück hatte auf der Innenseite einen lachsfarbenen „Schaum“ und auch an anderen Stellen des Stammes waren entweder kleine weisse Stellen oder auch fast orangene zu finden.

Ich glaube aber inzwischen, es waren nur harmlose Schildläuse.

Gruß, Sanne
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 04.08.2018, 21:42

Hallo,

da das Thema „Wacholder“ gerade aktuell ist, zeige ich auch mal meinen kleinen Wacholder hier wieder. Auf der Rückseite ist leider viel Stresslaub.

Ich überlege, ob ich ihn im Herbst umtopfen sollte, da mir das Substrat mit Akadama und Humusanteil ziemlich matschig erscheint.

Grüße, Sanne
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Wacholder am 04.08.2ß18.jpg
von der Rückseite.jpg

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Odoridori » 06.08.2018, 09:23

Hallo Sanne,

wer verwendet denn auch Akadama mit Humuus???
Das nimmt ja alle Vorteile die Akadama gegenüber anderen Erden hat.
Akadama lässt aufgrund seiner Körnigkeit Luft an die Wurzeln, es wird Staunässe vermieden.
Humus verstopft doch aufgrund seiner Eigenschaften diese Hohlräume des Akadama,
kein Wunder wird die Erde siffig.

Richtige Erdmischung und die Pflege von Chin.-Wacholdern hast Du im anderen Thread ja gelesen.

Wacholder und wie fast alle Immergrüne sollten im späten Frühjahr(Mai) umgetopft werden, denn
fürs Wurzelwachstum benötigen Sie Bodenwärme, also lass es besser mit deinem umtopfen im Herbst.

Viele Grüße
Holger
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Martin_S » 06.08.2018, 11:00

Hallo Sanne,

da bin ich zu 100% bei Holger. Humus macht die Vorteile des reinen Akadamas zunichte.

By the way: Schildläuse sind alles andere als harmlos. Die gehören entfernt (ob nun mit einen systemischen Insektizid oder von Hand abgesammelt).

LG (ich finde den Baum immer noch super ;) )

M
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Martin

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 06.08.2018, 13:30

Odoridori hat geschrieben:
06.08.2018, 09:23
wer verwendet denn auch Akadama mit Humuus???
Hallo Holger,

das kann auch Akadama mit Torf sein. Ich verwechsele das gerne mit Humus. Beim nächsten Umtopfen werde ich wieder meine bewährte Hausmischung für Nadelbäume (Akadama, Bims, Kirju) nehmen.
Odoridori hat geschrieben:Wacholder und wie fast alle Immergrüne sollten im späten Frühjahr(Mai) umgetopft werden, denn fürs Wurzelwachstum benötigen Sie Bodenwärme, also lass es besser mit deinem umtopfen im Herbst.
Ich hatte noch vorgehabt, im Mai d.J. umzutopfen, es jedoch leider versäumt. Laut Enger kann man auch Wacholder im Herbst umtopfen. Mal sehen, wie das Wetter Anfang September ist.
Martin_S hat geschrieben:
06.08.2018, 11:00
By the way: Schildläuse sind alles andere als harmlos. Die gehören entfernt (ob nun mit einen systemischen Insektizid oder von Hand abgesammelt)... (ich finde den Baum immer noch super ;) )
Hallo Martin,

gegen Schildläuse war ich vorgegangen. Jetzt hat er keine mehr.
Freut mich, dass das Bäumchen Dir gefällt. :-D

LG, Sanne

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Heike_vG » 06.08.2018, 18:25

In Sachen Substrat wird es immer verschiedene Meinung geben. Ich gebe bis auf wenige Ausnahmen immer ein klein wenig Humus (in Form von Qualitätsblumenerde) mit in meine Akadama-Mischungen. Das hat sich gut bewährt und füttert auch die Mykorrhiza schön an.

LG, Heike
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Odoridori » 06.08.2018, 18:32

Sanne
das kann auch Akadama mit Torf sein.
Das wäre dann ganz falsch, Wacholder mögen keinen sauren Boden.
Beim nächsten Umtopfen werde ich wieder meine bewährte Hausmischung für Nadelbäume (Akadama, Bims, Kirju) nehmen.
Das solltest Du
Ich hatte noch vorgehabt, im Mai d.J. umzutopfen, es jedoch leider versäumt
.
Dann warte bis nächstes Jahr Mai, es kommt darauf an wie und ob man die Wurzeln bearbeiten
will und muss. Wie gesagt ich würde warten.
Martin_S
By the way: Schildläuse sind alles andere als harmlos. Die gehören entfernt (ob nun mit einen systemischen Insektizid oder von Hand abgesammelt)...
Sanne wenn Du die Rinde des Chin.-Wacholder einmal im Jahr, mit einer Kunststoffbürste reinigst und die losen Rindenstreifen
entfernst, können sich unter der Rinde gar keine Schadinsekten einfinden und wenn Du dann noch gegen Spinnmilben
im Frühjahr und Vorbeugend vor dem Einwintern mit einem anderen Spritzmittel gegen saugende Insekten spritzt
dann hast Du keine Probleme damit.

Viele Grüße
Holger
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 06.08.2018, 19:12

Heike_vG hat geschrieben:
06.08.2018, 18:25
Ich gebe bis auf wenige Ausnahmen immer ein klein wenig Humus (in Form von Qualitätsblumenerde) mit in meine Akadama-Mischungen. Das hat sich gut bewährt und füttert auch die Mykorrhiza schön an.
Danke für Deine Meinung.
Odoridori hat geschrieben:
06.08.2018, 18:32
Dann warte bis nächstes Jahr Mai, es kommt darauf an wie und ob man die Wurzeln bearbeiten
will und muss. Wie gesagt ich würde warten.
Du scheinst nichts vom Herbstumtopfen zu halten, Holger. :wink: Dann werde ich den Wacholder doch erst im Mai 2019 umtopfen.
Odoridori hat geschrieben:
06.08.2018, 18:32
...wenn Du die Rinde des Chin.-Wacholder einmal im Jahr, mit einer Kunststoffbürste reinigst und die losen Rindenstreifen entfernst, können sich unter der Rinde gar keine Schadinsekten einfinden und wenn Du dann noch gegen Spinnmilben im Frühjahr und Vorbeugend vor dem Einwintern mit einem anderen Spritzmittel gegen saugende Insekten spritzt dann hast Du keine Probleme damit.
Danke für Deine Empfehlungen!

Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu dem Verkäufer, um zu fragen, ob es sich bei dem Substrat neben Akadama einen Humus- oder Torfanteil handelt. Außerdem wollte er wohl die schönere Noppenschale nicht mehr hergeben. Schade.

Viele Grüße, Sanne

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Martin_S » 09.08.2018, 15:20

Sanne hat geschrieben:
06.08.2018, 19:12

....Leider habe ich keinen Kontakt mehr zu dem Verkäufer, um zu fragen, ob es sich bei dem Substrat neben Akadama einen Humus- oder Torfanteil handelt. Außerdem wollte er wohl die schönere Noppenschale nicht mehr hergeben. Schade.

Viele Grüße, Sanne
Hey Sanne,

den Job kann ich dir abnehmen, da ich Kontakt zu dem Kollegen habe. *dance*
LG
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Sanne » 09.08.2018, 16:46

Martin_S hat geschrieben:
09.08.2018, 15:20
den Job kann ich dir abnehmen, da ich Kontakt zu dem Kollegen habe. *dance*
Hallo Martin,

das wäre echt klasse von Dir. *daumen_new*

LG, Sanne

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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Berndbonsai » 09.08.2018, 18:16

Odoridori hat geschrieben:
06.08.2018, 18:32

Dann warte bis nächstes Jahr Mai, es kommt darauf an wie und ob man die Wurzeln bearbeiten
will und muss. Wie gesagt ich würde warten.

Viele Grüße
Holger
Hallo Holger
Dass Du mit umtopfen abwartest mag für Dich richtig und passend sein. Aber Walter Pall, Helmut Rüger und Nobujuki Kajiwara empfehlen das umtopfen im Spätsommer( bei der richtigen Witterung). Auch viele Teilnehmer im Forum haben, wie ich beste Erfahrungen mit umtopfen Ende August Anfang September gemacht. Auch bei massivem bearbeiten der Wurzeln und ohne besonderen Winterschutz. Daher finde ich es schade, dass Du so absolut vom umtopfen im Herbst abrätst.
Gruß Bernd
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Odoridori » 09.08.2018, 21:24

Nun Bernd,

Hr. Katagiri, Hr. Iura, Hr. Masumi und auch Udo Fischer empfehlen das umtopfen
im Mai, wenn es etwas wärmer geworden ist. Meine Erfahrungen mit umtopfen im Mai
siehst Du an den Bildern von meinen Chin.-Wacholder. Warum sollte ich dann Sanne
etwas anderes raten wie das was ich gelernt habe und was bestens funktioniert.

Viele Grüße
Holger
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Re: Itoigawa-Shohin

Beitrag von Martin_S » 10.08.2018, 10:48

Hallo Sanne,

der Kollege teilte mir folgendes mit:
a) nach der Schale wird er schauen. Kann sein, dass er sie noch hat. dazu schreibe ich dir eine PN.
b) der Baum wurde in Akadama getopft und aus dekorativen Gründen eine dünne Schicht Humus oben aufgelegt.

LG
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