Shohin Besenzelkove Keyaki

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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bonsaiheiner
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Re: Shohin Besenzelkove Keyaki

Beitrag von bonsaiheiner » 20.03.2019, 21:54

Bonsette hat geschrieben:
20.03.2019, 20:15
...

In Deinem Thread, wo Du die Wurzelbohrpropfung mit dem Zahnstocher beschreibst, drückt der Zahnstocher die Wurzel von oben an die Unterkante des Loches. Ist das so besser, weil die Wurzel unten besser anwächst, oder ist es egal, wohin die Wurzel gedrückt wird?

LG
Steffi
Wahrscheinlich ist es ziemlich egal,Steffi, ob die Wurzel nach oben, unten oder zur Seite gedrückt wird. Se muß nur innigem Kontakt zum Kambium haben. Der Druck, den die Zahnstocherspitze ausübt, darf aber nicht so hoch sein, dass die weiche Wurzel gequetscht wird.
Andreas,
den Grund für die jetzige Schalenwahl habe ich genannt. Die alte Klika-Schale ist mir auch lieber für den Baum.
Liebe Heike,
vielen Dank für Deinen netten Kommentar,
Heiner
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Re: Shohin Besenzelkove Keyaki

Beitrag von bonsaiheiner » 06.09.2019, 11:28

Hallo,
in dem relativ kleinen Topf kann bei dem beschränkten Pflanzraum in einem halben Jahr nicht viel passiert sein. Die Veränderungen laufen in einem betonten Zeitlupenmodus ab, anders als wenn der Pflanzraum größer oder die Zelkove gar frei eingepflanzt wäre.
Immerhin kommt die Bohrpfropfung jetzt ohne die fixierenden Zahnstocherspitzen aus.
Die durchgezogene Wurzel zeigt vor und hinter dem Durchzug noch keine nennenswerten Kaliberunterschiede, aber sie ist immerhin vital.
Bei jungen Ulmenartigen muß man damit rechnen, dass eine einzige, zumindest einige wenige Wurzeln, die Hauptarbeit leisten und sich dadurch überproportional verdicken. Daran kann mir natürlich nicht gelegen sein, denn das Ziel ist ja eine harmonische Wurzelverteilung am Nebari.
Die daraus abzuleitenden Erfordernisse (engmaschige Umpflanztermine mit Nebarikorrekturen) versprechen, etwas heikel zu werden.
Kann ich vielleicht damit rechnen, dass beide Wurzelteile (der, der aus dem Wurzelbart zum Stamm führt und der dahinter) für das Nebari erhalten bleiben?
Oder wie seht Ihr die Sache?
Bohrpfropfung Shohin Z.s.Nebari  5.9.19.jpg
Bohrpfropfung Shohin Z.s.Nebari 5.9.19.jpg (159.33 KiB) 377 mal betrachtet
Bohrpfropfung Shohin Z.s.Nebari I 5.9.19.jpg
Bohrpfropfung Shohin Z.s.Nebari I 5.9.19.jpg (187.54 KiB) 377 mal betrachtet
Beste Grüße,
Heiner
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Re: Shohin Besenzelkove Keyaki

Beitrag von chrisirhc » 08.09.2019, 15:43

Sehr geile Zelkove hast du da, hast echt ein Händchen für Shohin.
Freue mich auf Bilder ohne Kleid. *daumen_new*
Chris *banana*

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Re: Shohin Besenzelkove Keyaki

Beitrag von bonsaiheiner » 10.09.2019, 01:10

Freut mich, Chris, dass Dir die Kleine gefällt.
Die dünne Wurzel auf dem ersten Foto links, und die auf der Gegenseite, das ist die die schräg nach vorn links verläuft, das ist nämlich die an der Basis durchgezogene, bohrgepfropfte Wurzel- scheint alles zu funktionieren.
Gruß,
Heiner
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