Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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Max L
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Max L » 13.03.2014, 09:12

Hallo Benedict,

super, freue mich auf die Bilder!

Grüße,
MAx

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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Max L » 22.03.2014, 16:21

Jetzt habe ich noch drei dreijährige Pinus Nigra mit in mein Projekt aufgenommen... bin schon gespannt wie die Entwicklungen voranschreiten die nächsten Jahre!

Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 01.04.2014, 12:20

In dem amerikanischen Bonsaiblog "Bonsai tonight" werden in einem der letzten aktuellen Einträge Kiefern nach der Nudelsiebmethode aus Japan gezeigt. Der japanische Hobby-Züchter kultiviert die über Jahrzehnte in solchen Sieben. Auch haben Kiefern welche bereits erstaunliche Qualität erreicht haben immer noch Opferäste und Opferleittriebe. Das nenne ich Geduld und Beharrlichkeit im Angesicht unserer doch so begrenzten Lebenszeit. Der Weg ist das Ziel. Hochgradig beeindruckend *daumen_new*

LG Joseph
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Max L
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Max L » 08.06.2014, 23:42

Hat jemand von Euch Erfahrung mit Pinus Cembra?

Lg, Max

Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 03.10.2014, 13:48

Dieses Jahr war ein richtig gutes für meine Waldkiefern. Manche Opferleittriebe musste ich aber vorsorglich früher als geplant herausschneiden, da mir untere Äste zu schwach im Trieb vorkamen. ( 1 Euro große Schnittwunden sind jetzt bereits zu 2/3 überwallt. Wundpaste erneuert.) Auch habe ich, durch das Forum angeregt, im Frühsommer pinziert. Die herbstliche Rückknospung und die zahlreichen Knospen an den Schnittstellen sind sehr gut ausgefallen. Das kann aber auch an der Reaktion auf den Verlust der kraftraubenden Opferäste gelegen haben. Nächstes Jahr werde ich wohl aber wieder erst Ende Juli die neuen Triebe zurückschneiden. Pinziere ich im Frühsommer habe ich den Sommer über eine Art Gefühl des Stillstands. Es werden zwar Knospen gebildet , aber die Rückknospung im hinteren Bereich der Äste geschieht eher erst im Herbst. Die Ast und Stammverdickung ist auch eher gering. Schneide ich dagegen erst Ende Juli zurück kommt mir die Verdickung deutlich üppiger vor. Die Knospenbildung an den Schnittstellen UND im hinteren Bereich geschieht dagegen nahezu gleichzeitig !
Opferäste werde ich vornehmlich an den ersten Ästen wieder wachsen lassen. Im Stil der "Begrüßungskiefer" (Monkaburi)
Einige als Shohin geplante Waldkiefern lasse ich jetzt eine Gewichtsklasse höher antreten. Das hat aber auch große Vorteile da ihre Nebenäste entlang der Hauptäste schön Stamm nah sitzen.

Gruß
Joseph

PS: Bei you tube kann man übrigens 3 tolle Videos von Bonsai focus über Jap. Schwarzkiefern anschauen. "Japanese Blackpine Part 1-3". Interessant auch für mein Thema "Opferäste" . Einiges kann man durchaus auf unsere Waldkiefern übertragen.
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Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 02.11.2014, 09:56

In meinem Lieblingsblog "Bonsai tonight" habe ich die Lösung bzw. die Bestätigung für Probleme bei Rückknospung von Waldkiefern gefunden. Auch wenn es sich hier um Japanische Schwarzkiefern in den USA handelt ;)

Wie ihr alle wisst versuche ich Verzweigungsdichte durch spätsommerlichen diesjährigen Triebrückschnitt zu erzeugen.
Gleichzeitig ( und hier liegt das erwähnte Problem !) haben viele meiner Waldkiefern aber Opferäste und /oder Opferleittriebe. Vollzieht man nun den Rückschnitt ( im Blog ist das ein komplettes Entkerzen, was bei Pinus sylvestris ntürlich nicht klappt) erhielt ich ordentliche Rückknospung. Aber lange nicht so stark und üppig wie ich mir das wünschte.
In seinem letzten Blog Eintrag weist nun der amerikanische Autor genau auf dieses Problem hin. Auch bei seinen P. thunbergii unterdrücken die intakten Knospen der Opferäste allzu üppige Rücknospung bzw. in seinem Fall Neuaustrieb.
Diesen Frühsommer habe ich allerdings bei manchen meiner Kiefern Opferäste ganz herausgeschnitten und dann gegen meine sonstige Gewohnheit pinziert. Und siehe da ! So prächtige Knospenbildung an den Schnittstellen und auch an älteren Astteilen hatte ich lange nicht mehr. :)
Meine neue REGEL : Nicht konstant die selben Opferäste jahrelang halten. Stattdessen alle paar Jahre Opferäste ganz herausschneiden. In den nächsten 1 bis 2 Vegetationsphasen kann man durch solch einen Schock wertvolle Verzweigung erzeugen und die Krone dadurch klein und kompakt halten. Dann kann man wieder mit Opferästen arbeiten und muss sich wieder mit der schwächeren Reaktion des Rückschnitts etablierter ,bleibender Kronenbereiche bescheiden.

Liebe Grüße
Joseph
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Max L
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Max L » 11.12.2014, 15:03

Bonsai-Bene hat geschrieben:Hallo Max,

wenn ich es zeitlich schaffe mal wieder Bilder zu machen, dann stelle ich gerne welche hier ein.
Hallo Benedict,

wie ist denn deinen TPK Kandidaten in diesem Jahr ergangen?

Viele Grüße,
Max

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Max L
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Max L » 11.12.2014, 15:07

Joseph Conrad hat geschrieben:In meinem Lieblingsblog "Bonsai tonight" habe ich die Lösung bzw. die Bestätigung für Probleme bei Rückknospung von Waldkiefern gefunden. Auch wenn es sich hier um Japanische Schwarzkiefern in den USA handelt ;)

Wie ihr alle wisst versuche ich Verzweigungsdichte durch spätsommerlichen diesjährigen Triebrückschnitt zu erzeugen.
Gleichzeitig ( und hier liegt das erwähnte Problem !) haben viele meiner Waldkiefern aber Opferäste und /oder Opferleittriebe. Vollzieht man nun den Rückschnitt ( im Blog ist das ein komplettes Entkerzen, was bei Pinus sylvestris ntürlich nicht klappt) erhielt ich ordentliche Rückknospung. Aber lange nicht so stark und üppig wie ich mir das wünschte.
In seinem letzten Blog Eintrag weist nun der amerikanische Autor genau auf dieses Problem hin. Auch bei seinen P. thunbergii unterdrücken die intakten Knospen der Opferäste allzu üppige Rücknospung bzw. in seinem Fall Neuaustrieb.
Diesen Frühsommer habe ich allerdings bei manchen meiner Kiefern Opferäste ganz herausgeschnitten und dann gegen meine sonstige Gewohnheit pinziert. Und siehe da ! So prächtige Knospenbildung an den Schnittstellen und auch an älteren Astteilen hatte ich lange nicht mehr. :)
Meine neue REGEL : Nicht konstant die selben Opferäste jahrelang halten. Stattdessen alle paar Jahre Opferäste ganz herausschneiden. In den nächsten 1 bis 2 Vegetationsphasen kann man durch solch einen Schock wertvolle Verzweigung erzeugen und die Krone dadurch klein und kompakt halten. Dann kann man wieder mit Opferästen arbeiten und muss sich wieder mit der schwächeren Reaktion des Rückschnitts etablierter ,bleibender Kronenbereiche bescheiden.

Liebe Grüße
Joseph

Hallo Joseph,

danke, dass Du uns an deinen Erkenntnissen teilhaben lässt!
Hättest Du eventuell auch ein paar Fotos von deinen Waldkiefern?

Viele Grüße,
Max

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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 22.02.2015, 17:38

Hallo zusammen,

meine Waldkiefern haben den Winter gut überstanden. Schön sattgrüne Nadeln und pralle, helle Knospen. Ich meine sogar, das einige bereits zu schwellen beginnen. Das oberflächige Schalensubstrat (Akadama/Kiryu/Bims ) habe ich abgekratzt um die zerfallenen Reste des letztjährigen organischen Düngers loszuwerden . Das Pilzmycel duftet herrlich. Mit der selben Mischung nachgelegt und "Abrakas" Düngerkugeln von Minuro-Bonsai aufgelegt. Bis die mächtigen Düngerbatzen reagieren und Nährstoffe freisetzen ist gewiss das Frühjahr gekommen. Keinerlei Kommaschildläuse oder Wollläuse. Dafür aber graue Nadelholzläuse en masse. Habe mit Neudosan und Spruzit gespritzt. Die wie aufgereiht an der Nadel sitzenden Läuse kann man aber auch ganz gut mit den Fingern abstreifen. Bin wie ein Bogen gespannt wie die Wuchsleistung ohne schwächende Opferäste dieses Jahr ablaufen wird.

LG Joseph
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Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 02.04.2015, 18:25

Hallo zusammen,

die Kerzen beginnen bereits ganz langsam zu schieben. Die letzten Wochen waren aber recht kühl. Auf Aminosol werde ich dieses Jahr einmal verzichten. Die Nadelfarbe ist bereits richtig dunkelgrün. Die Düngerkugeln wirken bereits. jetzt hoffe ich auf wärmere Tage. Ich lasse diesmal wieder alles an Knospen bis Ende Juli durchwachsen und schneide dann erst zurück.
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Blacki » 19.07.2015, 13:02

Hallo Joseph,

Welche Erfahrungen hast du mit Abrakas gemacht? Bin am überlegen, ob ich ihn mir für nächste Saison bestelle. Wird der Dünger nur aufgelegt oder tut man ihn in Düngekörbchen mit Moos?
Liebe Grüße
Steven

Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 19.07.2015, 14:21

Hallo Steven,

der Abrakas ist ein recht großer runder Brocken. Da ich als Substrat hauptsächlich Akadama und Bims verwende kratze ich einfach für jeden Brocken eine kleine Mulde in die Erde. Da ich ihn zusammen mit einer Vielzahl anderer org. Düngerpellets verwende kann ich gar nicht sagen ob er besonders gut oder schlecht wirkt.


Gruß
Joseph
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realtom12
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von realtom12 » 18.04.2016, 19:27

Ein interessanter Beitrag, leider wird hier kaum gepostet? böse, böse, böse
Der obere Baum ist eine P. sylvestris, die ich mit Opfertrieben ziehe. Fünf Opfertriebe habe ich in den letzten beiden Jahren schon entfernt. Allerdings ist die Wundheilung nicht besonders.
Der untere Baum ist eine P. uncinata, die ich klassisch ziehe, d.h. weder Opfertrieb noch Leittrieb. Von dieser Methode erhoffe ich mir das bessere Endresultat, allerdings habe ich diese Projekte auch gerade erst begonnen und habe noch wenig Erfahrungswerte. Ich versuche mich hier an den bonsai-art Artikel in Heft 23 zu orientieren, der die Vorzüge von klassischer Anzucht ohne Schnittstellen hervorhebt.

lg, Thomas
Dateianhänge
DSC_0013-002.JPG
8-jährige P. sylvestris: mit Opfertrieben
.
DSC_0013-002.JPG (143.81 KiB) 2566 mal betrachtet
DSC_0005-002.JPG
4-jährige P. uncinata: klassisch
DSC_0005-002.JPG (157.5 KiB) 2566 mal betrachtet

Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 30.04.2016, 11:04

Ich schaue alle paar Monate nach diesem Thread. Beim jetzigen herrlichen Kerzenschieben natürlich öfter *daumen_new*

Die Opferastmethode ist wirklich mit Vorsicht zu genießen. Wunden die sich nicht mehr schließen kann ich bei meinen Sämlingskiefern gar nicht ab. Ich halte auch nichts von Totholz oder Shari bei selbst gezogenen Sämlingskiefern. Das jugendliche durch starke Düngung mastige, weitlumige und damit weiche Holz würde nur verrotten. Das überlässt man alten Hochgebirgsyamadoris. Ich lasse Opferäste niemals dicker als max. eine 1 Euro Münze werden. Je tiefer sie am Stamm ansetzen, desto schlechter verheilt die Wunde nach ihrer Entfernung. Man kann auch schnell eine "inverse " Stammverdickung im darunter liegenden Stamm/Fuß Bereich bekommen. Ich bevorzuge es deshalb Opferäste bei Kiefern als Leitastverlängerung einzusetzen. Man erhält eine über den gesamten Stammverlauf verlaufende zusätzliche Stammverdickung.
Die Primäräste (erster- wichtigster, zweiter -Rückseiten, dritter- Gegengewichts, vierter-Vorderseitenast und dann kommt schon die Baumspitze, d.h zur Erklärung : Ich ziehe meine Waldkiefern alle ganz klassisch als Moyogi 3D-S Form nach der reinen japanischen Lehre, weil ich diese Form einfach am schönsten finde :-D ) und deren Beitrag zur Stammverdickung verhindern , das die Stammverjüngung flöten geht. Ich gestalte also meinen Bonsai unten und lasse eine lange "Fahnenstange" aus der Bonsaiform herauswachsen. Meistens lasse ich auch beim wichtigsten, untersten, ersten Ast einen oder mehrere Sekundärtriebe die nahe dem Stamm am ersten Ast entspringen auch lang auswachsen. Das fördert den Tachiagari Abschnitt der ja für die Qualität einer Kiefer mit ausschlaggebend ist.

Deine erste Waldkiefer ist zur Zeit nicht besonders wüchsig. Da liegt das Problem bei der Wundheilung.
Deine Pinus uncinata gefällt mir sehr gut. Besonders das sie die unbedingt notwendigen untersten Ästchen besitzt.
Alles langbeinige verdammt dich praktisch zur Bunjingi Form, welche mich oft nicht so richtig anspricht.
Der rechte unterste Ast kann dein erster Ast werden. Er hat ja auch schon wunderbar den untersten, wichtigsten Stammabschnitt verdickt. Zieh dein Bäumchen einfach nach deiner Methode weiter. Wenn es sich in seiner Form (streng aufrecht) und seinen dafür nötigen Hauptästen etabliert hat, kannst du die Opferastmethode behutsam einsetzen. Die Größe der Schnittstellen bestimmst du. Je nach angestrebter Größe des Bonsai muss natürlich die Schnittwundengröße gewählt werden . Bei meiner bevorzugten Größe 35-45 cm ist dies maximal die Euromünze im Leitastopfertrieb. Nur bei dem bin ich mir stets sicher die perfekte Wundheilung zu erreichen. Bei Shohin ist die 2 Cent Münze vielleicht schon das maximale.Hängt immer davon ab wie dick der Stamm , Äste im vergleich zur Schnittwunde ist. Es gibt nichts hässlicheres wie schlecht verheilte oder unverheilte Schnittwunden.

Gruß
Joseph
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Joseph Conrad
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Re: Der Shohin aus dem Nudelsieb – ein lohnendes Projekt ?

Beitrag von Joseph Conrad » 20.08.2016, 10:58

Vor etwa 6-8 Wochen bemerkte ich bei einer getopften Waldkiefer an einigen Ästen das deren Nadeln gelblich wurden. Ich schob dies auf die lang anhaltenden und dauerhaften starken Regenfälle zurück. Zudem ließ ich mich dazu verführen weiterhin mit Biotrissol flüssig zu düngen. Sie entwickelte also wahrscheinlich einen Nässeschaden. Zudem steht sie seit ca. 4 Jahren in Engers Kiefernmischung, welches gewiss schon an Krümelstrukur gelitten hat.
Meine Maßnahmen sahen wie folgt aus : Oberste Lage Substrat mit sämtlichen Düngerkugen/pellets entfernt. Mit Holzstäbchen stets die Bodenfeuchte am Schalengrund getestet bevor ich wieder goß. Zum Glück wurde das Wetter sonniger und trockener. Den Rückschnitt der diesjährigen Triebe machte ich bereits Anfang -Mitte Juli. Zudem schnitt ich alle Opfertriebe und auch den Opferleittrieb heraus, um die bestehende permanente Aststruktur nicht noch zusätzlich zu schwächen.
Vor 3 Wochen entschloss ich mich mit MagSulf und FeSulf einmalig zu düngen.
Vor 2 Wochen legte ich dann eine Kugeln BioGold sowie Greenking pellets für die Herbstdüngung auf.
Ergebnis : Die Gelbfärbung ist heute praktisch verschwunden. Der Baum fast so dunkelgrün wie seine ausgepflanzten Kameraden. Die Rückknospung auf den Rückschnitt ist gut aber nicht hervorragend. Da sie wegen dem verfrühten Rückschnitt so früh erfolgte haben die Nadelknospen bereits stattliche Größen. Rückknospung an älterem, nadellosem Holz hat fast nicht stattgefunden.


Ende März werde ich den Baum umtopfen.
Mir hat die ganze Misere mal wieder vor Augen geführt wie Nässe empfindlich Waldkiefern in der Schale sein können.
bemerkenswert erschien mir noch das die Gelbfärbung auf einige wenige Äste beschränkt war und nicht gleichmäßig über den Baum verteilt. Der starke Opferleittrieb war gar nicht betroffen.

Gruß
Joseph
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