Kleine japanische Lärche

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
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Petra K.
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Petra K. » 26.03.2018, 19:32

Hallo Sanne, ich verstehe den Sinn nicht warum Du sie mit Aliette übersprühst. Es sieht so aus als ob die drei Knospen unten links noch lebendig sind.
Grüße aus München
Petra

Sanne
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Sanne » 26.03.2018, 19:42

Hallo Petra,

ich hatte die Lärche mit Aliette behandelt, weil ich schon im Juli letzten Jahres die Bonsaischule Enger danach gefragt hatte, ob ich das Mittel bei der Lärche auch anwenden könnte. Diese hatte das befürwortet, da das damalige Substrat zu lange nass blieb.

Gruß, Sanne

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Thorsten1504
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Thorsten1504 » 26.03.2018, 22:02

Hallo Sanne,

ich drücke die Daumen für Deine Lärche.
Meine kommen aber auch gerade erst so langsam und haben die ersten grünen Punkte an den Knospen.

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Petra K.
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Petra K. » 27.03.2018, 08:48

Hallo Sanne, ich drücke Dir auch die Daumen, aber wenn letztes Jahr das Substrat schon nicht abtrocknete, denke ich dass da das Problem liegt und das geht mit Aliette nicht weg.
Grüße aus München
Petra

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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Sanne » 27.03.2018, 11:57

Hallo Thorsten, hallo Petra,

danke Euch beiden für's Daumendrücken.

Als ich die Lärche ca. Mitte September letzten Jahres umgesetzt hatte, sahen die Wurzeln schon nicht mehr gut aus. Da habe ich eben mit Aliette gesprüht; soll ja auch gegen Wurzelfäule helfen.

Grüße, Sanne

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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Sanne » 24.04.2018, 15:34

Hallo zusammen,

die kleine japanische Lärche hat es leider nicht geschafft. :( Gestern sollte sie in einen kleinen TPK umgesetzt werden, jedoch war ein deutlicher Wurzelschaden erkennbar.

Ich vermute jetzt mal, dass sie in dieser Transporterde zu lange gestanden hatte, die zur weiteren Kultivierung nicht geeignet ist. Als ich sie Anfang Juli letzten Jahres gekauft hatte, dachte ich noch, dass es sich beim Substrat um Terrasai handelte, da es sehr ähnlich aussah.

Vielleicht finde ich eines Tages noch mal eine...

Grüße, Sanne

Michael 86
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Michael 86 » 24.04.2018, 22:17

Schade Sanne. Woran erkennt man Transporterde und was ist das gefährliche daran?
Grüße Michael :)

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Thorsten1504
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Thorsten1504 » 24.04.2018, 22:35

Sanne hat geschrieben:
24.04.2018, 15:34
die kleine japanische Lärche hat es leider nicht geschafft. :(
Hallo Sanne,

tut mir Leid um Deine Lärche. :(
Ich hab mit Lärchen aber irgendwie auch kein Glück.
Bei mir treibt auch eine die ich letztes Jahr in Enger gekauft habe nicht aus. :(
Aber ich geb nicht auf, weil ich Lärchen sooo schön finde und werde mir nochmal ne neue zulegen und noch vorsichtiger beim umtopfen sein.
Obwohl ich mich letztens in Ascheberg noch mit Wolfgang Klemend unterhalten habe und der meinte, das Lärchen gar nicht so empfindlich sind.
Auch die Damen in Enger haben mir das schonmal gesagt. *kopfkratz* :-? *schulter zuck*

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Manfred Jochum
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Manfred Jochum » 25.04.2018, 07:56

hi ihr beiden,

Lärchen sind eigentlich gar nicht so problematisch....
Passt nur auf, dass sie möglichst nicht geschwächt in den Winter gehen.
Ich topfe Lärchen deshalb auch nur im Frühjahr um.
Auch Trockenschäden im Sommer oder Spätsommer können die Pflanze schwächen.
Wichtig.... die Pflanze übers Jahr immer schön düngen ..... das stärkt die Abwehrkräfte und macht sie robuster.
Und Lärchen nicht zu trocken und warm überwintern..... die lieben es eher kalt und feucht ( Frost ist kein Problem für Lärchen )

noch ein kleiner Tip:
macht euch bei so kleinen Dingern nicht zu viele Gedanken über das Gestalten
Sätze wie: der Ast muss weg, der Ast muss 5mm hoch ... oder doch lieber runter.... und viel mehr Bewegung muss rein
das hört man oft..... ist aber eigentlich nicht der richtige Weg.
1.Schritt ist immer die Pflanzengesundheit im Auge zu haben.
-Pflanze ist gut eingewurzelt und steht stabil
-Triebe sind saftig und schön grün in der Nadelfarbe
-keine Schädlinge an den Trieben
-keine Trockenschäden z.B. durch Überhitzung im Sommer

erst dann an der Pflanze arbeiten...
und lieber nur mit Schneiden die Astform lenken.....
gerade die kleinen Lärchen zeigen einem ganz schnell wo es lang gehen sollte.... Aufzwingen haben sie wirklich nicht so gerne.


Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.

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Petra K.
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Petra K. » 25.04.2018, 08:47

Da kann ich Manfred in allen Einzelheiten nur zustimmen. Ich topfe Lärchen nur im Frühjahr um zu einer ganz bestimmten Zeit und wie schon mehrfach gesagt, ich topfe um und in dem Jahr wird nichts an der Lärche gemacht. Im Herbst höchstens die Langtriebe einkürzen. Auch wenn man das Grün bei der Lärche reduziert immer darauf achten, dass genügend Grün noch am Baum bleibt damit sie Saft ziehen können. Ich mag Lärchen sehr vor allem Yamadori Lärchen. Ich habe selber einige und auch welche ausgegraben und wenn man die Pflanzengesundheit an erster Stelle sieht und der Pflanze Zeit lässt, sind sie wunderschön und auch nicht so problematisch.
Grüße aus München
Petra

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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Heike_vG » 25.04.2018, 11:26

Die Ausführungen von Majo und Petra kann ich nur unterschreiben! Wenn man die Lärchen mit Umsicht und Geduld pflegt und gestaltet, sind sie ganz pflegeleicht. Feuchtigkeit im Blick behalten, gut düngen und nicht zu viel auf einmal dran machen. Meine größeren Lärchen überwintern gewöhnlich draußen, nur durch einen Dachüberstand ein wenig vor übermäßigem Niederschlag geschützt.

Liebe Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Sanne » 25.04.2018, 15:56

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Kommentare.
Michael 86 hat geschrieben:
24.04.2018, 22:17
Woran erkennt man Transporterde und was ist das gefährliche daran?
Die Transporterde sieht dem Terrasai ähnlich, ist aber „matschiger“ und hält die Wurzeln zu lange nass, Michael.
Thorsten1504 hat geschrieben:
24.04.2018, 22:35
Aber ich geb nicht auf, weil ich Lärchen sooo schön finde und werde mir nochmal ne neue zulegen ...
Geht mir genauso, Thorsten.
Manfred Jochum hat geschrieben:
25.04.2018, 07:56
noch ein kleiner Tip:
macht euch bei so kleinen Dingern nicht zu viele Gedanken über das Gestalten...
1.Schritt ist immer die Pflanzengesundheit im Auge zu haben.
-Pflanze ist gut eingewurzelt und steht stabil
-Triebe sind saftig und schön grün in der Nadelfarbe
-keine Schädlinge an den Trieben
-keine Trockenschäden z.B. durch Überhitzung im Sommer...
Danke für Deine ausführliche Erklärung, Majo. Die kleine Lärche wurde aber noch gar nicht gestaltet, weder geschnitten noch gedrahtet. Ich hatte lediglich nach Tipps zur Gestaltung gefragt.
Petra K. hat geschrieben:
25.04.2018, 08:47
Ich topfe Lärchen nur im Frühjahr um zu einer ganz bestimmten Zeit...
Ja, das Frühjahr ist sicherlich der beste Zeitpunkt, um Lärchen umzutopfen, Petra. Ich hatte meine nur Anfang September mit leichtem Wurzelschnitt umgetopft, da mir das Substrat zu lange nass blieb.
Heike_vG hat geschrieben:
25.04.2018, 11:26
Wenn man die Lärchen mit Umsicht und Geduld pflegt und gestaltet, sind sie ganz pflegeleicht. Feuchtigkeit im Blick behalten, gut düngen und nicht zu viel auf einmal dran machen. Meine größeren Lärchen überwintern gewöhnlich draußen, nur durch einen Dachüberstand ein wenig vor übermäßigem Niederschlag geschützt.
Heike, meine vorige kleine Lärche fand ich auch sehr pflegeleicht. Sie hatte in den 7 Jahren nie Schädlinge oder irgendwelche Probleme gehabt. Leider habe ich sie ein paar Mal in der heißen Sonne stehen gehabt.
Überwintert hatte ich die jetzt verstorbene Lärche bei ca. 2-3°C im Kühlschrank, da sie mir nicht fit erschien.

Ich denke jedenfalls, dass man sich lieber im Frühjahr neue Bäume anschaffen sollte, um sie dann gleich in das gewohnte Substrat umsetzen kann.

LG, Sanne

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Manfred Jochum
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Manfred Jochum » 25.04.2018, 18:29

hallo Sanne,

du sagst du hast die Lärche Anfang September umgetopft weil sie zu lange feucht war.....

genau das hätte ich nicht gemacht.... wenn die Drainage prinzipiell noch i.O. ist , hat das in den meisten Fällen nur eine Ursache.
Die Wurzeln tun ihren Dienst nicht..... desshalb bleibt die Erde sehr lange feucht.
Ein Wurzelschnitt ( auch ein leichter ) bringt dich dann nicht wirklich weiter. .... in den meisten Fällen ist dann sogar der Todesstoß.
Erst muss man die Ursache erkunden.
Man kann sehr wohl nach den Wurzeln schauen, sind sie matschig dann kann man wegschneiden, sind sie aber soweit i.O. dann wieder unberührt zurück in den Pot.
Vielleicht etwas weniger gießen, oder einen hellen sonnigen aber leicht geschützten Standort wählen... bis das Abtrocknen wieder funktioniert.
Einen leichten Wurzelschnitt ( also nur aussenrumm ein wenig ) kann auch aus einem anderen Grund problematisch werden.
Füllt man dann gut durcklässige Erde nur um den alten Ballen, entsteht ein ungünstiger Effekt.
Das Wasser läuft aussen um den Ballen sehr schnell herum und wieder aus der Schale heraus (dort sind dann nach dem leichten Wurzelschnitt auch noch keine aktiven Saugwurzeln) und der eigentliche Kernballen bleibt trocken.... die Pflanze vertrocknet , obwohl man gießt.
Zu dem Zeitpunkt September Oktober ist das dann auch sehr schwer von der Pflanze zu verkraften.... dann muss sie praktisch geschwächt in den Winter gehen.....

Wohl gemerkt, das muss jetzt bei deiner Pflanze nicht der Fall gewesen sein, aber genau so habe ich es schon selbst erlebt, und auch von anderen Kollegen zu hören bekommen.

Vielleicht helfen dir ja meine Gedanken zu deinem Problem. Sich selber einzureden man macht alles richtig, und ich habe doch nur ein klein wenig gemacht.... das bringt einen jedenfalls nicht weiter.

Ich drück dir die Daumen, dass das mal klappt mit den Lärchen.

Gruß Majo
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von bock » 25.04.2018, 20:02

Moin Sanne,

ich will hier keine Widerrede vom Stapel lassen, aber meine kleine Lärche habe ich Mitte September 2016 bei Temperaturen von bis zu 30°C mit Wurzelschnitt umgetopft. Da waren keine Anzeichen von Stress oder Schwäche zu bemerken...
Tut mir leid um deine kleine Larix!
Manchmal kann man nur vermuten, warum ein Baum die Mitarbeit einstellt. Natürlich sucht man den Fehler erstmal bei sich selbst, denn meistens sind es ja Pflegefehler, die eine Pflanze dahin raffen. Aber es können auch Verkettungen ungünstiger Umstände sein - Kopf hoch und weitermachen! :-D
liebe Grüße Andreas
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Re: Kleine japanische Lärche

Beitrag von Manfred Jochum » 26.04.2018, 06:55

ja Andreas,

du hast natürlich Recht..... eine gesunde Pflanze kann ich fast das ganze Jahr umpflanzen.
Worauf ich etwas sensibilisieren wollte, ist die Analyse, warum eine Erde im Spätsommer zu lange feucht bleibt.
Liegt es an der Erde selber oder liegt es an der Funktion der Wurzeln.
In dem Fall vermutlich der 2. Fall ....... und bei einem defekten Wurzelsystem hilft meistens auch ein Umtopfen nicht.
Der eigentliche Fehler ist wahrscheinlich schon im Sommer passiert ( zu trocken, überhitzt .... ) --> Wurzelschädigung

Gruß Majo
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