Shohin-Feldahorn

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
Benutzeravatar
Gatze
Beiträge: 289
Registriert: 29.08.2016, 12:52
Wohnort: Wien

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von Gatze » 17.11.2017, 13:45

Hi
Die Fotos haben mir sehr geholfen um zu verstehen, wie und wo die Äste sinnvollerweise entspringen können...
Danke für die Mühen *daumen_new*
Grüße Magda

Geduld ist die Kunst nur langsam wütend zu werden.


Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 17.11.2017, 15:16

Gatze hat geschrieben:
17.11.2017, 13:45
Die Fotos haben mir sehr geholfen um zu verstehen, wie und wo die Äste sinnvollerweise entspringen können...
Hallo Magda,

Äste entstehen leider nicht immer da wo sie gebraucht werden. Doch der Feldahorn treibt nach starkem Rückschnitt auch direkt aus dem Stamm wieder aus. Auf der rechten Seite würde ich auf wenigstens 1 oder 2 neue Triebe hoffen.
Ich glaube nicht, dass aus den überwallten Wunden noch Triebe kommen.

Grüße
Rainer

Benutzeravatar
Max L
Beiträge: 398
Registriert: 05.06.2013, 22:02

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von Max L » 03.12.2017, 10:34

Rainer,

Hier lese ich auch mit großem Interesse mit! Vielen Dank für deine Dokumentationen!
Beste Grüße, Max

Benutzeravatar
MichaelL
Beiträge: 74
Registriert: 19.10.2016, 20:37
Wohnort: Solingen
Kontaktdaten:

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von MichaelL » 03.12.2017, 11:42

Hallo rainer,

Interessanter Thread. Vielen dank dafür! In meinem Garten habe ich einen Feldahornsämling, der schon ein paar Jahre dort wächst...
Da bin jetzt richtig motiviert mit dem einen Versuch zu starten.

Schöne Adventszeit

Michael

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 01.03.2018, 22:17

mydear hat geschrieben:
04.11.2017, 14:45
Ich mag den Feldahorn weil er schnell am Nebari verbreitert (sofern die Wurzeln flach ausgebreitet werden). Auch die helle, knorrige Rinde bildet sich relativ früh aus, das Foto ist aus 2015. Das macht den Feldahorn für mich attraktiv, diese Vorzüge möchte ich herausstellen. Ich habe an einem Waldrand seit 1994 junge Feldahorne heranwachsen sehen, war vom Schwung im Stammansatz und der Rinde angetan. Das wollte ich als Bonsai nachgestalten. Ich versuche die Tage noch davon Fotos einzustellen.
Hier die lange angekündigten Fotos von gut 40-jährigen Feldahornen: unregelmäßig, individuell, malkulin fällt mir dazu ein


2018-02-04 15.46.04.jpg
2018-02-04 15.46.04.jpg (229.5 KiB) 1309 mal betrachtet
2018-02-04 15.46.09.jpg
2018-02-04 15.46.09.jpg (161.01 KiB) 1309 mal betrachtet
2018-02-04 15.46.16.jpg
2018-02-04 15.46.16.jpg (208.62 KiB) 1309 mal betrachtet
2018-02-04 15.46.22.jpg
2018-02-04 15.46.22.jpg (216.41 KiB) 1309 mal betrachtet
2018-02-04 15.46.34.jpg
2018-02-04 15.46.34.jpg (218.92 KiB) 1309 mal betrachtet


Grüße
Rainer

fza
Freundeskreis
Beiträge: 333
Registriert: 30.11.2017, 07:47

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von fza » 02.03.2018, 07:35

Vielen Dank für diese ausführliche Doku, an der kann ich mich in den nächsten Jahren orientieren. *daumen_new*

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 02.03.2018, 16:13

Hallo Max, hallo Michael, hallo Franziska,

danke für euer Interesse, ich würde mich sehr freuen, wenn mehr über Feldahorn-Bonsais in diesem Forum berichtet wird *daumen_new*

Beim Feldahorn weiß ich nicht wie die Verzweigung optimiert werden kann um auf das Niveau von Palmatum und Buergerianum auch nur halbwegs hinzuschnuppern. Mittlerweile denke ich mir einfach es ist einziemlich rustikaler Bursche der mit Eleganz und Feinheit so gar nichts am Hut hat...

Grüße
Rainer

Benutzeravatar
nemsi
Freundeskreis
Beiträge: 528
Registriert: 02.11.2007, 09:07
Wohnort: Nürnberg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von nemsi » 02.03.2018, 19:19

Hallo Rainer,

lehrreiche und schöne Doku. Vor allem Deine Maßnahmen zum Wundverschluß finde ich sehr hifreich. Danke dafür.
Wenn ich das Winterquartier auflöse, fange ich auch einen Feldahorn-Bericht an. Du hast ihn bei mir im Garten schon geseen. Klein, viel Verzweigung und kleine Blätter ohne Blattschnitt. Wenn meine Maßnahmen von 2017 auch 2018 fruchten, dann würde ich mich freuen.

Liebe Grüße
Robert
Liebe Grüße
Robert

Bonsaifreunde Franken e. V.

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 16.03.2018, 23:08

*updated*
Oft sind es nicht die großen Arbeiten sondern die sorgsamen und zeitaufwändigen Detailarbeiten die unsere Lieblinge weiterbringen.
Und die Entfernung der Astknubbel zähle ich dazu.


Bild


Grüße
Rainer

chris-git@rre

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von chris-git@rre » 17.03.2018, 07:54

Hallo Rainer,
der ist echt gut geworden.
Und die Wunden sind super verheilt. *daumen_new*

fza
Freundeskreis
Beiträge: 333
Registriert: 30.11.2017, 07:47

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von fza » 17.03.2018, 08:05

Wenn das so weitergeht, habe ich bald alle deine Dokus abonniert, Reiner. :-D Wirklich toll, wie detailliert du deine einzelnen Schritte dokumentierst. Ich werde mir sicher noch oft alles durchlesen (und hoffentlich "abrufbar" haben, wenn ich's brauche), zumal ich mir kürzlich einen zweiten Feldahorn gekauft habe.

Dieser knorrige Zwerg sieht aus wie ein Kobold, der Wurzelansatz schaut schön breit aus und entgegen deiner Assoziation, Feldahorne seien maskulin, wirkt dieses kleine Ding auf mich wie ein selbstbewußtes, freches Weiberl. :P

Benutzeravatar
Gary
Freundeskreis
Beiträge: 4322
Registriert: 05.01.2004, 21:01
Wohnort: Karlsruhe/Baden

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von Gary » 17.03.2018, 11:50

mydear hat geschrieben:
16.03.2018, 23:08
Oft sind es nicht die großen Arbeiten sondern die sorgsamen und zeitaufwändigen Detailarbeiten die unsere Lieblinge weiterbringen.
Prima Rainer! *daumen_new*
Ganz sicher nicht so spektakulär wie ein grober Rückschnitt oder das Biegen dicker Äste aber exakt der nächste, notwendige Schritt zu einem besseren Bonsai.

PS: Wer diesen Schritt verstanden und gegangen ist wird dann auch Zopfs Worte bei seiner Kirsche verstehen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

Arbeitskreis Karlsruhe

AK-Treffen jeden 1. Samstag im Monat

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 17.03.2018, 12:20

Gary hat geschrieben:
17.03.2018, 11:50
Ganz sicher nicht so spektakulär wie ein grober Rückschnitt oder das Biegen dicker Äste aber exakt der nächste, notwendige Schritt zu einem besseren Bonsai.

PS: Wer diesen Schritt verstanden und gegangen ist wird dann auch Zopfs Worte bei seiner Kirsche verstehen.
Hallo Gary,

hier im Forum gibt es einige Ahorne die ich fasziniert verfolge. Ich wunderte mich oft, dass sie keine Knubbel haben. Nach Schulungen mit Hartmut M. verstehe ich langsam was Mochikomi wirklich ausmacht. Und die langjährig Erfahrenen hier arbeiten diese Dinge selbstverständlich ab, berichten allerdings kaum darüber. Z.B. Stichwort "1,2 Polizei" - nur 2 Äste an einer Verzweigung belassen, alle übrigen wegschneiden. Früher freute ich mich über die vermeintlich bessere Verzweigung, ohne zu wissen was daraus für Probleme entstehen.

LG
Rainer

Benutzeravatar
Petra K.
Beiträge: 2860
Registriert: 07.01.2004, 16:37
Wohnort: München

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von Petra K. » 19.03.2018, 09:27

Hallo Rainer, der hat sich ja mal richtig gut entwickelt. Da sieht man was konsequentes Arbeiten ausmacht und dann kommen richtig gute Ergebnisse dabei raus. *daumen_new*
Grüße aus München
Petra

Benutzeravatar
mydear
Beiträge: 3039
Registriert: 13.09.2011, 17:47
Wohnort: Regensburg

Re: Shohin-Feldahorn

Beitrag von mydear » 19.03.2018, 22:29

Petra K. hat geschrieben:
19.03.2018, 09:27
der hat sich ja mal richtig gut entwickelt. Da sieht man was konsequentes Arbeiten ausmacht und dann kommen richtig gute Ergebnisse dabei raus. *daumen_new*
Danke Petra,

der Weg ist noch weit, besonders was die Feinverzweigung angeht. Hier noch ein Detailfoto.

Detail
Detail

Und dann steht ja noch die Gipfelkappung aus. Dafür kann ich mich momentan noch nicht begeistern. Eine klaffende Wunde vorne und eine weitere hinten wäre die traurige Konsequenz. Am eigenen Baum fällt so eine Entscheidung viel schwerer als bei fremden Bäumen. Diese emotionale Schmerzgrenze braucht erst Unzufriedenheit mit dem IST-Zustand um überwunden zu werden. Und derzeit kann ich mit dem leichten Knubbel am Gipfel noch gut leben.

noch offene Schnittstelle, anvisierter Schnitt am Gipfel
noch offene Schnittstelle, anvisierter Schnitt am Gipfel


Grüße
Rainer

Antworten