Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Kleine Bäume ganz groß. Für alle Winzlinge, die schon Baum sind und nicht Sämling, also einen gewissen Entwicklungsgrad haben. Treu dem Motto "der kleinst mögliche Baum".
Sanne
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Sanne »

Delamitri hat geschrieben:
19.04.2020, 14:48
...wie konnte das passieren? Ich kenne Lärchen nur als überaus robuste Bäume ... zu Deiner Überlebenden. Steht der Baum "richtig" auf dem Tisch? Ich würde den kleinen Ast, der am oder über dem Bogen ist, etwas nach unten bringen, um eben diesen Bogen ein wenig zu verdecken. Ansonsten hübsche Kombination ...
Danke Delamitri.

Meine erste Lärche hatte ich in der heißen Nachmittagssonne zu lange stehen gelassen. Bei den anderen beiden hatte ich Pech. Die zweite war an Staunässe eingegangen und die dritte Lärche war ein Yamadori und wurde laut Händler im Oktober umgetopft und hat daraufhin nicht mehr lange gelebt.

In natura verdeckt der kleine Ast den Bogen, sieht nur auf dem Bild so aus.

LG, Sanne

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Manfred Jochum
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Manfred Jochum »

hi zusammen,

jaaa das mit den kleinen Lärchen ist in der Tat so eine Sache .
Große Lärchen sind , wie Delamitri schon geschrieben hat, recht robust und unempfindlich.
Aber wenn ( was die Schalengröße angeht ) nicht genügend Puffer vorhanden ist, reagieren die ganz schnell zickig.
Problem ist, man sieht es den Kleinen lange nicht an..... ist die Schalentemperatur aber längere Zeit ZU HOCH dann war`s das...
Mir sind in einem Jahr 4 sehr schöne kleine Lärchen fast gleichzeitig abgestorben ..... und das nur durch einen Gießfehler, bei meiner Urlaubsvertretung.... ( das Wetter war aber auch verdammt heiß und trocken)
Ich kann demjenigen jedoch nicht die Schuld zuschieben....eigentlich habe ich vergessen ihn besser auf die Situation vorzubereiten.
Manchmal ist das einfach so....... und ist dann auch nicht mehr rückgängig zu machen.... leider .

Deine Kleine macht sich aber langsam recht gut....
ist halt eine "Bogenlärche" ..... es gibt Schlimmeres..... und ich denke, in ein paar Jahren kann man da noch viel rausholen....

Gruß Majo
der wirklich wichtigste Teil einer Arbeit, ist damit anzufangen.

Sanne
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Sanne »

Manfred Jochum hat geschrieben:
19.04.2020, 19:46
...Große Lärchen sind, wie Delamitri schon geschrieben hat, recht robust und unempfindlich.
Aber wenn ( was die Schalengröße angeht ) nicht genügend Puffer vorhanden ist, reagieren die ganz schnell zickig.
Problem ist, man sieht es den Kleinen lange nicht an..... ist die Schalentemperatur aber längere Zeit ZU HOCH dann war`s das...
Hallo Majo,

vielen Dank für Deine Bestätigung. Denn in Bonsaibüchern steht fälschlicherweise, dass Lärchen einen vollsonnigen Standort brauchen.
Manfred Jochum hat geschrieben:
19.04.2020, 19:46
Deine Kleine macht sich aber langsam recht gut....
ist halt eine "Bogenlärche" ..... es gibt Schlimmeres..... und ich denke, in ein paar Jahren kann man da noch viel rausholen....
Dankeschön.

Grüße, Sanne

P.S.: Tut mir sehr leid um Deine kleinen Lärchen. Ich fahre schon seit Jahren nicht mehr in den Urlaub, weil ich keine Urlaubsvertretung für meine Bäume und Pflanzen habe.

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nemsi
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von nemsi »

Hallo Sanne,

meine Lärchen stehen immer vollsonnig. Auch wenn es an die 40°C im Schatten hat. Ich wickle meine Schalenränder in einen mehrlagigen Alufolienstreifen. Die Alufolie sorgt dafür, dass sich die Schalen nicht zu sehr aufheizen. Wenn man den Folienstreifen etwas überstehen lässt, wird die Schalenoberfläche leicht beschattet, das hilft auch nochmals. Wenn Du willst, kann ich, wenn ich meine Schalen wieder einpacke, einige Fotos machen.
Das funktioniert so gut, dass ich sogar bei den echten decidua keine Ausfälle mehr habe. Ich mache das nicht erst seit kurzer Zeit so.
Liebe Grüße
Robert

Bonsaifreunde Franken e. V.

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Manfred Jochum
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Manfred Jochum »

hallo Robert,

das mit der Alu-Folie glaub ich dir.... hab ich auch schon ausprobiert.... sieht aber sehr bescheiden aus, und ist bei einer größeren Anzahl Shohin und Mame ne menge Arbeit.

Hab mir nach diesem Ausfall-Sommer ein großflächiges Schattierungsnetz für Gärtnerbetriebe installiert.
Lässt Licht durch, die Temperatur ist aber deutlich niedriger.
Ich muss dazu sagen, dass ich volle Südseite habe / den ganzen Tag Sonne ( 10-12h ) / und relativ Windgeschützt.
Wenn ich in Urlaub fahre stelle ich dann die ganz Kleinen noch in Balkon-Pflanzkübel ( halb mit Splitt unten, und halb mit Torf oben )
Beim Gießen gibt es dann keine Probleme mehr, und es heizt sich absolut nichts mehr auf.
Man muss es den Urlaubsvertretungen halt so einfach wie möglich machen..... alles andere ist immer ein Risiko

Funktioniert bisher auch gut

Gruß Majo
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kressevadder
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von kressevadder »

So ein Schattierungsnetz steht jetzt auch ganz oben auf meiner Projektliste. Ich hatte gestern den ersten leichten Trockenschaden, trotz täglichem gießen - Mitte April.

Und die letzten zwei Jahre haben sich bei mir auch drei Lärchen verabschiedet. Die sind echt empfindlich, was die Schalentemperatur angeht. Auch wenn das Substrat noch genug Feuchtigkeit hat, sie leiden und schwächeln.

Mich wunderts ja echt immer wieder, das Bäume das überhaupt aushalten. Schon bei so frühlingshaften Wetter heizen die Schalen sich auf bestimmt 40-50 Grad auf (gefühlt, nicht gemessen). In der Erde haben die Bäume schon bei geringen Tiefen relativ konstant niedrige Temperaturen.
Ich fordere einen BioGreenHealthGenderPoliticalCorrectness freien Tag pro Woche - Erholung muß sein!

Mein Bonsaitagebuch

Sanne
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Sanne »

Hallo zusammen

danke für Eure Beiträge.
Ich habe nur einen Sonnenschirm statt eines Schattierungsnetzes. Für meinen kleinen Balkon und den wenigen Bäumen und Pflanzen genügt es.
Wenn meine Bäumchen bei 40° in der Sonne (und bei stickiger Luft) stehen würden, hätte ich wahrscheinlich noch mehr Ärger mit Spinnmilben.

Sonnige Grüße, Sanne

grimlon
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von grimlon »

Hallo!

Bevor ich ein neuesThema eröffne, poste ich lieber hier. Finde das passt hier ganz gut rein.

Vor ca einer Woche habe ich meine japanische Lärche erhalten. (von bonsai.de bestellt)
Ich habe den Baum aus dem Topf genommen, die Wurzel etwas beschnitten, da sie sehr lang war.
Danach in den neuen Topf reingemacht und ein wenig in Form gedrahtet.
Ich habe die Erde verwendet, die schon im Topf war + ein wenig Dünger und Bonsaierde in den neuen Topf gemacht.
Und ich habe natürlich gegossen. Einmal, allerdings ist die Erde immernoch feucht. :-S

Die ersten Tage sah der Baum ganz gut aus, aber heute merke ich, dass er die Nadeln hängen lässt.
Was genau kann ich alles falsch gemacht haben um dem armen Baum den rest gegeben zu haben?
Zu viel wasser? Zu Früh umgetopft? Es ist eine 3 jährige Lärche und ca 10 cm. groß. Im Prinzip ein sehr dünner Stamm mit einigen Nadeln und einem kleinen Ästchen (welches wohl bereits ausgetrocknet ist).

Sanne
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Sanne »

grimlon hat geschrieben:
26.04.2020, 20:03
Bevor ich ein neuesThema eröffne, poste ich lieber hier. Finde das passt hier ganz gut rein.
Nichts für ungut. Aber ich würde Dir lieber empfehlen, in der Rubrik 'Bonsaipflege' mit einem eigenen Thread Fragen zu Deiner Lärche zu stellen und möglichst auch Bilder zu zeigen.

Grüße, Sanne

grimlon
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von grimlon »

Sanne hat geschrieben:
26.04.2020, 20:21
grimlon hat geschrieben:
26.04.2020, 20:03
Bevor ich ein neuesThema eröffne, poste ich lieber hier. Finde das passt hier ganz gut rein.
Nichts für ungut. Aber ich würde Dir lieber empfehlen, in der Rubrik 'Bonsaipflege' mit einem eigenen Thread Fragen zu Deiner Lärche zu stellen und möglichst auch Bilder zu zeigen.

Grüße, Sanne
Oh, tschuldigung! Habe nicht geschaut unter welcher Rubrik das Theme hier ist.
Habe nun ein Thema erstellt, danke für´s hinweisen!

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