Faktoren des Überlebens: Energie

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holgerb
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Faktoren des Überlebens: Energie

Beitrag von holgerb » 11.01.2009, 13:36

Für jedes Lebewesen ist Energie lebensnotwendig. Ohne Energie gibt es kein Leben...

Kann jemand ungefähr (keine wissenschaftliche Doktorarbeit) beschreiben, woher der Baum seine Energie bezieht, wie er sie nutzt, evtl. speichert, ein paar Beispiele für energetische Prozesse (nur als Beispiele, damit man mal ne Vorstellung hat, was alles Energie kostet)...

Vorsicht! Energie ist eines meiner Lieblingsthemen, weil Energie u.a. alle anderen Faktoren bedingt und einer der wichtigsten Faktoren ist....ich würde soweit gehen und sagen, von Energie hängt alles ab...
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sloe
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Beitrag von sloe » 11.01.2009, 16:42

....ich würde soweit gehen und sagen, von Energie hängt alles ab...
Es gibt Menschen, die gehen noch weiter und sagen, alles ist Energie.

Aber nun zum Baum. Ganz unwissenschaftlich.
Ich denke, die Hauptenergiequelle für den Baum die Sonne.
Bei der Fotosynthese wird Sonnenenergie/UV-Licht umgewandelt in chemische Energie, unter anderem entsteht dabei Zucker (andere Sachen auch noch, das ist mir aber zu wissenschaftlich...)
Mit Hilfe des Lösungsmittels Wasser wird diese chem. Energie im Baum verteilt und (wie auch immer) weiter verstoffwechselt.
Irgendwann nimmt die Energie dann "Form" an, zum Beispiel als Holz oder Frucht. Den Energiehalt bezeichnet man dann als Brennwert. Damit kann man den Kamin befeuern oder die Hüften polstern :wink:
Gruss - Wilma

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daniel-son
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Beitrag von daniel-son » 11.01.2009, 16:57

bäume sollen ja sogar energie ausstrahlen und diese energie soll auf den menschen übertragbar sein, sodass manche menschen bäume berühren und die kräfte fließen lassen...

das sind sich dann Baumenergie
Auf Morgen, bis Wiedersehen.
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig » 11.01.2009, 21:31

physikalisch E=mc² oder allgemein Masse mal Geschwindigkeit² (Kraft ist Masse x Beschleunigung).
Kann aber bei Pflanzen schlecht angewand werden.

Anders: Energie ist Antrieb. Ohne Antrieb läuft nix. Die Pflanze benötigt Sonnenlicht um bei der Photosynthese mit Kohlendioxid und Wasser Glukose "herzustellen" (Sauerstoff als Nebenprodukt). Glukose wird benötigt zur Umwandlung in Zellulose und als "Baustein" und Energielieferant für die Herstellung von Lignin. Nährsalze liefern weitere "Bausteine".(Soweit mir das noch richtig in Erinnerung ist)

Energie wird benötigt für den Bau von Stamm, Ästen, Zweigen, Blättern, Blüten, Samen, Wurzeln etc., Wundheilung, Temperaturhaushalt
Zuletzt geändert von Marco Manig am 12.01.2009, 21:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß, Marco

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sloe
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Beitrag von sloe » 12.01.2009, 13:06

Das mit E=mc² ist bei http://www.drillingsraum.de/room-emc2/emc2.html ganz nett erklärt.
Gruss - Wilma

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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig » 12.01.2009, 21:12

Der Beitrag ist super, tolle Erklärungen!

Dein Satz "Alles ist Energie" gewinnt dadurch an Bedeutung, denn "alles was eine Masse hat, ist Energie" wird dort geschrieben.

Auch ich hab eine Masse! *bouncer* .
Gruß, Marco

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Beitrag von holgerb » 14.01.2009, 10:47

Bleiben wir mal ein wenig weg von Einstein (ist ja alles richtig, doch darum geht es mir nicht so). Was Energie im allgemeinen ist, haben wir ja schon geklärt.

Wilma hat ja schon einige richtige Ansätze gebracht.

Licht ist nicht nur die Hauptenergiequelle, sondern (meines Wissens nach) die einzige Energiequelle, auf die der Baum zurückgreifen kann (nennenswert).
Und zwar durch Fotosynthese (Assimilation).
Bei der Fotosynthese wird Lichtenergie eingefangen (das geschieht tatsächlich über Sammelfallen(Chlorophyll)) und über komplexe biochemische Vorgänge umgewandelt (für uns völlig egal, was da im einzelnen passiert). Dabei entsteht Zucker, der einen Teil der Energie speichert. Ein anderer Teil wird sofort wieder für die Fotosynthese gebraucht (auch die ist nämlich kein Perpetuum mobile) und ein großer Teil geht "verloren". Das Wirkungsspektrum der Fotosynthese beträgt ca. 37%.
"Irgendwann nimmt die Energie dann "Form" an."
Ja, nicht nur das. Die Energie wird "verbraucht" (umgewandelt) um Bausteine der Zellen herzustellen (Eiweiße, Lignin usw. usw.) oder um die dabei freiwerdende Energie für andere Mechanismen zu benutzen (z.B. das Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen bzw. um die dafür notwendigen Ionenpumpen anzutreiben).

Die Energie wird also einerseits benötigt, um den Baum weiter wachsen zu lassen, ihn zu erhalten und zu verteidigen.

Was ändert sich mit zunehmenden Wachstum des Baumes und was bedeutet das?
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Beitrag von daniel-son » 14.01.2009, 11:00

nun ja, mit zunehmendem wachstum nimmt auch die anzahl der blätter zu, die dadurch mehr fotosynthese betreiben und dem baum nun wiederum mehr energie zur verfügung steht.
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Beitrag von inge » 14.01.2009, 11:34

Aber mit zunehmendem Wachstum steigt auch der Energiebedarf des Baumes.

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Beitrag von daniel-son » 14.01.2009, 12:07

stimmt auch wieder
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Beitrag von sloe » 14.01.2009, 14:33

Ausser Energieverbrauch und Energieumsatz steigt auch die Menge der gespeicherten Energie.
Gruss - Wilma

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Beitrag von holgerb » 14.01.2009, 15:16

sloe hat geschrieben:Ausser Energieverbrauch und Energieumsatz steigt auch die Menge der gespeicherten Energie.
Ist das wirklich so? In absoluten Zahlen sicherlich, aber auch prozentual?
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Beitrag von sloe » 14.01.2009, 16:24

Nee. Ich denke das Verhältnis zwischen Energieverbrauch und -gewinn und "eingelagerter" Energie dürfte immer annähernd gleich sein. Sowas wie ein dynamisches Gleichgewicht.
Gruss - Wilma

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Beitrag von holgerb » 14.01.2009, 17:30

Im Idealfall: Ja.
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig » 15.01.2009, 10:49

Ich bin der Meinung, dass das Verhältnis zwischen aufgenommener, umgesetzter und gespeicherter Energie in verschiedenen Zyklen schwankt.
Am Beginn einer Wachstumsphase kann nur wenig Sonnenlicht assimiliert werden und somit wird weniger Energie gespeichert werden, sondern es werden die Reserven angezapft, die in der vorhergehenden Wachstumsphase eingelagert wurden. In der Wachstumsphase wird der Energieumsatz am höchsten sein, d.h. es wird ein Großteil der assimilierten Sonnenenergie "verstoffwechselt" und damit fast komplett in das Wachstum investiert, Äste, Blätter, Blüten, Früchte, Stammdicke. Nach den Wachstumsphasen kann die nun assimilierte Energie gebunkert werden, um über die Ruhephase zu kommen und den Anschub der nächsten Wachstumszyklen zu sichern.

So oder so ähnlich.

Gruß Marco
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