Düngerlehre

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holgerb
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Düngerlehre

Beitrag von holgerb »

Hallo zusammen.

Über die einzelnen Nährelemente haben wir ja schon einiges geschrieben....

Was wisst ihr denn über Dünger, deren Inhaltsstoffe und Wirkungen und die verschiedenen Arten von Düngern?
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daniel-son
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Re: Düngerlehre

Beitrag von daniel-son »

In Superthive und Rainbow sind zum Beispiel nur Hormone und Vitamine enthalten, also besitzen nicht die normalen Spurenelemente in normalen Dünger.

Sie beschleunigen das Wachstum der Bäume extrem.
Zuletzt geändert von daniel-son am 28.04.2009, 13:51, insgesamt 1-mal geändert.
Auf Morgen, bis Wiedersehen.
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Holger
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Re: Düngerlehre

Beitrag von Holger »

daniel-son hat geschrieben:In Superthive und Painbow sind zum Beispiel nur Hormone und Vitamine enthalten, also besitzen nicht die normalen Spurenelemente in normalen Dünger.

Sie beschleunigen das Wachstum der Bäume extrem.
...behauptet man, die Gelehrten streiten sich darüber, ob es das Geld wert ist - oder ob man nicht mit der Beigabe von Vitamin B1 ähnlich positive Effekte erzielen kann - die Aufnahme der Nährstoffe über die Wurzeln zu verbessern.

Fange ich mal mit dem einfachen an, man unterscheidet organische und mineralische Dünger. Organischer Dünger wird von den Pflanzen besser aufgenommen, weil besser verfügbar, bei mineralischem Dünger droht je nach Substrat bei regelmäßigem Einsatz eine Versalzung.

Von Vorteil kann es sein, bei der Düngung den Dünger zu wechseln, um verschiedene Komponenten zum Einsatz zu bringen.

Für die Funktion der Bestandteile des Düngers und dem Thema Ausgewogenheit der Bestandteile überlasse ich anderen das Feld - da bin ich noch nicht so firm drin...

Gruß
Holger
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sloe
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Re: Düngerlehre

Beitrag von sloe »

Manche machen eine Wissenschaft aus der Düngerlehre. Andere verwenden durchlässiges Substrat und dann "gib ihm".

Wie Holger (ohne "B") schon geschrieben hat ist die Verfügbarkeit von mineralischen Dünger besser, da er schon "fertig" ist. Organischer Dünger muss erst von den Bodenorganismen aufbereitet werden. Dafür muss dann auch noch die Temperatur stimmen - das dauert halt.

Dann gibt es Unterschiede in der Zusammensetzung (N-P-K). Für Kakteen und Orchideen beispielsweise mit wenig Stickstoff. Sog. Hersbstdünger gibt es sogar nur mit Phosphor und Kalium. Manche Hersteller tun auch noch Spurenelemente rein...
Gruss - Wilma
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Marco Manig
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Re: Düngerlehre

Beitrag von Marco Manig »

Dünger sollen den Verbrauch von Nährstoffen durch die Pflanze aus dem Substrat wieder ausgleichen oder die Konzentration der zur Verfügung stehenden Nährelemente erhöhen oder Ungleichgewichte in den Nährstoffkonzentrationen ausgleichen.

Es gibt wie Holger schon sagte organische und mineralische Dünger, und die gibt es in flüssiger und fester Form. Dünger in fester Form haben meist eine Retard-Funktion, d.h. Langzeitwirkung bzw. Nährstoffabgabe über einen längeren Zeitraum.
Im Flüssigdünger liegen die Nährelemente als gelöste Salze(?) vor, und sind sofort verfügbar.

Haupt"inaltsstoffe" sind meist Stickstoff, Phosphor und Kalium in verschieden hohen Konzentrationen. Stickstoff ist wachstumsfördernd, Kalium ist gut für Blüten und Fruchtbildung und Phosphor fördert die Resistenz gegen äußere Eingriffe durch Bakterien und Pilze (ich glaub so oder so ähnlich hab ichs mal gelesen).

Die Düngermenge sollte auf Substrat und Wasserzufuhr abgestimmt sein.
Gruß, Marco

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Uwe_Kl
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Re: Düngerlehre

Beitrag von Uwe_Kl »

Hallo,

zzgl. zu den o.g. Beiträgen (denen ich mich weitestgehend anschließe):
Aus meiner Sicht ist die aus der Ferne geführte Diskussion zum Thema Dünger und und richtig düngen eine Frage an die Glaskugel oder den Kaffeesatz. Es gibt nicht "DEN richtigen Bonsai-Dünger". Wie Marco schrieb und wie ich aus diesem Klassenzimmer gelernt habe, muss alles in das System passen (Substrat, Standort, Giesverhalten etc.).

Zu den "Wundermitteln" (VitB1, Rainbow, Orus, Waldleben und ähnliches (ich nehme derzeit VitB1 und Aminosol regelmäßig)) kann ich mangelns langer praktischer Vergleichs-Erfahrung nichts sagen. Ich bilde mir ein, es hilft.

Als Anfänger habe ich vor ca. einem Jahr schmerzlich gelernt: Dünger kann falsch angewendet Pflanzen töten. Ich habe einen Dünger (NPK (16-12-14) auf frisch getopfte und Wurzel-beschnittene Pflanzen gegeben ... .

Zu den Spurenelementen (z.B. Eisen und Magnesium und Co, wie/wozu/womit düngen) würde ich hier gern mehr lernen.


MfG Uwe
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der1
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Re: Düngerlehre

Beitrag von der1 »

Klar, Stickstoff ist wachstumsfördernd. Da sind wir uns alle einig.

Bei Phosphat ging ich bisher rein von einer Förderung des Wurzelwachstums aus und bei Kalium gings meines Wissens nach um die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Pflanzengewebes.

Und was da noch alles drin sein kann... hab mir gerade mal die Dünger geschnappt, die bei mir so rumstehen.

"Compo Blumendünger mit Guano" (flüssig) enthält beispielsweise bei einem NPK von 4+5+6 noch 2% Schwefel, das meines Wissens eine antibakterielle Wirkung hat. Dann gibts da drin noch Spuren von Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. Und dazu noch 40% Vogelkacke (Guano).

Der "Floraself Langzeitdünger Balkon Garten Zimmer" (NPK 16+14+14, Feststoff), den ich in mein Substrat gemischt habe, enthält neben NPK lediglich noch 2% Magnesium. Sonst nichts. Das ist ein rein mineralischer Dünger.

Mit ins Substrat habe ich noch Biogold Classic gemischt (NPK 2+8+4) als organischen Startdünger. Das sind kleine Pellets (in etwa halb so groß wie Rattenköttel), nicht die bekannten Düngebrocken, die schon manch einer für Steine gehalten hat. Die widerum haben einen NPK-Wert von 5,5+6,5+3,5. Über enthaltene Spurenelemente ist mir nichts bekannt.

Dann hab ich heute noch "Wuxal Universaldünger" wiedergefunden (NPK 8+8+6, flüssig), ohne Magnesium oder Schwefel, dafür wieder mit den Spurenelementen Bor, Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink.

Was genau die Spurenelemente bewirken sollen, weiß ich leider (noch) nicht, abgesehen davon, dass Eisen ein saftiges Blattgrün fördern soll.

Was mir zum Thema "NPK" noch aus der Outdoorschule im Gedächtnis hängt, ist dass man nicht zu sehr stickstoffbetont düngen sollte, um schnelles Wachstum zu erzielen. Dadurch geht man das Risiko ein, geschwächtes Gewebe hochzuziehen, das widerum Schädlinge anlockt. Von daher habe ich beim Düngerkauf auch drauf geachtet, dass der N-Wert nur geringfügig höher ist, als die restlichen (wenn überhaupt).
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
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BonsaiFanHitdorf
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Re: Düngerlehre

Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

der1 hat geschrieben:Klar, Stickstoff ist wachstumsfördernd. Da sind wir uns alle einig.

Bei Phosphat ging ich bisher rein von einer Förderung des Wurzelwachstums aus und bei Kalium gings meines Wissens nach um die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Pflanzengewebes.

Und was da noch alles drin sein kann... hab mir gerade mal die Dünger geschnappt, die bei mir so rumstehen.

"Compo Blumendünger mit Guano" (flüssig) enthält beispielsweise bei einem NPK von 4+5+6 noch 2% Schwefel, das meines Wissens eine antibakterielle Wirkung hat. Dann gibts da drin noch Spuren von Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink. Und dazu noch 40% Vogelkacke (Guano).

Der "Floraself Langzeitdünger Balkon Garten Zimmer" (NPK 16+14+14, Feststoff), den ich in mein Substrat gemischt habe, enthält neben NPK lediglich noch 2% Magnesium. Sonst nichts. Das ist ein rein mineralischer Dünger.

Mit ins Substrat habe ich noch Biogold Classic gemischt (NPK 2+8+4) als organischen Startdünger. Das sind kleine Pellets (in etwa halb so groß wie Rattenköttel), nicht die bekannten Düngebrocken, die schon manch einer für Steine gehalten hat. Die widerum haben einen NPK-Wert von 5,5+6,5+3,5. Über enthaltene Spurenelemente ist mir nichts bekannt.

Dann hab ich heute noch "Wuxal Universaldünger" wiedergefunden (NPK 8+8+6, flüssig), ohne Magnesium oder Schwefel, dafür wieder mit den Spurenelementen Bor, Kupfer, Mangan, Molybdän und Zink.

Was genau die Spurenelemente bewirken sollen, weiß ich leider (noch) nicht, abgesehen davon, dass Eisen ein saftiges Blattgrün fördern soll.

Was mir zum Thema "NPK" noch aus der Outdoorschule im Gedächtnis hängt, ist dass man nicht zu sehr stickstoffbetont düngen sollte, um schnelles Wachstum zu erzielen. Dadurch geht man das Risiko ein, geschwächtes Gewebe hochzuziehen, das widerum Schädlinge anlockt. Von daher habe ich beim Düngerkauf auch drauf geachtet, dass der N-Wert nur geringfügig höher ist, als die restlichen (wenn überhaupt).
hi, danke christian spart zeit wenn man nicht mehr schauen muss was für nen wert hat [zumindest ich kann mir sowas merken ;)- nur was man selber hat ^^ rofl^^
werde mal das selbe bei mir im gartenhaus machen :)-wobei aber nicht alles von mir sein wird aber kann sicher nicht schaden einen vergleich zu machen :)
lG Marcel ;)

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BonsaiFanHitdorf
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Re: Düngerlehre

Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

Also werde es in einem neuen post machen wegen übersicht

vorrätig [meine Eltern sollten nicht immer alles liegen lassen, da ich nur mit benutze- ich glaube so 3 sind von mir, den rest nur mal abundzu oder gar nicht bisher]:
Aldi Produkte: ["Park"]
Hornspähne N:14
Wurzelpower P2O5: 20 Na:8.5
Rosendünger 11-5-11 MgO: 3
Pflanzen-Fit 0.5 Bor 1,5 Cu 3,9 Fe 3,8 Mn 0.1 Mo 1.4 Zn [auflösen]
Balkonblumen-Langzeitdünger 17-17-17
Rasendünger 20+5+8[+2]

Bayer Garten - Sofortdünger[alias 2,678 km weg alias Cropscience^^^]: 1. Meiner wegen schlachanschluss^^
2. 4-4-3+ Spuren [flüssig]

Compo und Pendant Algoflash:
Erdbeerdünger 9-5-13
Buxbaum-Langzeitdünger 14-8-14 MgO: 2 Schwefel: 7
„Bonsaidünger“ 3-8-4 [flüssig]
Fedünger: 2 [flüssig]

Lidl: Biopur Universaldünger 20+8+12 [sind so packungen zum auflösen]
Buchsbaumdünger [flüssig]

Aro:
Blumen-Dünger 7-3-6 [flüssig]
Düngestäbchen 10-5-7

Gartencenter Düngestäbchen 13-4-5

Dehner:
Biodünger 4-3-3 Mg2O: 2 CaO: 7 = sehr nah von struktur geruch und form an ferti-bonsai [christian’s biogold pellets???]
Patentkali K:30 MgO: 10

Sagaflor Universal-Langzeitdünger 15-15-15 MgO: 2

Ich kann keinen raten so viel Dünger zu kaufen und für jeden speziellen „Misst“- das meiste ist nicht von mir, aber ich darf vorräte abbauen, und muss aufpassen, das es nicht zersetzt ist.

[ich denke aber mit der liste kann man geeigneter dünger nicht geeigneter dünger diskutieren- bzw. mit erweiterungen]
lG Marcel ;)

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Re: Düngerlehre

Beitrag von RALLE 10 »

Hallo
Über Inhaltsstoffe und Wirkung ist ja schon einiges geschrieben worden,aber ich habe da mal eine Frage.
Ich lege gerne Bio gold auf,und genau aus diesem Grund dünge ich kaum mit Flüssigdünger (Mineralisch) weil ich mir evtl. auftretender Wechselwirkungen nicht sicher bin.
Vertragen sich beide Düngerarten oder muß ich z.b. das Bio gold von der Schale nehmen ,ein-zwei Wochen warten und dann erst Mineralisch düngen *confused* *confused*
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der1
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Re: Düngerlehre

Beitrag von der1 »

Hoi Ralle,

ich denke, du brauchst dir da wegen eventueller Unverträgilchkeiten keine Sorgen zu machen. Gerade die Kombination aus mineralischer und organischer Düngung wird gut für Baum und Boden sein. Denn während bei mineralischer Düngung die Nährstoffe direkt zur Verfügung stehen und somit eine gewisse Sofortwirkung auf den Baum haben, wird der organische Dünger erst von Mikroorganismen zersetzt (Stichwort Mykorrhiza). Deshalb habe ich auch beides ins Substrat gemischt: einmal den mineralischen Langzeitdünger und das organische Biogold. Auch mein Blumendünger enthält ja beide Bestandteile.

Bei mineralischen Düngern besteht jedoch immer die Gefahr des Überdüngens, beziehungsweise der Versalzung des Bodens. Bei unseren gut durchlässigen Durchlaufsubstraten ist die aber weitaus geringer als im Garten mit schwerem Humusboden beispielsweise, der nicht mal eben mit ein- bis zweimal Gießen quasi ausgespült wird.

Liebe Grüße

Christian
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Re: Düngerlehre

Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

der1 hat geschrieben:Hoi Ralle,

ich denke, du brauchst dir da wegen eventueller Unverträgilchkeiten keine Sorgen zu machen. Gerade die Kombination aus mineralischer und organischer Düngung wird gut für Baum und Boden sein. Denn während bei mineralischer Düngung die Nährstoffe direkt zur Verfügung stehen und somit eine gewisse Sofortwirkung auf den Baum haben, wird der organische Dünger erst von Mikroorganismen zersetzt (Stichwort Mykorrhiza). Deshalb habe ich auch beides ins Substrat gemischt: einmal den mineralischen Langzeitdünger und das organische Biogold. Auch mein Blumendünger enthält ja beide Bestandteile.

Bei mineralischen Düngern besteht jedoch immer die Gefahr des Überdüngens, beziehungsweise der Versalzung des Bodens. Bei unseren gut durchlässigen Durchlaufsubstraten ist die aber weitaus geringer als im Garten mit schwerem Humusboden beispielsweise, der nicht mal eben mit ein- bis zweimal Gießen quasi ausgespült wird.

Liebe Grüße

Christian
ich glaube es gibt flüssig dünger die auch zu z.B. 10% organisch sind der rest kann ja keine luft sein
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Marco Manig
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Re: Düngerlehre

Beitrag von Marco Manig »

Hat jemand von euch Erfahrung mit Hornspähnen oder Rapsschrot?? In der letzten Bonsai Art war ein durchaus lesenswerter Bericht zum Herstellen von Düngerkugeln drin. War recht interessant, was da alles reinkommen kann. Die verwenden unter anderem aber bei allen organischen Anteilen auch mineralische Bestandteile, Gesteinsmehle usw. Dann mussten die frischen Kugeln einige Tage verschimmeln (fermentieren) und fertig war das "Heimwerker-Biogold". Wobei ich denke, dass die Herstellung von Düngerkugeln für den Eigenverbrauch zu speziell ist für den Einzelnen. Die einzelnen Bestandteile zu besorgen ist schon ein Riesenaufwand, da es diese eigentlich nur in so großen Abpackungen gibt, die würde nicht mal Walter Pall verbrauchen, mit seinen vielen Bäumen, und der düngt wirklich viel, so wie er immer schreibt. Ich hab mal versucht, beim Landhandel für meine 200 m² Wiese einen kleinen Beutel Thomas-Mehl zu bekommen, keine Chance, alles erst ab 25 kg. Das kann ich Jahre von nehmen.
Gruß, Marco

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holgerb
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Re: Düngerlehre

Beitrag von holgerb »

Ich sortier mal ein bißchen aus....

Also richtig erwähnt, es gibt organische und mineralische Dünger....

Organische Dünger sind (wie der Name schon sagt) eben aus organische Materialien hergestellt. Das kann sein: Rapsschrot, Stallmist, Gülle, Ulfs Urin, Hornspäne (das ist zerriebenes Tierhorn), Pferdekacke, Hühnerkacke, BioGold (das ist auch irgend ein zusammengemixtes organisches Zeugs, wenn ich die richtige Seite erwischt habe, dann sind da vor allem viele Mikroorganismen enthalten...)

Mineralische Dünger sind rezeptartig zusammengestellte Dünger, je nach Bedarf gibt es sie in unzähligen Varianten und Konzentrationen. Einnährstoffdünger werden nur noch wenig und wenn überhaupt nur noch im landwirtschaftlichen Bereich verwendet.

Organisch-Mineralische Dünger...

Na, sie sind eben eine Mischung aus den beiden oben genannten..... der Rest sollte dann wohl klar sein....


Dinge wie SuperThrive,Vitamin B1, BioGold Vital (das teste ich gerade), Orus, Waldleben....

Das sind alles keine Dünger, sondern wenn überhaupt Hilfsstoffe und fallen in meinen Augen unter Medizin...

All diese Mittelchen halte ich nur für sinnvoll bei geschwächten Pflanzen, die einen kleinen Anschubser brauchen...

Ich bin mir allerdings nicht genau im klaren, wie sie auf die Pflanze wirken sollen, da es meines Wissens nach keine Aufnahmemöglichkeit für Makromoleküle gibt Hier kann man sich mal die Strukturformel und die damit verbundene Größe vergleichen... deswegen Makromolekül.

Gleiches gilt für die Hormonschleuder SuperThrive und vermutlich auch für die drei anderen Kandidaten...

By the way, ich denke Holger hat sich zwar nur verschrieben, aber organische Dünger sind definitiv langsamer verfügbar als mineralische. Je nach Zusammensetzung sind mineralische Dünger sofort verfügbar, es gibt allerdings auch mineralische Depotdünger.

Organische Dünger müssen immer erst aufgeschlossen werden, also im Fachjargon: mineralisiert werden.

Das soweit als Einleitung, beide Sorten werde ich noch genauer beleuchten.

Nochmal zurück zu den Hilfsstoffen und eine Frage an euch?

Wenn wir davon ausgehen, daß Pflanzen diese Sachen nicht direkt aufnehmen können (Beispiel V. B1), wieso wirken sie möglicherweise trotzdem?
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Re: Düngerlehre

Beitrag von BonsaiFanHitdorf »

als nervenberuhigung für den pfelger *muede*
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