Mondschalen...wie und warum?

.... und Peter Krebs antwortet.
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Kyrilla
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Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von Kyrilla » 19.04.2017, 17:53

Ja wo fange ich vor lauter Ratlosigkeit an.....
Ich habe bei Freunden schon bepflanzte Mondschalen gesehen.
Aber entweder war der Boden ebenerdig(ausgeschwemmt) und somit der Mond sinnlos,weil es eine gerade runde Schale auch getan hätte oder der Baum fiel eher als das er stand.
Wie finde ich also die richtige Mondschale und wie wird sie dann bepflanzt-das der Hügel nicht ausschwemmt(gibt es da einen Trick?).
Auf was muß man(außer der Farbe natürlich) in Höhe und Gestalt beachten?
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abardo
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von abardo » 19.04.2017, 18:16

Um das Ausschwemmen zu verhindern hilft eigentlich nur Moos festzustecken (aus einem Stück Draht eine Art grosse Tackerklammer formen und durchs Moos ins Substrat stecken).
Zuletzt geändert von abardo am 21.04.2017, 17:01, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Frank
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von peter krebs » 21.04.2017, 16:21

Hallo Kyrilla,

mit Mondschalen habe ich persönlich so meine Probleme.

Für Ikebana Arrangements finde ich Mondschalen sehr ästhetisch, für Bonsai aber sind sie fast nicht zu nutzen.

Normalerweise werden solche Schalen aufgehängt, sie zeigen somit die schöne Form eines Halbmondes.

In der Bonsaiscene werden immer mehr unten abgeflachte Schalen hergestellt oder gekauft.
Hineingepflanzt werden fast alle Baumformen bei denen man nicht sicher ist welche Schalenform man nutzen kann oder sollte.

So sehen für meinen Geschmack fast 95% der Mondschalen Arrangements “grauslich“ aus. :( :( :(

Entschuldigung, aber in dieser Beziehung kann ich Dir leider nicht sehr hilfreich sein.

Herzliche Grüße
Peter

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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von HeikeV » 21.04.2017, 16:47

Lieber Peter,

peter krebs hat geschrieben: Normalerweise werden solche Schalen aufgehängt, sie zeigen somit die schöne Form eines Halbmondes.


ich habe noch nie eine aufgehängte Mondschale gesehen oder auch nur einen "Aufhänger" an einer Mondschale gefunden. Die schnelle Netz-Suche hat auch gerade nichts ergeben. Hättest du eventuell ein Foto einer hängenden Schale ? Wie wird die befestigt ? Draht würde ich da eher als ziemlich störend empfinden.

Mondschalen funktionieren für mich immer dann, wenn ich mir den erhöhten Teil der Sichel auch als Felswand vorstellen kann. Der Baum steht dann auf meinem inneren Bild auf einem bemoosten Felsvorsprung. Diese Vorstellung zerplatzt natürlich sofort wie eine Seifenblase, wenn jemand z.B. einen blühenden Apfelbaum in eine Mondschale stellt. Dann finde ich es auch nur "grauslich".

Liebe Grüße
Heike
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von Hanno » 21.04.2017, 17:29

HeikeV hat geschrieben:Der Baum steht dann auf meinem inneren Bild auf einem bemoosten Felsvorsprung.
Etwa so, Heike? :-D
2012-06-29-Minitomate.jpg
Minitomate, nicht ganz ernst gemeinter Vorschlag
Kritik an meinen Bäumen wird gern angenommen - negative UND positive.

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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von HeikeV » 21.04.2017, 20:04

Ja, Hanno, irgendwie schon.

Tomaten im Gebirge sind ja eine recht nette Idee für den hungrigen Wanderer ! :lol: :lol: :lol:
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von Kyrilla » 21.04.2017, 22:46

Genaugenommen hätte eine solche Schale für mich Sinn,wenn der Baum auf einer schiefen Ebene steht und ich ihn irgendwie
"Am Hang" darstellen will.
Derzeit will ich(bei meinem Apfel) die Pflanzposition korrigieren,
kann und möchte das aber nicht auf einen Ruck tun,weil ich sonst den halben Wurzelballen wegschneiden müßte.
Für mich wäre eine solche Schale eine hübsche Übergangslösung.
Besser jedenfalls als mein derzeitiger Behelf.
Dabei geht es um diesen Apfel:
viewtopic.php?f=9&t=37853&start=15
Mein Gedanke dabei wäre,das der Baum sich aus der Schale heraus und herum windet.
Aber das wird vielleicht wieder zu wild?
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von HeikeV » 22.04.2017, 09:49

Hallo Undine,
Kyrilla hat geschrieben: Mein Gedanke dabei wäre,das der Baum sich aus der Schale heraus und herum windet.
Aber das wird vielleicht wieder zu wild?
ich habe mir gerade den Apfelbaum angeschaut. Deine Idee den Pflanzwinkel zu ändern gefällt mir. Dazu muss es aber nicht unbedingt eine Mondschale sein, jede Halb-Kaskadenschale würde es doch auch tun. In diesem Jahr pflanzt du ihn etwas tiefer, damit du nicht so viele Wurzeln auf einmal zurück nehmen musst. In den nächsten Jahren kannst du ihn dann langsam in die korrekte Position topfen.

Wenn du aber unbedingt deinen Apfelbaum in einer Mondschale sehen möchtest, dann pflanz ihn da rein.

Liebe Grüße
Heike
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von abardo » 22.04.2017, 10:04

Hi,
mir gefällt diese Position eigentlich besser
download/file.php?id=198492&mode=view
Dann kommt der Baum nach dem schönen Geschlängel wieder auf den Betrachter zu und die Krone sitzt vorne.

Das ganze vielleicht noch ein wenig nach links gekippt, die steil nach oben gehenden Langtriebe nach unten drahten oder entfernen und ab in eine Trichterschale wär so mein Geschmack.

Apfel am Felshang passt für mich nicht.
Grüße, Frank
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von HeikeV » 22.04.2017, 10:18

Hallo Frank,
abardo hat geschrieben:
Apfel am Felshang passt für mich nicht.
es gibt alte, nicht mehr bewirtschaftete Obstwiesen. Da sieht man auch gekippte Apfelbäume, die sich aus Altersschwäche dem Boden zu neigen.

Liebe Grüße
Heike
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von abardo » 22.04.2017, 11:11

... schon, aber eben nur selten in 2000m Höhe am Felshang *z*
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von Kyrilla » 22.04.2017, 11:50

Danke für Euren Zuspruch.
Die Querlage der Spitze kann ich auf Dauer nicht halten,da er an den falschen Stellen verdickt.
Also muß ich ihn zwangsläufig aufrichten.
Ich vermute mal,wenn man ihn so halten wollte müßte man bis tief in den Stamm hinein kürzen.Und dann die Verlängerung immer wieder neu aufbauen.
Ich versuche erstmal den Weg von Heike.
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von peter krebs » 22.04.2017, 14:19

Hallo liebe Heike,

gewissermaßen hast Du ja Recht. Die oben geschlossenen Mondschalen aus Keramik habe ich auch noch nicht hängen sehen. :-D

Ich hatte eine Halbmondschale (wie sie ja üblicherweise für Bonsai benutzt werden) aus Guss Metall, schwarz lackiert,
oben eine kleine Öse mit feinem Kettchen und einem Haken zum Aufhängen.

Die hatte mir vor langer Zeit Paul Lesniewicz vom Bonsai-Centrum-Heidelberg geschenkt.
Es gab eine Handvoll solcher Schalen zum Verkauf. Es gab stehende und hängende, wobei die hängenden ja noch eher an einen Mond erinnern,
und mit einer weißen Windenblüte darin herzerweichend melancholisch aussehen.

Da es unterschiedlichste Kaskaden- und Halbkaskaden Schalen für Bonsai auf dem Markt zu kaufen gibt,
habe ich persönlich keinen besonderen Zugang zu Mondschalen, aber das ist ja nicht maßgebend.

Herzliche Grüße
Peter

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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von HeikeV » 22.04.2017, 15:16

Lieber Peter,
peter krebs hat geschrieben: Es gab stehende und hängende, wobei die hängenden ja noch eher an einen Mond erinnern,
und mit einer weißen Windenblüte darin herzerweichend melancholisch aussehen.
herzlichen Dank, jetzt habe ich ein Bild im Kopf ! Macht sich bestimmt sehr nett in einem Kinderzimmer zur "Gute-Nacht-Geschichte". :lol:

Liebe Grüße
Heike
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Re: Mondschalen...wie und warum?

Beitrag von Kyrilla » 23.04.2017, 07:12

Ist es bei einer Mondschale eigentlich egal in welcher Höhe der Baum gepflanzt wird?
S0 in Richtung unteres Drittel Baum obere 2/3 Wurzel oder so?
So eine hängende Mondschale wäre die Lösung auf meinem Balkon für noch mehr Pflanzen....
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