Workshop im BCM mit Martin Sturm - Meine Mugo

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Robert S.
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Workshop im BCM mit Martin Sturm - Meine Mugo

Beitrag von Robert S. » 16.10.2007, 21:32

Nachdem Alex ja schon unter Aktuelles einen Bericht geliefert hat will ich dazu
nicht mehr viel Worte verlieren und nur kurz die Vorher/Nachher Bildchen
meiner Mugo hier vorstellen. Kommentare sind erwünscht. Wenn jemanden
eine passende Schale einfällt würde ich mich um so mehr freuen.
Servus,
Robert
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S » 17.10.2007, 09:05

Robert,

mal ganz abgesehen davon das mir diese Mugo gut gefällt, ist das was du da zeigst wirklich der Neigungswinkel, oder soll die noch weiter aufgerichtet werden?
M
Beste Grüße
Martin

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Beitrag von Heike_vG » 17.10.2007, 10:17

Hallo Robert,

wegen eines Schalentipps habe ich auch schon gegrübelt, aber mir erscheint der Baum in dieser Position und mit dem etwas widersprüchlichen Ast-Styling (teils windgepeitscht, teils normal aufrecht?) noch nicht so wirklich stimmig...

Da ich leider noch keine eindeutige Aussage in dem (ansonsten mit viel Potenzial gesegneten!) Baum sehe, weiß ich auch noch nicht, welche Schale mir dazu gefiele...

Aber das kann ja alles noch werden! Mit etwas Nachdenken und Überarbeiten, vielleicht im nächsten Jahr. :wink:

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Beitrag von motorrad-frank » 17.10.2007, 11:09

Hallo, ich würde den Baum auch etwas mehr aufrichten und eine ovale grobere Schale wählen, die dem Stamm entspricht - anbei ein Virtual von mir - Grüsse Frank.
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Beitrag von MartinRedlich » 17.10.2007, 12:01

Aufrichten ...und die Schalenwahl finde ich sehr gut!


Zu der Gestaltung kann ich nichts sagen da ich die Astverteilung und deren Aufbau so nicht erkennnen kann.

lg martin
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Beitrag von Heike_vG » 17.10.2007, 12:35

Hallo, Ihr Lieben,

ich denke mal, ein so starkes Aufrichten wird noch lange nicht möglich sein, weil die lebenden Wurzeln wohl alle auf der Unterseite bzw. rechten Stammseite entspringen und sicherlich auch noch lange nicht in eine so flache Schale passen werden.

Der Baum würde in meinen Augen auch seine Besonderheit verlieren, wenn man ihn so sehr aufrichten würde.

Die Astgestaltung passt aber weder zu dem einen noch zu dem anderen, habe ich den Eindruck...

Robert, berichte doch mal, was Martin Sturm zu dem Baum gesagt hat, das würde mich sehr interessieren!

Liebe Grüße,

Heike
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Beitrag von achim73 » 17.10.2007, 13:06

ja, mich auch. besonders die markierte stelle verstehe ich nicht so ganz.
vielleicht kannst du nochmal ein paar bilder aus nem anderen winkel machen ?
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Gruss, Achim
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Beitrag von Urikawa » 17.10.2007, 13:08

Ich weiss nicht ob ich überhaupt zu diesen Baum etwas sagen darf damit ich seinem eigentümer nicht verletze mit meinem beitrag.

Was mich unheimlich stört is die art und weise in denen manche Äste corrigiert worden sind. Betrachtet mann das Bild genauer so kann mann sehen das einige Äste von unten aus mit einem sanften bogen aufgerichtet sind um hirmit bestimmte leere stellen zu füllen.
An der vorderseite genau neben dem Kreis ist noch so eine deutliche stelle zu entdecken.

Ist dies einen arbeitgang den mann unbedingt machen musste?
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.

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Beitrag von Bonsaisan » 17.10.2007, 17:20

Haloo Robert S
was denkst du.
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Beitrag von Heike_vG » 17.10.2007, 17:42

Hallo, Ihr Lieben,

die Astkorrekturen schauen so schon besser aus.
Die Schale wäre mir aber viel zu auffällig und verschnörkelt.
Mir würde dann noch eher ein Zwischending zwischen Bogenschale und "primitive pot" vorschweben. Von der Farbe her vielleicht noch dunkler.

Liebe Grüße,

Heike
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Beitrag von Robert S. » 17.10.2007, 18:50

Danke für eure vielen Kommentare,

was die Positionierung angeht. Ich wollte den Baum eigentlich nur noch ein
klein wenig mehr als auch dem Foto gezeigt aufrichten, da wie Heike ge-
schrieben hat die Lage der Wurzeln nicht viel mehr zulässt. Aber davon ab-
gesehen gefällt mir die "Schieflage" schon.
Ich denke was momentan am meisten stört ist das fehlende Grün auf der
Linke Seite. Bonsaisan hat das in seinem Virtual ganz gut umgesetzt.
Auf dem Bild kommt der von Achim rot markierte Bereich tatsächlich
ein wenig windgepeitscht rüber. Das ist von Martin ganz sicher nicht ge-
wünscht, da er diese Gestaltungsform nicht mag. Wir waren uns eigent-
lich einig das noch mehr Grün in Richtung Stammbasis aufgebaut werden
sollte. Das ist nun auch für die nächsten Jahre mein Plan.

@Frank: Danke für Dein Virtual. Die Schale könnte ich mir ganz gut vor-
stellen. Aufrichten möchte / kann ich den Baum aber nicht ganz so stark.

@Urikawa: Natürlich darfst Du etwas zu dem Baum sagen. Es verletzt mich
nicht, wenn sich jemand die Mühe einer kritischen Betrachtung macht. Nur
so kann ich lernen. Danke dafür.

@Bonsaisan: Danke für das tolle Virtual. Deine vorgeschlagene Schale ist
aber zu verspielt und würde sehr vom Baum ablenken. Wie Du das Grün
auf der linken Seite angelegt hast, ist mein Plan.

@Heike: Ja, eine Schale a la primitive-pot würde mir am meisten zusagen.
So in etwa wie die von Peter Thali's Alte Dame mit Tänzer. Was meinst Du?

Ich werde ganz sicher noch mehr Bilder von dem Baum aus mehreren
Ansichten posten. Leider fehlt mir bislang die Zeit bzw. das richtige Licht
für bessere Bilder.

Servus,
Robert

Ich denke ich könnte den unschönen Bogen noch korrigieren, möchte das
dem Baum aber jetzt nicht mehr zumuten. Vielleicht nächstes Frühjahr.

Yami
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Beitrag von Yami » 17.10.2007, 20:04

Hallo,

da Robert und ich den Baum zusammen bearbeitet haben, sage ich grad auch noch ein paar Worte dazu:

Für mich war diese Mugo, das absolute Highlight des Workshops, weil sie genau meinen persönlichen Geschmack trifft.
Auf dem Bild kommt die Dramatik des Baumes in keinster Weise rüber, der Baum wirkt hier wie ein Zwerg in Wirklichkeit ist er aber ein Riese.
Er passt in keine Schablone und fällt bei Betrachtung mit Hilfe der gängigen Bonsai-Regeln völlig durch.

Die Bögen in den Zweigen hat der Baum, weil Bewegung zu dem dramatischen Baum sehr gut passt. Sie sind nur übertrieben, weil die Mugo ziemlich elastisch ist und sich wieder etwas zurückbiegt, wenn der Draht ab kommt und so passts dann. Außerdem erzeugt man dadurch einen zusätzlichen Anreiz für Rückknospung.

Bei meinen Workshops versuche ich immer mit dem dem Teilnehmer ein Konzept zu erarbeiten, weil es ja nicht meine Bäume sind und ich hatte den Eindruck, dass es nach Roberts Geschmack läuft. Mein Ziel ist es aber, dass meine Anwesenheit nur als Hilfestellung angesehen wird und die pflegede Gestaltung des Baumes nach den Vorstellungen des Teilnehmers weiter läuft. Die Erstgestaltung ist zwar wichtig, viel wichtiger sind aber die Pflegearbeiten. Eigentlich ist es sogar ziemlich unwichtig, wie der Baum nach einem Workshop aussieht, wichtig ist, wie er nach einigen Jahren aussieht.

Grüße aus dem nächtlich erleuchteten Heidelberg!
Martin
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
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Beitrag von heinz leitner » 17.10.2007, 20:20

Eigentlich ist es sogar ziemlich unwichtig, wie der Baum nach einem Workshop aussieht, wichtig ist, wie er nach einigen Jahren aussieht.

Martin[/quote]

Martin
Das ist nicht dein Ernst.
Je besser die Grundgestaltung,desto besser das Endergebnis,oder?

Ansonsten ist das tolles Material,das aber meiner Meinung nach noch keine stimmige Gestaltung hat.
Ist aber nur meine Meinung
Gruss Heinz

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Beitrag von Yami » 17.10.2007, 20:42

Hallo Heinz,

doch genau das ist mein Ernst, danach gestalte und arbeite ich schon seit Jahren. In Europa wird meiner Meinung nach viel zuviel auf den Augenblick hin gearbeitet, um das "beste" Ergebnis zu erhalten. Diese Vorgehensweise ist aber für gute Bäume viel zu kurz gesprungen.

Gott sei Dank hatte ich gute Lehrmeister, die mir Bonsai-Entwicklung und keine Bonsai-Gestaltung gezeigt und mich diese gelehrt haben. So gebe ich das dann auch weiter.

Meine kürzlich gemachten Beobachtungen in Japan haben mich da sehr bestätigt. Dort wird sehr viel mehr Wert auf Entwicklung gelegt, als auf Gestaltung. Ein japanischer Bonsai-Meister, dessen Familie das schon Generationen macht, würde sich nie als Gestalter bezeichnen, als Pfleger aber schon. Vielleicht ist Bonsai in Europa noch zu jung oder viele Europäer haben einfach eine andere Mentalität.Das "Beste" rausholen geht eben nicht an einem Tag, deshalb sind Grundgestaltungen, die erst einmal nicht optimal aussehen viel besser für die Entwicklung.

Grüße
Martin

PS.: Im Anhang ein über 95 Jahre alter berühmter Bonsai-Meister, der diesen Ahorn seit 50 Jahren pflegt - das sind Dimensionen.
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Beitrag von Robert S. » 17.10.2007, 20:51

Also ich bin mit der Erstgestaltung absolut zufrieden.
Es mag wie reiner Opportunismus rüber kommen, aber ich stimme mit Martin
überein, dass das Foto wenig vom realen Baum "rüberbringt". Vielleicht spielt
das Wetter ja am Wochenende nochmal mit und ich liefere die Rundum-Bilder.
Servus,
Robert
Zuletzt geändert von Robert S. am 18.10.2007, 10:34, insgesamt 1-mal geändert.

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