Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

Update meiner Lärche. Sie hatte nach dem strengen Winter in diesem Jahr zunächst Anlaufschwierigkeiten. Deshalb habe ich auch nur die langen Austriebe zurück genommen.
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Karl-Heinz
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

.... und nun im Herbstkleid.
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Karl-Heinz
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joseph
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von joseph »

Toller Baum, und schöner Hintergrund zum letzten Foto. Das find ich zur Herbstfärbung sehr passend.
MfG Joseph / Tilo
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

Meine Larix hat im April 2011 eine neue etwas kleinere Schale von Marc Berenbrinker erhalten. Ich musste die Wurzeln ordentlich einkürzen um sie in die neue Schale zu bekommen. Im Moment steht sie nach meinem Geschmack noch etwas zu hoch, ich will sie aber in diesem Jahr in Ruhe lassen und sie im Frühjahr 2013 tiefer setzen. Der Baum ist 53 cm hoch. Auch bei ihm stört mich der Ansatz des unteren Astes. Was meint ihr?
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Karl-Heinz
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avicenna
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von avicenna »

Hallo Karl Heinz,
mich würde garnicht der untere Ast stören sondern eher seine fehlende Dynamik. Da er im ersten Teil wenig Dynamik hat würde ich dort entweder durch Drahtung oder , wenns nicht geht, durchVerdünnen des Astes und dann Drahtung und Windung mehr Spiel hineinbringen.
Dann, wenn du was tun möchtest :) und es von der Dicke des Astes möglich ist, ihn unterhalb seines Ansatzes ein wenig ausschnitzen ( ganz wenig) und ihn dann mehr an den Stamm im spitzen Winkel nach unten wachsen lassen ...

saludos
avicenna
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Walter Pall
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Walter Pall »

Den untersten Ast könnte man auch einfach ganz weg lassen. Würde ich tun. So z.B..
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avicenna
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von avicenna »

Weißt du Walter ... Ab geht immer noch. Wieso nicht vorher weitere Optionen testen, vielleicht kommt das ja gut ? und wenn nicht ... ein Jin ist immer noch drinnen und wenn der auch nicht sein soll ... dann eben ab .

saludos
avicenna
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

Guten Morgen Dietmar und Walter,
danke für eure Vorschläge. Beide gefallen mir sehr gut, wobei Dietmars sicherlich schwieriger zu realisieren ist. Walter hat auch noch die Äster auf der Gegenseite optimiert. Sieht sehr gut aus, danke.
Viele Grüße
Karl-Heinz
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avicenna
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von avicenna »

Ich hab gerade Zeit :) unbd ein wenig herumgespielt ...
Ist zwar nicht so professional aber auch eine Option ...
Alle Äste stammnah im spitzen Winkel nach unten leiten ... eng an den Stamm bringen. Das sieht in hohem Alter sehr gediegen aus und vermittelt eine ständige Schneelast ...
Damit kann man nur wachsen wenn man das hinbekommt ( ich meine an Erfahrung und Fertigkeit :) )
Wie gesagt ... soll nur die Richtung angeben mein paintual aber das hätte was :)

saludos
avicenna
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

Uii, ein ganz anderer Ansatz, danke Dietmar.
Viele Grüße
Karl-Heinz
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Walter Pall
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Walter Pall »

avicenna hat geschrieben:Weißt du Walter ... Ab geht immer noch. Wieso nicht vorher weitere Optionen testen, vielleicht kommt das ja gut ? und wenn nicht ... ein Jin ist immer noch drinnen und wenn der auch nicht sein soll ... dann eben ab .
Weil das eher unprofessionell ist. Wer sich immer alle Optionen offen lässt und herumprobiert, der zeigt, dass er unsicher ist. Das ist kein Mangel, das kann ja behoben werden. Aber den Mangel als das Erstrebenswerte hin zu stellen, halte ich nicht für angezeigt.
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Herbert A
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Herbert A »

Servus an alle
avicenna hat geschrieben:Dann, wenn du was tun möchtest und es von der Dicke des Astes möglich ist, ihn unterhalb seines Ansatzes ein wenig ausschnitzen ( ganz wenig) und ihn dann mehr an den Stamm im spitzen Winkel nach unten wachsen lassen
Avicenna - einen Ast den man nach unten biegen möchte muss man OBEN einscheiden oder einreissen. Bei deiner Methode würde der Ast sehr wahrscheinlich absterben, da die Saftbahnen von unten nach oben gehen.

ciao
Herbert Aigner
Schön dass es dieses Forum gibt.
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avicenna
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von avicenna »

Hallo Herbert,
Herbert A hat geschrieben:den man nach unten biegen möchte muss man OBEN einscheiden oder einreissen. Bei deiner Methode würde der Ast sehr wahrscheinlich absterben, da die Saftbahnen von unten nach oben gehen.
... auf diesen Einwand habe ich gewartet :) ... daher sagte ich
avicenna hat geschrieben:ihn unterhalb seines Ansatzes ein wenig ausschnitzen ( ganz wenig)
... dadurch könnten die Wundflächen aufeinandergelegt werden und miteinander verwachsen. Ein solcher Eingriff sollte daher die seitlichen Leitbahnen nach M,öglichkeit nicht verletzen sondern nur direkt unterhalb.
Dann klappt das :)
Walter Pall hat geschrieben:Wer sich immer alle Optionen offen lässt und herumprobiert, der zeigt, dass er unsicher ist. Das ist kein Mangel, das kann ja behoben werden. Aber den Mangel als das Erstrebenswerte hin zu stellen, halte ich nicht für angezeigt
... Unsicherheit bei der Gestaltung halte ich zunächst einmal für keinen Mangel, sondern eher für einen Weg hin zur Professionalität bei der sie dann immer kleiner werden kann ... zugegeben, weil man aus der Erfahrung vieler vielleicht vorher gemachter Fehler gelernt hat. Sich dennoch über eine von mir vorgeschlagene Vorgehensweise dem Erstrebenswerten zu nähern ... einer Gestaltung die Wirkung erzielt, Eindrücke vermittelt etc. ... soll dann nicht das Erstrebenswerte selbst sein, sondern dem zu Erstrebendem nahe kommen. Ob nun professionell oder unprofessionell bleibt gleich aber ein Fehler der nicht mehr rückgängig zu machen ist ( sprich weg mit dem Ast) ist noch bananiger ... es sei denn man steht voll dahinter, dann wäre es aber auch kein Fehler ... aber Nichtprofis sind sich da eben nicht ganz so sicher :) .

saludos
avicenna
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avicenna
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von avicenna »

Hallo Karl-Heinz,
ich hoffe ich mache dir jetzt nicht deinen threat kaputt ... wenn ja, nehm ich alles wieder raus ...
Ich habe gerade heute bei einer Lärche genau die von Herbert gewählte Vorgehensweise angewandt ( von oben her den Ast einstemmen) und zwar deshalb, weil die Aststärken so sind, dass die andere Vorgehensweise ( von unten einkerben ohne die seitlichen Leitungsbahnen zu verletzen) nicht klappt.
Mit einem geschliffenen und damit sehr scharf gemachten Schraubendreher habe ich von oben den Stamm eingekerbt und ins Stammholz gestemmt. Dadurch habe ich die Dicke reduzieren können und die Äste an den Stamm gezogen. Danach alles dick mit Melkfett eingeschmiert und gut isses gewesen.
Wenn alles gut umwallt und stabilisiert ist, kann man in den nächsten Jahren die rundlichen Astpartien die am Ansatz recht unschön ausschauen, zu Scharibereichen machen. Sowas würde auch bei deiner gehen ...

saludos
avicenna
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Karl-Heinz G.
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Re: Japanische Lärche (Larix kaempferi)

Beitrag von Karl-Heinz G. »

avicenna hat geschrieben:Hallo Karl-Heinz,
ich hoffe ich mache dir jetzt nicht deinen threat kaputt ... wenn ja, nehm ich alles wieder raus ...
Hallo Dietmar,
nein, finde ich gar nicht. Du zeigst ja sehr anschaulich die Technik auf, die du mir für meine Larix empfohlen hast. Mich würde interssieren ob die Äste diesen Eingriff überleben. Du kannst ja in einem halben Jahr darüber berichten. Dann auch gerne in einem anderen Thread. :)
Viele Grüße
Karl-Heinz
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