Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Bei meiner letzten Yamadoritour ins Moor vor einigen Tagen hab ich diese Birke einem "Standortwechsel" zugeführt. Sie fiel mir auf wegen ihrer kleinen Blätter und ihres auffälligen kleinen Wuchses. "Allüberall auf diesem Feld" standen sie zu hunderten und auch die größten unter ihnen waren nicht höher als ca. 3 m !!! Auf anderen "Feldern" hab ich bislang Betula pubescens gesammelt und deren Laub, auch noch bei älteren Exemplaren, ist auffällig behaart und von der Größe und der Form eigentlich eindeutig zu erkennen.
Es stellte sich mir nun die Frage ... " kann dies denn auch eine B.pubescens sein ? ... oder ist es gar eine Strauch-Birke (Betula humilis) ,auch Niedrige Birke genannt "
Die Strauch-Birke ist ein niedriger, reichästiger Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 3 m erreicht. Die Rinde ist braun. Die Rinde junger Zweige ist anfangs behaart und mit vielen Harzdrüsen bedeckt. Die Laubblätter sind 1 bis 4 cm lang, 0,5 bis 2,5 cm breit, rundlich bis eiförmig, länger als breit und oft leicht asymmetrisch. Sie sind stumpf oder leicht zugespitzt, grob und ungleich sowie einfach bis doppelt gesägt. Sie besitzen auf jeder Seite vier bis sechs Seidenaderpaare, sind auf jeder Seite hellgrün und besitzen auf der Unterseite in den Nervenwinkeln Haare oder sind kahl. Der Blattstiel ist 2 bis 5 mm lang.
Jetzt die Frage an die Spezialisten unter euch :D was isses denn nun ?
Wenns die Betula humilis sein sollte, sagt Wickipedia dazu ...
Die Strauch-Birke hat im kontinentalen Eurasien ihren Verbreitungsschwerpunkt und in Deutschland ihr westlichstes Vorkommen. In Deutschland gilt diese Pflanzenart als stark gefährdet und ist nur im Alpenvorland sowie an wenigen Stellen in der Norddeutschen Tiefebene zu finden. Die Birke ist in Mitteleuropa ein Eiszeitrelikt. Es wird angenommen, dass der Rückgang auf einem natürlichen Aussterbevorgang beruht, welcher durch die Zerstörung der Lebensräume der Art beschleunigt wird.
Diese Art wächst auf Moorwiesen, in Erlenbrüchen sowie in Flach- und Hochmooren.
... und dann wäre diese Fundstelle ja gar eine Rarität !!! und diese Birke ist vom Laub her gesehen hervorragend für Bonsai geeignet ...
Die Bilder von einer der größeren, die jetzt weiter hervorragend austreibt, dürfte dann in die gleiche Kategori gehören ... oder ? Ich hab extra nochmals ein Bild eines Blattes gemacht ...
Bin gespannt was ihr dazu sagt ...
saludos
avicenna
Es stellte sich mir nun die Frage ... " kann dies denn auch eine B.pubescens sein ? ... oder ist es gar eine Strauch-Birke (Betula humilis) ,auch Niedrige Birke genannt "
Die Strauch-Birke ist ein niedriger, reichästiger Strauch, der Wuchshöhen von 0,5 bis 3 m erreicht. Die Rinde ist braun. Die Rinde junger Zweige ist anfangs behaart und mit vielen Harzdrüsen bedeckt. Die Laubblätter sind 1 bis 4 cm lang, 0,5 bis 2,5 cm breit, rundlich bis eiförmig, länger als breit und oft leicht asymmetrisch. Sie sind stumpf oder leicht zugespitzt, grob und ungleich sowie einfach bis doppelt gesägt. Sie besitzen auf jeder Seite vier bis sechs Seidenaderpaare, sind auf jeder Seite hellgrün und besitzen auf der Unterseite in den Nervenwinkeln Haare oder sind kahl. Der Blattstiel ist 2 bis 5 mm lang.
Jetzt die Frage an die Spezialisten unter euch :D was isses denn nun ?
Wenns die Betula humilis sein sollte, sagt Wickipedia dazu ...
Die Strauch-Birke hat im kontinentalen Eurasien ihren Verbreitungsschwerpunkt und in Deutschland ihr westlichstes Vorkommen. In Deutschland gilt diese Pflanzenart als stark gefährdet und ist nur im Alpenvorland sowie an wenigen Stellen in der Norddeutschen Tiefebene zu finden. Die Birke ist in Mitteleuropa ein Eiszeitrelikt. Es wird angenommen, dass der Rückgang auf einem natürlichen Aussterbevorgang beruht, welcher durch die Zerstörung der Lebensräume der Art beschleunigt wird.
Diese Art wächst auf Moorwiesen, in Erlenbrüchen sowie in Flach- und Hochmooren.
... und dann wäre diese Fundstelle ja gar eine Rarität !!! und diese Birke ist vom Laub her gesehen hervorragend für Bonsai geeignet ...
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MerschelMarco
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Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Dietmar,
Betula humilis ist es mit Sicherheit nicht. Dazu passt die Blattform nicht und die Rinde wird auch nicht weiss.
Von den Blättern her kommt am ehesten Betula carpatica oder B. pubescens in Frage. Ich tippe stark auf B. pubescens, der Weiss werdenden Rinde wegen und wegen der Blätter die unterhalb der Mitte am breitesten sind.
Die Arten bastardieren aber auch wild untereinander, was eine genaue Bestimmung oft schwierig macht.
Grüße,
Marco
Betula humilis ist es mit Sicherheit nicht. Dazu passt die Blattform nicht und die Rinde wird auch nicht weiss.
Von den Blättern her kommt am ehesten Betula carpatica oder B. pubescens in Frage. Ich tippe stark auf B. pubescens, der Weiss werdenden Rinde wegen und wegen der Blätter die unterhalb der Mitte am breitesten sind.
Die Arten bastardieren aber auch wild untereinander, was eine genaue Bestimmung oft schwierig macht.
Grüße,
Marco
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Marco,
ich glaube du hast recht ;-(
... das Laub der B. humilis ist in der Tat eher eiförmig und die Bestände sind, laut Aussage meines Freundes dem Förster, eher im Harz vereinzelt zu finden ... Schade eigentlich aber dennoch hat mich das kleine Laub irritiert und die Größe der umstehenden Exemplare.
Wenns denn eine B.pubescens ist, solls auch was besonderes sein :D . Irgendwie bin ich nämlich zur Zeit in so einer Art "Birkenphase" und der "Spot" den ich aufgetan habe, ist irre besetzt mit vieeeelllen tollen Exemplaren die ich nun zurückgeschnitten und für das nächste Frühjahr vorbereitet habe. Ca. 20-30 ganz hervorragende Exemplare darunter, deren Wurzeln einfach grandios sind, das Nebari ist irre und an ihrem jetzigen Standort treiben einige schon bereits wieder mit vielen Knospen aus und bereiten jetzt schon eine feine Verzweigung vor :D .
Deren Umfeld habe ich auch freigelegt, so dass die Besonnung, gerade wichtig bei den Birken, voll gewährleistet ist.
Eine konnte ich dann doch nicht stehen lassen und habe mir die Freiheit gegönnt, sie nach dem Rückschnitt einem "Standortwechsel" zu zu führen
. Will mal sehen ob sie es " tut " ... wie gesagt 20-30 weitere warten ja bis zum nächsten Frühjahr
.
saludos
avicenna
ich glaube du hast recht ;-(
Wenns denn eine B.pubescens ist, solls auch was besonderes sein :D . Irgendwie bin ich nämlich zur Zeit in so einer Art "Birkenphase" und der "Spot" den ich aufgetan habe, ist irre besetzt mit vieeeelllen tollen Exemplaren die ich nun zurückgeschnitten und für das nächste Frühjahr vorbereitet habe. Ca. 20-30 ganz hervorragende Exemplare darunter, deren Wurzeln einfach grandios sind, das Nebari ist irre und an ihrem jetzigen Standort treiben einige schon bereits wieder mit vielen Knospen aus und bereiten jetzt schon eine feine Verzweigung vor :D .
Deren Umfeld habe ich auch freigelegt, so dass die Besonnung, gerade wichtig bei den Birken, voll gewährleistet ist.
Eine konnte ich dann doch nicht stehen lassen und habe mir die Freiheit gegönnt, sie nach dem Rückschnitt einem "Standortwechsel" zu zu führen
saludos
avicenna
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Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo!
Mir ist das Gleiche wie dir passiert
Ich habe auch ganz viele Birken gefunden, die buschartig überall verteilt waren und die ganze Sonne für sich hatten.
Ich bin durch Zufall auf diesen Post gelandet und freue mich, dass jemandem dasselbe passiert ist :D
Ich konnte es Anfangs auch nicht glauben und ich werde an den Platz im Frühling zurückkehren und mir eine ausgraben.
Da war soviel Auswahl, dass ich nicht wusste welche ich nehmen soll, weil, wie du schon beschrieben hattest, eine neben der anderen wuchs mit einem super Nebari und schöner feiner Verzweigung. Was ist aus deinem Baum geworden? Geht es deinen Birken gut?
Meine Birke, die ich von dort habe, hat bisher nur einen weißen Ansatz, aber ist sonst braun. Wird noch =)
Liebe Grüße
Evulet
Mir ist das Gleiche wie dir passiert
Ich habe auch ganz viele Birken gefunden, die buschartig überall verteilt waren und die ganze Sonne für sich hatten.
Ich bin durch Zufall auf diesen Post gelandet und freue mich, dass jemandem dasselbe passiert ist :D
Ich konnte es Anfangs auch nicht glauben und ich werde an den Platz im Frühling zurückkehren und mir eine ausgraben.
Da war soviel Auswahl, dass ich nicht wusste welche ich nehmen soll, weil, wie du schon beschrieben hattest, eine neben der anderen wuchs mit einem super Nebari und schöner feiner Verzweigung. Was ist aus deinem Baum geworden? Geht es deinen Birken gut?
Meine Birke, die ich von dort habe, hat bisher nur einen weißen Ansatz, aber ist sonst braun. Wird noch =)
Liebe Grüße
Evulet
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Evulet,
meinen Birken geht es sehr gut. Ich habe einige Spots auf denen ich diese Birken ernten kann und das in vielen Größen. Es sind wohl wirklich eher B.pubescens.
Im letzten Jahr habe ich an einem spot ca. 30 recht große und sehr ansehnliche zurückgeschnitten. Sie haben auch fast alle brav ausgetrieben aber !!! ... das Wild im Umfeld fand diesen Rückschnitt so toll und so lecker, dass sie mit dem Rückschnitt während des ganzen Jahres weiter gemacht haben. Sie mussten nicht mehr ihren Kopf heben und das Laub war wohl immer schön frisch ... Und das war nicht soo gut. Einge der Birken haben sich dann mit wichtigen Ästen verabschiedet und der Austrieb sah aus wie Hexenreiser ... Nun ja, daraus gelernt war ... zurückgeschnittene Birken mit einem Drahtkorb schützen oder gleich im April oder Anfang Mai ernten.
Etwas anderes hab ich noch gelernt ... Ein großes Feld mit hunderten solcher Birken wurde jetzt im Januar völlig von Waldarbeitern gerodet. Sie sind mit einem Trecker oder einem Bulldozer durch die Plaine gerast und haben nen Riesenhaufen aufgeschichtet und alles platt gemacht. Soviel zu ... darf man Birken denn einfach so herausnehmen ? Birken gehören zu den Pionieren in solchen Moorlandschaften und wenn der Grundwasserspiegel durch den Menschen abgesenkt wurde um Torf zu gewinnen etc., siedeln Birken sich als erste an undleiten die Sukzession ein also die Besiedelung und Vorbereitung zur Waldbildung. Wenns dichter wird irgendwann, werden sie ehh verdrängt von Buchen und Eichen.
Also, such dir schöne Teile aus, am Besten solche mit schon weißen Betulineinlagerungen oder sogar Brotkrustenstrukturen der Borke, verwende Sphagnum im Wurzelbereich, Birken wollen immer viel Wasser ... dann klappts schon.
saludos
avicenna
meinen Birken geht es sehr gut. Ich habe einige Spots auf denen ich diese Birken ernten kann und das in vielen Größen. Es sind wohl wirklich eher B.pubescens.
Im letzten Jahr habe ich an einem spot ca. 30 recht große und sehr ansehnliche zurückgeschnitten. Sie haben auch fast alle brav ausgetrieben aber !!! ... das Wild im Umfeld fand diesen Rückschnitt so toll und so lecker, dass sie mit dem Rückschnitt während des ganzen Jahres weiter gemacht haben. Sie mussten nicht mehr ihren Kopf heben und das Laub war wohl immer schön frisch ... Und das war nicht soo gut. Einge der Birken haben sich dann mit wichtigen Ästen verabschiedet und der Austrieb sah aus wie Hexenreiser ... Nun ja, daraus gelernt war ... zurückgeschnittene Birken mit einem Drahtkorb schützen oder gleich im April oder Anfang Mai ernten.
Etwas anderes hab ich noch gelernt ... Ein großes Feld mit hunderten solcher Birken wurde jetzt im Januar völlig von Waldarbeitern gerodet. Sie sind mit einem Trecker oder einem Bulldozer durch die Plaine gerast und haben nen Riesenhaufen aufgeschichtet und alles platt gemacht. Soviel zu ... darf man Birken denn einfach so herausnehmen ? Birken gehören zu den Pionieren in solchen Moorlandschaften und wenn der Grundwasserspiegel durch den Menschen abgesenkt wurde um Torf zu gewinnen etc., siedeln Birken sich als erste an undleiten die Sukzession ein also die Besiedelung und Vorbereitung zur Waldbildung. Wenns dichter wird irgendwann, werden sie ehh verdrängt von Buchen und Eichen.
Also, such dir schöne Teile aus, am Besten solche mit schon weißen Betulineinlagerungen oder sogar Brotkrustenstrukturen der Borke, verwende Sphagnum im Wurzelbereich, Birken wollen immer viel Wasser ... dann klappts schon.
saludos
avicenna
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Avicenna!
Danke für die Infos!
Mir wurde auch zugeflüstert, dass diese Bäume wieder gerodet werden..
Also diese Brotkrustenstrukturen der Borke habe ich noch nie bei "kleinen" Bäumen gefunden.
Das ist natürlich ein Glückstreffer!
Hast du alle Birken an der selben Stelle gefunden?
Nach meinem Japanbesuch ende April, werde ich mich auf die Suche machen, dann bin ich nämlich inspiriert und kann es kaum erwarten mir wieder ein neues Bäumchen auszugraben :D
Ich werde auf jeden Fall davon berichten
LG
Evulet
Danke für die Infos!
Mir wurde auch zugeflüstert, dass diese Bäume wieder gerodet werden..
Also diese Brotkrustenstrukturen der Borke habe ich noch nie bei "kleinen" Bäumen gefunden.
Das ist natürlich ein Glückstreffer!
Hast du alle Birken an der selben Stelle gefunden?
Nach meinem Japanbesuch ende April, werde ich mich auf die Suche machen, dann bin ich nämlich inspiriert und kann es kaum erwarten mir wieder ein neues Bäumchen auszugraben :D
Ich werde auf jeden Fall davon berichten
LG
Evulet
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Evulet,
ich habe ein Riesenareal in dem diese Birken wachsen, sozusagen auf vielen, vielen "Feldern" kann ich solche Birken finden und das in vielen Altersstufen.
Bislang war ich immer der Meinung, dass eine Birke sehr alt sein müsse um durch ihre Betulineinlagerungen eine weiße Rindenfarbe zu zeigen und dass sie sehr, sehr alt sein müsse um eine "Brotkrustenborke zu bekommen. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass mindestens 10 Jahre vergehen müssen um eine weiße Rinde und mindestens vielleicht 20 Jahre vergehn sein müssen um diese aufbrechende Borke zu zeigen.
Pustekuchen ... :D .
Bei einer "gehimmelten" Birke mit einer super altausschauenden Krustenborke und wunderbaren Weißanteilen hab ich 'nen Stammquerschnitt gesägt und die Jahresringe gezählt. Meine Schätzung lag spontan bei mindestens 30 Jahren ... gezählt habe ich ganze 8 Jahre !!!
Das zeigte mir, dass es nicht unbedingt auf das Alter ankommt, sondern eher auf den Standort. Je größer die Sonnenexposition des Baumes ist, desto mehr schützt er sich offensichtlich durch Einlagerungen von Betulin davor und je höher die jährlichen Zuwachsraten des Baumes sind ( günstige Nährstoffversorgung, Versorgung vieler Astpartien etc.), desto schneller wird das Aufbrechen der Rindenstruktur sein und desto wahrscheinlicher schützt sich der Baum durch "Brotkrustenborke" insbesondere im Stammsockelbereich.
Wenn du solch schöne Grundgerüste bei deinem Birkenspot finden solltest, scheue dich nicht sie aufs ein schönes Grundgerüst zurück zu nehmen und aus zu graben. Sie werden genug Speichernmaterial in sich tragen um einen zweiten Austrieb aus schlafenden Augen zu machen und der Zuwachs kann in einem Jahr an den neuen Ästen leicht Bleistiftdick sein. Den solltest du ihr aber auch lassen, damit sie powern kann. Erst im nächsten Frühling solltest du dann einen Gestaltungsrückschnitt machen, und den Baum dann langsam aufbauen. Die aus dem Grundgerüst wachsenden, aufstrebenden Äste ruhig nach oben wachsen lassen und erst ab dem dritten Austrieb den Zuwachs im birkentypischen Habitus nach unten leiten. Dann klappts schnell mit ner tollen Birke ... :D
Viel düngen und viiiieeeelll Licht und Sonne und immer schön feucht halten, das mögen sie gern :D
Viel Spaß und wunderbare Anschauungen in Japan wünsch ich dir !!!
saludos
avicenna
ich habe ein Riesenareal in dem diese Birken wachsen, sozusagen auf vielen, vielen "Feldern" kann ich solche Birken finden und das in vielen Altersstufen.
Bislang war ich immer der Meinung, dass eine Birke sehr alt sein müsse um durch ihre Betulineinlagerungen eine weiße Rindenfarbe zu zeigen und dass sie sehr, sehr alt sein müsse um eine "Brotkrustenborke zu bekommen. Bislang bin ich davon ausgegangen, dass mindestens 10 Jahre vergehen müssen um eine weiße Rinde und mindestens vielleicht 20 Jahre vergehn sein müssen um diese aufbrechende Borke zu zeigen.
Pustekuchen ... :D .
Bei einer "gehimmelten" Birke mit einer super altausschauenden Krustenborke und wunderbaren Weißanteilen hab ich 'nen Stammquerschnitt gesägt und die Jahresringe gezählt. Meine Schätzung lag spontan bei mindestens 30 Jahren ... gezählt habe ich ganze 8 Jahre !!!
Das zeigte mir, dass es nicht unbedingt auf das Alter ankommt, sondern eher auf den Standort. Je größer die Sonnenexposition des Baumes ist, desto mehr schützt er sich offensichtlich durch Einlagerungen von Betulin davor und je höher die jährlichen Zuwachsraten des Baumes sind ( günstige Nährstoffversorgung, Versorgung vieler Astpartien etc.), desto schneller wird das Aufbrechen der Rindenstruktur sein und desto wahrscheinlicher schützt sich der Baum durch "Brotkrustenborke" insbesondere im Stammsockelbereich.
Wenn du solch schöne Grundgerüste bei deinem Birkenspot finden solltest, scheue dich nicht sie aufs ein schönes Grundgerüst zurück zu nehmen und aus zu graben. Sie werden genug Speichernmaterial in sich tragen um einen zweiten Austrieb aus schlafenden Augen zu machen und der Zuwachs kann in einem Jahr an den neuen Ästen leicht Bleistiftdick sein. Den solltest du ihr aber auch lassen, damit sie powern kann. Erst im nächsten Frühling solltest du dann einen Gestaltungsrückschnitt machen, und den Baum dann langsam aufbauen. Die aus dem Grundgerüst wachsenden, aufstrebenden Äste ruhig nach oben wachsen lassen und erst ab dem dritten Austrieb den Zuwachs im birkentypischen Habitus nach unten leiten. Dann klappts schnell mit ner tollen Birke ... :D
Viel düngen und viiiieeeelll Licht und Sonne und immer schön feucht halten, das mögen sie gern :D
Viel Spaß und wunderbare Anschauungen in Japan wünsch ich dir !!!
saludos
avicenna
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo avicenna!
Bist ja ein richtiger Birken Spezialist
Du beantwortest genau die Fragen die ich hatte bei meiner Ausgrabung.
Auf schlafende Augen habe ich gehofft, war mir aber unsicher und wollte nicht einfach eine Birke abhacken.
Ich war auch immer schon der Meinung, dass die Färbung der Birke nicht nur am Alter, aber vor allem am Standort liegt!
Birken lieben ja auch einen sonnigen Platz und das war auch so zu beobachten
Hast du die Birke eigentlich in der Erde gelassen, in der sie vorher stand? Sehe auf den Bildern Gras.
Oder hast du sie in eine andere Erdmischung gesetzt? Wenn ja, welche?
Danke für die wertvollen Informationen :D
Freu mich schon auf meinen Wandergang!
Liebe Grüße
Evulet
Bist ja ein richtiger Birken Spezialist
Du beantwortest genau die Fragen die ich hatte bei meiner Ausgrabung.
Auf schlafende Augen habe ich gehofft, war mir aber unsicher und wollte nicht einfach eine Birke abhacken.
Ich war auch immer schon der Meinung, dass die Färbung der Birke nicht nur am Alter, aber vor allem am Standort liegt!
Birken lieben ja auch einen sonnigen Platz und das war auch so zu beobachten
Hast du die Birke eigentlich in der Erde gelassen, in der sie vorher stand? Sehe auf den Bildern Gras.
Oder hast du sie in eine andere Erdmischung gesetzt? Wenn ja, welche?
Danke für die wertvollen Informationen :D
Freu mich schon auf meinen Wandergang!
Liebe Grüße
Evulet
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Bein meinen spots handelt es sich um Torfabbaugebiete und die haben naturgemäß 'ne Menge Spaghnum zu bieten und eben Torf. Ich habe sie aus dem Boden gesägt,... ja gesägt :D , mit ner Klappbaumsäge ... und dann wie ne Pizza aus der Erde gehoben, ein wenig abgeschüttelt und in Lavagraulat gesetzt. Oben auf kam dann gleichzeitig mitgebrachtes Spaghnum zum Feuchthalten. Die im Spaghnum befindlichen Binsensamen sind dann angegangen und deshalb der Raseneindruck. Wie gesagt, Birken sind "Säufer" vor dem Herrn und es bietet sich an, eine Schicht Spaghnum auf zu legen.
saludos
avicenna
saludos
avicenna
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Haha, was man nicht alles dazu lernt
Ja, Sphagnum ist eine gute Idee.
Ich habe übrigens gelesen, dass für Birken eine Erdmischung aus Lava, Torf und Akadama im Verhältnis 1:1:1 gut ist.
Danke für deine Tipps!
Ja, Sphagnum ist eine gute Idee.
Ich habe übrigens gelesen, dass für Birken eine Erdmischung aus Lava, Torf und Akadama im Verhältnis 1:1:1 gut ist.
Danke für deine Tipps!
-
Christian S.
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Habe ich etwa Sphagnum gehört?
Na das kann ja lustig werden
Gruß, Chris
Na das kann ja lustig werden
Gruß, Chris
Zuletzt geändert von Christian S. am 25.02.2011, 12:17, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Hallo Chris :-) ich kann mich auch an die diskussion erinnern ...Christian S. hat geschrieben:Habe ich etwa Shagnum gehört?
Na das kann ja lustig werden
aus http://de.wikipedia.org/wiki/Torfmoose , Thema : Gefährdung und Schutz , Auszug :" Alle Arten der Torfmoose genießen mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie Nr.92/43/EWG[15] in der aktualisierten Fassung vom 1.Januar 2007 gewisse Schutzmechanismen. Sie werden in Anhang V gelistet und können so mit Entnahme- und Nutzungseinschränkungen belegt werden. Weiters wird ihr Lebensraum durch Aufnahme der „Sauren Moore mit Sphagnum“ in Anhang I unter Schutz gestellt, wodurch für diese Lebensräume besondere Schutzgebiete ausgewiesen werden müssen. Lebende Hochmoore und aktive Flächenmoore sind hier sogar als vorrangig zu behandelnde Lebensraumtypen ausgewiesen.
In der Bundesrepublik Deutschland werden auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) ebenfalls alle Torfmoosarten über die Anlage 1 der Bundesartenschutzverordnung[16] (BArtSchV) unter Schutz gestellt und in Folge als besonders geschützte Arten bezeichnet."
Die herausgehobenen Passagen ( fett) wurden von mir gekennzeichnet um darauf insbesondere hin zu weisen.
Bei den Arealen in denen ich mein Sphagnum sammle handelt es sich nicht um ausgewiesene Schutzzonen und auch nicht um lebende Hochmoore und aktive Flächenmoore. Sie befinden sich in ausgewiesenen, privat genutzten Torfabbaugebieten und unterliegen somit nicht einer Schutzwürdigkeit. Eine Entnahme erstreckt sich desweiteren auch lediglich in kleinen Mengen, so dass kleine Wassertümpel die mit Sphagnum bewachsen sind nicht vollständig entleert werden und eine Regeneration durch Schaffung partieller Leerräume jederzeit ermöglicht wird und ist und beobachtet wird.
Meinst du ? reicht das ? um etwaigen Einwänden ausreichend Rechenschaft ab zu liefern ? :-)
Ich kann bei Bedarf auch noch einmal pics einstellen die diese Zonen zeigen ...
saludos
avicenna
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
Ist euch beiden wieder langweilig, oder warum versucht ihr hier wieder etwas aufzukochen?
Gruß
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Frank
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Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
ok, ok ... ich halte den Ball flach, versprochen
saludos
avicenna
saludos
avicenna
Re: Gibt's einen Birkenspezialisten ?
"Shagnum" ist in der Tat interessant... shag ist ja klar, aber num... numb?? das würde schon eher Sinn machen.Christian S. hat geschrieben:Habe ich etwa Shagnum gehört?
Na das kann ja lustig werden![]()
Shag-numb. Eventuell auch - etwas klerikal-pikant, die Shag-nun.
"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)


