Vorbereitung für die große Ausstellung

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall » 20.06.2005, 19:09

Das war jetzt kein allzu großer Aufwand. Sieht aus als würde der Baum im September gut aussehen.
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S » 20.06.2005, 21:37

Ah!
eine meiner Lieblings Mugos *bouncer* Seeeehr schön!
M

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S » 20.06.2005, 21:38

Ralla hat geschrieben:...
Jau! Da fehlen einem die Worte.
Ralla! FAHR MAL DAHIN! Das muß man live sehen!
M

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Dagmar M.
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Beitrag von Dagmar M. » 20.06.2005, 22:40

Walter Pall hat geschrieben:Das war jetzt kein allzu großer Aufwand.
Hallo Walter

Wahnsinn, wie schnell du mal eben so ein "Bäumchen" fertig machst.

Toller Baum. *respekt* Super Ausstrahlung
Grüßle
Dagmar

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Constantin

Beitrag von Constantin » 20.06.2005, 22:49

Alle Bäume mal wieder große Klasse. :D Beim Wacholder ist die Vorderseite für mich optimal so wie sie jetzt ist.

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Beitrag von Wolfgang » 20.06.2005, 22:56

Die Mugo sieht echt gut aus, Walter! *up*

Rainer Bock
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Austellungsbäume

Beitrag von Rainer Bock » 21.06.2005, 07:42

Hallo Walter,
eine Frage zu deiner letzten Wacholderabbildung (Rückseite oder Vorder-
seite ist vorerst egal). Warum bleibt der Totholzstamm (Doppelstamm)
noch so groß und vorallem so massig stehen, warum möchtest du den
Totholzbereich nich filiganer ausarbeiten, gibt es hier einen Grund dafür.

Gruß Rainer Bock

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Beitrag von Walter Pall » 21.06.2005, 08:37

Rainer,

der Totholzbereich wirkt jetzt so massig, weil die Belubung momentan so filigran wirkt. Die Belaubung wird enorm zunehmen. Dann wird auch das Totholz eher passen.

Bei diesen modernene Bäumen ist das Totholz das wichtigste. Es ist nicht mehr so wie bei der traditionellen Gestaltung, dass das Totholz eher ein Understatement zu sein hat, hinter der Krone zurücktritt. Hier spielt das Totholz die Hauptrolle, die Krone ist Nebensache.

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Beitrag von mohan » 21.06.2005, 11:17

Hallo, jetzt ich wieder mit meinen komischen Ansichten / Fragen.

Die beiden zuletzt gezeigten Bonsai sind wohl zweifelsfrei Kunstwerke. Kunstwerke, die also weniger naturalistisch aussehen wollen und wenig traditionell, sondern modern, (u.a). wegen dem großen Totholzanteil, so habe ich Walter verstanden.

Jetzt frag ich mich, und zweifele ob es da überhaupt eine Antwort dazu gibt:
Warum ist das eine moderne Gestaltung? Einfach nur banal weil sie anders ist als die traditionelle japanische Gestaltung? Eine Anlehnung an Kimura quasi?

Oder weil sich der Gestalter aktuell (innerlich) mit einem „Thema“ beschäftigt hat. Z.B. Gewichtung von Leben und Tod bzw. die Auseinandersetzung mit dem Vergänglichem.

Oder interpretiere ich da etwas hinein, was nicht ist?

Walter?

Grüße
monika

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Beitrag von Walter Pall » 21.06.2005, 13:48

Monika,

modern weil nicht traditionell. Geradezu das Gegenteil. Auffallen und nicht Bescheidenheit. Gewaltig dick und gewaltig viel Totholz und nicht vornehme Zurückhaltung. Modern, weil die Anvangarde so seit 15 Jahren arbeitet. Hat Kimura eingeläutet.

Moderne Bäume sind so wie vulgäre Muskelprotze, Anrnold Swharzenegger als Bonsai, der Superprolet mit der Superkarrierre. Im Gegensatz zur traditionellen Gestaltung, die mit dem Gentleman alter Schule aus dem 19. Jahrhundert verglichen werden kann.

Modern hat mit naturalistisch überhaupt ncihts zu tun. Ist so abstrakt wie es nur geht, also das genaue Gegenteil von naturalistisch.
Um es ganz kompliziert zu machen: Man kann den modernen Stil auch naturalistisch gestalten. Das eckt dann aber wirklich enorm an.

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Beitrag von mohan » 21.06.2005, 14:02

Ja danke, ich denke ich kann dir soweit folgen. Nur eins noch:
Moderne Bäume sind so wie vulgäre Muskelprotze, Anrnold Swharzenegger als Bonsai, der Superprolet mit der Superkarrierre.
Du schreibst das mit so einem gewissen Ausschliesslichkeitsanspruch. Ich möchte doch aber irgendwie festhalten, dass deine gezeigten Bonsai nur eine Abstraktionsstufe des Begriffs "moderner Bonsai" sind (sie könnten ja auch ein ganz andere Aussage haben) und der naturalistisch gestaltete moderne Baum wäre demzufolge eine höhere Abstraktionsstufe.

Ok soweit,

Schade nur finde ich, dass scheinbar dann so wenig von dem inneren des Gestalters im Baum wiederzufinden ist. -
Ist aber wohl wieder zu Ideal diese meine Vorstellung- Ich werde daran arbeiten mich mehr mit der Wirklichkeit zu beschäftigen-- Oh je!

(Nachtrag: Wo ich grad an Nakas "Goshin" denke, ist diese Vostellung vielleicht doch nicht so abwegig)


Viele Grüße
monika

Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 21.06.2005, 14:24

Walter

du hast gerade den Begriff «modern» ausgefüllt. Eine Möglichkeit. Dann haben wir das auch gesehen und suchen das nächste. Dann könnten ganz schlanke, filigrane Rückgriffe auf den Jugendstil dran sein. Die Kidmans nach den Schwarzeneggers. Bis die auch traditionell sind. Oder?

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Beitrag von Walter Pall » 21.06.2005, 14:56

Andreas,

das Bessere ist der Feind des Guten. In der Mode ist das Neue das Bessere. In der Kunst ebenso. Bis es noch was Besseres gibt. Dann ist das Alte plötzlich unmöglich, richtig peinlich sogar.

Die Welt nach den modernen Bonsai gibt es schon. Das sind postmoderne Bonsai. Unter anderem fallen darunter naturalistische Bäume.

Wer da nicht folgne kann oder will ist in bester Gesellschaft. Man muß das alles nicht verstehen. Man kann auch einfach Bonsai gestalten oder bewundern. Man darf sich aber nicht über andere wundern, die einen ganz anderen Geschmack haben. Es ist wie im wirklichen Leben. Anything goes. Das ist natürlich für Bonsaifundamentalisten der Untergang des Abendlandes. Oder Der Untergang der alten heilen Welt. Na ja, wer hätte vor 50 Jahren gedacht, dass ein Prolet aus Österreich, der hauptberuflich Bodybuilder ist so eine Karrierre macht? Untergang des Abendlandes? Mitnichten! Modern. Muß man aber nicht mögen oder zustimmen.

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Beitrag von Walter Pall » 21.06.2005, 15:03

'Schade nur finde ich, dass scheinbar dann so wenig von dem inneren des Gestalters im Baum wiederzufinden ist. -'

Monika,

wie kommst Du da drauf? Gestaltung hat alles mit dem Inneren des Gestalters zu tun. Die Mittel teilweise. Es ist halt so wie mit Musik die wohl bekannt ist, aber total verfremdet auf neuartigen Instrumenten gespielt wird. Oder noch schlimmer für Fundamentalisten, Musik die völlig neu für neue Instrumente udn ein neues Publikum gemacht wird. Dass da die Alten nix mehr verstehen ist ganz normal. Die Jungen werden auch einmal alt sein. Warst Du vor kurzem einmal in einem Jazzclub? Ich schon. Alles über 50 oder 60 oder ganz, ganz alt. Das war einmal der Elternschreck!
So wird es auch bei Bonsai sein.

Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig » 21.06.2005, 15:25

Monika

vielleicht ist das Tempo ein «immanentes Problem». Wenn ein Maler was herzeigen will, kann er das innert Jahresfrist zur Ausstellungsreife treiben. Bei Bonsai gehts schnell zehn, zwanzig Jahre, bis jemand seinen Anspruch überhaupt dokumentieren kann. Wir blicken in jeder Ausstellung eigentlich Jahre zurück…

Walter

gibt es Bildbeispiele von «modernen, naturalistisch gestalteten Bäumen»?

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