ich hab da mal eine blöde Frage.
Vor ein paar Wochen, habe ich zum Spass, aus dem Wald ein paar schon vorgekeimte Eicheln mitgenommen. Zuhause habe ich sie dann eingesetzt und hab mir eigentlich nicht viel Hoffnung gemacht, das sie sich irgendwie weiterentwickeln würden.
Denkst, jetzt hab ich hier wieder was, das sich auf meinem Balkon breitmacht.
Jetzt meine Frage. Ich will die Pflänzchen jetzt einzeln eintopfen und bin mir echt nicht sicher, ob ich die Hülle der Eichel über oder unter der Erde einpflanzen soll? Ich hab mal ein Foto gemacht um mein Problem mal zu verdeutlichen. Vielleicht könnt Ihr mir ja helfen?
Ich wünsche Euch noch ein schönes und sonniges Pfingsten.
Du solltest die Sämlinge vereinzeln und musst vor Allem die Pfahlwurzel so weit als möglich kappen. Die erste Zeit schattig stellen.
Ich habe meine Eicheln alle knapp unter der Erde liegen.
Es ist etwas spät für einen nötigen Schnitt - die Pfahlwurzel, bei Eichen extrem ausgeprägt, sollte dann mal weg. Würde ich nächstes Jahr ein Stück früher nachholen.
Ob oberhalb oder unterhalb der Erde - die Eichel wird jetzt noch ein Stück weit vom Sämling abgebaut und zerfällt danach. Wichtig ist, sie nicht entfernen zu wollen. Dieser Ordnungswahn wird eventuell mit einem massiven Schaden der Eiche bestraft - der Bollen sitzt recht fest. Im weiteren Verlauf löst er sich von selbst. Dass er etwas schimmelt bis dahin, kümmert den Sämling nicht.
Andreas Ludwig hat geschrieben:Dass er etwas schimmelt bis dahin, kümmert den Sämling nicht.
Nicht? Dann ist ja gut.
Einer meiner Sämlinge ist kaputtgegangen, und ich hatte eine schimmelige Eichel daran vorgefunden. Ich dachte, das hängt zusammen.
Koinzidenz:
Der Sämling ist kaputtgegangen - Spinnmilben, Pilze (häufig bei Eichen), Sauginsekten, Trockenheit, irgendwas halt.
Die nicht mehr verwerteten Teil der ersten Keimblätter (=Eichel), sehr stärkehaltig, werden abgebaut. Das betrifft die Pflanze nicht, die nabelt sich aktiv ab.
Pilze sind normalerweise sehr spezifisch, was ihren Lebensort angeht. Entweder frische Blätter oder Gammelware, selten beides. Manchen Pilzen geht es nur gut, wenn obendran eine Laus Zuckerwasser runterpinkelt. Hat man die Laus weg, geht der Pilz mit - gerade auf einem Zitronenbaum erlebt.
vielen Dank für Eure Antworten. Ich habe die Sämlinge eben einzeln in gut durchlässiges Substrat gesetzt. Die Pfahlwurzel habe ich ein kleines Stück geschnitten. Oberhalb der Pfahlwurzel hatte sich ein sehr schöner und großer Wurzelballen entwickelt. Jetzt habe ich die Sämlinge gut gewässert und sie schattig aufgestellt. Ich lass mich jetzt einfach mal überraschen, wie sie sich so weiterentwickeln.
Eine Frage habe ich aber noch. Ab wann kann ich denn überhaupt mit einem leichten Düngen beginnen?
Im Augenblick haben sie noch ihre Eichel, da wäre ich nicht sicher, ob sie es überhaupt brauchen.
Eigentlich soll man mit dem Düngen ab Laubaufbruch beginnen.
Nur jetzt nach dem Umtopfen würde ich es erst mal lassen.
ich habe da mal wieder ein Problem.
Als ich vorhin am Giessen war, habe ich bemerkt, das sich auf dem Sämlingen schon an einigen Blättern etwas Mehltau zeigt. Mir war ja schon bewusst das Eicheln dafür sehr empfänglich sind, aber das es dann doch so schnell ging hätte ich jetzt nicht gedacht.
Kann ich jetzt noch irgendwas dagegen tun? Ich hätte da noch etwas Spritzmittel gegen Mehltau an Rosen? Aber bringt das jetzt noch was?
Vielleicht habt Ihr ja noch eine Idee.
Viele Grüsse aus dem bewölkten Nahetal
Kerry