Frage zum Wachtum

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paulsenior
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Frage zum Wachtum

Beitrag von paulsenior »

Hallo,ich habe eine Frage bzgl. des Wachstums von Sämlingen.
Ich wollte dieses Jahr einen Bonsai aus einem Samen ziehen,also damit Anfangen,soein Bonsai dauert ja immer etwas ;).
Aber wenn ich den Baum einfach wachsen lasse,wie mir empfohöen wurde,dann wächst er ja gerade in die Höhe,genau das was ich nicht möchte.Soll ich den kleinen Baum,wenn er noch bigsam ist runterbinden,damit er schräg wächst?
Danke
anfängerin
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Beitrag von anfängerin »

ich bin zwar selbst blutige anfängerin aber ich denke mal das man erst mit der gestaltung von der form anfangen kann wenn der stamm eine gewisse stärke un schon verholz ist.den wenn alles noch grün ist dürfte doch noch alles zu labil sein damit es sehr schnell bricht
liebe grüße von tamy
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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Grob gesagt: du lässt ihn hochschießen und wenn er die angestrebte Größe erreicht hat, schnippelst du die Spitze weg. Mit dem nächsten Austrieb sollte er dann anfangen, in die Breite zu gehen.

Damit meine ich allerdings nicht: wenn er 50 hoch werden soll, kommt bei 50,2 die Spitze ab. Laß ihn durchtreiben. Beim Frühjahrsschnitt hast du ihn ohne Laub vor dir und kannst an Hand der angesetzten Knospen genau sehen, wo er verzweigt und gezielter schneiden.

Wenn du ihn formen möchtest, musst du warten, bis der zu formende Teil verholzt ist.
Soll er einfach nur schräg sein, topf ihn schräg ein.
Gruß,
MarionS

Liebhaber des Raumübergreifenden Großgrüns
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

wenn die Jungpflanze etwa Bleistiftdicke erreicht hat, kann man den Stamm meist sehr gut ein erstes Mal mit Draht formen, wenn er nicht gerade bleiben soll. :wink:

Man lässt so einen jungen Bonsaianwärter immer wieder tüchtig wachsen, er darf auch gerne 2 m oder höher werden.
Dann schneidet man ihn wieder kurz und im nächsten Jahr darf er wieder lang wachsen, ehe man den Spitzentrieb wieder einkürzt.
So kommt jedes Jahr ein Stückchen neue Stammverlängerung hinzu und es bildet sich langsam ein unten dicker und oben verjüngter Stamm.
Die Seitenäste lässt man zunächst auch tüchtig wachsen, weil sie jeweils unterhalb für die Verdickung des Stamms sorgen.

Ist der Stamm dann sozusagen "fertig", müssen in der Regel (bei Laubbäumen) die zu dicken, langen Äste weggeschnitten und aus Neuaustrieb neue aufgebaut werden.
Bei vielen Nadelbäumen ist das etwas anders, weil sie nicht so leicht aus dem alten Holz austreiben können (nur die Eibe kann das wirklich gut).
Da muss man vorher schon schauen, dass man brauchbare Äste heranzieht.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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