Hallo, Ihr Lieben,
wenn die Jungpflanze etwa Bleistiftdicke erreicht hat, kann man den Stamm meist sehr gut ein erstes Mal mit Draht formen, wenn er nicht gerade bleiben soll.
Man lässt so einen jungen Bonsaianwärter immer wieder tüchtig wachsen, er darf auch gerne 2 m oder höher werden.
Dann schneidet man ihn wieder kurz und im nächsten Jahr darf er wieder lang wachsen, ehe man den Spitzentrieb wieder einkürzt.
So kommt jedes Jahr ein Stückchen neue Stammverlängerung hinzu und es bildet sich langsam ein unten dicker und oben verjüngter Stamm.
Die Seitenäste lässt man zunächst auch tüchtig wachsen, weil sie jeweils unterhalb für die Verdickung des Stamms sorgen.
Ist der Stamm dann sozusagen "fertig", müssen in der Regel (bei Laubbäumen) die zu dicken, langen Äste weggeschnitten und aus Neuaustrieb neue aufgebaut werden.
Bei vielen Nadelbäumen ist das etwas anders, weil sie nicht so leicht aus dem alten Holz austreiben können (nur die Eibe kann das wirklich gut).
Da muss man vorher schon schauen, dass man brauchbare Äste heranzieht.
Viele Grüße,
Heike