ich bekomm das einfach nicht und check es nicht wie man kurze internodien provoziert.
- durch den regelmäßigen wurzelschnitt
- rückschnitt auf das 1. blatt
- nach einem radikalschnitt die 1. zeit nichts düngen (auch keine hornspähne ins substrat geben)
stimmt das?
oder totaler schwachsinn?
umso mehr ich darüber lese umso weniger kenn ich mich aus.
ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
lg
Salvatore
http://www.youtube.com/user/SalvatoreBonsai
ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Salvatore
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ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
Hallo!
kommt auf die Pflanze drauf an. Aber bei den meisten Laubgehölzen funktioniert der Blattschnitt anfang Juni. Anschliessend noch pinzieren und ev. die grössten Blätter halbieren oder ganz abschneiden, damit Licht und Luft in den Baum können, und der feinen Verzweigung steht nichts mehr im Weg.
Wenn du das mit dem Blattschnitt ausprobierst solltest du darauf achten, dass die Pflanze gut Gedüngt und vollkommen Gesund und Vital ist.
lg Stefan
kommt auf die Pflanze drauf an. Aber bei den meisten Laubgehölzen funktioniert der Blattschnitt anfang Juni. Anschliessend noch pinzieren und ev. die grössten Blätter halbieren oder ganz abschneiden, damit Licht und Luft in den Baum können, und der feinen Verzweigung steht nichts mehr im Weg.
Wenn du das mit dem Blattschnitt ausprobierst solltest du darauf achten, dass die Pflanze gut Gedüngt und vollkommen Gesund und Vital ist.
lg Stefan
Stillstand ist Rückschritt
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
Hallo Salvatore,Salvatore hat geschrieben:ich bekomm das einfach nicht und check es nicht wie man kurze internodien provoziert.
- durch den regelmäßigen wurzelschnitt
- rückschnitt auf das 1. blatt
- nach einem radikalschnitt die 1. zeit nichts düngen (auch keine hornspähne ins substrat geben)
stimmt das?
oder totaler schwachsinn?
umso mehr ich darüber lese umso weniger kenn ich mich aus.
anbei zwei schnelle Links die man über die Suchfunktion im Fachwissen gefunden hätte.
Pinzieren in der Praxis
Schneiden - Grundlagen
- Zum Wurzelschnitt
Stell Dir Wurzelwerk und Zweigwerk im Prinzip als ein Spiegelbild voneinander vor, wobei die Substratoberfläche der Spiegel ist.
Je feinverzweigter der Wurzelballen ist um so höher ist die Chance, daß der Baum mehr Knospen schießt und dies wiederum ist mit ein Faktor für kleinere Blätter / kürzere Nadeln
- Rückschnitt
Ob auf das erste Blatt, Blattpaar oder ein Stück weit weiter vorne geschnitten wird hängt von der Baumart ab
- Düngung
Starke Düngung produziert maximales Wachstum. Sinnvoll in der Aufbauphase, wenn es darum geht die Stammstärke vorwärts zu bringen.
Geht es um die Gestaltungs- oder Verfeinerungsphase (Aufbauphase ist abgeschlossen), ist es besser zurückhaltend zu düngen.
Bei all dem theoretischen Gefasel gilt es in jedem Einzelfall die Standortfaktoren mit zu berücksichtigen. Vollsonniger Standort, halbschattig, viel Niederschlag, wenig Niederschlag. Wind / Temperaturen. Hier wird Dir niemand helfen können. Da heißt es beobachten, Schlüsse ziehen und angemessen handeln.
Servus,
Robert
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
Hallo Salvatore
Ich bin nicht der große Fachmann, aber ich denke mal laut.....
Der Baum braucht Licht, das nimmt er über die Blätter auf. Je mehr Blattoberfläche er (proportional zum Baum gesehen) hat, umso besser kann er es aufnehmen um seinen "Bedarf" zu decken.
Sprich, ist es zu dunkel, muss er größere Blätter bilden. Hat er wenige Blätter (wieder proportional), müssen die größer sein. Bei großen Blättern muss er auch längere Internodien schaffen, da sie sich sonst ja zu stark "beschatten".
Also musst du für ausreichend Licht sorgen und genügend Blattoberfläche. Durch eine bessere Feinverzweigung hast du mehr Blätter, also die Blattoberfläche teilt sich mehr oder weniger auf.
Schneidest du auf ein Blatt zurück, kannst du auf Austrieb dahinter hoffen, aber im worst case treibt er nur an dem Blatt wieder aus und du hast gar nichts erreicht. Schneidest du auf 2 Blätter zurück (und an denen wird er wahrscheinlicher neu austreiben), kannst du mit 2 neuen Trieben rechnen. Analog schneidest du auf ein Blattpaar. Also aus 1 mach 2 und so weiter.... Je feiner die Verzweigung, je kleiner die Blätter, je kürzer die Internodien.
Sicher, die Theorie hat Lücken. Warum bekommen z.B. Opfertriebe, an einem schon feiner verzweigtem Baum, trotzdem wieder große Blätter und lange Internodien? Vielleicht erkennt der Baum, das er den Opfertrieb schneller kräftigen muss, eben mit mehr Blattoberfläche, welche die Energie dazu liefern....
Wie gesagt, laut gedacht.
Ich bin nicht der große Fachmann, aber ich denke mal laut.....
Der Baum braucht Licht, das nimmt er über die Blätter auf. Je mehr Blattoberfläche er (proportional zum Baum gesehen) hat, umso besser kann er es aufnehmen um seinen "Bedarf" zu decken.
Sprich, ist es zu dunkel, muss er größere Blätter bilden. Hat er wenige Blätter (wieder proportional), müssen die größer sein. Bei großen Blättern muss er auch längere Internodien schaffen, da sie sich sonst ja zu stark "beschatten".
Also musst du für ausreichend Licht sorgen und genügend Blattoberfläche. Durch eine bessere Feinverzweigung hast du mehr Blätter, also die Blattoberfläche teilt sich mehr oder weniger auf.
Schneidest du auf ein Blatt zurück, kannst du auf Austrieb dahinter hoffen, aber im worst case treibt er nur an dem Blatt wieder aus und du hast gar nichts erreicht. Schneidest du auf 2 Blätter zurück (und an denen wird er wahrscheinlicher neu austreiben), kannst du mit 2 neuen Trieben rechnen. Analog schneidest du auf ein Blattpaar. Also aus 1 mach 2 und so weiter.... Je feiner die Verzweigung, je kleiner die Blätter, je kürzer die Internodien.
Sicher, die Theorie hat Lücken. Warum bekommen z.B. Opfertriebe, an einem schon feiner verzweigtem Baum, trotzdem wieder große Blätter und lange Internodien? Vielleicht erkennt der Baum, das er den Opfertrieb schneller kräftigen muss, eben mit mehr Blattoberfläche, welche die Energie dazu liefern....
Wie gesagt, laut gedacht.
Gruß
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Frank
++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
Versuche zu verstehen wenn, wieoft und wieviel Wasser man verabreichen sollte. Damit hat man die Basis für kurzen Internodien gelegt.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
@ schmieda: ich muss mir das mal durch den kopf gehen lassen und drüber nachdenken.
@urikawa: ich werde dem mal nachgehen.
Danke
@urikawa: ich werde dem mal nachgehen.
Danke
lg
Salvatore
http://www.youtube.com/user/SalvatoreBonsai
ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Salvatore
http://www.youtube.com/user/SalvatoreBonsai
ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
hey!
wie wäre es mit einem Sammelthread: Wie erhalte ich kurze internodien?
Ich glaube es ist sicherlich für bestimmte Baumarten anders.
Und es gibt auch sicherlich mehrere meinungen und Tricks dazu (Walter Pall, Rainer etc.)
falls es schon so einen thread gibt, seit mir nicht böse, ich hab ihn anscheinend nicht gefunden.
wie wäre es mit einem Sammelthread: Wie erhalte ich kurze internodien?
Ich glaube es ist sicherlich für bestimmte Baumarten anders.
Und es gibt auch sicherlich mehrere meinungen und Tricks dazu (Walter Pall, Rainer etc.)
falls es schon so einen thread gibt, seit mir nicht böse, ich hab ihn anscheinend nicht gefunden.
lg
Salvatore
http://www.youtube.com/user/SalvatoreBonsai
ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Salvatore
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ist im Experimentierstadium (nur junge Indoors)
Re: ich versteh das mit den kurzen internodien nicht
Ich versuchs mal ... :D
Pflanzen machen Photosythese, d.h. sie brauchen UV-Licht in einer bestimmten Intensität und Dauer, um mit Hilfe des Chlorophyls und CO² ihre Energie zum Wachstum zu bekommen. Die Glukose die dabei das Resultat ist, wird in Stärke umgewandelt und das kann die Pflanze weiter nutzen.
Also wollen zunächst alle Pflanzen ans Licht mit ihren "Sonensegeln". Die Energie wird dann verbraten, um mit Hilfe der gesamten Palette der Spurenelemente und den Nährstoffen, Zellsubstanzen aufzubauen um eben an das begehrte Licht zu kommen. Hierbei ist zunächst natürlich die Genetik maßgeblich, d.h. ein Programm sagt der Pflanze wie groß und mit welchen Blattstengellängen ein Blatt ausgebildet wird und in welchen Abständen sich an den Knoten, sprich aus einer Knospe wieder neue Blätter bilden sollen. Das alles in einem normalen Rahmen der standortangepaßt ist etc. Extreme sind hierbei recht dunkler Tropenwald mit entsprechenden Blattausprägungen und Anpassungen oder Wüstenzonen mit Reduktionen der Blätter die sozusagen garnicht mehr vorhanden sind ( Kakteen z.B. ).
Hat die Pflanze nun z.B. viel Stickstoff zur Verfügung ( ich spreche jetzt einmal über die für uns wichtigen Bonsaipflanzen ), kann sie ihr Wachstumssystem wunderbar anschmeißen und ihre Blätter prima ins Licht bringen und schnell wachsen. (Stickstoff wird gebarucht um Eiweiße aufzubauen die alle weiteren Prozesse in der Pflanze vermitteln ) Je weniger Licht vorhanden ist ( Intensität und Dauer der Verfügbarkeit), desto höher ist das Bestreben der Pflanze das Wachstum so zu steigern, dass ein Punkt erreicht wird, an dem wieder Licht vorhanden ist ... also schnell und lange wachsen, d.h. die Internodien maximal strecken. Du kannst es toll sehen , wenn du Kartoffeln beobachtest bei Lichtmangel und steigenden Temperaturen ... Sie reduzieren sogar die Ausbildung von Blättern und nutzen durch sogenannte Geiltriebe alle Energie um in Richtung des Kellerfensters zu wachsen, von wo ein wenig Licht kommt.
So funktioniert das grundsätzlich auch bei den Bäumen. Stell einmal einen Baum ins Dunkle, stelle ihn warm und du wirst sehen, dass er seine gesamte Energie dazu verbrät, um ganz lange Internodien zu machen um möglichst wieder an Licht zu gelangen. Es macht Sinn in der Natur z.B. bei sich gesammelten Blatthaufenanlagen z.B. bei Lärchen ... innerhalb des Dunkels machen sie lange Ruten solange bis sie wieder ans Licht kommen.
Also ... je höher die Tageslichtlängen und die einwirkende Lichtintensität bei entsprechender "normaler" Temperatur, ausgeglichener Wasserversorgung und ausgewogener Nährstoffversorgung ist, desto kleiner können die Internodien werden entsprechend ihrer genetischen Anlage.
Durch häufige Schnitte der obersten Knospenpartien schafft man es dann, zusätzlich zu den oben genannten Voraussetzungen, die Hormonstimulationen so zu verändern, dass nach einem Schnitt einer apikalen Endknospe die darunterliegenden Knospen zum Austrieb angeregt werden. Dabei gehts aber dann wieder los mit dem Faktor Licht. Haben diese neu angeregten Blattbildungen wieder weniger Licht , wachsen sie eben wieder länger um ans Licht zu gelangen. Also musst du wieder dafür sorgen, Licht an die von dir gewünschten Stellen gelangen zu lassen, usw. usw. ...
Du siehst, es ist ein Kombipaket mit dem man jonglieren muss, denn um vielleicht viele neue kleininternodige Austriebe zu erhalten, musst du die Pflanze auch in einem sehr vitalen Zustand halten, das heißt , optimales Wurzelwerk, optimale Versorgung mit Mikro-und Makronährstoffen, gut durchlüftetes Sustrat, guter lichtdurchfluteter Standort, gemäßigte Temperaturen, gemäßigte Wasserversorgung, gute Genetik ( die Pflanze muss ein gute ewntsprechende Anlage haben und hoch regenationsfreudig sein ) und und und.
Fassen wir zusammen :D viel Licht, hohe Lichteintrahlungsdauer, optimale versorgung mit Wasser und Nährelementen, optimale Schnitte zum richtigen Zeitpunkt dann solls schon klappen ... :D
saludos
avicenna
Pflanzen machen Photosythese, d.h. sie brauchen UV-Licht in einer bestimmten Intensität und Dauer, um mit Hilfe des Chlorophyls und CO² ihre Energie zum Wachstum zu bekommen. Die Glukose die dabei das Resultat ist, wird in Stärke umgewandelt und das kann die Pflanze weiter nutzen.
Also wollen zunächst alle Pflanzen ans Licht mit ihren "Sonensegeln". Die Energie wird dann verbraten, um mit Hilfe der gesamten Palette der Spurenelemente und den Nährstoffen, Zellsubstanzen aufzubauen um eben an das begehrte Licht zu kommen. Hierbei ist zunächst natürlich die Genetik maßgeblich, d.h. ein Programm sagt der Pflanze wie groß und mit welchen Blattstengellängen ein Blatt ausgebildet wird und in welchen Abständen sich an den Knoten, sprich aus einer Knospe wieder neue Blätter bilden sollen. Das alles in einem normalen Rahmen der standortangepaßt ist etc. Extreme sind hierbei recht dunkler Tropenwald mit entsprechenden Blattausprägungen und Anpassungen oder Wüstenzonen mit Reduktionen der Blätter die sozusagen garnicht mehr vorhanden sind ( Kakteen z.B. ).
Hat die Pflanze nun z.B. viel Stickstoff zur Verfügung ( ich spreche jetzt einmal über die für uns wichtigen Bonsaipflanzen ), kann sie ihr Wachstumssystem wunderbar anschmeißen und ihre Blätter prima ins Licht bringen und schnell wachsen. (Stickstoff wird gebarucht um Eiweiße aufzubauen die alle weiteren Prozesse in der Pflanze vermitteln ) Je weniger Licht vorhanden ist ( Intensität und Dauer der Verfügbarkeit), desto höher ist das Bestreben der Pflanze das Wachstum so zu steigern, dass ein Punkt erreicht wird, an dem wieder Licht vorhanden ist ... also schnell und lange wachsen, d.h. die Internodien maximal strecken. Du kannst es toll sehen , wenn du Kartoffeln beobachtest bei Lichtmangel und steigenden Temperaturen ... Sie reduzieren sogar die Ausbildung von Blättern und nutzen durch sogenannte Geiltriebe alle Energie um in Richtung des Kellerfensters zu wachsen, von wo ein wenig Licht kommt.
So funktioniert das grundsätzlich auch bei den Bäumen. Stell einmal einen Baum ins Dunkle, stelle ihn warm und du wirst sehen, dass er seine gesamte Energie dazu verbrät, um ganz lange Internodien zu machen um möglichst wieder an Licht zu gelangen. Es macht Sinn in der Natur z.B. bei sich gesammelten Blatthaufenanlagen z.B. bei Lärchen ... innerhalb des Dunkels machen sie lange Ruten solange bis sie wieder ans Licht kommen.
Also ... je höher die Tageslichtlängen und die einwirkende Lichtintensität bei entsprechender "normaler" Temperatur, ausgeglichener Wasserversorgung und ausgewogener Nährstoffversorgung ist, desto kleiner können die Internodien werden entsprechend ihrer genetischen Anlage.
Durch häufige Schnitte der obersten Knospenpartien schafft man es dann, zusätzlich zu den oben genannten Voraussetzungen, die Hormonstimulationen so zu verändern, dass nach einem Schnitt einer apikalen Endknospe die darunterliegenden Knospen zum Austrieb angeregt werden. Dabei gehts aber dann wieder los mit dem Faktor Licht. Haben diese neu angeregten Blattbildungen wieder weniger Licht , wachsen sie eben wieder länger um ans Licht zu gelangen. Also musst du wieder dafür sorgen, Licht an die von dir gewünschten Stellen gelangen zu lassen, usw. usw. ...
Du siehst, es ist ein Kombipaket mit dem man jonglieren muss, denn um vielleicht viele neue kleininternodige Austriebe zu erhalten, musst du die Pflanze auch in einem sehr vitalen Zustand halten, das heißt , optimales Wurzelwerk, optimale Versorgung mit Mikro-und Makronährstoffen, gut durchlüftetes Sustrat, guter lichtdurchfluteter Standort, gemäßigte Temperaturen, gemäßigte Wasserversorgung, gute Genetik ( die Pflanze muss ein gute ewntsprechende Anlage haben und hoch regenationsfreudig sein ) und und und.
Fassen wir zusammen :D viel Licht, hohe Lichteintrahlungsdauer, optimale versorgung mit Wasser und Nährelementen, optimale Schnitte zum richtigen Zeitpunkt dann solls schon klappen ... :D
saludos
avicenna


