ich besitze ein Wildgewucherten Crassula. ist doch einer, oder?
Von Bonsai´s Ahnung habe ich genau 0!
Nachdem ich Ihn voreinigen Wochen ein wenig beschnitten habe, um ihn wieder ein wenig ansehnlig zu machen, bin ich aus zufall auf einer Bonsaiseite gelandet und seit dem, bin ich totall faziniert. Habe mir bereits diverse Seiten durchgelesen und bin letzendlich hier im Forum geladet! Ich habe sehr viel gefunden, bin auch schon sehr viel schlauer geworden, doch so wirklich speziell zu meiner Pflanze konnte ich nichts finden
Meine Frage nun ist, ob ich aus meinem Crassula noch einen Bonsai bekomme? Und wenn ja, wie ich vorgehen sollte. Und ob ich mit der ganzen Pflanze weiterarbeiten kann, oder doch vieleicht nur einen Ast abmoose? Wenn das überhaupt möglich ist... Lieber würde ich natürlich die ganze Pflanze behalten bzw. mir Ihr arbeiten...
Sollte meine kurze aber ja doch sehr umfangreiche Frage, zu viel werden, würde ich mich natürlich auch über einen Link freuen, der mir vieleicht weiterhilt. Sollte ich hier falsch sein, könnt Ihr meinen Beitrag natürlich auch gerne verschieben...
Hallo Eimsbütteler!
Ich habe mir mal erlaubt Deine Bilder, für alle genickfreundlich, zu drehen.
So richtig sicher bin ich mir bei deinem Baum nicht, ob es sich tatsächlich um eine Crassula handelt, oder ob es sich nicht eine Portulacaria afra handelt.
Mir sind die Bllätter sehr klein, deshalb komme ich auf die Idee.
Habe mir bereits diverse Seiten durchgelesen und bin letzendlich hier im Forum geladet! Ich habe sehr viel gefunden, bin auch schon sehr viel schlauer geworden, doch so wirklich speziell zu meiner Pflanze konnte ich nichts finden
Zu beiden Arten findest Du hier unter der Suchfunktion eine ganze Menge.
In Deinem Topf scheinen mehrere Bäume zu stehen, um damit was anzufangen, würde ich sie erst mal vereinzeln. So kann man einen besseren Überblick bekommen.
Liebe Grüße Eva Warthemann
gelesen?
Da steht eigentlich alles was Du wissen musst und wie Du mit dieser Pflanze verfahren sollst (und wie nicht!, nämlich zuviel Wasserzufuhr muss unterbleiben).
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
ersteinmal vielen Dank für das drehen meiner Bilder, warum die aufeinmal schief waren versteh ich auch nicht so ganz!
Den Artiel hatte ich gelesen, welcher mir auch tatsächlich schon sehr weitergeholfen hat! Ich muss zugeben, ich habe meine Fragen auch sehr doof formuliert!
Meine Hauptfrage war eigentlich (die ich auch einfach hätte direkt stellen sollen ) wie sollte ich es mit dem Rückschnitt angehen, mir ist die Pflanze ansich viel zu hoch im verhältnis zu der Stammdicke! Ich weis jetzt nur nicht wie viel ich zurück schneiden kann!? Oder ist es dafür schon zu spät, sprich ich hätte mir nicht fast 11 Jahre Zeit lassen sollen?
Ich denke auch das es mehrere Bäume sind, muss ich diese devinitiv auseinander nehmen?
Ich würde Sie auch gerne nun in eine Schale umtopfen. Kann ich dies jetzt machen, oder sollte ich bis zum Frühling warten?
Hallo Kristoffer!
Ich habe in diesem Jahr eine meiner Crassulas vollkommen entlaubt und stark zurückgeschnitten, sie treibt an jedem Stummel neu aus. Da ist sie sehr hart im nehmen.
Das kannst Du auch mit Deiner machen. Ich persönlich würde erst mal nachschauen, ob die Stämme aus einem Wurzelansatz herauskommen. Falls es doch mehrere Einzelstämme sind, würde ich sie schon auseinander pflanzen. Falls Du mal auf die Idee kommen solltest eine Waldgestaltung zu machen, kannst Du die einzelnen Stämme viel besser so plazieren, das es gut aussieht. Ausserdem können die einzelnen Stämme zunächst viel besser vorbereitet werden.
Die Crassula kann auch jetzt im Herbst noch umgetopft werden.
Liebe Grüße Eva Warthemann
Crassula kannst du jederzeit umtopfen. Als Sukkulente ist die unverwüstlich und grad für Anfänger gut geeignet.
Beim Umtopfen kannst du schaun, ob das wirklich Einzelpflanzen sind oder ein Mehrfachstamm. Pflanz die Stängel dann in Töpfe/Schale mit Abzugsloch (der aktuelle sieht aus wie ein Übertopf ohne Loch... )
Beim Umtopfen brauchst du nicht groß Rücksicht nehmen. Crassula Stämmchen wurzeln auch, wenn du die einfach nur in die Erde steckst. Solltest du aber größere Wunden haben, lass die antrocknen und steck die dann erst in die Erde, sonst besteht die Gefahr, das die faulen.
Als Substrat kannst du auch einfach Blumenerde mit etwas Sand und/oder Aquarienkies nehmen. So trocknet das schneller. Crassula bekommt man eigentlich nur tot, wenn man die zu viel gießt und die dann wegfault.
Um deine Crassula kompakter zu bekommen, kannst du die 1-2 Nodien (das sind diese Ringe, siehe Pfeil) über den Verzweigungen abschneiden. 1-2mm über den Nodium. Da bilden sich dann 2 neue Triebe.
Dateianhänge
crassula787.jpg (64.97 KiB) 690 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Waya am 16.09.2013, 16:30, insgesamt 2-mal geändert.
Vielen Dank erneut für die Hilfen! Eine Waldgestaltung wäre wirklich sehr schön, von daher werde ich dies aufjeden fall machen und gucken, in wie weit die zusammen hängen!
Tut mir leid, aber das mit den Nodien habe ich nicht ganz verstanden! siehe pfeil, welcher pfeil?
Sollte ich erst zurückschneiden und dann umtopfen, oder andersrum?
In dem Link von Bonsaiheiner, der erste Baum; was für ein substrat ist das? könnte ich solch eins nutzen?
@ Waya Yoshitaka: ich sehe du kommst auch aus hamburg! gibt es einen Laden in hamburg wo ich Bonsai schalen bekomme? ich bestell immer so ungern im internet, habe die Sachen immer lieber vorher einmal in der Hand!
das Substrat könnte Lava sein, bin mir aber nicht sicher, ist auch egal. Das verwendete Substrat muss grobkörnig sein, aber beständig, sollte also nicht innerhalb kürzester Zeit zerfallen.
Mit Akadama, doppelt gebrannt, 70%, Bims 20% und etwas Blumenerde machst Du nichts falsch.
Die weitere Vorgehensweise ist abhängig von Deinen Zielen: Wenn Du eine komplette Neugestaltung im Kopf hast (Waldgestaltung), würde ich bis zum kommenden Frühsommer warten und dann dabei auch die Wurzelansätze optimieren.
Neue Triebe werden immer nur da gebildet wo früher schon mal was war ( abgeschnittener Zweig, abgefallenes Blatt) und niemals am "blanken Holz" und zwar umso freudiger, je jünger die Vegatationsperiode ist und auch je üppiger das vorhandene Wurzelwerk ist. Bei einer kompletten Neugestaltung kommst Du nicht umhin, Kompromisse zu machen. Was zählt ist das langfristig ins Auge gefasste Ziel.
Bis zum nächsten Frühsommer kannst Du Dich schlau machen, wie das mit Waldgestaltungen funktioniert und eine passende Schale dafür besorgen.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!
so werde ich es machen, dass hört sich alles sehr plausibel an! So werde ich es machen und noch bis nächstes Jahr warten! Sollte ich denn, dennoch sie jetzt schon mal einmal, ohne etwas anderes zu tun, in ein anständiges Substrat umtopfen? Was meist du mit die Wurzelansätze optimieren, kann ich die, wie schon öfters hier bei anderen Bäumen gesehen, abmoosen?
@ Waya Yoshitaka ---> Tut mir leid, gestern Abend war der Anhang nicht zu sehen, nun verstehe ich natürlich wie du es meintest! Vielen Dank für die Arbeit.... :-)
eine Pflanze umzutopfen ist für sie ein erheblicher Schock. Den kann sie am besten verdauen, wenn ihr dieser für sie brutale Eingriff am Beginn der Vegetationsperiode, also im Frühling, wenn die Pflanze aus der Winterruhe erwacht ist, zugemutet wird. Das gilt für fast alle Bonsai und soll so hier mal stehen bleiben. Bei den sogenannten Indoors oder Zimmerbonsai (ich mag beide Ausdrücke nicht, weil auch die sogenannten Zimmerbonsai nach Ende der Frostgefahr im Frühjahr nach draussen an die Sonne gehören, Deine Crassula gehört dazu) sind diese Umpflanzregeln etwas "aufgeweicht", weil Pflanzen, die aus den Tropen oder Subtropen stammen, sich nicht so eng an diese jahreszeitlichen Schwankungen halten, die es in ihrem Ursprungsgebiet ja nicht gibt. Sie neigen dazu, ganzjährig aktiv zu sein, wie es ja ihrem angestammten Habitat entspricht. Deshalb könntest Du Deine Crassula auch jetzt noch umtopfen, das wird sie nicht umbringen.
Sie jetzt umzutopfen und im Frühjahr erneut durch Neugruppierung zu stressen, ist nicht gut. Sie jetzt umzutopfen und zusätzlich neu zu ordnen, Waldlandschaft mit Wurzelschnitt zu machen, also ein völlige Neugestaltung vorzunehmen, halte ich für den jetzigen Zeitpunkt beim Zusteuern auf die lichtarme Winterzeit ebenfalls für ungut.
Du wärst nicht der Erste, der, vom Bonsaivirus infiziert, möglichst alles auf einmal erledigt haben will. Dabei ist Geduld das Wichtigste für den Anfang und das Wissen um die Bedürfnisse der Pflanzen, die sich meistens nicht mit unseren anfänglich ungestümen Absichten decken. Klar, Du willst voran kommen und wahrscheinlich auch das Beste für Deine Crassula.
Meine Empfehlung: Lass sie bis zum Mai 14 in Ruhe.
Zur Optimierung des Wurzeltellers: Wir wollen unsere Bäume so aussehen lassen wie die Vorbilder in der Natur. Je perfekter es dem Gestalter gelingt, sich diesem Ziel zu nähern, umso mehr beeindruckt das Ergebnis.
Wenn jetzt ein Stamm wie ein Telefonmast im Boden verschwindet, ohne dass sich die verzweigenden obersten Wurzelansätze natürlich abbilden, dann kann sich dieser wünschenswerte, beeindruckende Anblick nicht einstellen. Deshalb muss schon in der Entwicklungsphase auf eine harmonische Wurzelverteilung geachtet werden.
Ich kenne nur eine Baumspezies, die ganz auf ein Nebari verzichtet und dennoch imposant aussieht, das ist der afrikanische Affenbrotbaum oder Baobab (adansonia digitata), aber das ist ein anderes Randthema.
Beste Grüsse,
Heiner
Ein Tag ohne Beschäftigung mit Bonsai ist ein verlorener Tag!