Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

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Georg
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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Georg » 16.05.2018, 09:49

Bonsette hat geschrieben:
15.05.2018, 19:22
Die Blutbuche ist zum Glück nach nach der starken Wurzelbehandlung gut ausgetrieben. Sie steht jetzt überwiegend schattig und bekommt nur morgens und abends jeweils etwa eine Stunde Sonne.
Du darfst der Buche aber dann nicht böse sein, wenn sie nur wenig errötet, denn dafür benötigt sie viel Sonnenlicht. (Aber lieber grün und gesund als rot und tot.)
Gruß
Rüdiger
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Bonsette
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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Bonsette » 22.05.2018, 20:25

Georg hat geschrieben:
16.05.2018, 09:49
Aber lieber grün und gesund als rot und tot.
:lol: Leicht errötet gefällt mir die Farbe auch gut, sie wird also weiterhin nur wenig Sonne bekommen.

Jetzt habe ich mal eine Frage zur Linde:
Die Blätter sehen alle noch sehr gesund aus, und und an den Blattstielen bilden sich neue Knospen. Aber viele innen am alten Holz gewachsene Knospen sind leider schon wieder abgestorben. Geschniten habe ich bis jetzt nur immer alle Triebe auf die gewünschte Länge. Scheinbar hat das für genug Licht im Inneren nicht ausgereicht.
Muss ich jetzt einen Blattschnitt machen, wenn ich möchte, dass die inneren Knospen sich entwickeln? Und wenn ja: alle Blätter entfernen oder nur die Hälfte? Und wachsen die neuen Knospen neben den Blattstielen nach einem Blattschnitt überhaupt gut weiter?

LG
Steffi

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Georg » 23.05.2018, 16:45

Um einen Blattschnitt zu machen, muß die Linde gut im Futter stehen, d.h. gut gedüngt sein und Reserven aufgebaut haben und somit auf den Blattschnitt vorbereitet sein.
Wenn dem so ist, kannst Du einen Blattschnitt machen.
Wichtig aber ist auf jeden all, daß in das Innere Luft und Licht reinkommt. Dafür empfehle ich gerne einen Teilblattschnitt immer dann, wenn das nicht mehr gewährleistet ist. Das ist schonender und verhindert i.d.R. das Verkahlen des innernen Bereiches. Ohne Licht treibt kaum eine Knospe aus.
Da ich meine Linde dieses Jahr umgetopft habe, unterlasse ich den kompletten Blattschnitt und gehe auf Teilblattschnitt.
Gruß
Rüdiger
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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Bonsette » 17.10.2018, 19:49

Liebe Leute,
so sieht meine Linde jetzt nach dem Laubabwurf aus:
2018-10-14_.jpg
2018-10-14_.jpg (129.87 KiB) 658 mal betrachtet
Ich möchte in Zukunft die beiden Spitzenstämme deutlicher herausarbeiten, mal sehen, wie das wirkt. Im Frühjahr wird zurückgeschnitten und gedrahtet. Sie darf auf jeden Fall noch größer werden, denn mit den aktuell 24cm ist sie schon nicht mehr im Shohinmaß.

Die Blutbuche hat ihre Blätter nach dem Foto im Mai nicht mehr viel weiter entwickelt. Im Juli war sie meinen anderen Rotbuchen in ihrer Blattentwicklung deutlich hinterher, und als ich im Urlaub war hat sie die 2 ½ Wochen an der Bewässerungsanlage leider nicht überlebt. :(
Schade, sie hat mir als heimischer Baum mit der tollen Blattfarbe so gut gefallen. Ich muss mir mal eine neue suchen!

LG
Steffi

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von abardo » 17.10.2018, 20:12

Hi Steffi,
Bonsette hat geschrieben:
17.10.2018, 19:49
Im Frühjahr wird zurückgeschnitten und gedrahtet.
Ich würds jetzt machen. Noch sind die Äste weich.
Grüße, Frank
___________
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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Georg » 18.10.2018, 15:12

Was Du auf jeden Fall problemlos machen kannst, ist das Abspannen der Äste dort, wo Du es wünschst.
Ist schonend und läßt die Veränderung schon jetzt, bevor alles sich verfestigt, besser fixieren.
Gruß
Rüdiger
P.S.: Nimm dazu Bast oder mit Aquarienschlauch abgepolsterten Draht
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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Bonsette » 28.11.2018, 21:06

Gerade habe ich die Linde ein wenig geschnitten und gedrahtet. Dabei habe ich im Wesentlichen einen gegenständigen Ast und zwei Äste an den Mehrfachgabelungen unten rechts und links entfernt, damit sich da nicht bald Verdickungen bilden.
Vielleicht entferne ich im Frühjahr auch noch den nach vorne wachsenden Ast an der Dreiergabelung unten rechts (siehe rechtes Bild). Dann würde ich den rot markierten Ast, der auch nach vorne wächst, noch stärker wachsen lassen.
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LG
Steffi

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Thorsten1504 » 28.11.2018, 22:13

Bonsette hat geschrieben:
28.11.2018, 21:06
Vielleicht entferne ich im Frühjahr auch noch den nach vorne wachsenden Ast an der Dreiergabelung unten rechts (siehe rechtes Bild). Dann würde ich den rot markierten Ast, der auch nach vorne wächst, noch stärker wachsen lassen.
Hi Steffi,

anhand der Bilder würde ich es genauso machen.

Gruß

Thorsten *wink*

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Bonsette » 21.02.2019, 09:22

Gestern habe ich der Linde noch den Ast an der Dreiergabelung unten rechts entfernt.
Dabei habe ich mal überlegt, ob die rechteckige Schale mit der schönen blauen Glasur, die Erwin mir eigentlich für die Blutbuche gemacht hat, nicht auch ganz passend für die Linde mit ihren hellgrünen Blättern ist. (Die Blutbuche ist mir ja letztes Jahr leider wahrscheinlich an einem Pilz eingegangen.)
2019-02-21_.jpg
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Was meint ihr?

LG
Steffi

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von grüner_hesse » 21.02.2019, 12:29

Hi Steffi,

die blaue Schale schaut sicher gut aus, ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur aktuellen. Auch von der Form her finde ich das passend. Auf dem Foto täuscht logischerweise die Perspektive, bin gespannt, wie es final ausschauen wird. Hübsche Linde, gefällt mir sehr gut.

viele Grüße
Benny

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Bonsette » 21.02.2019, 19:18

Vielen Dank für positive Bestätigung, Benny. :-D

Heute habe ich mit dieser Linde die Umtopfzeit eingeläutet. *dance* (Wenn es doch noch mal Frost gibt, muss ich sie nachts in den Schuppen stellen.) Mir gefällt sie jetzt in der neuen Schale.
2019-02-22_.jpg
2019-02-22_.jpg (138.76 KiB) 161 mal betrachtet
Der Wurzelansatz geht schon einigermaßen, da habe ich beim Umtopfen nur dickere Wurzeln gekürzt und nach unten wachsende entfernt. Unter dem Spaghnummoos und Autoschlauch werden die oberen Wurzeln hoffentlich bald ordentlich zunehmen.
2019-02-22-wurzeln.jpg
2019-02-22-wurzeln.jpg (215.93 KiB) 161 mal betrachtet

LG
Steffi

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Thorsten1504 » 21.02.2019, 20:57

Hi Steffi,

gefällt mir auch besser, als in der roten Schale.

Gruß

Thorsten *wink*

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Michael 86 » 21.02.2019, 21:20

Hallo Steffi

Mir gefällt die Linde auch sehr gut. Genau nach meinem Geschmack *daumen_new*

Auch in der Schale sieht sie viel besser aus. Allerdings wäre die rote Schale für die oberen Wurzeln sicherlich besser gewesen, weil sie da tiefer gelegen hätten. Ich weiß nicht, welche Erfahrungen du schon mit dem Fahradschlauch gemacht hast, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade bei so frischem lockeren Substrat, die Saugwirkung nicht so stark ist und die Benetzung von oben oft nicht überall hin durchdringt. Ich würde deswegen ab sofort einen gut bemessenen Ring zur Erhöhung aus Kunststoff oder Abzugsnetz vorziehen, welcher mit Substrat befüllt wird. So muss man nicht unbedingt umtopfen um die Schale zu wechseln und die Wurzeln, die man fördern will, bleiben feucht und dunkel genug, zum wachsen
Grüße Michael :)

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von Harrybo » 21.02.2019, 22:14

Schade um die Blutbuche! Mit der Linde bist du auch auf einem guten Weg, besonders die Wurzelplatte sieht vielversprechend aus.
Die Astansätze gefallen mir auch, aber trotzdem denke,ich das man Linden und auch Buchen immer stärker und größer anlegen sollte.
Bei Linden sollte man meiner Meinung nach,erst bei einer Höhe von 50 - 60 cm und einer Stammstärke von 5cm mit der Strukturierungsphase
beginnen. Die Blattproportionen werden erst ab dieser Größe einigermaßen glaubhaft, denke ich.
Meine Linde steht schon seit 20Jahren in einem Steingefäß, im Garten und wurde nach - Walter`s - Heckenscherenschnitt- Methode in eine
Grundform gebracht. Ebenso verfahre ich mit meinen Blutbuchen, die ich vor über 25 Jahren aus Samen gezogen habe. Diese Pflanzen werde
ich erst dieses Jahr in Holzkisten pflanzen und mit der Strukturierung beginnen.
Doch viel wichtiger ist, dass der Baum Dir gefällt und täglich Freude macht!
Es grüßt
Harrybo

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Re: Winterlinde(?) und Blutbuche(?) - wie zukünftig schneiden?

Beitrag von migo » 21.02.2019, 22:34

Die Linde hat sich ja schön entwickelt und die Schale von Erwin passt da richtig gut.

Ob der Fahrradschlauch noch nötig ist, wage ich mal zu bezweifeln. Moos und Schlauch werden doch eigentlich eingesetzt, wo sich erst noch Wurzeln bilden sollen.
Hier sieht es aber doch schon gut aus. Dicker werden die Wurzeln dann durch das (Längen)Wachstum von allein.
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!

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