Pinus Mugo: Verdickung durch Astquirl entfernen?

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Reelok
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Pinus Mugo: Verdickung durch Astquirl entfernen?

Beitrag von Reelok » 25.10.2016, 17:50

Hallo zusammen,

Da ich neu in diesem Forum bin zunächst erst mal etwas über mich. Ich hatte meinen Ersten Kontakt mit Bonsai so in etwa mit 13. Da damals alle meine Pflanzen innerhalb von einem Jahren an Überpflegung gestorben sind hat mich auch recht schnell der Mut wieder verlassen. Vor drei Jahren hat mich dann, mit 20 erneut das Bonsaifieber gepackt. Ich lasse es ruhiger angehen, habe mir einiges an gelesen und bisher läuft es ziemlich gut.

Zu der Kiefer um die es geht:
Ich habe mir dieses Frühjahr meine erste Kiefer zugelegt. Da ich damals keine Erfahrung mit Nadelbäumen hatte und ich mir ziemlich sicher war das ich sie umbringe wurde es eine Containerpflanze aus der benachbarten Gärtnerei für 20 €. Nicht das beste Ausgangsmaterial, aber zum Erlernen der Pflege und des Wuchsverhaltens reicht es.
Ich habe sie im April umgetopft, das alte Substrat durch 1:1:1 Blähton, Blumenerde, Kies ersetzt. und ca ein drittel der Wurzeln entfernt. Den oberirdischen Teil der Pflanze habe ich nicht angerührt.
Sie wurde die Wachstumszeit über kräftig gedüngt, durfte Frei wachsen und sieht nun so aus:
Pinus Mugo; 50cm ab Substratoberfläche 25.10.16
Pinus Mugo; 50cm ab Substratoberfläche 25.10.16
Nun zu meinem eigentlichen Problem:
Da sie den Sommer über guten Zuwachs hatte würde ich diesen Winter alle Überflüssigen Äste entfernen. Am Hauptstamm entspringen Teilweise bis zu 7 Äste aus einer Stelle was zu mehreren Verdickungen geführt hat. Jeweils einen dieser Äste würde ich gerne stehenlassen und die restlichen entfernen. Im Internet habe ich leider nichts dazu gefunden wie man so etwas behandelt. Im Bild unten habe ich Drei mögliche Schnittpunkte eingezeichnet:
Verdickung durch Astquirl
Verdickung durch Astquirl
Grün: So wie es in den Lehrbüchern steht. Ast kann in ruhe zurück trocken, später zu einem Jin gemacht werden und alle Saftbahnen bleiben intakt. Jins mochte ich jedoch keine (vorallem keine 6) und die Verdickung ist damit auch nicht entfernt.
Gelb: Kein Jin, wenig Beeinträchtigung der verbliebenen Saftbahnen, die Wunde wächst flach zu, jedoch ist die große Ball immer noch vorhanden.
Blau: Entfernt die Verdickung, sorgt jedoch für eine sehr große Wunde und wenn ich das bei allen ästen so mache bleibt wohl auch kaum Rinde übrig um die darüber liegenden äste zu versorgen.

Ich bin ziemlich Ratlos, wisst ihr wie man bei so einem Problem vorgeht und wann der beste Zeitpunkt dafür ist?

Viele Grüße
Reelok


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Bodo.P.
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Re: Pinus Mugo: Verdickung durch Astquirl entfernen?

Beitrag von Bodo.P. » 30.10.2016, 15:46

Hallo Reelok

Am einfachsten löst du das Problem in dem du einen Richtungswechsel an der Verdickung vornimmst. Da fällt das am wenigsten auf.
Also den mittleren Trieb entfernen, einen Seitentrieb als neue Stammfortführung und einen anderen als Ast.

mfg
Bodo.P.

Reelok
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Re: Pinus Mugo: Verdickung durch Astquirl entfernen?

Beitrag von Reelok » 10.11.2016, 17:21

Danke für die Antwort. Sorry das ich erst jetzt zum antworten komme. Darauf wäre ich von aleine gar nicht gekommen, aber ich hatte jetzt genug zeit deinen Vorschlag zu überdenken und halte ihn mitlerweile auch für die sinnvollste Lösung.

Die jetzige Stammvortsetung ist ziemlich gerade und wohl auch zu dick um sie stark zu biegen. Außerdem erhalte ich so eine deutlich bessere verjüngung

Ich werde das dieses Wochenende ich Angriff nehmen und wenn ich fertig bin zeige ich euch was ich mit dem Pflänzchen angestellt habe

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