Wie wächst eine Birke eigentlich?

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Georg Kiesewetter
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Re: Wie wächst eine Birke eigentlich?

Beitrag von Georg Kiesewetter » 14.08.2017, 08:25

MarionS hat geschrieben:
13.08.2017, 13:38
... Man müsste ständig nachkorrigieren. ...
Genau das habe ich beobachtet. Das war Ausgangspunkt meiner Frage.
Was genau muss ich tun, um möglichst wenig oder möglichst sanft einzugreifen um dennoch dem natürlichen Vorbild nahe zu kommen....

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Andreas Ludwig
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Re: Wie wächst eine Birke eigentlich?

Beitrag von Andreas Ludwig » 14.08.2017, 08:59

Du hast mich falsch verstanden. Ich meinte damit, dass das «natürliche Wachstum einer Birke» voraussetzt, dass die so gross ist, wie eine Birke nunmal natürlicherweise ist. Der Effekt des hängenden Reisigs stellt sich bei einem Bonsai schlicht nicht ein. Ich habe immer wieder mal eine Birke live beäugen können, bei der das tapfer versucht wurde. Dabei kam eigentlich nur raus, dass es zwischendurch hübsche Momentaufnahmen gab – und zwei, drei Jahre später eine Komplettrevision der Krone, weil die ganzen gedrahteten «Ästchen» in der Zwischenzeit stark zugelegt hatten. Worauf die Birke eher aussah wie die roten Zierahornsträucher i manchen Gärten. Also etwa das, was du nicht möchtest, ein Konstrukt «gegen den Baum».
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Georg Kiesewetter
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Re: Wie wächst eine Birke eigentlich?

Beitrag von Georg Kiesewetter » 14.08.2017, 09:47

Andreas Ludwig hat geschrieben:
14.08.2017, 08:59
... Dabei kam eigentlich nur raus, dass es zwischendurch hübsche Momentaufnahmen gab – und zwei, drei Jahre später eine Komplettrevision der Krone, weil die ganzen gedrahteten «Ästchen» in der Zwischenzeit stark zugelegt hatten. ...
OK. Jetzt sind wir beieinander. Eben diese Betrachtung über zwei, drei Jahre war das, was ich mit der Frage, wie eine Birke wächst, gemeint.

Soweit ich die Antworten verstanden habe, müsste man jährlich neu den nichtapikalen Neuaustrieb nach unten richten (z.B. beschweren) und ihn im Folgejahr (weitgehend) beseitigen. Die "Momentaufnahme" also soisonal immer wieder herstellen und die Verzweigung nur mit den verbleibenden, astnahen ersten Nodien und mit den apikalen Trieben ausbauen.
So probier ich's jetzt jedenfalls.

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Re: Wie wächst eine Birke eigentlich?

Beitrag von Andreas Ludwig » 14.08.2017, 09:56

Zwei Haken an der Sache sind, dass Birken erstens schnell in den Draht einwachsen (was man manchmal gar nicht sieht im Moment – und schon ist es passiert, Kriegt man nie mehr weg). Das zweite ist, dass dieses Vorgehen zwingend zu einer Menge zwar kleiner, aber doch vorhandener Schnittstellen führt. Da mäkeln Birken dann manchmal. Ich habe sie als launisch in dem Sinn erlebt, dass Zweige durchaus auch zwei, drei Internodien hinter einem Schnitt wegtrocknen können. Aber viel Glück und bitte berichten – spannende Sache!
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