Fragen zu Ginkgo "Troll"

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fza
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Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von fza » 10.04.2018, 07:49

Guten Morgen, ich hätte ein paar grundlegende Fragen zur o. g. Pflanze. Die habe ich geschenkt bekommen. *dance*

Beim Nachstöbern habe ich gelesen, daß die Verdickung am Stamm von der Veredelung stammt. Die Sorte "Troll" soll sehr schwachwüchsig (2 cm / Jahr?) sein und kompakt. Meine Frage: wäre die Sorte auf eigenen Wurzeln lebensfähig?

Bei manchen Sukkulenten wäre eine Trennung von Unterlage und Pfropfling das Aus - keine Ahnung, ob es das bei Gehölzpflanzen auch gibt.

Ich weiß, daß die Verdickung als "unschön" gilt, ich würd's aber in Kauf nehmen, wenn das Risiko einer Abmoosung zu hoch wäre.

Ich würde mich freuen, wenn sich hier jemand findet, der sich mit Ginkgos auskennt und mir Auskunft geben könnte.
Zuletzt geändert von fza am 01.05.2018, 19:45, insgesamt 1-mal geändert.

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mydear
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Re: Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von mydear » 10.04.2018, 08:57

Hallo Franziska,

der Ginkgo ist generell langsam wachsend, besonders beim Dickenwachstum. Ich weiß jetzt nicht wie es mit der Sorte "Troll" aussieht, doch Ginkgo ist normal gut abzumoosen. Ob sich dein Ginkgo dafür eignet mußt du selbst wissen. Als Bonsais haben sie alle eine säulenartige Form.

Hier findest du Links zum Abmoosen und typisch kleinen Ginkgos:
viewtopic.php?f=121&t=46280&p=510737&hi ... at#p510814
viewtopic.php?f=35&t=36980&hilit=ginkgo&start=30


Grüße
Rainer

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Re: Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von Heike_vG » 10.04.2018, 10:59

Hallo Franziska,
bei Deinem Ginkgo ist die Veredelungsstelle ja nur geringfügig verdickt und sie sieht für mein Auge nicht schlimm aus. Da kann man doch die weitere Entwicklung in Ruhe abwarten, denn bei manchen Bäumen wird die Stelle mit den Jahren immer unsichtbarer, während in den ungünstigen Fällen die Unterlage deutlich dicker wird (sieht man z.B. bei Kirschbäumen häufig). Hier würde ich letzteres gar nicht unbedingt erwarten. Wenn man den Ginkgo jetzt oberhalb der Veredelungsstelle abmoosen würde, bliebe kaum etwas vom Stamm übrig. Das wäre für mich noch ein Grund, eine Abmoosung bis auf weiteres zu verwerfen.
Wenn man mal nach der Sorte 'Troll' googelt, findet man heraus, dass es sich um eine Zwergsorte handelt, die kaum größer als 1 m werden soll. Die Äste wachsen mehr oder minder waagerecht und der Wuchs soll "bizarr" sein. Daher ist wohl eher keine typische Flammenform zu erwarten, wie man sie von der normalen Art Ginkgo biloba, vor allem von den männlichen Bäumen, kennt.
Viel Spaß mit dem kleinen Ginkgo und zeig mal im Laufe der Zeit, was draus wird, Franziska!

Liebe Grüße,
Heike
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Re: Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von fza » 10.04.2018, 12:25

Danke euch auf die Schnelle :) ( stehe gerade im Stau und bin gespannt, wann der Erste hier seine Campingmöbel auspackt). Zeit zum Überlegen, morgen antworte ich dann richtig.

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Georg
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Re: Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von Georg » 10.04.2018, 12:43

Wenn Du irgendwann mal was abschneidest, kannst Du gut nen Steckling damit machen. Der wird dann ohne Makel wachsen, aber auch langsam.
Gruß
Rüdiger
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Re: Fragen zu Ginkgo "Troll"

Beitrag von fza » 12.04.2018, 10:54

Guten Morgen, jetzt habe ich bissl Zeit. Nochmal danke für eure Antworten. :)

Rainer, danke für die Links. Ja, über die Möglichkeit, Ginkgos abzumoosen, habe ich via google hier ins Forum gefunden. Das wollte ich heuer sowieso an unserem "Hausbaum" probieren. Die Gänsefüßchen deshalb, weil dieser Hausbaum so unbaumig aussieht wie nur was - ein knapp 6 m langer Stecken mit paar fast waagrechten Steckerln drumrum. Den haben wir vor 10 Jahren als knapp 1,5 m hohes Jungbäumchen gepflanzt.

Heike, danke für deine Einschätzung. Stimmt, besonders sehen tut man die Veredelung nicht. Dein Einwand, daß durch eine Abmoosung kaum noch sichtbarer Stamm übrig bliebe, leuchtet mir ein, ich werde davon Abstand nehmen.

Gestern habe ich den kleinen umgetopft und einen Wurzelschnitt gemacht. Wenn das mal gut geht... falls ja, werde ich gerne von Zeit zu Zeit dokumentieren. Die Schale ist alt und leicht beschädigt, tut's aber erstmal. Das mit dem Fixieren unter dem Substrat habe ich probiert - kriege ich nicht hin, da wird mir hoffentlich ein AK oder Workshop auf die Sprünge helfen. Vorerst muß es eben das weniger schöne Fixieren am Stämmchen tun.

Nach dem Wurzelschnitt wäre es vermutlich sinnvoll, auch die Äste zu kürzen, richtig?

Rüdiger, Stecklinge werde ich gerne versuchen, allerdings habe ich die Befürchtung, daß jetzt noch nicht die richtige Jahreszeit dafür ist? Zumindest habe ich gelesen, daß es ab Juni besser wäre.

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