Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

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espanna
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von espanna » 04.11.2018, 20:07

abardo hat geschrieben:
04.11.2018, 19:22


Empfehlen kann ich alle Fräser von Samurai. Sind zwar teuer, aber so viele braucht man gar nicht.

Regelmässig nutze ich nur: einen El Ninjo Fräskopf zum Entfernen von viel Holz. Einen wirklich guten Bohrfräser, um Struktur reinzubekommen. Ein Ufo für Details (unverzichtbar, der Bohrfräser machts halt zu glatt) und Rundbürsten aus Stahl (die aus Messing nutzen sich viel zu schnell ab). Auch nach x Einsätzen zeigen weder Fräskopf, Bohrfräser noch Ufo irgendwelche Abnutzungserscheinungen, scheinen ewig zu halten.
Danke!
Die Stände auf der Noelanders habe ich gesehen, und war von dem Angebot erschlagen. Jeder preist was er hat und nach der Beratung hätte ich wohl einige hundert Euros da gelassen.
Gruß!

László

Michael 86
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 04.11.2018, 20:08

Hallo Frank

Danke für deine Meinung.
Welchen Schaft haben die Werkzeuge die du benutzt? Es geht mir ja erst einmal nur um die Grundmaschine und den Bürstenaufsatz. Ich möchte vorerst nur von Hand arbeiten, aber eben mit der Option das später ausbauen zu können ohne alles, was ich angeschafft habe, zu verwerfen und eine andere Maschine zu kaufen.
Grüße Michael :)

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abardo
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von abardo » 04.11.2018, 23:48

3mm (gibts Dremel mit 6 ???). 6mm ist wohl nur für die ganz heftigen Arbeiten.

Wenns nur ums Bürsten geht, fang doch mit einem Noname-20-EUR-Gerät an, für mal ein bisschen fräsen, gehen die auch, wenn der Fräser stimmt.

Und später sind 2 Maschinen sowieso praktisch.
Grüße, Frank
___________
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 05.11.2018, 08:43

Frank

Danke für die Antwort. Ich schau mal wie ich das mache und welche alternativen es im günstigen Bereich so gibt
Grüße Michael :)

Sanne
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Sanne » 06.11.2018, 17:09

Michael 86 hat geschrieben:
05.11.2018, 08:43
...Ich schau mal wie ich das mache und welche alternativen es im günstigen Bereich so gibt
Hallo Michael,

heute habe ich bei Aldi (Nord) wieder ein Multifunktionsgerät für 29,99 € (Marke DURO) gesehen. So ein Teil hatte ich vor einigen Jahren auch mal bei Aldi gekauft, aber inzwischen wieder verschenkt. Das Gerät ist auch als Dremel sehr gut geeignet.

Aber wie Volker M. bereits empfohlen hatte, finde ich ein Workshop für Totholzbearbeitung als allererstes auch sinnvoller. Da werden Dir sicherlich viele Techniken mit verschiedenen Werkzeugen gezeigt, die Du auch ausprobieren kannst.

Grüße, Sanne

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 10.11.2018, 15:33

Hallo Sanne

Ich kann da nur solche Vibrationsschneider finden. Das ist nicht vergleichbar mit einem Dremel. Nach günstigen Varianten habe ich mich ausreichend umgesehen und muss leider passen. Keines dieser Geräte schafft annähernd die niedrige Drehzahl von 5000 U/min. Standard ist wohl 10000 oder manche mit 8000. Lieber in langsamen Schritten als zu schnell. Wie es da aber um Qualität und Spannkraft/ Spanntechnik der Werkzeuge aussieht bleibt Spekulation. Ich werde noch warten und an Weihnachten Geld für dieses Tool wünschen. Im Februar ist die Trophy und dann schau ich mal, was es so gibt. Ich investiere lieber gleich in was vernünftiges, als jetzt was billiges zu kaufen und später dann doch den Dremel.

Mein Ziel ist es mich intensiver mit Totholz zu befassen, auf lange Sicht.



Ps: Kann jemand erklären, wozu man diese Zahnfräser / Raspelfräser nutzt?
Zuletzt geändert von Michael 86 am 12.11.2018, 13:10, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße Michael :)

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 12.11.2018, 12:58

Hallo Zusammen

Ich habe mich jetzt mal ein wenig umgeschaut und das Forum durchforstet. Manche sind der Meinung, dass Fräsen wohl immer unnatürlich wäre, und lieber mehr Zeit in Handarbeit gelegt werden soll. Demnach habe ich mir die Frage gestellt was ich für mich gerne möchte. Natürlichkeit ist für mich schon sehr wichtig.

Ich bin dann über eine Video-Doku gestolpert von Kevin Willson Olive Part 1-5. Ich bin von seiner Handwerklichen Leistung und dem Umgang sehr beeindruckt, jedoch ist es nicht das, was ich für mich gerne möchte. Es ist mir zu viel "erfunden". Geht mir zu sehr in Richtung "kunstvoller bearbeiteter Holzklotz", weniger in die Richtung wie ich es mir vorstelle. Ich stell mir das eher so vor, dass der Baum die Richtung vorgibt und es nachher zusammen passt mir Maserung, Fasern und Wachstum des Baumes.

Vielleicht belasse ich es fürs erste beim 4000er Dremel mit Bürste zum Kaschieren der Werkzeugspuren, Altersbeschleunigung durch Konturenglätten und zur Reinigung nach dem Abbrennen.
Grüße Michael :)

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zopf
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von zopf » 20.11.2018, 09:10

Hallo
Bei Totholzarbeiten gibt es 2 Aspekte die teilweise nicht zusammen passen.
Vom gestalterischen her, Form, Proportionen, Linien, Gesamteindruck
ist man bei der Handarbeit auf die Gegebenheiten des Baumes angewiesen.
Ein oft zu großer Respekt vor altem Totholz lässt dann den Gesamteindruck des Baumes
nicht im optimalsten Licht erscheinen, aber natürlich halt eben.
Bei einer Maschinenarbeit hingegen kann man, so man es kann,
gestalterisch besser arbeiten, was dann aber auf Kosten der Natürlichkeit gehen kann.
Erst das Grobe, die Form mit der Maschine
und dann die Feinarbeit mit Handwerkzeug
könnte ein Königsweg sein um beide Aspekte zu vereinen.
mfG Dieter
cogito ergo pups

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 20.11.2018, 10:22

Hallo und danke Dieter

Ja, so etwas ist mir auch schon in den Sinn gekommen. Ich glaube dieser Bereich der Gestaltung ist zu individuell um zu einem pauschalen Ergebnis zu kommen. Vom kleinesten Jin mit 5mm Durchmesser bis zum 8cm Stammdurchmesser inkl. einem kleineren Wacholder der innerlich tote weiche Fasern hat, ist bei mir alles dabei. Ich würde auch nicht vor massiven Klötzen, wie zuvor beschrieben, zurück schrecken, wenn es sich mir mal bietet.
Deswegen bin ich mit dem 4000er Dremel fürs Erste sicher gut beraten. Aufsätze kommen dann zur gegebenen Zeit und Situation schrittweise hinzu. Habe jetzt sogar den 4200er gesehen. Da wird der Schaft nicht mit einer Verschraubung gespannt, was ich bei den Dremel mit dem großen Kunststoffüberwurf eigentlich schon praktikabel gelöst finde, sondern einfach durch zurückziehen gelöst wird und sonst dauerhaft gespannt ist. Einfacher und schneller geht der Aufsatzwechsel wohl kaum noch.

Bleibt natürlich das Wichtigste noch.... Erlernen der Techniken und Möglichkeiten. Da hab ich noch nicht so richtig einen Plan, wie wo was....
Grüße Michael :)

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Hanne1940
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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Hanne1940 » 20.11.2018, 15:18

Hallo Michael,
hier die Fotos vom Dremel 3000
CRW_0006_Anleitung.jpg
CRW_0006_Anleitung.jpg (315.53 KiB) 757 mal betrachtet
CRW_0009_Dremel_3000.jpg
CRW_0009_Dremel_3000.jpg (257.44 KiB) 757 mal betrachtet
Grüße Hanne

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Hanne1940 » 22.11.2018, 17:32

Hallo Michael,
Du hättest einfach nur nein sagen müssen.
Nachdem wir uns einig waren und ich Dir auch noch
meine Bankverbindung anvertraut habe, nichts mehr
von Dir hören zulassen, finde ich sehr unschön.
Bitte keine private PN mehr.
Gruß Hanne

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 22.11.2018, 17:38

Hallo liebe Hanne

Auch nachdem ich nich gerade nochmal vergewissert habe, ob ich was übersehen habe, kann ich keine Nachricht von Dir lesen bzgl. Bankdaten oder Ähnlichem. Ich war ebenfalls verwundert dass du dich nicht mehr gemeldet hast.
Bitte überprüfe ob und wem du etwas geschickt hast. Befindet sich die Nachricht im Postausgang oder den Entwürfen?
Grüße Michael :)

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Hanne1940 » 22.11.2018, 19:22

Hallo Michael,
Tut mir leid, da ist etwas falsch gelaufen.
Hast PN
Grüß Hanne

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 22.11.2018, 19:23

Okay. Melde mich
Grüße Michael :)

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Re: Erstaustattung Totoholzwerkzeug - Einarbeitung in das Thema

Beitrag von Michael 86 » 09.12.2018, 11:14

Hallo Zusammen

So, nachdem ich mich jetzt etwas mit dem Dremel 3000 Beschäftigt habe und ein klein wenig experimentiert habe, habe ich mich an die ersten ernsthaften Schritte heran getraut.
Zuerst will ich aber für alle, die das hier lesen und vor den gleichen Schritten stehen folgendes zum 3000er Dremel schreiben. Bei weichem Holz (Tanne, Kiefer) wird mit der Stahlbürste schon gut material abgetragen. Mittlere Drehzahlen vorausgesetzt. Dann kann man gut damit arbeiten. Wenn man aber weniger weg haben möchte, wenn es um kleine Bäume oder feinste Details geht, vielleicht schon zu viel. Da wären niedrigere Drehzahlen von Vorteil, die der 3000er aber leider nicht so gut mit macht. Schon bei der zartesten Berührung merkt man, wie ihm da die Luft aus geht. ich habe den 3000er jetzt gebraucht bekommen und werde damit die ersten Schritte machen. Bei einer Neuanschaffung würde ich nun definitiv die 4000er Reihe empfehlen.
Danke nochmal, Hanne.

So nun zu den erstem Übungsprojekt. Ein alter toter, aber noch saftiger Ast einer Kiefer. Durchmesser 7cm. Übungsobjekte habe ich davon genug. Gearbeitet nur mit der Dremel-Stahlbürste, schmales Stecheisen um die Fasern zu lösen, Wasserpumpenzange um die Fasern zu ziehen und kleinem Brenner zum Abflammen.


Würde gerne eure Meinungen hören. Was gefällt, was ist verbesserungsbedürftig ?

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Ausgangssituaion
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Zwischenstand 1
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Grüße Michael :)

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